0.747.305.411•Internationales Freibord-Übereinkommen von 1966
0.747.305.411Multilateral International Treaty23.07.1968
Abgeschlossen in London am 5. April 1966
Von der Bundesversammlung genehmigt am 12. März 19681
Schweizerische Annahme‑Urkunde hinterlegt am 23. April 1968
In Kraft getreten für die Schweiz am 23. Juli 19682
(Stand am 20. Mai 2025)
Die Vertragsregierungen
von dem Wunsche geleitet, zum Schutz des menschlichen Lebens und Eigentums auf See einheitliche Grundsätze und Regeln hinsichtlich der Grenzen aufzustellen, bis zu denen Schiffe auf Auslandfahrt beladen werden dürfen,
in der Erwägung, dass dieses Ziel am besten durch den Abschluss eines Übereinkommens erreicht werden kann
sind wie folgt übereingekommen:
(1). Die Vertragsregierungen verpflichten sich, diesem Übereinkommen und seinen Anlagen, die Bestandteil desselben sind, Wirksamkeit zu verleihen. Jede Bezugnahme auf das Übereinkommen gilt gleichzeitig als Bezugnahme auf die Anlagen. (2). Die Vertragsregierungen verpflichten sich, alle etwa erforderlichen Massnahmen zur Durchführung dieses Übereinkommens zu treffen.
lm Sinne dieses Übereinkommens haben, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, die nachstehenden Ausdrücke folgende Bedeutung: (1). Der Ausdruck «Regeln» bezeichnet die diesem Übereinkommen als Anlage beigefügten Regeln. (2). Der Ausdruck «Verwaltung» bezeichnet die Regierung des Staates, dessen Flagge das Schiff führt. (3). Der Ausdruck «zugelassen» bedeutet durch die Verwaltung zugelassen. (4). Der Ausdruck «Auslandfahrt» bezeichnet eine Seereise von einem Staat, auf den dieses Übereinkommen Anwendung findet, nach einem Hafen ausserhalb dieses Staates oder umgekehrt. Hierbei gilt jedes Hoheitsgebiet, für dessen internationale Beziehungen eine Vertragsregierung verantwortlich ist oder das der Verwaltung der Vereinten Nationen untersteht, als besonderer Staat. (5). Der Ausdruck «Fischereifahrzeug» bezeichnet ein Schiff, das für den Fang von Fischen, Walen, Seehunden, Walrossen oder anderen Lebewesen des Meeres verwendet wird. (6). Der Ausdruck «neues Schiff» bezeichnet ein Schiff, dessen Kiel am oder nach dem Tag des Inkrafttretens dieses Übereinkommens für jede Vertragsregierung gelegt wird oder das sich zu diesem Zeitpunkt in einem entsprechenden Bauzustand befindet. (7). Der Ausdruck «vorhandenes Schiff» bezeichnet ein Schiff, das kein neues Schiff ist. (8). Der Ausdruck «Länge» bezeichnet 96 v. H. der Gesamtlänge, gemessen in einer Wasserlinie in Höhe von 85 v. H. der geringsten Seitenhöhe über der Oberkante des Kiels, oder, wenn der folgende Wert grösser ist, die Länge von der Vorkante des Vorstevens bis zur Drehachse des Ruderschafts in dieser Wasserlinie. Bei Schiffen, die mit Kielfall entworfen sind, verläuft die Wasserlinie, in der diese Länge gemessen wird, parallel zu der Konstruktionswasserlinie.
(1). Ein Schiff, auf das dieses Übereinkommen Anwendung findet, darf nach dessen Inkrafttreten nur dann zu einer Auslandfahrt in See gehen, wenn es gemäss dem Übereinkommen besichtigt und mit einer Freibordmarke und einem Internationalen Freibord‑Zeugnis (1966) oder gegebenenfalls einem Internationalen Freibord-Ausnahmezeugnis versehen worden ist. (2). Dieses Übereinkommen hindert eine Verwaltung nicht daran, einen grösseren Freibord als den nach Anlage 1 bestimmten Mindestfreibord zu erteilen.
(1). Dieses Übereinkommen gilt für
(2). Dieses Übereinkommen gilt für Schiffe, die in der Auslandfahrt eingesetzt sind.
(3). Die in Anlage 1 enthaltenen Regeln gelten insbesondere für neue Schiffe.
(4). Vorhandene Schiffe, welche die Erfordernisse der in Anlage 1 enthaltenen Regeln oder eines Teiles derselben nicht voll erfüllen, müssen zumindest die entsprechenden geringeren Erfordernisse erfüllen, welche die Verwaltung vor Inkrafttreten dieses Übereinkommens auf Schiffe in der Auslandfahrt angewendet hat; diese Schiffe brauchen ihren Freibord keinesfalls zu vergrössern. Um eine Verminderung des Freibords gegenüber dem früher erteilten nutzen zu können, haben vorhandene Schiffe alle Erfordernisse dieses Übereinkommens zu erfüllen.
(5). Die in Anlage II enthaltenen Regeln gelten für neue und vorhandene Schiffe, für die dieses Übereinkommen gilt.
(1). Dieses Übereinkommen gilt nicht für
(2). Dieses Übereinkommen gilt nicht für Schiffe, die ausschliesslich auf folgenden Gewässern verkehren:
a) Auf den Grossen Seen Nordamerikas und dem Sankt‑Lorenz‑Strom, und zwar innerhalb eines Gebiets, das im Osten durch eine vom Kap des Rosiers zur Westspitze der Insel Anticosti verlaufende Loxodrome und auf der Nordseite dieser Insel durch den Längengrad von 63° W begrenzt wird;
b) auf dem Kaspischen Meer;
c) auf dem Rio de la Plata, dem Parana und dem Uruguay, und zwar innerhalb eines Gebiets, das im Osten durch eine von Punta Norte, Argentinien, nach Punta del Este, Uruguay, verlaufende Loxodrome begrenzt wird.
(1). Schiffe, die in der Auslandfahrt zwischen benachbarten Häfen von zwei oder mehr Staaten verkehren, kann die Verwaltung von den Vorschriften dieses Übereinkommens befreien, solange sie solche Fahrten durchführen, wenn die Regierungen der Staaten, in denen diese Häfen liegen, überzeugt sind, dass wegen der geringen Gefahr oder der besonderen Bedingungen des Reiseweges zwischen diesen Häfen die Anwendung des Übereinkommens auf Schiffe in diesem Verkehr unzumutbar oder undurchführbar wäre. (2). Die Verwaltung kann ein Schiff, das neuartige Merkmale aufweist, von Bestimmungen dieses Übereinkommens befreien, deren Anwendung Untersuchungen über die Entwicklung dieser Neuerungen und ihren Einbau auf Schiffen in der Auslandfahrt ernstlich behindern könnte. Diese Schiffe müssen jedoch den Sicherheitsvorschriften entsprechen, die nach Ansicht der betreffenden Verwaltung im Hinblick auf den vorgesehenen Dienst des Schiffes angemessen sind, die Gesamtsicherheit des Schiffes gewährleisten und für die Regierungen der Staaten, die das Schiff anlaufen soll, annehmbar sind. (3). Die Verwaltung, die eine Befreiung nach den Absätzen 1 und 2 gewährt, teilt der Zwischenstaatlichen Beratenden Seeschifffahrts‑Organisation (im folgenden als «Organisation» bezeichnet) Einzelheiten über die Befreiung sowie die dafür massgeblichen Gründe mit; diese werden von der Organisation an die Vertragsregierungen zur Unterrichtung weitergeleitet. (4). Muss ein Schiff, das für gewöhnlich nicht in der Auslandfahrt eingesetzt ist, auf Grund aussergewöhnlicher Umstände eine einzelne Auslandfahrt unternehmen, so kann es die Verwaltung von jeder Bestimmung dieses Übereinkommens befreien, sofern es den Sicherheitsvorschriften entspricht, welche die Verwaltung im Hinblick auf die von dem Schiff auszuführende Reise für angemessen hält.
(1). Unterliegt ein Schiff bei Antritt einer Reise nicht den Bestimmungen dieses Übereinkommens, so unterliegt es ihnen auch dann nicht, wenn es wegen Schlechtwetters oder sonstiger höherer Gewalt vom vorgesehenen Reiseweg abweicht. (2). Bei der Anwendung dieses Übereinkommens werden die Vertragsregierungen die durch Schlechtwetter oder sonstige höhere Gewalt verursachten Abweichungen oder Verzögerungen eines Schiffes gebührend berücksichtigen.
(1). Die Verwaltung kann gestatten, dass auf einem Schiff andere Einrichtungen, Werkstoffe, Vorrichtungen oder Geräte eingebaut werden oder dass eine andere Vorkehrung getroffen wird, als in diesem Übereinkommen vorgeschrieben, wenn sie durch Erprobungen oder auf andere Weise davon überzeugt ist, dass die betreffenden Einrichtungen, Werkstoffe, Vorrichtungen oder Geräte oder die betreffende Vorkehrung mindestens ebenso wirksam wie die in diesem Übereinkommen vorgeschriebenen sind. (2). Die Verwaltung, die andere Einrichtungen, Werkstoffe, Vorrichtungen oder Geräte oder eine andere Vorkehrung gestattet, als in diesem Übereinkommen vorgeschrieben, übermittelt der Organisation zwecks Weiterleitung an die Vertragsregierungen entsprechende Einzelheiten nebst einem Bericht über die durchgeführten Erprobungen.
(1). Dieses Übereinkommen hindert eine Verwaltung nicht, hinsichtlich eines Schiffes, für welches das Übereinkommen gilt, Sondergenehmigungen für Versuchszwecke zu erteilen. (2). Eine Verwaltung, die eine solche Genehmigung erteilt, übermittelt der Organisation entsprechende Einzelheiten zwecks Weiterleitung an die Vertragsregierungen.
(1). Ein Schiff, das Reparaturen, Änderungen oder Umbauten sowie damit zusammenhängenden Ausstattungsarbeiten unterzogen wird, muss zumindest den zuvor für das Schiff geltenden Vorschriften entsprechen. In diesem Fall muss ein vorhandenes Schiff in der Regel den Vorschriften für ein neues Schiff mindestens in demselben Umfang entsprechen wie zuvor. (2). Grössere Reparaturen, Änderungen und Umbauten sowie damit zusammenhängende Ausstattungsarbeiten sollen den Vorschriften für ein neues Schiff insoweit entsprechen, wie es die Verwaltung für zumutbar und durchführbar hält.
(1). Ein Schiff, für das dieses Übereinkommen gilt, muss den Vorschriften entsprechen, die in den in Anlage II aufgeführten Zonen und Gebieten auf das Schiff anwendbar sind. (2). Ein auf der Grenze zweier Zonen oder Gebiete liegender Hafen gilt als innerhalb der Zone oder des Gebiets gelegen, aus dem das Schiff kommt oder in das es fährt.
(1). Mit Ausnahme der in den Absätzen 2 und 3 vorgesehenen Fälle dürfen die jeweiligen, der Jahreszeit und der Zone oder dem Gebiet, in denen sich das Schiff befindet, entsprechenden Lademarken an den Schiffsseiten beim Auslaufen, während der Reise oder bei der Ankunft des Schiffes niemals unter Wasser liegen. (2). Befindet sich ein Schiff in Frischwasser von Einheitsdichte, so kann die entsprechende Lademarke so weit unter Wasser liegen, wie es der im Internationalen Freibord‑Zeugnis (1966) angegebene Frischwasserabzug erlaubt. Bei einer anderen Dichte als der Einheitsdichte wird ein dem Unterschied zwischen 1,025 und der tatsächlichen Dichte entsprechender Abzug gemacht. (3). Läuft ein Schiff aus einem an einem Fluss oder Binnengewässer gelegenen Hafen aus, so wird ein Tieferladen entsprechend dem Gewicht des Treibstoffs und aller sonstigen Betriebsstoffe zugelassen, die für den Verbrauch zwischen dem Auslaufhafen und der offenen See erforderlich sind.
Soweit es sich um die Anwendung dieses Übereinkommens und um etwaige Befreiungen davon handelt, erfolgen Besichtigung, Überprüfung und Anmarken von Schiffen durch Bedienstete der Verwaltung. Die Verwaltung kann jedoch die Besichtigung, die Überprüfung und das Anmarken entweder für diesen Zweck ernannten Besichtigern oder von ihr anerkannten Stellen übertragen. Die betreffende Verwaltung übernimmt in jedem Fall die volle Gewähr für die Vollständigkeit und Gründlichkeit der Besichtigung, der Überprüfung und des Anmarkens.
(1). Jedes Schiff unterliegt den nachstehend bezeichneten Besichtigungen und Überprüfungen:
ii) die Schutzgeländer,
iii) die Wasserpforten und
iv) die Zugänge zu den Besatzungsräumen in einwandfreiem Zustand erhalten werden.
(2). Diein Absatz 1 Buchstabe c genannten regelmässigen Überprüfungen sind im Internationalen Freibord‑Zeugnis (1966) oder im Internationalen Freibord‑Ausnahmezeugnis, das einem nach Artikel 6, Absatz 2 befreiten Schiff ausgestellt wird, zu bestätigen.
Nach einer Besichtigung des Schiffes gemäss Artikel 14 dürfen an der Bauausführung, der Ausrüstung, der allgemeinen Anordnung, den Werkstoffen oder den Materialstärken, auf die sich die Besichtigung erstreckt hat, ohne Genehmigung der Verwaltung keine Änderungen vorgenommen werden.
(1). Jedem Schiff, das nach Massgabe dieses Übereinkommens besichtigt und mit einer Freibordmarke versehen worden ist, wird ein Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) ausgestellt. (2). Jedem Schiff, dem nach Artikel 6, Absatz 2 oder 4 eine Befreiung gewährt worden ist, wird ein Internationales Freibord‑Ausnahmezeugnis ausgestellt. (3). Diese Zeugnisse werden von der Verwaltung oder von einer von ihr ordnungsgemäss ermächtigten Person oder Stelle ausgestellt. In jedem Fall trägt die Verwaltung die volle Verantwortung für das Zeugnis. (4). Ungeachtet jeder anderen Bestimmung dieses Übereinkommens bleibt ein internationales Freibord‑Zeugnis, das beim Inkrafttreten dieses Übereinkommens gegenüber der Regierung des Staates, dessen Flagge das Schiff führt, Gültigkeit besitzt, bis zum Ablauf seiner Geltungsdauer, höchstens jedoch zwei weitere Jahre, gültig. Nach diesem Zeitpunkt ist ein Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) erforderlich.
(1). Eine Vertragsregierung kann auf Ersuchen einer anderen Vertragsregierung die Besichtigung eines Schiffes veranlassen und diesem nach Massgabe dieses Übereinkommens ein Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) ausstellen oder ausstellen lassen, wenn sie sich davon überzeugt hat, dass den Vorschriften des Übereinkommens entsprochen ist. (2). Der das Ersuchen stellenden Regierung werden so bald wie möglich eine Abschrift des Zeugnisses, eine Abschrift des für die Berechnung des Freibords verwendeten Besichtigungsberichts sowie eine Abschrift der Berechnungen übermittelt. (3). Ein in dieser Weise ausgestelltes Zeugnis muss die Feststellung enthalten, dass es auf Ersuchen der Regierung des Staates ausgestellt wurde, dessen Flagge das Schiff jetzt oder künftig führt; es hat die gleiche Gültigkeit wie ein auf Grund des Artikels 16 ausgestelltes Zeugnis und wird ebenso anerkannt. (4). Einem Schiff, das die Flagge eines Staates führt, dessen Regierung nicht Vertragsregierung ist, darf kein Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) ausgestellt werden.
(1). Die Zeugnisse werden in der oder den Amtssprachen des ausstellenden Staates abgefasst. Ist diese Sprache weder Englisch noch Französisch, so muss der Wortlaut eine Übersetzung in eine dieser Sprachen enthalten. (2). Die Form der Zeugnisse muss den in Anlage III wiedergegebenen Mustern entsprechen. Die Anordnung des gedruckten Teils jedes Musterzeugnisses ist in den ausgestellten Zeugnissen und in deren beglaubigten Abschriften genau wiederzugeben.
(1). Ein Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) wird für einen von der Verwaltung festgesetzten Zeitabschnitt ausgestellt; er darf höchstens fünf Jahre betragen, vom Tag der Ausstellung an gerechnet. (2). Kann dem Schiff nach der in Artikel 14 Absatz 1 Buchstabe b vorgesehenen regelmässigen Besichtigung vor Ablauf der Gültigkeit des ursprünglich ausgestellten Zeugnisses kein neues Zeugnis ausgestellt werden, so kann die Person oder Stelle, welche die Besichtigung vornimmt, die Geltungsdauer des ursprünglichen Zeugnisses um höchstens fünf Monate verlängern. Diese Verlängerung wird auf dem Zeugnis vermerkt; sie wird nur gewährt, wenn keine Änderungen in der Bauausführung, Ausrüstung, allgemeinen Anordnung, in den Werkstoffen oder den Materialstärken vorgenommen worden sind, die den Freibord des Schiffes beeinflussen. (3). Ein Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) wird von der Verwaltung für ungültig erklärt,
(4)a) Die Geltungsdauer eines von der Verwaltung einem nach Artikel 6 Absatz 2 befreiten Schiff ausgestellten Internationalen Freibord‑Ausnahmezeugnisses beträgt höchstens fünf Jahre, vom Tag der Ausstellung an gerechnet. Dieses Zeugnis wird nach dem im vorliegenden Artikel für ein Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) vorgesehenen Verfahren verlängert, bestätigt oder für ungültig erklärt.
b) Die Geltungsdauer eines Internationalen Freibord‑Ausnahmezeugnisses, das einem nach Artikel 6 Absatz 4 befreiten Schiff ausgestellt wurde, ist auf die Einzelreise beschränkt, für die es ausgestellt wurde.
(5). Ein einem Schiff von einer Verwaltung ausgestelltes Zeugnis wird ungültig, sobald dieses Schiff zur Flagge eines anderen Staates überwechselt.
Zeugnisse, die im Namen einer Vertragsregierung nach diesem Übereinkommen ausgestellt sind, werden von den anderen Vertragsregierungen anerkannt; sie messen ihnen für alle in dem Übereinkommen berücksichtigten Zwecke die gleiche Gültigkeit bei wie den von ihnen selbst ausgestellten Zeugnissen.
(1). Schiffe, die ein nach Artikel 16 oder 17 ausgestelltes Zeugnis besitzen, unterliegen in den Häfen der anderen Vertragsregierungen der Kontrolle durch ordnungsgemäss ermächtigte Bedienstete dieser Regierungen. Die Vertragsregierungen gewährleisten, dass diese Kontrolle, soweit zumutbar und durchführbar, der Bestätigung dient, dass sich ein gültiges Zeugnis nach Massgabe dieses Übereinkommens an Bord befindet. Befindet sich ein gültiges Internationales Freibord‑Zeugnis (1966) an Bord, so beschränkt sich diese Kontrolle darauf, festzustellen,
Befindet sich ein gültiges Internationales Freibord‑Ausnahmezeugnis an Bord, so beschränkt sich die Kontrolle darauf, festzustellen, dass alle in dem Zeugnis festgesetzten Bedingungen erfüllt sind. (2). Erfolgt diese Kontrolle nach Absatz 1, Buchstabe e, so wird sie nur zu dem Zweck durchgeführt, ein Auslaufen des Schiffes zu verhindern, bevor es ohne Gefahr für Fahrgäste oder Besatzung in See gehen kann. (3). Gibt die auf Grund dieses Artikels erfolgende Kontrolle Anlass zum Einschreiten, so unterrichtet der die Kontrolle durchführende Bedienstete alsbald schriftlich den Konsul oder den diplomatischen Vertreter des Staates, dessen Flagge das Schiff führt, von dieser Entscheidung und von allen Umständen, die ein Einschreiten notwendig erscheinen liessen.
Die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Vergünstigungen können für ein Schiff nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es ein nach Massgabe des Übereinkommens ausgestelltes gültiges Zeugnis besitzt.
(1). Jede Verwaltung verpflichtet sich, einen Seeunfall, der einem von diesem Übereinkommen erfassten Schiff zustösst, für das sie verantwortlich ist, zu untersuchen, wenn sie der Ansicht ist, dass die Untersuchung dazu beitragen kann, etwaige für wünschenswert erachtete Änderungen des Übereinkommens zu veranlassen. (2). Jede Vertragsregierung verpflichtet sich, der Organisation alle einschlägigen Angaben über die Ergebnisse dieser Untersuchungen zuzuleiten. Berichte oder Empfehlungen der Organisation, welche auf diesen Angaben beruhen, dürfen die Identität oder Staatszugehörigkeit der betreffenden Schiffe nicht erkennen lassen und ein Schiff oder eine Person nicht mittelbar oder unmittelbar für den Unfall verantwortlich machen.
(1). Alle anderen Verträge, Übereinkommen und Vereinbarungen über Freibordfragen, die gegenwärtig zwischen den an diesem Übereinkommen beteiligten Regierungen in Kraft sind, bleiben während ihrer jeweiligen Geltungsdauer unbeschränkt wirksam in Bezug auf
(2). Soweit jedoch solche Verträge, Übereinkommen und Vereinbarungen zu den Vorschriften dieses Übereinkommens im Widerspruch stehen, sind die letzteren massgebend.
Werden im Einklang mit diesem Übereinkommen durch eine Vereinbarung zwischen allen oder einigen Vertragsregierungen besondere Regeln aufgestellt, so sind diese der Organisation zur Weiterleitung an alle Vertragsregierungen mitzuteilen.
(1). Die Vertragsregierungen verpflichten sich, der Organisation folgende Unterlagen zu übermitteln und bei ihr zu hinterlegen:
(2). Jede Vertragsregierung verpflichtet sich, jeder anderen Vertragsregierung auf Verlangen ihre Festigkeitsvorschriften zur Verfügung zu stellen.
(1). Dieses Übereinkommen liegt drei Monate, vom 5. April 1966 an gerechnet, zur Unterzeichnung und danach zum Beitritt auf. Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen oder einer ihrer Sonderorganisationen oder der Internationalen Atomenergie‑Organisation oder von Vertragsparteien der Satzung des Internationalen Gerichtshofs3können Vertragsparteien des Übereinkommens werden,
(2). Die Annahme oder der Beitritt erfolgt durch Hinterlegung einer Annahme‑ oder Beitrittsurkunde bei der Organisation; diese teilt allen Regierungen, die das Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, jede neue Annahme und jeden neuen Beitritt sowie den Zeitpunkt der Hinterlegung der betreffenden Urkunde mit.
(1). Dieses Übereinkommen tritt zwölf Monate nach dem Tag in Kraft, an dem mindestens fünfzehn Regierungen von Staaten, von denen sieben mindestens je eine Million Bruttoregistertonnen Schiffsraum besitzen, es nach Artikel 27 ohne Vorbehalt der Annahme unterzeichnet oder Annahme‑ oder Beitrittsurkunden hinterlegt haben. Die Organisation teilt allen Regierungen, die das Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, den Zeitpunkt seines Inkrafttretens mit. (2). Für Regierungen, die während der in Absatz 1 genannten zwölf Monate eine Annahme‑ oder Beitrittsurkunde zu diesem Übereinkommen hinterlegt haben, wird die Annahme oder der Beitritt mit Inkrafttreten des Übereinkommens oder drei Monate nach dem Zeitpunkt der Hinterlegung der Annahme‑ oder Beitrittsurkunde wirksam, je nachdem welcher Zeitpunkt später liegt. (3). Für Regierungen, die nach dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens eine Annahme‑ oder Beitrittsurkunde zu demselben hinterlegt haben, tritt es drei Monate nach Hinterlegung der betreffenden Urkunde in Kraft. (4). Nach dem Zeitpunkt, zu dem alle Massnahmen getroffen worden sind, um eine Änderung dieses Übereinkommens in Kraft treten zu lassen, oder zu dem bei einstimmig angenommenen Änderungen alle notwendigen Annahmen nach Artikel 29 Absatz 2 Buchstabeb als erfolgt gelten, gilt jede hinterlegte Annahme- oder Beitrittsurkunde für das Übereinkommen in seiner geänderten Fassung.
Dieses Übereinkommen kann auf Vorschlag einer Vertragsregierung durch eines der in diesem Artikel vorgesehenen Verfahren geändert werden. (2). Änderung durch einstimmige Annahme
(3). Änderung nach Prüfung durch die Organisation
(4). Änderung durch eine Konferenz
(5). Alle auf Grund dieses Artikels vorgenommenen Änderungen des Übereinkommens, welche die Bauart eines Schiffes betreffen, gelten nur für Schiffe, deren Kiel an oder nach dem Tag des Inkrafttretens der Änderung gelegt wird oder die sich zu dieser Zeit in einem entsprechenden Bauzustand befinden.
(6). Die Organisation teilt allen Vertragsregierungen jede auf Grund dieses Artikels in Kraft tretende Änderung sowie den Zeitpunkt ihres Inkrafttretens mit.
(7). Jede auf Grund dieses Artikels erfolgende Annahme oder Erklärung ist der Organisation schriftlich zu notifizieren; diese notifiziert allen Vertragsregierungen den Eingang der Annahme oder Erklärung.
(1). Jede Vertragsregierung kann dieses Übereinkommen nach Ablauf von fünf Jahren, nachdem es für sie in Kraft getreten ist, jederzeit kündigen. (2). Die Kündigung erfolgt durch eine an die Organisation gerichtete schriftliche Notifikation; die Organisation teilt allen anderen Vertragsregierungen den Eingang jeder Notifikation sowie den Tag ihres Eingangs mit. (3). Die Kündigung wird ein Jahr nach dem Tag, an dem die Notifikation der Organisation zugegangen ist, oder nach Ablauf eines längeren, in der Notifikation bezeichneten Zeitabschnitts wirksam.
(1). Im Falle von Feindseligkeiten oder sonstigen aussergewöhnlichen Umständen, welche die Lebensinteressen eines Staates berühren, dessen Regierung Vertragsregierung ist, kann diese Regierung die Anwendung dieses Übereinkommens oder eines Teiles davon aussetzen. Die betreffende Regierung hat die Organisation hiervon alsbald zu unterrichten. (2). Eine solche Aussetzung schliesst nicht ein den anderen Vertragsregierungen nach diesem Übereinkommen zustehendes Kontrollrecht in Bezug auf Schiffe der die Aussetzung bewirkenden Regierung aus, wenn diese sich in ihren Häfen befinden. (3). Die Regierung, welche die Aussetzung bewirkt, kann die Aussetzung jederzeit beenden; sie hat die Organisation hiervon alsbald zu unterrichten. (4). Die Organisation notifiziert allen Vertragsregierungen jede auf Grund dieses Artikels beschlossene Aussetzung und deren Beendigung.
(1) a) Die Vereinten Nationen, soweit sie Verwaltungsmacht eines Hoheitsgebiets sind, oder jede für die internationalen Beziehungen eines Hoheitsgebiets verantwortliche Vertragsregierung treten mit diesem Hoheitsgebiet so bald wie möglich in Konsultationen ein mit dem Ziel, dieses Übereinkommen auf das betreffende Hoheitsgebiet zu erstrecken; sie können jederzeit durch eine an die Organisation gerichtete schriftliche Notifikation erklären, dass das Übereinkommen auf das betreffende Hoheitsgebiet erstreckt wird. b) Dieses Übereinkommen wird auf das in der Notifikation bezeichnete Hoheitsgebiet vom Tag des Eingangs dieser Notifikation oder von einem anderen darin angegebenen Tag an erstreckt. (2) a) Die Vereinten Nationen oder eine Vertragsregierung, die eine Erklärung nach Absatz 1, Buchstabe a abgegeben haben, können jederzeit nach Ablauf von fünf Jahren nach dem Zeitpunkt, zu dem dieses Übereinkommen auf ein Hoheitsgebiet erstreckt wurde, durch eine an die Organisation gerichtete schriftliche Notifikation erklären, dass das Übereinkommen auf das in der Notifikation bezeichnete Hoheitsgebiet nicht mehr erstreckt wird. b) Dieses Übereinkommen wird nach Ablauf eines Jahres, nachdem die Notifikation der Organisation zugegangen ist, oder nach einem längeren, in der Notifikation angegebenen Zeitabschnitt nicht mehr auf das in der Notifikation bezeichnete Hoheitsgebiet erstreckt. (3). Die Organisation setzt alle Vertragsregierungen von der Erstreckung dieses Übereinkommens auf ein Hoheitsgebiet gemäss Absatz 1 sowie von der Beendigung einer solchen Erstreckung gemäss Absatz 2 in Kenntnis; hierbei gibt sie jeweils den Zeitpunkt an, zu dem die Erstreckung beginnt oder endet.
(1). Dieses Übereinkommen wird bei der Organisation hinterlegt; der Generalsekretär der Organisation übermittelt allen Unterzeichnerregierungen und allen Regierungen, die dem Übereinkommen beitreten, beglaubigte Abschriften. (2). Die Organisation lässt dieses Übereinkommen sogleich nach seinem Inkrafttreten nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen4registrieren.
Dieses Übereinkommen ist in einer Urschrift in englischer und französischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist. Amtliche Übersetzungen werden in russischer und spanischer Sprache angefertigt und mit der unterzeichneten Urschrift hinterlegt.
Zu Urkund dessen haben die von ihren Regierungen hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.Geschehen zu London am 5. April 1966.(Es folgen die Unterschriften)
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) Unterzeichnet ohne Ratifikationsvorbehalt (U) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Ägypten* | 6. Dezember | 1968 | 6. März | 1969 |
| Albanien | 30. Mai | 2003 B | 30. August | 2003 |
| Algerien | 4. Oktober | 1976 B | 4. Januar | 1977 |
| Angola | 3. Oktober | 1991 B | 3. Januar | 1992 |
| Antigua und Barbuda | 9. Februar | 1987 B | 9. Mai | 1987 |
| Äquatorialguinea | 24. April | 1996 B | 24. Juli | 1996 |
| Argentinien | 3. Juni | 1971 | 3. September | 1971 |
| Aserbaidschan | 1. Juli | 1997 B | 1. Oktober | 1997 |
| Äthiopien | 18. Juli | 1985 B | 18. Oktober | 1985 |
| Australien | 29. Juli | 1968 | 29. Oktober | 1968 |
| Bahamas | 22. Juli | 1976 B | 22. Oktober | 1976 |
| Bahrain | 21. Oktober | 1985 B | 21. Januar | 1986 |
| Bangladesch | 10. Mai | 1978 B | 10. August | 1978 |
| Barbados | 1. September | 1982 B | 1. Dezember | 1982 |
| Belarus | 7. Januar | 1994 B | 7. April | 1994 |
| Belgien | 22. Januar | 1969 | 22. April | 1969 |
| Belize | 2. April | 1991 B | 2. Juli | 1991 |
| Benin | 1. November | 1985 B | 1. Februar | 1986 |
| Bolivien | 4. Juni | 1999 B | 4. September | 1999 |
| Brasilien | 12. September | 1969 | 12. Dezember | 1969 |
| Brunei | 6. März | 1987 B | 6. Juni | 1987 |
| Bulgarien | 30. Dezember | 1968 | 30. März | 1969 |
| Chile | 10. März | 1975 B | 10. Juni | 1975 |
| China* | 5. Oktober | 1973 B | 5. Januar | 1974 |
| Hongkonga | 5. Juni | 1997 | 1. Juli | 1997 |
| Cook-Inseln | 21. Dezember | 2001 B | 21. März | 2002 |
| Côte d’Ivoire | 19. Juli | 1971 | 19. Oktober | 1971 |
| Dänemark | 28. Juni | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Deutschland* | 9. April | 1969 | 9. Juli | 1969 |
| Dominica | 21. Juni | 2000 B | 21. September | 2000 |
| Dominikanische Republik | 28. Juni | 1973 B | 28. September | 1973 |
| Dschibuti | 1. März | 1984 B | 1. Juni | 1984 |
| Ecuador | 12. Januar | 1976 B | 12. April | 1976 |
| Eritrea | 22. April | 1996 B | 22. Juli | 1996 |
| Estland | 16. Dezember | 1991 B | 16. März | 1992 |
| Fidschi | 29. November | 1972 B | 1. März | 1973 |
| Finnland | 15. Mai | 1968 B | 15. August | 1968 |
| Frankreich | 30. November | 1966 | 21. Juli | 1968 |
| Gabun | 21. Januar | 1982 B | 21. April | 1982 |
| Gambia | 1. November | 1991 B | 1. Februar | 1992 |
| Georgien | 19. April | 1994 B | 19. Juli | 1994 |
| Ghana | 25. September | 1968 | 25. Dezember | 1968 |
| Grenada | 28. Juni | 2004 B | 28. September | 2004 |
| Griechenland | 12. Juni | 1968 | 12. September | 1968 |
| Guatemala | 5. September | 1994 B | 5. Dezember | 1994 |
| Guinea | 19. Januar | 1981 B | 19. April | 1981 |
| Guinea-Bissau | 12. Mai | 2022 B | 12. August | 2022 |
| Guyana | 10. Dezember | 1997 B | 10. März | 1998 |
| Haiti | 6. April | 1989 B | 6. Juli | 1989 |
| Honduras | 16. November | 1977 B | 16. Februar | 1978 |
| Indien | 19. April | 1968 | 21. Juli | 1968 |
| Indonesien | 17. Januar | 1977 B | 17. April | 1977 |
| Irak | 13. Februar | 2025 B | 13. Mai | 2025 |
| Iran | 5. Oktober | 1973 B | 5. Januar | 1974 |
| Irland | 28. August | 1968 | 28. November | 1968 |
| Island | 24. Juni | 1970 | 24. September | 1970 |
| Israel | 5. Juli | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Italien | 19. April | 1968 | 21. Juli | 1968 |
| Jamaika | 18. August | 1982 B | 18. November | 1982 |
| Japan | 15. Mai | 1968 | 15. August | 1968 |
| Jemenb | 6. März | 1979 B | 6. Juni | 1979 |
| Jordanien | 17. Mai | 2000 B | 17. August | 2000 |
| Kambodscha | 28. November | 1994 B | 28. Februar | 1995 |
| Kamerun | 14. Mai | 1984 B | 14. August | 1984 |
| Kanada | 14. Januar | 1970 | 14. April | 1970 |
| Kap Verde | 28. April | 1977 B | 28. Juli | 1977 |
| Kasachstan | 7. März | 1994 B | 7. Juni | 1994 |
| Katar | 31. Januar | 1980 B | 1. Mai | 1980 |
| Kenia | 12. September | 1975 B | 12. Dezember | 1975 |
| Kiribati | 5. Februar | 2007 B | 5. Mai | 2007 |
| Kolumbien | 6. Mai | 1987 B | 6. August | 1987 |
| Komoren | 22. November | 2000 B | 22. Februar | 2001 |
| Kongo (Brazzaville) | 6. Juni | 1986 B | 6. September | 1986 |
| Kongo (Kinshasa) c | 20. Mai | 1968 B | 20. August | 1968 |
| Korea (Nord-) | 18. Oktober | 1989 B | 18. Januar | 1990 |
| Korea (Süd-) | 10. Juli | 1969 | 10. Oktober | 1969 |
| Kroatien | 27. Juli | 1992 N | 8. Oktober | 1991 |
| Kuba | 6. Februar | 1969 B | 6. Mai | 1969 |
| Kuwait | 28. August | 1968 | 28. November | 1968 |
| Lettland | 20. Mai | 1992 B | 20. August | 1992 |
| Libanon | 7. Juli | 1970 B | 7. Oktober | 1970 |
| Liberia | 8. Mai | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Libyen | 12. August | 1974 B | 12. November | 1974 |
| Litauen | 4. Dezember | 1991 B | 4. März | 1992 |
| Luxemburg | 14. Februar | 1991 B | 14. Mai | 1991 |
| Madagaskar | 16. Januar | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Malawi | 7. Januar | 2002 B | 7. April | 2002 |
| Malaysia | 12. Januar | 1971 B | 12. April | 1971 |
| Malediven | 29. Januar | 1968 B | 21. Juli | 1968 |
| Malta | 11. September | 1974 B | 11. Dezember | 1974 |
| Marokko | 19. Januar | 1968 B | 21. Juli | 1968 |
| Marshallinseln | 26. April | 1988 B | 26. Juli | 1988 |
| Mauretanien | 4. Dezember | 1967 B | 21. Juli | 1968 |
| Mauritius | 11. Oktober | 1988 B | 11. Januar | 1989 |
| Mexiko | 25. März | 1970 B | 25. Juni | 1970 |
| Moldau | 11. Oktober | 2005 B | 11. Januar | 2006 |
| Monaco | 25. März | 1970 B | 25. Juni | 1970 |
| Mongolei | 3. Februar | 2003 B | 3. Juni | 2003 |
| Montenegro | 10. Februar | 2009 N | 3. Juni | 2006 |
| Mosambik | 30. Oktober | 1991 B | 30. Januar | 1992 |
| Myanmar | 11. November | 1987 B | 11. Februar | 1988 |
| Namibia | 22. Februar | 2002 B | 22. Mai | 2002 |
| Nauru | 7. Juni | 2018 B | 7. September | 2018 |
| Neuseeland | 5. Februar | 1970 | 5. Mai | 1970 |
| Nicaragua | 2. Februar | 1994 B | 2. Mai | 1994 |
| Niederlande | 21. Juli | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Aruba | 24. Dezember | 1985 | 1. Januar | 1986 |
| Curaçao | 21. Juli | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 21. Juli | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Sint Maarten | 21. Juli | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Nigeria | 14. November | 1968 B | 14. Februar | 1969 |
| Niue | 27. Juni | 2012 B | 27. September | 2012 |
| Norwegen | 18. März | 1968 | 21. Juli | 1968 |
| Oman | 20. August | 1975 B | 20. November | 1975 |
| Österreich | 4. August | 1972 B | 4. November | 1972 |
| Pakistan | 5. Dezember | 1968 | 5. März | 1969 |
| Palau | 29. September | 2011 B | 29. Dezember | 2011 |
| Panama | 13. Mai | 1966 U | 21. Juli | 1968 |
| Papua-Neuguinea | 18. Mai | 1976 B | 18. August | 1976 |
| Peru | 18. Januar | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Philippinen | 4. März | 1969 | 4. Juni | 1969 |
| Polen | 28. Mai | 1969 | 28. August | 1969 |
| Portugal* | 22. Dezember | 1969 B | 22. März | 1970 |
| Rumänien | 3. Juni | 1971 B | 3. September | 1971 |
| Russland | 4. Juli | 1966 U | 21. Juli | 1968 |
| Salomoninseln | 30. Juni | 2004 B | 30. September | 2004 |
| Sambia | 2. September | 1970 B | 2. Dezember | 1970 |
| Samoa | 23. Oktober | 1979 B | 23. Januar | 1980 |
| San Marino | 19. April | 2021 B | 19. Juli | 2021 |
| São Tomé und Príncipe | 29. Oktober | 1998 B | 29. Januar | 1999 |
| Saudi-Arabien | 5. September | 1975 B | 5. Dezember | 1975 |
| Schweden | 28. Juli | 1967 B | 21. Juli | 1968 |
| Schweiz | 23. April | 1968 | 23. Juli | 1968 |
| Senegal | 18. August | 1977 B | 18. November | 1977 |
| Serbienc | 25. Oktober | 1968 | 25. Januar | 1969 |
| Seychellen | 1. Oktober | 1976 B | 1. Januar | 1977 |
| Sierra Leone | 13. August | 1993 B | 13. November | 1993 |
| Singapur | 21. September | 1971 B | 21. Dezember | 1971 |
| Slowakei | 30. Januar | 1995 N | 1. Januar | 1993 |
| Slowenien | 12. November | 1992 N | 25. Juni | 1991 |
| Somalia | 30. März | 1967 B | 21. Juli | 1968 |
| Spanien | 1. Juli | 1968 | 1. Oktober | 1968 |
| Sri Lanka | 10. Mai | 1974 B | 10. August | 1974 |
| St. Kitts und Nevis | 11. Juni | 2004 B | 11. September | 2004 |
| St. Lucia | 20. Mai | 2004 B | 20. August | 2004 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 29. April | 1986 B | 29. Juli | 1986 |
| Südafrika | 14. Dezember | 1966 | 21. Juli | 1968 |
| Sudan | 26. September | 1991 B | 26. Dezember | 1991 |
| Suriname | 29. November | 1975 N | 25. November | 1975 |
| Syrien | 6. Februar | 1975 B | 6. Mai | 1975 |
| Taiwan (Chinesisches Taipei)d | 24. Juli | 1968 | 24. Oktober | 1968 |
| Tansania | 28. Februar | 1989 B | 28. Mai | 1989 |
| Thailand | 30. Dezember | 1992 B | 30. März | 1993 |
| Togo | 19. Juli | 1989 B | 19. Oktober | 1989 |
| Tonga | 12. April | 1977 B | 12. Juli | 1977 |
| Trinidad und Tobago | 24. August | 1966 | 21. Juli | 1968 |
| Tschechische Republik | 19. Oktober | 1993 N | 1. Januar | 1993 |
| Tunesien | 23. August | 1966 | 21. Juli | 1968 |
| Türkei | 5. August | 1968 B | 5. November | 1968 |
| Turkmenistan | 4. Februar | 2009 B | 4. Mai | 2009 |
| Tuvalu | 22. August | 1985 B | 22. November | 1985 |
| Uganda | 10. Oktober | 2019 B | 10. Januar | 2020 |
| Ukraine | 25. Oktober | 1993 B | 25. Januar | 1994 |
| Ungarn | 25. September | 1973 B | 25. Dezember | 1973 |
| Uruguay | 18. April | 1977 B | 18. Juli | 1977 |
| Vanuatu | 28. Juli | 1982 B | 28. Oktober | 1982 |
| Venezuela | 15. Oktober | 1974 | 15. Januar | 1975 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 15. Dezember | 1983 B | 15. März | 1984 |
| Vereinigte Staaten | 17. November | 1966 | 21. Juli | 1968 |
| Amerikanisch-Samoa | 9. September | 1975 B | 9. September | 1975 |
| Amerikanische Jungferninseln | 9. September | 1975 B | 9. September | 1975 |
| Guam | 9. September | 1975 B | 9. September | 1975 |
| Kanalzone von Panama | 9. September | 1975 B | 9. September | 1975 |
| Pazifik-Inseln unter amerikanischer Verwaltung | 9. September | 1975 B | 9. September | 1975 |
| Puerto Rico | 9. September | 1975 B | 9. September | 1975 |
| Wake, Midway, Johnston-Inseln | 18. März | 1976 B | 18. März | 1976 |
| Vereinigtes Königreich* | 11. Juli | 1967 | 21. Juli | 1968 |
| Bermudas | 27. Mai | 1975 B | 1. April | 1975 |
| Britische Jungferninseln | 10. Juni | 2004 | 10. Juni | 2004 |
| Falklandinseln | 19. Mai | 2004 | 19. Mai | 2004 |
| Gibraltar | 1. November | 1988 B | 1. Dezember | 1988 |
| Insel Man | 11. Oktober | 1984 B | 19. Oktober | 1984 |
| Jersey | 19. Mai | 2004 | 19. Mai | 2004 |
| Kaimaninseln | 9. Mai | 1988 B | 23. Juni | 1988 |
| St. Helena | 10. Juni | 2004 | 10. Juni | 2004 |
| Turks- und Caicosinseln | 7. Juli | 2004 | 7. Juli | 2004 |
| Vietname | 18. Dezember | 1990 B | 18. März | 1991 |
| Zypern | 5. Mai | 1969 B | 5. August | 1969 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die englischen Texte können auf der Internetseite der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (OMI):www.imo.org> Publications > Catalogue & Code Listings oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. | ||||
| a Vom 16. Aug. 1972 bis zum 30. Juni 1997 war das Übereink. aufgrund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Aufgrund der chinesischen Erklärung vom 5. Juni 1997 ist das Übereink. seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar. | ||||
| b 22. Mai 1990: Vereinigung der Jemenitischen Arabischen Republik und der Demokratischen Volksrepublik Jemen zur Republik Jemen. | ||||
| c 25. Okt. 1968: Ratifikation durch die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien. 4. Febr. 2003: Die Bundesrepublik Jugoslawien wird zu Serbien und Montenegro. | ||||
| d Vom 24. Okt. 1968 bis zum 5. Jan. 1974 (Datum des Beitritts der Volksrepublik China), war das Übereink. aufgrund des Beitritts der taiwanesischen Behörden zum Übereink. nur für die Provinz Taiwan (sowie die Inseln Penghu, Chinmen und Matsu) anwendbar. Seit dem 5. Jan. 1974 gilt das Übereink. für die Provinz Taiwan und die obgenannten Inseln aufgrund der Tatsache, dass diese Gebiete integrierende Bestandteile Chinas sind und China Vertragsstaat des Übereink. geworden ist. | ||||
| e 24. Juni 1968: Beitritt der Republik Vietnam. 2. Juli 1976: Wiedervereinigung der Sozialistischen Republik Vietnam mit der Republik Vietnam. |
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