0.740.811•Protokoll zum Europäischen Übereinkommen von 1991 über wichtige Linien des internationalen kombinierten Verkehrs und damit zusammenhängende Einrichtungen (AGTC) betreffend den kombinierten Verkehr auf Wasserstrassen
0.740.811Multilateral International Treaty29.10.2009
Abgeschlossen in Genf am 17. Januar 1997
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 4. März 1998
In Kraft getreten für die Schweiz am 29. Oktober 2009
(Stand am 29. Dezember 2016)
Die Vertragsparteien,
in dem Wunsch, den internationalen Güterverkehr zu erleichtern;
in Anbetracht der erwarteten Zunahme des internationalen Güterverkehrs infolge des weiter wachsenden internationalen Handels;
im Bewusstsein der nachteiligen Auswirkungen solcher Entwicklungen auf die Umwelt;
unter Hinweis auf die grosse Bedeutung des kombinierten Verkehrs für die Entlastung des europäischen Strassennetzes und der Milderung von Umweltschäden;
in Anerkennung des Umstandes, dass der kombinierte Verkehr auf den Wasserstrassen und entlang bestimmter Küstenstrecken in bestimmten europäischen Verkehrskorridoren ein wichtiges Element darstellen kann;
in der Überzeugung, dass es zur leistungsfähigeren und kundenfreundlicheren Gestaltung des grenzüberschreitenden kombinierten Verkehrs auf den Wasserstrassen und entlang bestimmter Küstenstrecken in Europa unerlässlich ist, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen koordinierten Plan für den Ausbau der Dienste des kombinierten Verkehrs auf den Wasserstrassen und entlang bestimmter Küstenstrecken und der für ihren Betrieb erforderlichen Infrastruktur festlegen, welcher sich auf international vereinbarte Leistungsparameter und ‑vorgaben stützt,
sind wie folgt übereingekommen:
Im Sinne dieses Protokolls:
ii) wenn sie wichtige Zulaufstrecken für den internationalen kombinierten Verkehr darstellen;
iii) wenn sie voraussichtlich in naher Zukunft zu wichtigen Linien des kombinierten Verkehrs (entsprechend den Begriffsbestimmungen unter den Ziff. i und ii) werden;
die Küstenstrecken des internationalen kombinierten Verkehrs entsprechen den in Anlage III Abschnitt a Ziffer xi aufgeführten Merkmalen.
c) bezieht sich der Begriff «damit zusammenhängende Einrichtungen» auf Hafenterminals im kombinierten Verkehr für den Umschlag von Containern und anderen im kombinierten Verkehr verwendeten intermodalen Beförderungseinheiten (z.B. Wechselbehälter, Sattelanhänger, Nutzfahrzeuge usw.) zwischen Binnenschiffen und Wasserfahrzeugen zur Fortbewegung auf dem Meer, Strassen- und Eisenbahnfahrzeugen, die für den internationalen kombinierten Verkehr von Bedeutung sind.
Zur Erleichterung der Dienste des internationalen kombinierten Verkehrs innerhalb des Wasserstrassennetzes des internationalen kombinierten Verkehrs ergreifen die Vertragsparteien geeignete Massnahmen, um die technischen und betrieblichen Mindestvorgaben zu erreichen, die in Anlage III aufgeführt sind.
Die Anlagen sind Bestandteil des Protokolls.
Verwahrer des Protokolls ist der Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde den Verwahrer davon in Kenntnis setzen, dass er sich durch Artikel 11 nicht als gebunden betrachtet.
Ist nach dem Inkrafttreten dieses Protokolls die Anzahl der Vertragsparteien während zwölf aufeinanderfolgender Monaten geringer als fünf, so tritt das Protokoll zwölf Monate nach dem Zeitpunkt ausser Kraft, in dem der fünfte Staat aufgehört hat, Vertragspartei zu sein.
Neben den in diesem Protokoll angegebenen Notifikationen und Mitteilungen nimmt der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Aufgaben wahr, die in Teil VII des Wiener Übereinkommens vom 23. Mai 19695über das Recht der Verträge niedergelegt sind.
Die Urschrift dieses Protokolls, dessen englischer, französischer und russischer Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, wird beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt.
Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Protokoll unterschrieben.Geschehen zu Genf, am 17. Januar 1997.(Es folgen die Unterschriften)
1. Alle wichtigen Wasserstrassen, die für den internationalen kombinierten Verkehr von Bedeutung sind, werden mit den Buchstaben «C-E»6, gefolgt von einer Nummer bestehend aus zwei, vier oder sechs Ziffern, bezeichnet.
2. Die Hauptwasserstrassen des Wasserstrassennetzes C-E weisen Nummern bestehend aus zwei Ziffern auf, während ihre Zweige Nummern bestehend aus vier und sechs Ziffern tragen.
3. Die Hauptwasserstrassen, die im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind, Seehäfen bedienen und Seebecken miteinander verbinden, werden mit den Nummern 10, 20, 30, 40 und 50 bezeichnet, wobei die Nummern von West nach Ost zunehmen.
4. Die Hauptwasserstrassen, die im Wesentlichen in West-Ost-Richtung ausgerichtet sind und mindestens drei – nach Absatz 3 dieser Anlage aufgeführte –Hauptwasserstrassen kreuzen, werden mit den Nummern 60, 70, 80 und 90 bezeichnet, wobei die Nummern von Nord nach Süd zunehmen.
5. Die anderen Hauptwasserstrassen, die sich zwischen zwei Hauptwasserstrassen nach Absatz 3 und 4 dieser Anlage befinden, werden mit Nummern bestehend aus zwei Ziffern bezeichnet, die zwischen den Nummern dieser beiden Wasserstrassen liegen.
6. Bei den Nebenwasserstrassen (Zweigen) erster oder zweiter Ordnung entsprechen die zwei oder vier ersten Ziffern den Wasserstrassen höherer Ordnung des Wasserstrassennetzes. Die folgenden Ziffern bilden die Nummer der Nebenwasserstrasse, wobei die Nummern ab Beginn bis zum Ende der Wasserstrasse höherer Ordnung entsprechend der untenstehenden Tabelle zunehmen. Die geraden Nummern bezeichnen die Nebenwasserstrassen auf der rechten und die ungeraden Nummern die Nebenwasserstrassen auf der linken Seite.
| Abschnitt der Wasserstrasse | Wasserstrassennummer C‑E |
|---|---|
| 1) Frankreich | |
| Dünkirchen-Arleux-Condé sur Escaut | C-E 01 |
| Deûle | |
| Bauvin-Lille-(Zeebrugge) | C-E 02 |
| Verbindung Seine-Nord | |
| [Compiègne-Arleux] (in Planung) | C-E 05 |
| Rhone | |
| Marseille-Fos-Lyon | C-E 10 |
| Rhonekanal bei Sète | C-E 10-011 |
| Lyon-Saint-Jean de Losne | C-E 10 |
| [St. Jean de Losne-Mülhausen] (in Planung) | C-E 10 |
| Rhein | |
| (Basel-) Strasbourg | C-E 10 |
| Seine | |
| Le Havre-Rouen-Conflans | C-E 80 |
| Conflans-Compiègne | C-E 80 |
| [Compiègne-Toul] (in Planung) | C-E 80 |
| Conflans-Gennevilliers | C-E 80-04 |
| Gennevilliers-Bray-sur Seine | C-E 80-04 |
| Mosel | |
| Toul-Nancy-Thionville (-Trier) | C-E 80 |
| 2) Belgien | |
| Obere Maas | C-E 01 |
| Nordsee-Leie | C-E 02, C-E 07 |
| Gent-Terneuzen-Kanal | C-E 03 |
| Schelde-Rhein-Verbindung | C-E 03, C-E 06 |
| Brüssel-Rupel-Kanal | C-E 04 |
| Bovenschelde | C-E 05 |
| Albert-Kanal | C-E 05 |
| 3) Niederlande | |
| Juliana-Kanal | C-E 01 |
| Dordtsche Kil | C-E 01 |
| Südbevelandkanal | C-E 03 |
| Hollands Diep | C-E 03 |
| Schelde-Rhein-Verbindung | C-E 06 |
| Waal | C-E 10 |
| Rhein | C-E 10 |
| Amsterdam-Rhein-Kanal | C-E 11 |
| Lekkanaal | C-E 11-02 |
| Maas-Waal-Kanal | C-E 12 |
| Twente-Kanal | C-E 70 |
| Lek | C-E 70 |
| 4) Deutschland | |
| Rhein | |
| (Strasbourg)-Karlsruhe/Grenze Niederlande-Deutschland | C-E 10 |
| Wesel-Datteln-Kanal | C-E 10-01 |
| Datteln-Hamm-Kanal (westlicher Teil) | C-E 10-01 |
| Rhein-Herne-Kanal | C-E 10-03 |
| Neckar | C-E 10-07 |
| Dortmund-Ems-Kanal | |
| (einschliesslich Südabschnitt des Mittellandkanals, Dortmunder Haltung) | C-E 13 |
| Mittelweser | C-E 14 |
| Elbe | C-E 20 |
| Elbe-Seitenkanal | C-E 20-02 |
| Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstrasse, Westoder | C-E 31 |
| Mittellandkanal (einschliesslich Verbindung nach Magdeburg) | C-E 70 |
| Elbe-Havel-Wasserstrasse | C-E 70 |
| Havel-Oder-Wasserstrasse | C-E 70 |
| Untere Havel-Wasserstrasse (einschliesslich einiger Kanäle in Berlin) | C-E 70 (C-E 70-05, C‑E 71, C-E 70-12, C‑E 70-10, C-E 71-04, C-E 71-06) |
| Mosel | C-E 80 |
| Main | C-E 80 |
| Main-Donau-Kanal | C-E 80 |
| Donau | C-E 80 |
| Saar | C-E 80-06 |
| 5) Schweiz | |
| Rhein | |
| Basel (-Strasbourg) | C-E 10-09 |
| 6) Tschechische Republik | |
| Elbe | C-E 20 |
| Vltava | C-E 20-06 |
| [Morava] (in Planung) | C-E 20 C-E 30 |
| 7) Slowakei | |
| Donau | C-E 80 |
| Váh | C-E 81 |
| [Morava] (in Planung) | C-E 20 C-E 30 |
| 8) Österreich | |
| Donau | C-E 80 |
| 9) Polen | |
| Oder | |
| (von der Mündung bis zum Gleiwitzer Kanal) | C-E 30 |
| Weichsel | |
| (von Danzig bis Warschau) | C-E 40 |
| 10) Ungarn | |
| Donau | C-E 80 |
| 11) Kroatien | |
| Donau | C-E 80 |
| [Donau-Sava-Kanal] (in Planung) | C-E 80-10 |
| Drava | C-E 80-08 |
| (von der Mündung bis Osijek) | |
| Sava | C-E 80-12 |
| (von der Mündung bis Sisak) | |
| 12) Serbien | |
| Donau | C-E 80 |
| 13) Bulgarien | |
| Donau | C-E 80 |
| 14) Rumänien | |
| Donau | C-E 80 |
| Olt bis Slatina | C-E 80-03 |
| Donau-Bukarest-Kanal | C-E 80-05 |
| Donau-Schwarzes Meer-Kanal | C-E 80-14 |
| 15) Russische Föderation | |
| St. Petersburg – Rybinsker Schleuse | |
| (Volga-Ostsee-Wasserstrasse, Rybinsker Stausee) | C-E 50 |
| Rybinsker Schleuse-Astrakhan (Volga) | C-E 50 |
| Rybinsk – Moskau | |
| (Volga, Imeni Moskvy-Kanal, Moskva) | C-E 50-02 |
| Vytegra – Petrozavodsk (Onegasee) | C-E 60 |
| Mündung der Kama-Perm (Kama) | C-E 50-01 |
| Azov-Krasnoarmeisk | |
| (Don, Volga‑Don-Kanal) | C-E 90 |
| 16) Ukraine | |
| Donau | C-E 80 |
| Donau-Kilia-Flussarm | C-E 80-09 |
| Dnipro | |
| (von der Mündung bis Kyiv) | C-E 40 |
| Küstenstrecken | |
| Küstenstrecke von Gibraltar nach Norden den Küsten Portugals, Spaniens, Frankreichs, Belgiens, der Niederlande und Deutschlands entlang, durch den Kieler Kanal, den Küsten Deutschlands, Polens, Litauens, Estlands und Russlands entlang bis zur Wasserstrasse St. Petersburg-baltische Volga, Weissmeer-Ostseekanal, der Küste des Weissen Meeres entlang bis Arkhangelsk, sowie die nur auf diesem Wege zugänglichen Wasserstrassen | C-E 60 |
| Medway von Sheerness nach Rochester | C-E 60-03-03 |
| Themse von Canvey Point nach London Bridge | C-E 60-03-05 |
| Orwell bis Ipswich | C-E 60-03-11 |
| Great Ouse von Wash bis Kings Lynn | C-E 60-03-13 |
| Tay von Buddon Ness bis Balmerino | C-E 60-03-02 |
| Forth von der Grenze der Wasserstrasse bis Grangemouth | C-E 60-03-04 |
| Tyne von der Mündung bis Newcastle | C-E 60-03-06 |
| Tees von der Mündung bis Middlesbrough | C-E 60-03-08 |
| Küstenstrecke der dänischen und norwegischen Westküste entlang, Fjord von Oslo eingeschlossen | C-E 60-05 |
| Küstenstrecke von Gibraltar nach Süden den Küsten Spaniens, Frankreichs, Italiens, Griechenlands, der Türkei, Bulgariens, Rumäniens und der Ukraine entlang, der Südküste der Krim bis Azov entlang, durch den Don bis Rostov-Kalach-Volgograd-Astrakhan, sowie die nur auf diesem Wege zugänglichen Wasserstrassen | C-E 90 |
Jeder Hafenterminal, der für den internationalen kombinierten Verkehr von Bedeutung ist, ist mit einer Nummer versehen, die sich aus der Nummer der Wasserstrasse, an dem sich der Terminal befindet, gefolgt von einem Bindestrich sowie einer zweistelligen Nummer, die den Hafen an der Wasserstrasse bezeichnet, zusammensetzt. Diese Nummern sind von Westen nach Osten und von Norden nach Süden aufsteigend.
Den Hafenterminals, die im Europäischen Übereinkommen über die grossen Wasserstrassen von internationaler Bedeutung7(AGN) und im vorliegenden Protokoll aufgeführt sind, stehen die Buchstaben «C-P» vor; den Hafenterminals, die lediglich für den internationalen kombinierten Verkehr von Bedeutung und nur in diesem Protokoll aufgeführt sind, steht der Buchstabe «C» vor.
C-P 01-01 Dünkirchen (Dünkirchen-Valencienne-Kanal, 20,5 km)
C-P 02-03 Lille (Deûle, 42,0 km)
C-P 10-36 Strasbourg (Rhein, 296,0 km)
C-P 10-39 Mülhausen-Ottmarsheim (Grosser Elsässischer-Kanal, 21,0 km)
C-P 10-41 Ile Napoléon (Kanal Niffer-Mülhausen, 37,6 km)
C-P 10-42 Aproport (Chalon, Mâcon, Villefranche-sur-Saône)
(Saône, 230,0 km, 296,0 km, beziehungsweise 335,0 km)
C-P 10-43 Pagny (Saône, 192,75 km)
C-P 10-44 Lyon (Saône, 375,0 km)
C-P 10-45 Marseille-Fos (Marseille-Rhone-Kanal, 0,0 km)
C-P 10-04-01 Sète (Rhone-Sète-Kanal, 96,0 km)
C-P 80-01 Le Havre (Kanal von Le Havre nach Tancarville, 20,0 km)
C-P-80-02 Rouen (Seine, 242,0 km)
C-P 80-04-01 Autonome Häfen in Paris:
Gennevilliers (Seine, 194,7 km);
Bonneuil-Vigneux (Seine, 169,7 km);
Evry (Seine, 137,8 km);
Melun (Seine, 110,0 km);
Limay-Porcheville (Seine, 109,0 km);
Montereau (Seine, 67,4 km);
Nanterre (Seine, 39,4 km);
Bruyères-sur-Oise (Oise, 96,9 km);
Saint-Ouen-l’Aumône (Oise, 119,2 km);
Lagny (Marne, 149,8 km).
C-P 01-02 Charleroi (Sambre, 38,8 km) C-P 01–02 bis Charleroi (Kanal Charleroi-Brüssel, 5,6 km) C-P 01-03 bis Namur (Maas, 54,5 km) C-P 01-03-02 Veghel (Zuid-Willemsvaart, 24,0 km) C-P 01-04 Lüttich (Maas, 113,7 km) C-P 01-04 bis Lüttich (Albert-Kanal, 9,6 km) C-P 02-01 Zeebrugge (Nordsee) C-P 03-04 Gent (Terneuzen-Gent-Kanal 4,6 km) C-P 04-03 bis Willebroek (Brüssel-Schelde-Kanal, 61,3 km) C-P 04-05 Brüssel (Brüssel-Rupel-Kanal, 62,0 km) C-P 04-05-02 Willebroek (Brüssel-Rupel-Kanal, 34,0 km) C-P 05-01 Avelgem (Bovenschelde, 35,7 km) C-P 05-03 Meerhout (Albert-Kanal, 80,7 km) C-P 05-07 Zentrum und Westen (Schelde, 22,0 km) C-P 05-08 Zentrum und Westen (Zentrumskanal, 10,0 km) C-P 06-01 Antwerpen (Schelde, 102,9 km)
C-P 01-10 Oss (Maas, 193,0 km) C-P 03-01 Moerdijk (Hollands Diep, 986,0 km) C-P 04-01 Vlissingen (Westerschelde, 14,0 km von der Mündung) C-P 10-01 Rotterdam (Nieuwe Maas, 1002,5 km) C-P 10-02 bis Gorinchem (Merwede, 956,0 km) C-P 10-02 ter Zaltbommel (Waal, 935 km) C-P 11-02 bis Beverwijk (Noordzeekanaal, 4,5 km) C-P 11-03 Amsterdam (Noordzeekanal, 20,6 km) C-P 12-01 Nimwegen (Waal, 884,6 km) C-P 12-02 bis Deventer (Geldersche Ijssel, 57,3 km) C-P 12-04 Kampen (Geldersche Ijssel, 106,8 km) C-P 15-01 Almere (Ijsselmeer, 15,0 km) C-P 15-01-01 Leeuwarden (Haringsmakanaal, 23,7 km) C-P 15-03 Groningen (Van Starkenborghkanaal, 7,0 km) C-P 15-01 bis Lelystad (Ijsselmeer, 32,0 km) C-P 15-02 bis Sneek (Prinses Margrietkanaal, 43,7 km) C-P 15-02 ter Zuidhorn (Van Starkenborghkanaal, 15,0 km) C-P 70-01 bis Lochem (Twentekanaal, 15,5 km) C-P 70-01 ter Hengelo (Twentekanaal, 45,1 km) C-P 70-01-02 Alphen aan den Rijn (Oude Rijn, 39,5 km) C-P 70-03-01 Almelo (Zijkanaal, 17,6 km)
C-P 10-04 Emmerich (Rhein, 852,0 km) C-P 10-12 Duisburg-Ruhrort Häfen (Rhein, 774,0 km) C-P 10-14 Düsseldorf (Rhein, 743,0 km) C-P 10-15 Neuss (Rhein, 740,0 km) C-P 10-18 Köln (Rhein, 688,0 km) C-P 10-24 Koblenz (Rhein, 596,0 km) C-P 10-29 Mannheim (Rhein, 424,0 km) C-P 10-32 Germersheim (Rhein, 385,0 km) C-P 10-33 Wörth (Rhein, 366,0 km) C-P 10-34 Karlsruhe (Rhein, 360,0 km) C-P 14-01 Bremerhaven (Weser, 66,0–68,0 km) C-P 14-04 Bremen (Weser, 4,0–8,0 km) C-P 20-01 Cuxhaven (Elbe, 724,0 km) C-P 20-04 Hamburg (Elbe, 618,0–639,0 km)8 C-P 20-08 Magdeburger Häfen (Elbe, 330,0 und 333,0 km)9 C-P 80-12 Mainz (Rhein, 500,0 km) C-P 80-31 Regensburg (Donau, 2370,0–2378,0 km) C-P 80-32 Deggendorf (Donau, 2281,0–2284,0 km) C 80-01 Passau (Donau, 2228,4 km)
C-P 10-09-02 Schweizerische Rheinhäfen (Rhein, 159,38–169,95 km)
C-P 20-15 Děčín (Elbe, 98,2 und 94,2 km)10 C-P 20-06-02 Prag (Vltava, 47,4 und 55,5 km) C-P 20-16 Ustí nad Labem (Elbe, 761,5 und 764,0 km)11 C-P 20-17 Mělník (Elbe, 834,4 km)12 C-P 20-18 Týnec nad Labem (Elbe, 933,7 km) C 20-01 Pardubice (Elbe 130,0 km) (in Planung) C-P 20-06-01 Miřejovice (Vltava, 18,9 km)
C-P 80-38 Bratislava (Donau, 1865,4 km) C-P 80-40 Komárno (Donau, 1767,1 km) C-P 80-41 Šturovo-JCP (Donau, 1721,4 km) C 81-01 Sered (Váh, 74,3 km) C 81-02 Šala (Váh, 54,5 km) C 20/30-01 Devinska Nová Ves (Morava, 4,0 km) C-P 81-01 Šala (Váh, … km) (in Planung) C-P 81-02 Sered (Váh, … km) (in Planung) C-P 81-03 Hlohovec (Váh, … km) (in Planung) C-P 81-04 Piešťany (Váh, … km) (in Planung) C-P 81-05 Nové mesto nad Váhom (Váh) (in Planung) C-P 81-06 Trenčín (Váh) (in Planung) C-P 81-07 Dubnica (Váh) (in Planung) C-P 81-08 Púchov (Váh) (in Planung) C-P 81-09 Považská Bystrica (Váh) (in Planung) C-P 81-10 Žilina (Váh) (in Planung) C-P 81-11 Čadca (Verbindung Váh-Oder) (in Planung)
C-P 80-33 Linz (Donau, 2128,2–2130,6 km) C-P 80-34 Linz-Vöest (Donau, 2127,2 km) C-P 80-35 Enns-Ennsdorf (Donau, 2111,8 km) C-P 80-36 Krems (Donau, 2001,5 km) C-P 80-37 Wien (Donau, 1916,8–1920,2 km)
C-P 30 Gliwice Labedy (Gliwice-Kanal) C-P 30 Opole (Oder) C-P 30 Wroclaw (Oder) C-P 40 Plock (Weichsel)
C-P 80-42 Budapest (Donau, 1640,0 km)
C-P 80-47 Vukovar (Donau, 1333,1 km) C-P 80-08-01 Osijek (Drava, 14,0 km) C-P 80-12-01 Slavonski Brod (Sava, 355,0 km) C-P 80-12-02 Sisak (Sava, 577,0 km)
…
C 80-01 Vidin (Donau, 790,2 km) C-P 80-52 bis Vidin (Donau, 790,0 km) C-P 80-53 bis Oriahovo (Donau, 678,0 km) C-P 80-56 Rousse (Donau, 495,0 km) C-P 80-58 bis Silistra (Donau, 375,5 km)
C-P 80-14-01 Medgidia (Donau-Schwarzes Meer Kanal, 27,5 km) C-P 80-14-02 Constanta (Donau-Schwarzes Meer Kanal, 64,0 km) C-P 80-51 Turnu Severin (Donau, 931,0 km) C-P 80-57 Giurgiu (Donau, 493,0 km) C-P 80-58 Oltenitza (Donau, 430,0 km) C-P 80-59 bis Cernavoda (Donau, 298,0 km) C-P 80-60 Braila (Donau, 168,5–172,0 km) C-P 80-61 Galati (Donau, 76,0–160,0 km) C-P 80-62 Giurgiulesti (Donau, 133,0 km) C-P 80-64 Tulcea (Donau, 34,0 – 42,0 km) C-P 80-14-03 Constanta (Donau-Schwarzes Meer-Kanal, 64,0 km)
C-P 50-01 St. Petersburg, Seehafen (Neva, 1397,0 km) C-P 50-02 St. Petersburg, Binnenhafen (Neva, 1385,0 km) C-P 50-03 Podporozhie (Volga-Ostsee-Wasserstrasse, 1054,0 km) C-P 50-04 Cherepovets (Volga-Ostsee Wasserstrasse, 540,0 km) C-P 50-05 Yaroslavl (Volga, 520,0 km) C-P 50-06 Nizhniy Novgorod (Volga, 907,0 km) C-P 50-07 Kazan (Volga, 1311,0 km) C-P 50-08 Ulianovsk (Volga, 1528,0 km) C-P 50-09 Samara (Volga, 1738,0 km) C-P 50-10 Saratov (Volga, 2165,0 km) C-P 50-11 Volgograd (Volga, 2551,0 km) C-P 50-12 Astrakhan, Seehafen (Volga, 3051,0 km) C 50-01 Rybinsk (Volga, 433,0 km) C 50-02 Kineshma (Volga, 708,0 km) C 50-03 Tolyatti (Volga, 1675,0 km) C-P 50-02-01 Nordhafen der Moskva (Imeni Moskvy-Kanal, 42,0 km) C-P 50-02-02 Westhafen der Moskva (Imeni Moskvy-Kanal, 32,0 km) C-P 50-02-02-01 Tver (Volga, 272,0 km) C-P 50-02-03 Südhafen der Moskva (Imeni Moskvy-Kanal, 0,0 km, Moskva, 151,0 km, von ihrer Mündung in die Oka) C-P 50-01-01 Perm (Kama, 2269,0 km) C 50-01-01 Chaikovsky (Kama, 1933,0 km) C-P 60-15 Arkhangelsk, Seehafen (Severnaja Dvina Mündung, 0,0 km) C-P 90-01 Taganrog, Seehafen (Taganrog Bay) C-P 90-02 Eysk, Seehafen (Taganrog Bay) C-P 90-03 Azov, Seehafen (Don, 3168,0 km) C-P 90-04 Rostov, Seehafen (Don, 3134,0 km) C-P 90-05 Oust-Donetsk (Severskyi Donets, 5,0 km von der Mündung) C 90-01 Volgodonsk (Don, 1868,0 km)
C-P 80-09-02 Kilia (Donau-Kilia-Flussarm, 47,0 km) C-P 80-09-03 Oust-Dunajsk (Donau-Kilia-Flussarm, 1,0 km) C-P 40-05 Kyiv (Dnipro, 856,0 km) C-P 40-01-01 Tschernihiw (Desna, 194,5 km) C-P 40-02-02 Seehafen Mykolaïv (Pivdenny Buh, 35,0 km) C-P 40-02-03 Dnipro-Buhskiy (Pivdenny Buh, 16,0 km) C-P 40-02-01 Binnenhafen Mykolaïv (Pivdenny Buh, 40,0 km) C-P 40-05 Kyiv (Dnipro, 856,0 km) C-P 40-07 bis Erzabbau- und -verarbeitungsbetrieb von Poltava (Dnipro, 521,0 km) C-P 40-08 bis Verladeterminal (Dnipro, 422,0 km) C-P 40-09 Dnipropetrovsk (Dnipro, 393,0 km) C-P 40-12 Kherson (Dnipro, 28,0 km)
C-P 40-03 Brest (Mukhovets, 1,5 km) C-P 40-04 Pinsk (Pina, 9,0 km) C-P 40-04 bis Mikashevichi (Pripyat, 40,5 km und Mikashevichikanal, 7,0 km) C-P 40-04 ter Mozyr (Pripyat, 185,0 km)
C-P 91-03-01 Mantua (Valdaro und private Häfen) (Mantua-Adria-Kanal, 0,0 km und Seen von Mantua) C-P 91-03-02 Mantua Roncoferraro/Governolo (Mantua-Adria-Kanal) C-P 91-03-03 Mantua Ostiglia (Mantua-Adria-Kanal, 30,0 km)- C-P 91-03-04 Verona Legnano (Mantua-Adria-Kanal, 65,0 km) C-P 91-03-05 Canda (Mantua-Adria-Kanal) C-P 91-03-06 Rovigo (Mantua-Adria-Kanal, 140,0 km) C-P 91-03-07 Conca di Volta Grimana (Mantua-Adria-Kanal, 170,0 km) C-P 91-03-08 Porto Levante (Mündung des Po di Levante) C-P 91-04 Cremona (Mailand-Po-Kanal, 55,0 km vom Mailänder Terminal) C-P 91-04 bis Cremona-Casalmaggiore (Po) C-P 91-04 ter Mantua Viadana (Po) C-P 91-04-01 Ferrara (Ferrara-Porto Garibaldi-Kanal) C-P 91-04-02 Ferrara S. Giovanni Ostellato (Ferrara-Porto Garibaldi-Kanal) C-P 94-04-03 Garibaldi (Ferrara-Wasserstrasse, 80,0 km von Ferrara) C-P 91-04-04 Ravenna C-P 91-05 Boretto R. Emilia Centrale (Po, 120,0 km vom Mailänder Terminal) C-P 91-05 bis Mantua S. Benedetto (Po) C-P 91-05 ter Mantua Revere (Po) C-P 91-07 Adria (Mantua-Adria-Kanal, 265,0 km vom Mailänder Terminal) C-P 91-08 Chioggia (Po-Brondolo-Kanal, 285,0 km vom Mailänder Terminal) C-P 91-09 Marghera (Laguna Veneta, 300,0 km vom Mailänder Terminal)
C-P 41-01 Klaipeda, Seehafen (Kurshskiybucht) C-P 41-02 Nida (Kurshskiy Zaliv, 42,7 km) C-P 41-03 Uostadvaris (Nemunas, 61,3 km)
C-P 80-01-02 Senta (Tisza, 122,0 km)
C-P 80-46 bis Apatin (Donau, 1401,5 km)
C-P 80-47 bis Bačka Palanka (Donau, 1295,0 km)
C-P 80-47 ter Novi Sad (Donau, 1253,5 km)
C-P 80-48 bis Pančevo (Donau, 1152,8 km)
Die wichtigsten technischen Merkmale der Wasserstrassen C-E stimmen im Allgemeinen mit der Klassifizierung der europäischen Binnenwasserstrassen nach Tabelle 1 überein.
Für die Beurteilung der verschiedenen Wasserstrassen C-E sind die Merkmale der Klassen Vb bis VII unter Berücksichtigung folgender Prinzipien zu verwenden: i) Die Wasserstrassenklasse wird durch die horizontalen Abmessungen der Selbstfahrer, Schubleichter und Schubverbände festgelegt, hauptsächlich durch die standardisierten Hauptabmessungen, nämlich deren maximale Breite. ii) Bei Raumplanungs- oder Infrastrukturprogrammen gelten die Anforderungen der Klasse Vb nach Tabelle 1 als Mindestvorgaben. Bei neuen Wasserstrassen, die für den kombinierten Verkehr genutzt werden, sollte ein Tiefgang von mindestens 2,80 m garantiert werden. iii) Folgende Mindestanforderungen müssen erfüllt sein, damit eine Wasserstrasse als für den Containertransport geeignet gilt: – Binnenschiffe mit einer Breite von 11,4 m und einer Länge von 110 m müssen Container in drei oder mehr Lagen transportieren können; falls dies nicht möglich ist, sollte eine maximale Länge von 185 m für Schubverbände erlaubt werden. Auf diese Weise können Container in zwei Lagen transportiert werden. iv) Bei einer Modernisierung von bestehenden Wasserstrassen und beim Bau von neuen Wasserstrassen sind wachsende Hauptabmessungen der Schiffe und Verbände zu berücksichtigen. v) Für einen effizienteren Containertransport sollte immer auf die grösstmögliche Brückendurchfahrtshöhe nach Fussnote 4 der Tabelle 114geachtet werden. vi) Auf den Wasserstrassen mit variablem Wasserstand sollte der empfohlene Tiefgang demjenigen Tiefgang entsprechen, der an durchschnittlich 240 Tagen des Jahres (oder 60 % der Schifffahrtsperiode) erreicht oder überschritten wird. Der empfohlene Wert für die Brückendurchfahrtshöhe (5,25 m, 7,00 m oder 9,10 m) sollte für den höchsten schiffbaren Wasserstand erhalten bleiben, falls dies machbar und wirtschaftlich vertretbar ist. vii) Auf allen Wasserstrassen oder zumindest auf deren grösstmöglichen Strecken sollten einheitliche Normen betreffend die Klasse, den Tiefgang und die Brückendurchfahrtshöhe gelten. viii) Falls dies möglich ist, sollten die Parameter der anliegenden Wasserstrassen identisch oder ähnlich sein. ix) Der grösste Tiefgang (4,50 m) und die grösste Brückendurchfahrtshöhe (9,10 m) sollten in allen Teilen des Netzes, die direkt mit den Küstenstrassen verbunden sind, gewährleistet sein. x) Eine Mindestbrückendurchfahrtshöhe von 7 m sollte auf den Wasserstrassen gewährleistet sein, die wichtige Seehäfen mit dem Hinterland verbinden und die einen effizienten Containertransport und einen Binnen-Seeverkehr garantieren sollen. xi) Die in der oben erwähnten Anlage I aufgezählten Küstenstrassen dienen der Kontinuität des Wasserstrassennetzes C-E in ganz Europa. Sie sollen, wie im vorliegenden Protokoll festgelegt, von Schiffen der Binnen- und Seeschifffahrt befahren werden können, deren Abmessungen, wo dies machbar und wirtschaftlich vertretbar ist, den Anforderungen der Klassen Vb und folgende für Selbstfahrer genügen.
Tabelle 1*15*
Klassifizierung der Binnenwasserstrassen von internationaler Bedeutung im kombinierten Verkehr 16
| Art der Wasserstrasse | Klasse der Wasserstrasse | Selbstfahrer und Schleppverbände | Schubverbände | Mindestdurchfahrtshöhe unter Brücken2 | Graphische Symbole auf den Karten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schiffstyp: allgemeine Merkmale | Typ des Verbandes: allgemeine Merkmale | ||||||||||||
| Bezeichnung | Maximale Länge | Maximale Breite | Tiefgang5 | Tragfähigkeit | Länge | Breite | Tiefgang5 | Tragfähigkeit | |||||
| L(m) | B(m) | d(m) | T(t) | L(m) | B(m) | d(m) | T(t) | H(m) | |||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |
| von internationaler Bedeutung1 | Vb | Grosse Rheinschiffe | 95–110 | 11,4 | 2,50–2,80 | 1,500– 3,000 | 172–1851 | 11,4 | 2,50– 4,50 | 3,200– 6,000 | 5,25 oder 7,00 oder 9,104 | ||
| VIa | 95–1101 | 22,8 | 2,50– 4,50 | 3,200– 6,000 | 7,00 oder 9,104 | ||||||||
| VIb | 3 | 140 | 15,0 | 3,90 | 185–1951 | 22,8 | 2,50– 4,50 | 6,400– 12,000 | 7,00 oder 9,104 | ||||
| VIc | 270– 280 1 195– 200 1 | 22,8 33,0– 34,2 1 | 2,50– 4,50 2,50– 4,50 | 9,600– 18,000 9,600– 18,000 | 9,104 | ||||||||
| VII | 6 | 275–285 | 33,0– 34,21 | 2,50– 4,50 | 14,500– 27,000 | 9,104 |
Notizen zu Tabelle 1
| 1 Die erste Ziffer entspricht dem aktuellen Ausbaustandard, die zweite zieht die zukünftige Entwicklung in Betracht, und, in besonderen Fällen, den aktuellen Zustand. |
|---|
| 2 In Anbetracht einer Sicherheitsmarge von ungefähr 0,30 m zwischen dem höchsten Punkt des Schiffes oder seiner Ladung und der Brücke. |
| 3 Es wird die mögliche zukünftige Entwicklung des Roll-on/Roll-off-Verkehrs, des Containertransports und der Küstenschifffahrt in Betracht gezogen. |
| 4 Überprüfte Höhe für den Containertransport: 5,25 m für Schiffe, die Container in zwei Lagen befördern, 7,00 m für Schiffe, die Container in drei Lagen befördern, 9,10 m für Schiffe, die Container in vier Lagen befördern. 50 % der Container können leer sein, andernfalls muss ballastiert werden. |
| 5 Der Tiefgang für eine bestimmte Wasserstrasse wird entsprechend den lokalen Bedingungen festgelegt. |
| 6 In einzelnen Fällen kann ein Verband mit einer höheren Anzahl Schubleichter auf bestimmten Abschnitten der Wasserstrassen der Klasse VII eingesetzt werden. In diesem Fall dürfen die horizontalen Abmessungen die in der Tabelle angegebenen Werte überschreiten. |
Die Wasserstrassen C-E müssen den folgenden grundlegenden Betriebsbedingungen entsprechen, um einen zuverlässigen internationalen Transport zu ermöglichen: i) Der Verkehr sollte während der ganzen Schifffahrtsperiode gewährleistet sein, mit Ausnahme der nachstehend erwähnten Unterbrechungen. ii) Die Schifffahrtsperiode kann nur in Gegenden mit strengen klimatischen Bedingungen, in denen es unmöglich ist, die Kanäle im Winter frei von Eis zu halten, und in denen man somit die Schifffahrt unterbrechen muss, kleiner als 365 Tage sein. In diesem Fall müssen Anfang und Schluss der Schifffahrtsperiode festgelegt werden. Die durch Naturereignisse wie Eis, Überschwemmungen usw. hervorgerufenen Unterbrechungen sollten mit Hilfe technischer und organisatorischer Mittel auf ein striktes Minimum begrenzt werden. iii) Die durch die regelmässige Instandhaltung der Schleusen und anderer hydraulischer Einrichtungen hervorgerufenen Unterbrechungen sollten auf ein striktes Minimum begrenzt werden. Die Benutzer der Wasserstrasse, auf der Instandhaltungsarbeiten vorgesehen sind, sollten über die Daten und die Dauer der vorgesehenen Unterbrechung unterrichtet werden. Im Falle einer unvorhergesehenen Panne einer Schleuse oder einer anderen hydraulischen Einrichtung oder in anderen Fällen von höherer Gewalt muss die Dauer der Unterbrechung durch entsprechende Massnahmen zur Behebung dieser Situation auf ein striktes Minimum begrenzt werden. iv) Eine Unterbrechung aufgrund von Untiefen ist in keinem Falle zulässig. Hingegen sind vernünftige Beschränkungen des zulässigen Wasserstandes auf Wasserstrassen mit variablem Wasserstand annehmbar. Jedoch sollte unter allen Umständen ein Tiefgang von mindestens 1,20 m gewährleistet sein und der charakteristische oder empfohlene Tiefgang sollte an 240 Tagen pro Jahr erreicht oder überschritten werden. In den in Absatz ii) oben erwähnten Gegenden sollte der Mindesttiefgang von 1,20 m während 60 % der durchschnittlichen Schifffahrtsperiode gewährleistet sein. v) Die Betriebszeiten der Schleusen, der beweglichen Brücken und anderer Infrastrukturanlagen müssen die Schifffahrt an Werktagen 24 Stunden am Tag ermöglichen, sofern dies aus wirtschaftlicher Sicht vertretbar ist. Ausnahmen können in gewissen Fällen aus organisatorischen und/oder technischen Gründen zugelassen werden. Die Schifffahrt muss ebenfalls an Feiertagen und Wochenenden durch vernünftige Betriebszeiten sichergestellt werden.
Das Wasserstrassennetz C-E wird durch ein System von Hafenterminals an den Wasserstrassen ergänzt. Jeder Terminal muss folgenden technischen und betrieblichen Mindestanforderungen entsprechen: i) Er muss an einer Wasserstrasse C-E liegen. ii) Er muss Schiffe oder Schubverbände, die auf dieser Wasserstrasse eingesetzt werden, entsprechend ihrer Klasse aufnehmen können. iii) Er muss von Strassen oder Eisenbahnlinien von grosser Bedeutung bedient werden (vorzugsweise von solchen Strassen oder Eisenbahnlinien, die Teil des Europäischen Übereinkommens über die Hauptstrassen des internationalen Verkehrs17[AGR], des Europäischen Übereinkommens über die Hauptlinien des internationalen Eisenbahnverkehrs [AGC] und des AGTC18sind). iv) Er muss einen Warenumschlag von mindestens 30 000 bis 40 000 TEU pro Jahr abfertigen können. v) Er muss zufriedenstellende Möglichkeiten für einen Ausbau der Hafenanlagen bieten. vi) Er muss alle für die gängigen Geschäfte des internationalen Transportes nötigen Dienstleistungen anbieten. vii) Um den Umweltschutzanforderungen zu genügen, müssen in den Häfen von internationaler Bedeutung Einrichtungen zur Abnahme der auf den Schiffen entstandenen Abfälle vorhanden sein. viii) Er muss das rasche Umladen der Container und anderer intermodaler Ladeeinheiten (Wechselbehälter, Sattelanhänger, Nutzfahrzeuge usw.) in den Binnenhäfen sicherstellen und ausreichende Kapazitäten für die Zwischenlagerung der Container und die Umschlaganlage anbieten. ix) Der regelmässige Containerumschlag in den besonders für den kombinierten Verkehr ausgerüsteten Terminals muss wirtschaftlich sein. x) Neben dem eigentlichen Umladen (das hauptsächlich mit Kranen mit einer Stundenleistung von 15 bis 20 Ladeeinheiten pro Kran erfolgt) müssen die Terminals in der Lage sein, zahlreiche weitere Dienste anzubieten, insbesondere die Durchführung von Containerbeförderungen, die Lagerung von leeren Containern, den Unterhalt sowie die Reparatur von beschädigten Containern. xi) Für den Roll-on/Roll-off-Verkehr sind besondere Anlagen, wie Laderampen, spezielle Kais und Abstellflächen, erforderlich. xii) Die Hafenkais für Binnenschiffe, die im kombinierten Verkehr eingesetzt werden, müssen einen Tiefgang von mindestens 2,80 m gewährleisten, wünschenswert ist jedoch ein Tiefgang von 3,5 m. Ausserdem müssen die Kais ausreichend lang sein, damit sie Schiffe mit einer Länge von 110 m abfertigen können; ihre Mindestbrückendurchfahrtshöhe muss mit derjenigen der anliegenden Wasserstrassen identisch sein. xiii) Ein leistungsfähiger Güterumschlag in den Terminals kann die Effizienz der Dienste des kombinierten Verkehrs bedeutend unterstützen, insbesondere wenn er folgende Voraussetzungen erfüllt: – Zwischen der letzten Ladungsannahme und der Abfahrt der Schiffe sowie zwischen der Ankunft der Schiffe und dem Löschen der Ladung darf nicht mehr als eine Stunde vergehen, es sei denn, die Kunden wünschten andere Lade- und Löschzeiten. – Die Wartezeiten für Strassenfahrzeuge, die Ladung liefern oder aufnehmen, müssen möglichst kurz sein (höchstens 20 Min.). – Diese Anforderungen können mit einer geeigneten Anordnung und Grösse der verschiedenen Elemente des Umschlagterminals (siehe Ziff. viii) erfüllt werden. xiv) Auch die verschiedenen funktionalen Bereiche eines Terminals bestehen aus einer bestimmten Anzahl von Elementen, die zu einem System gehören. Der Bau eines unter allen Gesichtspunkten optimalen Umschlagterminals erfordert daher aufeinander abgestimmte Elemente; das schwächste Element bestimmt nämlich die Wirtschaftlichkeit des Terminals.
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Bulgarien | 20. Mai | 1999 | 29. Oktober | 2009 |
| Dänemark | 26. Februar | 1998 | 29. Oktober | 2009 |
| Luxemburg | 7. März | 2000 | 29. Oktober | 2009 |
| Niederlandea | 2. November | 1999 | 29. Oktober | 2009 |
| Rumänien | 24. Februar | 1999 | 29. Oktober | 2009 |
| Schweiz | 4. März | 1998 | 29. Oktober | 2009 |
| Serbien* | 31. Juli | 2009 B | 29. Oktober | 2009 |
| Tschechische Republik | 2. September | 1998 | 29. Oktober | 2009 |
| Ungarn* | 27. September | 2007 | 29. Oktober | 2009 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen: http://treaties.un.org/ eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden. | ||||
| a Für das Königreich in Europa. |
SR 0.740.81 ↩
SR 0.740.81 ↩
SR 0.120 ↩
SR 0.740.81 ↩
SR 0.111 ↩
Die mit den Bst. «C-E» bezeichneten Wasserstrassen sind im Europäischen Übereinkommen über die grossen Wasserstrassen von internationaler Bedeutung (AGN,SR 0.747.207 ) und in diesem Protokoll aufgeführt. ↩
SR 0.747.207 ↩
Die Entfernungen, die Häfen an der Elbe betreffen, wurden wie folgt gemessen: in Deutschland, ab der tschechisch-deutschen Grenze; in der Tschechischen Republik, ab dem Elbe-Vltava-Verbindungskanal in Mělník. ↩
Die Entfernungen, die Häfen an der Elbe betreffen, wurden wie folgt gemessen: in Deutschland, ab der tschechisch-deutschen Grenze; in der Tschechischen Republik, ab dem Elbe-Vltava-Verbindungskanal in Mělník. ↩
Die Entfernungen, die Häfen an der Elbe betreffen, wurden wie folgt gemessen: in Deutschland, ab der tschechisch-deutschen Grenze; in der Tschechischen Republik, ab dem Elbe-Vltava-Verbindungskanal in Mělník. ↩
Die Entfernungen, die Häfen an der Elbe betreffen, wurden wie folgt gemessen: in Deutschland, ab der tschechisch-deutschen Grenze; in der Tschechischen Republik, ab dem Elbe-Vltava-Verbindungskanal in Mělník. ↩
Die Entfernungen, die Häfen an der Elbe betreffen, wurden wie folgt gemessen: in Deutschland, ab der tschechisch-deutschen Grenze; in der Tschechischen Republik, ab dem Elbe-Vltava-Verbindungskanal in Mělník. ↩
Entfernungen ab Moskauer Südhafen. ↩
Falls der Anteil der leeren transportierten Container auf jedem Schiff 50 % übersteigt, sollte die Mindestbrückendurchfahrtshöhe über den in der Fussnote 4 erwähnten Wert hinaus erhöht werden. ↩
Diese Klassifizierung entspricht der Auflistung von Anhang III des Europäischen Übereinkommens über die grossen Wasserstrassen von internationaler Bedeutung (AGN) vom 19. Jan. 1996 (SR 0.747.207 ). ↩
Die Klassen I–Va sind nicht aufgeführt, da sie nur von regionaler Bedeutung sind und den kombinierten Verkehr nicht betreffen. ↩
SR 0.725.11 ↩
SR 0.740.81 ↩
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