0.747.305.412•Internationales Schiffsvermessungs-Übereinkommen von 1969
0.747.305.412Multilateral International Treaty18.07.1982
Abgeschlossen in London am 23. Juni 1969
Von der Bundesversammlung genehmigt am 30*.* November 19761
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 21. Juni 1977
In Kraft getreten für die Schweiz am 18. Juli 1982
(Stand am 21. März 2023)
Die Vertragsregierungen,
von dem Wunsche geleitet, einheitliche Grundsätze und Regeln hinsichtlich der Ermittlung des Vermessungsergebnisses von Schiffen aufzustellen, die in der Auslandfahrt eingesetzt sind,
in der Erwägung, dass dieses Ziel am besten durch den Abschluss eines Übereinkommens erreicht werden kann,
sind wie folgt übereingekommen:
Die Vertragsregierungen verpflichten sich, diesem Übereinkommen und seinen Anlagen, die Bestandteil desselben sind, Wirksamkeit zu verleihen. Jede Bezugnahme auf das Übereinkommen gilt gleichzeitig als Bezugnahme auf die Anlagen.
Im Sinne dieses Übereinkommens haben, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, die nachstehenden Ausdrücke folgende Bedeutung:
1) Dieses Übereinkommen gilt für folgende Schiffe, die in der Auslandfahrt eingesetzt sind:
2) Dieses Übereinkommen gilt für:
3) Das Vermessungsergebnis vorhandener Schiffe, auf die dieses Übereinkommen nach Absatz 2 Buchstabe c) angewendet worden ist, darf danach nicht wieder nach den Vorschriften ermittelt werden, welche die Verwaltung vor dem Inkrafttreten des Übereinkommens auf Schiffe in der Auslandfahrt angewendet hat.
1) Dieses Übereinkommen gilt nicht für:
2) Dieses Übereinkommen gilt nicht für Schiffe, die ausschliesslich auf folgenden Gewässern verkehren:
1) Unterliegt ein Schiff bei Antritt einer Reise nicht den Bestimmungen dieses Übereinkommens, so unterliegt es ihnen auch dann nicht, wenn es wegen Schlechtwetters oder sonstiger höherer Gewalt vom vorgesehenen Reiseweg abweicht.
2) Bei der Anwendung dieses Übereinkommens werden die Vertragsregierungen die durch Schlechtwetter oder sonstige höhere Gewalt verursachten Abweichungen oder Verzögerungen eines Schiffes gebührend berücksichtigen.
Die Ermittlung der Brutto- und Nettoraumzahlen erfolgt durch die Verwaltung, die jedoch die Ermittlung von ihr anerkannten Personen oder Stellen übertragen kann. Die betreffende Verwaltung trägt jedoch in jedem Fall die volle Verantwortung für die Ermittlung der Brutto- und Nettoraumzahlen.
1) Jedem Schiff, dessen Brutto- und Nettoraumzahl nach Massgabe dieses Übereinkommens ermittelt worden sind, wird ein Internationaler Schiffsmessbrief (1969) ausgestellt.
2) Dieser Messbrief wird von der Verwaltung oder von einer von ihr ordnungsgemäss ermächtigten Person oder Stelle ausgestellt. In jedem Fall trägt die Verwaltung die volle Verantwortung für den Messbrief.
1) Eine Vertragsregierung kann auf Ersuchen einer anderen Vertragsregierung die Brutto- und Nettoraumzahl eines Schiffes ermitteln und diesem nach Massgabe dieses Übereinkommens einen Internationalen Schiffsmessbrief (1969) ausstellen oder ausstellen lassen.
2) Der das Ersuchen stellenden Regierung werden so bald wie möglich eine Abschrift des Messbriefs sowie eine Abschrift der Berechnung des Vermessungsergebnisses übermittelt.
3) Ein in dieser Weise ausgestellter Messbrief muss die Feststellung enthalten, dass er auf Ersuchen der Regierung des Staates ausgestellt wurde, dessen Flagge das Schiff jetzt oder künftig führt; er hat die gleiche Gültigkeit wie ein auf Grund des Artikels 7 ausgestellter Messbrief und wird ebenso anerkannt.
4) Einem Schiff, das die Flagge eines Staates führt, dessen Regierung nicht Vertragsregierung ist, darf kein Internationaler Schiffsmessbrief (1969) ausgestellt werden.
1) Der Messbrief wird in der oder den Amtssprachen des ausstellenden Staates abgefasst. Ist diese Sprache weder Englisch noch Französisch, so muss der Wortlaut eine Übersetzung in eine dieser Sprachen enthalten.
2) Die Form des Messbriefs muss dem in Anlage II wiedergegebenen Muster entsprechen.
1) Abgesehen von den in den Regeln vorgesehenen Ausnahmen wird ein internationaler Schiffsmessbrief (1969) ungültig und von der Verwaltung ausser Kraft gesetzt, wenn Änderungen in der allgemeinen Anordnung, der Bauart, dem Fassungsvermögen, dem Gebrauch von Räumen, der im Fahrgastschiffs-Zeugnis angegebenen zulässigen Gesamtzahl der Fahrgäste, dem erteilten Freibord oder dem zulässigen Tiefgang des Schiffes vorgenommen worden sind, die eine Vergrösserung der Brutto- oder Nettoraumzahl erfordern.
2) Abgesehen von den Vorschriften des Absatzes 3 wird der einem Schiff von einer Verwaltung ausgestellte Messbrief ungültig, sobald dieses Schiff zur Flagge eines anderen Staates überwechselt.
3) Wechselt ein Schiff zur Flagge eines anderen Staates über, dessen Regierung Vertragsregierung ist, so behält der Internationale Schiffsmessbrief (1969) seine Gültigkeit für einen Zeitraum von höchstens drei Monaten oder bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Verwaltung einen neuen Internationalen Schiffsmessbrief (1969) als Ersatz ausstellt wenn dies vor Ablauf der drei Monate geschieht. Die Vertragsregierung des Staates, dessen Flagge das Schiff bis dahin geführt hat, übersendet der Verwaltung nach dem Wechsel so bald wie möglich eine Abschrift des Messbriefs, der sich zum Zeitpunkt des Wechsels an Bord befindet, sowie eine Abschrift der Berechnung des entsprechenden Vermessungsergebnisses.
Messbriefe, die im Namen einer Vertragsregierung nach diesem Übereinkommen ausgestellt sind, werden von den anderen Vertragsregierungen anerkannt; sie messen ihnen für alle in dem Übereinkommen berücksichtigten Zwecke die gleiche Gültigkeit bei wie den von ihnen selbst ausgestellten Messbriefen.
1) Ein Schiff, das die Flagge eines Staates führt, dessen Regierung Vertragsregierung ist, unterliegt in den Häfen anderer Vertragsregierungen der Überprüfung durch ordnungsgemäss ermächtigte Bedienstete dieser Regierungen. Diese Überprüfung ist auf die Feststellung zu beschränken:
2) Die Durchführung dieser Überprüfung darf keinen Zeitverlust für das Schiff verursachen.
3) Wird bei der Überprüfung festgestellt, dass die Hauptmerkmale des Schiffes von den im Internationalen Schiffsmessbrief (1969) eingetragenen so abweichen, dass sich eine grössere Brutto- oder Nettoraumzahl ergeben würde, so ist die Regierung des Staates, dessen Flagge das Schiff führt, unverzüglich zu unterrichten.
Die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Vergünstigungen können für ein Schiff nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es einen nach Massgabe des Übereinkommens ausgestellten gültigen Messbrief besitzt.
1) Alle anderen Verträge, Übereinkommen und Vereinbarungen über Vermessungsfragen, die gegenwärtig zwischen den an diesem Übereinkommen beteiligten Regierungen in Kraft sind, bleiben während ihrer jeweiligen Geltungsdauer unbeschränkt wirksam in Bezug auf:
2) Soweit jedoch solche Verträge, Übereinkommen oder Vereinbarungen zu den Vorschriften dieses Übereinkommens im Widerspruch stehen, sind die letzteren massgebend.
Die Vertragsregierungen verpflichten sich, der Organisation folgende Unterlagen zu übermitteln und bei ihr zu hinterlegen:
1) Dieses Übereinkommen liegt sechs Monate, vom 23. Juni 1969 an gerechnet, zur Unterzeichnung und danach zum Beitritt auf. Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen oder einer ihrer Sonderorganisationen oder der Internationalen Atomenergie-Organisation oder Vertragsparteien der Satzung des Internationalen Gerichtshofs3können Vertragsparteien des Übereinkommens werden:
2) Die Annahme oder der Beitritt erfolgt durch Hinterlegung einer Annahme- oder Beitrittsurkunde bei der Organisation. Die Organisation teilt allen Regierungen, die dieses Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, jede neue Annahme und jeden neuen Beitritt sowie den Zeitpunkt der Hinterlegung der betreffenden Urkunde mit. Die Organisation teilt ausserdem allen Regierungen, die das Übereinkommen bereits unterzeichnet haben, jede Unterzeichnung mit, die innerhalb von sechs Monaten nach dem 23. Juni 1969 erfolgt.
1) Dieses Übereinkommen tritt 24 Monate nach dem Tag in Kraft, an dem mindestens 25 Regierungen von Staaten, deren Handelsflotten insgesamt mindestens 65 v. H. des Bruttoraumgehalts aller Handelsschiffe der Welt ausmachen, es nach Artikel 16 ohne Vorbehalt der Annahme unterzeichnet oder Annahme- oder Beitrittsurkunden hinterlegt haben. Die Organisation teilt allen Regierungen, die das Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, den Zeitpunkt seines Inkrafttretens mit.
2) Für Regierungen, die während der in Absatz 1 genannten 24 Monate eine Annahme- oder Beitrittsurkunde zu diesem Übereinkommen hinterlegt haben, wird die Annahme oder der Beitritt mit Inkrafttreten des Übereinkommens oder drei Monate nach dem Zeitpunkt der Hinterlegung der Annahme- oder Beitrittsurkunde wirksam, je nachdem welcher Zeitpunkt später liegt.
3) Für Regierungen, die nach dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens eine Annahme oder Beitrittsurkunde zu demselben hinterlegt haben, tritt es drei Monate nach Hinterlegung der betreffenden Urkunde in Kraft.
4) Nach dem Zeitpunkt, zu dem alle Massnahmen getroffen worden sind, um eine Änderung dieses Übereinkommens in Kraft treten zu lassen, oder zu dem bei einstimmig angenommenen Änderungen alle notwendigen Annahmen nach Artikel 18 Absatz 2 Buchstabe b) als erfolgtgelten, gilt jede hinterlegte Annahme- oder Beitrittsurkunde für das Übereinkommenin seiner geänderten Fassung.
1) Dieses Übereinkommen kann auf Vorschlag einer Vertragsregierung durch eines der in diesem Artikel vorgesehenen Verfahren geändert werden.
2) Änderung durch einstimmige Annahme:
3) Änderung nach Prüfung durch die Organisation:
4) Änderung durch eine Konferenz:
5) Die Organisation teilt allen Vertragsregierungen jede auf Grund dieses Artikels in Kraft tretende Änderung sowie den Zeitpunkt ihres Inkrafttretens mit.
6) Jede Annahme oder Erklärung auf Grund dieses Artikels erfolgt durch die Hinterlegung einer Urkunde bei der Organisation; diese notifiziert allen Vertragsregierungen den Eingang der Annahme oder Erklärung.
1) Jede Vertragsregierung kann dieses Übereinkommen nach Ablauf von fünf Jahren, nachdem es für sie in Kraft getreten ist, jederzeit kündigen.
2) Die Kündigung erfolgt durch Hinterlegung einer Urkunde bei der Organisation; diese teilt allen anderen Vertragsregierungen den Eingang jeder Kündigung sowie den Tag ihres Eingangs mit.
3) Die Kündigung wird ein Jahr nach dem Tag, an dem die Kündigungsurkunde der Organisation zugegangen ist, oder nach Ablauf eines längeren, in der Urkunde bezeichneten Zeitabschnitts wirksam.
3) Die Organisation setzt alle Vertragsregierungen von der Erstreckung dieses Übereinkommens auf ein Hoheitsgebiet gemäss Absatz 1 sowie von der Beendigung einer solchen Erstreckung gemäss Absatz 2 in Kenntnis; hierbei gibt sie jeweils den Zeitpunkt an, zu dem die Erstreckung beginnt oder endet.
1) Dieses Übereinkommen wird bei der Organisation hinterlegt; der Generalsekretär der Organisation übermittelt allen Unterzeichnerregierungen, die diesem Übereinkommen beitreten, beglaubigte Abschriften.
2) Der Generalsekretär der Organisation übermittelt den Wortlaut dieses Übereinkommens sogleich nach seinem Inkrafttreten dem Sekretariat der Vereinten Nationen zur Registrierung und Veröffentlichung nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen4.
Dieses Übereinkommen ist in einer Urschrift in englischer und französischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist. Amtliche Übersetzungen werden in russischer und spanischer Sprache angefertigt und mit der unterzeichneten Urschrift hinterlegt.
Zu Urkund dessen haben die von ihren Regierungen hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.Geschehen zu London am 23. Juni 1969.(Es folgen die Unterschriften)
1) Das Vermessungsergebnis eines Schiffes besteht aus der Bruttoraumzahl und der Nettoraumzahl.
2) Die Bruttoraumzahl und die Nettoraumzahl werden nach diesen Regeln ermittelt.
3) Wäre die Anwendung dieser Regeln bei neuartigen Schiffstypen in Anbetracht ihrer Konstruktionsmerkmale unvernünftig oder unausführbar, so werden die Brutto- und die Nettoraumzahl nach Anweisung der Verwaltung ermittelt. Wird das Vermessungsergebnis auf diese Weise ermittelt, so teilt die Verwaltung der Organisation zwecks Unterrichtung der Vertragsregierungen Einzelheiten des hierbei angewendeten Verfahrens mit.
1)Oberdeck
Das Oberdeck ist das oberste dem Wetter und der See ausgesetzte durchlaufende Deck, das für alle Öffnungen in seinem freiliegenden Teil feste wetterdichte Verschlussvorrichtungen aufweist und unterhalb dessen alle Öffnungen in den Schiffsseiten mit festen wasserdichten Verschlussvorrichtungen versehen sind. Bei Schiffen mit Stufen im Oberdeck gelten die niedrigste Linie des freiliegenden Decks und ihre Verlängerung parallel zum oberen Teil des Decks als Oberdeck.
2)Seitenhöhe
3)Breite
Die Breite ist die grösste Breite des Schiffes; sie wird mittelschiffs gemessen, und zwar bei Schiffen mit Metallaussenhaut bis zur Mallkante der Spanten und bei Schiffen mit einer Aussenhaut aus anderen Werkstoffen bis zur Aussenkante des Schiffskörpers.
4)Geschlossene Räume
Geschlossene Räume sind alle Räume, die von der Aussenhaut, von festen oder versetzbaren Zwischenwänden oder Schotten, von Decks oder Abdeckungen – ausgenommen feste oder lose Planen – begrenzt werden. Ein Absatz im Deck oder eine Öffnung in der Aussenhaut, im Deck oder in der Abdeckung, in den Trennwänden oder Endschotten eines Raumes schliesst ebenso wenig wie das Fehlen einer Trennwand oder eines Schotts aus, dass dieser Raum als ein geschlossener behandelt wird.
5)Ausgesonderte Räume
Ungeachtet des Absatzes 4 werden die unter den Buchstaben a) bis e) aufgeführten Räume als ausgesonderte Räume bezeichnet und nicht in den Inhalt der geschlossenen Räume eingerechnet; sie sind jedoch als geschlossene Räume zu behandeln, wenn sie zumindest eine der drei nachfolgenden Bedingungen erfüllen: – der Raum ist mit Brettern oder anderen Vorrichtungen zur Sicherung von Ladung oder Vorräten versehen; – die Öffnungen sind mit Verschlussvorrichtungen versehen; – die Bauart bietet Möglichkeiten für das Dichtsetzen dieser Öffnungen. a) i) Ein Raum, der sich innerhalb eines Aufbaus an eine Öffnung im Endschott anschliesst, die von Deck zu Deck reicht und nur mit einer Seitenplatte versehen ist, deren Höhe die der anschliessenden Decksbalken um nicht mehr als 25 mm (1 Zoll) überschreitet, wobei die Breite der Öffnung mindestens 90 v. H. der Decksbreite im Bereich der Öffnung betragen muss. Nach dieser Vorschrift wird nur der Raum nicht in den Inhalt der geschlossenen Räume eingerechnet, der zwischen der tatsächlichen Öffnung im Endschott und einer Linie liegt, die in einem Abstand von der halben Decksbreite im Bereich der Öffnung parallel zum Verlauf der Öffnung gezogen wird (s. Anhang 1 Bild 1). ii) Wird die Breite durch andere bauliche Anordnungen als das Zusammenlaufen der Aussenhaut auf weniger als 90 v. H. der Decksbreite eingeengt, so wird nur der Raum nicht in den Inhalt der geschlossenen Räume eingerechnet, der zwischen dem Verlauf der Öffnung und einer Linie liegt, die parallel hierzu durch den Punkt gezogen wird, wo die Breite querschiffs auf 90 v. H. der Decksbreite oder weniger eingeschränkt wird (s. Anhang 1 Bilder 2, 3 und 4). iii) Sind zwei Räume, von denen einer oder beide nach Buchstabe a) Ziffer i) und/oder ii) ausgesondert werden können, durch einen Zwischenraum getrennt, der – abgesehen von einem Schanzkleid oder einer Reling – vollständig offen ist, so darf eine Aussonderung nicht vorgenommen werden, wenn der Abstand zwischen den beiden Räumen kleiner ist als die Hälfte der kleinsten Decksbreite im Bereich des Zwischenraums (s. Anhang 1 Bilder 5 und 6); b) ein Raum unter einem darüberliegenden, gegen See und Wetter offenen Deck, das an den Aussenseiten keine andere Verbindung mit dem Schiffskörper hat als die erforderlichen Stützen. In einem solchen Raum dürfen eine Reling oder ein Schanzkleid sowie eine Seitenplatte und auch seitliche Stützen unter der Voraussetzung angebracht werden, dass der Abstand von der Oberkante der Reling oder des Schanzkleides bis zur Seitenplatte mindestens ein Drittel der Höhe des Raumes, jedoch nicht weniger als 0,75 m (2,5 Fuss) beträgt (s. Anhang 1 Bild 7); c) ein Raum in einem Aufbau von ganzer Schiffsbreite zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenöffnungen, deren Höhe mindestens ein Drittel der Höhe des Aufbaus, jedoch nicht weniger als 0,75 m (2,5 Fuss) beträgt. Ist eine Öffnung in einem solchen Aufbau nur an einer Seite vorhanden, so wird der Raum, der nicht in den Inhalt der geschlossenen Räume eingerechnet wird, auf die halbe Decksbreite im Bereich der Öffnung beschränkt (s. Anhang 1 Bild 8); d) ein Raum in einem Aufbau unmittelbar unter einer freien Öffnung im darüberliegenden Deck unter der Voraussetzung, dass diese Öffnung dem Wetter ausgesetzt ist und der nicht in den Inhalt der geschlossenen Räume eingerechnete Raum auf die Fläche der Öffnung beschränkt wird (s. Anhang 1 Bild 9); e) eine Nische im Endschott eines Aufbaus, die dem Wetter ausgesetzt ist, von Deck zu Deck reicht und keine Verschlussmittel hat, unter der Voraussetzung, dass die innere Breite nicht grösser als die Eingangsbreite ist und dass sie um nicht mehr als das Doppelte der Eingangsbreite in den Aufbau hineinreicht (s. Anhang 1 Bild 10).
6)Fahrgast
Ein Fahrgast ist jede Person ausser:
7)Laderäume
Bei der Berechnung der Nettoraumzahl zu erfassende Laderäume sind alle für die Beförderung von Nutzladung bestimmten geschlossenen Räume, soweit sie bei der Berechnung der Bruttoraumzahl erfasst worden sind. Diese Laderäume sind durch eine dauerhafte Markierung mit den Buchstaben CC (cargo compartment) zu kennzeichnen, die gut sichtbar angebracht und mindestens 100 mm (4 Zoll) hoch sein müssen.
8)Wetterdicht
Wetterdicht bedeutet, dass unter allen vorkommenden Seeverhältnissen kein Wasser in das Schiff eindringt.
9)Audit
Der Ausdruck Audit bezeichnet ein systematisches, unabhängiges und dokumentiertes Verfahren, das dazu dient, Auditnachweise zu erlangen und objektiv auszuwerten, um zu ermitteln, inwieweit die Auditkriterien erfüllt sind.
10)Auditsystem
Der Ausdruck Auditsystem bezeichnet das von der Organisation unter Berücksichtigung der von der Organisation ausgearbeiteten Richtlinien eingerichtete Auditsystem der Mitgliedstaaten der IMO5.
11)Anwendungscode
Der Ausdruck Anwendungscode bezeichnet den von der Organisation mit Entschliessung A.1070(28) angenommenen Code für die Anwendung der Instrumente der IMO (III-Code).
12)Auditnorm
Der Ausdruck Auditnorm bezeichnet den Anwendungscode.
Die Bruttoraumzahl (BRZ) eines Schiffes wird nach der Formel:
BRZ = K1V
ermittelt; hierin bedeuten:
V = Zahlenwert des in Kubikmeter gemessenen Inhalts aller geschlossenen Räume
K1 = 0,2 + 0.02 log10V (oder entsprechend dem Tabellenwert in Anhang 2).
1) Die Nettoraumzahl (NRZ) eines Schiffes wird nach der Formel:
NRZ = K2Vc
ermittelt; hierin dürfen:
a) der FaktorFormel niemals grösser als eins,
b) der Ausdruck K2Vcniemals kleiner als 0,25 BRZ und
c) NRZ niemals kleiner als 0,30 BRZ sein;
in der Formel bedeuten:
Vc = Zahlenwert des in Kubikmeter gemessenen Inhalts aller Laderäume,
K2 = 0,2 + 0,02 log10Vc(oder entsprechend dem Tabellenwert in
Anhang 2),
K3= 1,25
H = Seitenhöhe mittschiffs gemäss Regel 2 Abs. 2 (in Meter),
T = Tiefgang mittschiffs gemäss Absatz 2 der vorliegenden Regel
(in Meter),
N1 = Anzahl der Fahrgäste in Kabinen mit nicht mehr als 8 Betten,
N2 = Anzahl der sonstigen Fahrgäste,
N1+ N2 = Gesamtzahl der nach dem Fahrgastzeugnis zulässigen Fahrgäste; falls die Summe von N1und N2kleiner als 13 ist, bleibt sie unberücksichtigt,
BRZ = Bruttoraumzahl des Schiffes gemäss Regel 3.
2) Als Tiefgang (T) im Sinne des Absatzes 1 gilt:
1) Wenn die in der Regel 3 und 4 bestimmten Merkmale eines Schiffes wie z. B. V, Vc, T, N1, oder N2verändert werden und diese Änderung zu einem Anwachsen der nach Regel 4 ermittelten Nettoraumzahl führt, ist diese unverzüglich den neuen Merkmalen entsprechend zu ermitteln und anzuwenden.
2) Schiffe, denen sowohl ein Freibord nach Buchstabe a) als auch nach Buchstabe b) der Regel 4 Abs. 2 erteilt worden ist, erhalten nur eine nach jener Regel ermittelte Nettoraumzahl, und zwar die, die dem für den jeweiligen Einsatz des Schiffes erteilten Freibord entspricht.
3) Wenn die in der Regel 3 und 4 bestimmten Merkmale eines Schiffes wie z. B. V, Vc, T, N1, oder N2verändert werden oder wenn der in Absatz 2 erwähnte Freibord bei einem Wechsel des Einsatzes des Schiffes verändert wird und eine solche Änderung zu einer Verminderung der nach Regel 4 ermittelten Nettoraumzahl führt, darf ein neuer Internationaler Schiffsmessbrief (1969) mit dieser kleineren Nettoraumzahl erst nach Ablauf von zwölf Monaten nach Ausstellung des bis dahin geltenden Messbriefs ausgestellt werden. Diese Vorschrift gilt jedoch nicht:
1) Der Inhalt aller bei der Berechnung der Brutto- und Nettoraumzahlen erfassten Räume wird ohne Berücksichtigung von Isolationen u. dgl. bei Schiffen aus Metall bis zur Innenseite der Aussenhaut oder baulicher Trennflächen und bei Schiffen aus anderem Werkstoff bis zur Aussenseite der Aussenhaut und der Innenseite baulicher Trennflächen gemessen.
2) Der Inhalt von Anhängen wird dem Gesamtinhalt hinzugerechnet.
3) Der Inhalt von zur See hin offenen Räumen braucht dem Gesamtinhalt nicht hinzugerechnet zu werden.
1) Alle für die Berechnung der Rauminhalte verwendeten Masse werden auf den Zentimeter oder ein Zwanzigstel Fuss gerundet.
2) Die Inhalte sind nach Verfahren zu berechnen, die für die jeweiligen Räume allgemein anerkannt sind und deren Genauigkeit den Anforderungen der Verwaltung genügt.
3) Die Berechnungen müssen so viele Einzelheiten enthalten, dass sie leicht nachgeprüft werden können.
In den folgenden Bildern bedeutet: O = ausgesonderte Räume C = geschlossene Räume I = Räume, die als geschlossene Räume zu behandeln sind. Schraffierte Teile sind in den Inhalt der geschlossenen Räume einzurechnen. B = Decksbreite im Bereich der Öffnung. Bei Schiffen mit gerundetem Schergang ist die Breite wie in Bild 11 dargestellt zu messen. ABCD = Öffnung im Deck
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe a) Ziff. i)
Bild 1
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe a) Ziff ii)
Bild 2
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe a) Ziff ii)
Bild 3
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe a) Ziff ii)
Bild 4
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe a) Ziff iii)
Bild 5
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe a) Ziff iii)
Bild 6
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe b)
h ≤, jedoch mindestens 0.75 m (2,5 Fuss).
Bild 7
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe c)
h ≥, jedoch mindestens 0,75 m (2,5 Fuss)
Gegenüberliegende Öffnung nur an einer Seite
Seitenöffnungen
Bild 8
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe d)
Bild 9
Regel 2 Abs. 5 Buchstabe e)
Bild 10
Radius Schiff mit gerundetem Schergang Radius
Bild 11
(V oder Vc= Zahlenwert des in Kubikmeter gemessenen Inhalts)
| V oder V | K K | V oder V | K K | V oder V | K K | V oder V | K K2 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 10 | 0.2200 | 45,000 | 0.2931 | 330,000 | 0.3104 | 670,000 | 0.3165 |
| 20 | 0.2260 | 50,000 | 0.2940 | 340,000 | 0.3106 | 680,000 | 0.3166 |
| 30 | 0.2295 | 55,000 | 0.2948 | 350,000 | 0.3109 | 690,000 | 0.3168 |
| 40 | 0.2320 | 60,000 | 0.2956 | 360,000 | 0.3111 | 700,000 | 0.3169 |
| 50 | 0.2340 | 65,000 | 0.2963 | 370,000 | 0.3114 | 710,000 | 0.3170 |
| 60 | 0.2356 | 70,000 | 0.2969 | 380,000 | 0.3116 | 720,000 | 0.3171 |
| 70 | 0.2369 | 75,000 | 0.2975 | 390,000 | 0.3118 | 730,000 | 0.3173 |
| 80 | 0.2381 | 80,000 | 0.2981 | 400,000 | 0.3120 | 740,000 | 0.3174 |
| 90 | 0.2391 | 85,000 | 0.2986 | 410,000 | 0.3123 | 750,000 | 0.3175 |
| 100 | 0.2400 | 90,000 | 0.2991 | 420,000 | 0.3125 | 760,000 | 0.3176 |
| 200 | 0.2460 | 95,000 | 0.2996 | 430,000 | 0.3127 | 770,000 | 0.3177 |
| 300 | 0.2495 | 100,000 | 0.3000 | 440,000 | 0.3129 | 780,000 | 0.3178 |
| 400 | 0.2520 | 110,000 | 0.3008 | 450,000 | 0.3131 | 790,000 | 0.3180 |
| 500 | 0.2540 | 120,000 | 0.3016 | 460,000 | 0.3133 | 800,000 | 0.3181 |
| 600 | 0.2556 | 130,000 | 0.3023 | 470,000 | 0.3134 | 810,000 | 0.3182 |
| 700 | 0.2569 | 140,000 | 0.3029 | 480,000 | 0.3136 | 820,000 | 0.3183 |
| 800 | 0.2581 | 150,000 | 0.3035 | 490,000 | 0.3138 | 830,000 | 0.3184 |
| 900 | 0.2591 | 160,000 | 0.3041 | 500,000 | 0.3140 | 840,000 | 0.3185 |
| 1,000 | 0.2600 | 170,000 | 0.3046 | 510,000 | 0.3142 | 850,000 | 0.3186 |
| 2,000 | 0.2660 | 180,000 | 0.3051 | 520,000 | 0.3143 | 860,000 | 0.3187 |
| 3,000 | 0.2695 | 190,000 | 0.3056 | 530,000 | 0.3145 | 870,000 | 0.3188 |
| 4,000 | 0.2720 | 200,000 | 0.3060 | 540,000 | 0.3146 | 880,000 | 0.3189 |
| 5,000 | 0.2740 | 210,000 | 0.3064 | 550,000 | 0.3148 | 890,000 | 0.3190 |
| 6,000 | 0.2756 | 220,000 | 0.3068 | 560,000 | 0.3150 | 900,000 | 0.3191 |
| 7,000 | 0.2769 | 230,000 | 0.3072 | 570,000 | 0.3151 | 910,000 | 0.3192 |
| 8,000 | 0.2781 | 240,000 | 0.3076 | 580,000 | 0.3153 | 920,000 | 0.3193 |
| 9,000 | 0.2791 | 250,000 | 0.3080 | 590,000 | 0.3154 | 930,000 | 0.3194 |
| 10,000 | 0.2800 | 260,000 | 0.3083 | 600,000 | 0.3156 | 940,000 | 0.3195 |
| 15,000 | 0.2835 | 270,000 | 0.3086 | 610,000 | 0.3157 | 950,000 | 0.3196 |
| 20,000 | 0.2860 | 280,000 | 0.3089 | 620,000 | 0.3158 | 960,000 | 0.3196 |
| 25,000 | 0.2880 | 290,000 | 0.3092 | 630,000 | 0.3160 | 970,000 | 0.3197 |
| 30,000 | 0.2895 | 300,000 | 0.3095 | 640,000 | 0.3161 | 980,000 | 0.3198 |
| 35,000 | 0.2909 | 310,000 | 0.3098 | 650,000 | 0.3163 | 990,000 | 0.3199 |
| 40,000 | 0.2920 | 320,000 | 0.3101 | 660,000 | 0.3164 | 1,000,000 | 0.3200 |
Für Zwischenwerte von V oder Vcsind die Beiwerte K1oder K2durch lineare Interpolation zu ermitteln.
| Internationaler Schiffsmessbrief (1969) | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (Dienstsiegel) | |||||||||||||||||
| Ausgestellt nach den Vorschriften des Internationalen Schiffsvermessungs-Übereinkommens von 1969 im Namen der Regierung | |||||||||||||||||
| (vollständige amtliche Bezeichnung des Staates) | |||||||||||||||||
| für das Übereinkommen am 19 in Kraft getreten ist, | |||||||||||||||||
| durch | |||||||||||||||||
| (vollständige amtliche Bezeichnung der nach den Vorschriften des Internationalen Schiffsvermessungs-Übereinkommens von 1968 anerkannten zuständigen Person oder Stelle) | |||||||||||||||||
| Name des Schiffes | Unterscheidungssignal | Heimathafen | Datum* | ||||||||||||||
| * Einzutragen ist entweder der Tag, an dem der Kiel gelegt wurde oder das Schiff sich in einem entsprechenden Bauzustand befand (Artikel 2 Nr. 6), oder der Zeitpunkt, zu dem grössere Umbauten oder Veränderungen an dem Schiff vorgenommen wurden (Art. 3 Abs. 2 Buchstabe b). | |||||||||||||||||
| HAUPTABMESSUNGEN | |||||||||||||||||
| Länge (Artikel 2 Nr. 8) | Breite (Regel 2 Abs. 3) | Seitenhöhe mittschiffs bis zum Oberdeck (Regel 2 Abs. 2) | |||||||||||||||
| DAS VERMESSUNGSERGEBNIS DES SCHIFFES HAT FOLGENDE WERTE: | |||||||||||||||||
| BRUTTORAUMZAHL | |||||||||||||||||
| NETTORAUMZAHL | |||||||||||||||||
| Hiermit wird bescheinigt, dass das Vermessungsergebnis dieses Schiffes nach Massgabe des Internationalen Schiffsvermessungs-Übereinkommens von 1968 ermittelt wurde. | |||||||||||||||||
| Ausgestellt in 19 | |||||||||||||||||
| (Ausstellungsort) (Ausstellungsdatum) | |||||||||||||||||
| (Unterschrift des ausstellenden Bediensteten) und/oder (Siegel der ausstellenden Behörde) | |||||||||||||||||
| Bei Unterzeichnung ist folgender Absatz hinzuzufügen: | |||||||||||||||||
| Der Unterzeichnete erklärt, dass er von der genannten Regierung zur Ausstellung dieses Messbriefs ordnungsgemäss ermächtigt worden ist. | |||||||||||||||||
| (Unterschrift) |
| IM VERMESSUNGSERGEBNIS ENTHALTENE RÄUME | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BRUTTORAUMZAHL | NETTORAUMZAHL | ||||||||||||
| Bezeichnung des Raumes | Lage | Länge | Bezeichnung des Raumes | Lage | Länge | ||||||||
| Unterdeck | — | — | |||||||||||
| ANZAHL DER FAHRGÄSTE (Regel 4 Abs. 1) | |||||||||||||
| Anzahl der Fahrgäste in Kabinen mit nicht mehr als 8 Betten | |||||||||||||
| Anzahl der sonstigen Fahrgäste | |||||||||||||
| AUSGESONDERTE RÄUME (Regel 2 Abs. 5) | TIEFGANG (Regel 4 Abs. 2) | ||||||||||||
| Räume, die zum Teil ausgesondert sind, sollen in der obenstehenden Aufstellung mit einem Stern (*) gekennzeichnet werden. | |||||||||||||
| Tag und Ort der ersten Vermessung | |||||||||||||
| Tag und Ort der letzten Nachmessung | |||||||||||||
| BEMERKUNGEN: |
Die Vertragsregierungen wenden bei der Wahrnehmung ihrer Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten nach diesem Übereinkommen den Anwendungscode an.
1) Jede Vertragsregierung unterliegt regelmässigen Audits, welche die Organisation nach Massgabe der Auditnorm durchführt, um die Einhaltung und Durchführung dieses Übereinkommens zu überprüfen.
2) Der Generalsekretär der Organisation ist für die verwaltungsmässige Durchführung des Auditsystems auf der Grundlage der von der Organisation ausgearbeiteten Richtlinien7verantwortlich.
3) Jede Vertragsregierung ist verantwortlich für die Erleichterung der Durchführung des Audits und die Umsetzung eines Massnahmenprogramms zum Umgang mit den Auditergebnissen auf der Grundlage der von der Organisation ausgearbeiteten Richtlinien.
4) Das Audit jeder Vertragsregierung: .1) erfolgt auf der Grundlage eines Gesamtzeitplans, der von dem Generalsekretär der Organisation erstellt wird, unter Berücksichtigung der von der Organisation ausgearbeiteten Richtlinien und .2) wird in regelmässigen Abständen unter Berücksichtigung der von der Organisation ausgearbeiteten Richtlinien durchgeführt.
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Albanien | 3. April | 2003 B | 3. Juli | 2003 | ||
| Algerien | 4. Oktober | 1976 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Angola | 4. Oktober | 2001 B | 4. Januar | 2002 | ||
| Antigua und Barbuda | 3. März | 1987 B | 3. Juni | 1987 | ||
| Äquatorialguinea | 24. April | 1996 B | 24. Juli | 1996 | ||
| Argentinien | 24. Januar | 1979 | 18. Juli | 1982 | ||
| Aserbaidschan | 1. Juli | 1997 B | 1. Oktober | 1997 | ||
| Äthiopien | 18. Juli | 1985 B | 18. Oktober | 1985 | ||
| Australien | 21. Mai | 1982 B | 21. August | 1982 | ||
| Bahamas | 22. Juli | 1976 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Bahrain | 21. Oktober | 1985 B | 21. Januar | 1986 | ||
| Bangladesch | 6. November | 1981 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Barbados | 1. September | 1982 B | 1. Dezember | 1982 | ||
| Belarus | 4. Oktober | 2019 B | 4. Januar | 2020 | ||
| Belgien | 2. Juni | 1975 | 18. Juli | 1982 | ||
| Belize | 9. April | 1991 B | 9. Juli | 1991 | ||
| Benin | 1. November | 1985 B | 1. Februar | 1986 | ||
| Bolivien | 4. Juni | 1999 B | 4. September | 1999 | ||
| Bosnien und Herzegowina | 8. Mai | 2018 B | 8. August | 2018 | ||
| Brasilien | 30. November | 1970 | 18. Juli | 1982 | ||
| Brunei | 23. Oktober | 1986 B | 23. Januar | 1987 | ||
| Bulgarien* | 14. Oktober | 1982 | 14. Januar | 1983 | ||
| Chile* | 22. November | 1982 B | 22. Februar | 1983 | ||
| China* | 8. April | 1980 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Hongkonga | 5. Juni | 1997 | 1. Juli | 1997 | ||
| Macaub | 13. Dezember | 1999 | 20. Dezember | 1999 | ||
| Cook-Inseln | 21. Dezember | 2001 B | 21. März | 2002 | ||
| Costa Rica | 27. Mai | 2009 B | 27. August | 2009 | ||
| Côte d’Ivoire | 5. Oktober | 1987 B | 5. Januar | 1988 | ||
| Dänemark* | 22. Juni | 1982 | 22. September | 1982 | ||
| Deutschland* | 7. Mai | 1975 | 18. Juli | 1982 | ||
| Dominica | 21. Juni | 2000 B | 21. September | 2000 | ||
| Dschibuti | 12. Oktober | 2015 B | 12. Januar | 2016 | ||
| Ecuador | 21. September | 1995 B | 21. Dezember | 1995 | ||
| El Salvador | 25. April | 1997 B | 25. Juli | 1997 | ||
| Eritrea | 22. April | 1996 B | 22. Juli | 1996 | ||
| Estland | 16. Dezember | 1991 B | 16. März | 1992 | ||
| Fidschi | 29. November | 1972 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Finnland | 6. Februar | 1973 | 18. Juli | 1982 | ||
| Frankreich* | 31. Oktober | 1980 | 18. Juli | 1982 | ||
| Gabun | 12. April | 2005 B | 12. Juli | 2005 | ||
| Gambia | 1. November | 1991 B | 1. Februar | 1992 | ||
| Georgien | 19. April | 1994 B | 19. Juli | 1994 | ||
| Ghana | 13. Dezember | 1973 | 18. Juli | 1982 | ||
| Grenada | 28. Juni | 2004 B | 28. September | 2004 | ||
| Griechenland | 19. August | 1983 | 19. November | 1983 | ||
| Guatemala | 20. Februar | 2008 B | 20. Mai | 2008 | ||
| Guinea | 19. Januar | 1981 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Guyana | 10. Dezember | 1997 B | 10. März | 1998 | ||
| Guinea-Bissau | 12. Mai | 2022 B | 12. August | 2022 | ||
| Haiti | 6. April | 1989 B | 6. Juli | 1989 | ||
| Honduras | 2. Dezember | 1998 B | 2. März | 1999 | ||
| Indien | 26. Mai | 1977 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Indonesien | 14. März | 1989 | 14. Juni | 1989 | ||
| Irak | 29. August | 1972 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Iran | 28. Dezember | 1973 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Irland | 11. April | 1985 | 11. Juli | 1985 | ||
| Island | 17. Juni | 1970 | 18. Juli | 1982 | ||
| Israel** | 13. Februar | 1975 | 18. Juli | 1982 | ||
| Italien | 10. September | 1974 | 18. Juli | 1982 | ||
| Jamaika | 8. September | 2000 B | 8. Dezember | 2000 | ||
| Japan | 17. Juli | 1980 | 18. Juli | 1982 | ||
| Jemen | 6. März | 1979 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Jordanien | 3. Oktober | 1995 B | 3. Januar | 1996 | ||
| Kambodscha | 28. November | 1994 B | 28. Februar | 1995 | ||
| Kanada | 18. Juli | 1994 | 18. Oktober | 1994 | ||
| Kap Verde | 4. Juli | 2003 B | 4. Oktober | 2003 | ||
| Kasachstan | 7. März | 1994 B | 7. Juni | 1994 | ||
| Katar | 3. Februar | 1986 B | 3. Mai | 1986 | ||
| Kenia | 15. Dezember | 1992 B | 15. März | 1993 | ||
| Kiribati | 5. Februar | 2007 B | 5. Mai | 2007 | ||
| Kolumbien | 16. Juni | 1976 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Komoren | 22. November | 2000 B | 22. Februar | 2001 | ||
| Kongo (Brazzaville) | 7. August | 2002 B | 7. November | 2002 | ||
| Korea (Nord-) | 18. Oktober | 1989 B | 18. Januar | 1990 | ||
| Korea (Süd-) | 18. Januar | 1980 | 18. Juli | 1982 | ||
| Kroatien | 27. Juli | 1992 N | 8. Oktober | 1991 | ||
| Kuba* | 9. November | 1982 B | 9. Februar | 1983 | ||
| Kuwait | 2. März | 1983 | 2. Juni | 1983 | ||
| Lettland | 11. Mai | 1998 B | 11. August | 1998 | ||
| Libanon | 16. Dezember | 1994 B | 16. März | 1995 | ||
| Liberia | 25. September | 1972 | 18. Juli | 1982 | ||
| Libyen | 28. April | 2005 B | 28. Juli | 2005 | ||
| Litauen | 4. Dezember | 1991 B | 4. März | 1992 | ||
| Luxemburg | 14. Februar | 1991 B | 14. Mai | 1991 | ||
| Madagaskar | 27. Juli | 2017 | 27. Oktober | 2017 | ||
| Malaysia | 24. April | 1984 B | 24. Juli | 1984 | ||
| Malediven | 2. Juni | 1983 B | 2. September | 1983 | ||
| Malta | 20. März | 1989 B | 20. Juni | 1989 | ||
| Marokko | 28. Juni | 1990 B | 28. September | 1990 | ||
| Marshallinseln | 25. April | 1989 B | 25. Juli | 1989 | ||
| Mauretanien | 24. November | 1997 B | 24. Februar | 1998 | ||
| Mauritius | 11. Oktober | 1988 B | 11. Januar | 1989 | ||
| Mexiko | 14. Juli | 1972 | 18. Juli | 1982 | ||
| Moldau | 11. Oktober | 2005 B | 11. Januar | 2006 | ||
| Monaco | 19. Januar | 1971 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Mongolei | 26. Juni | 2002 B | 26. September | 2002 | ||
| Montenegro | 3. Juni | 2006 N | 3. Juni | 2006 | ||
| Mosambik | 30. Oktober | 1991 B | 30. Januar | 1992 | ||
| Myanmar | 4. Mai | 1988 B | 4. August | 1988 | ||
| Namibia | 27. November | 2000 B | 27. Februar | 2001 | ||
| Nauru | 18. Juni | 2018 B | 18. September | 2018 | ||
| Neuseeland* | 6. Januar | 1978 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Nicaragua | 2. Februar | 1994 B | 2. Mai | 1994 | ||
| Niederlande | 16. Juni | 1981 | 18. Juli | 1982 | ||
| Arubac | 16. Juni | 1981 | 18. Juli | 1982 | ||
| Curaçao | 16. Juni | 1981 | 18. Juli | 1982 | ||
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 16. Juni | 1981 | 18. Juli | 1982 | ||
| Sint Maarten | 16. Juni | 1981 | 18. Juli | 1982 | ||
| Nigeria | 13. November | 1984 B | 13. Februar | 1985 | ||
| Niue | 18. Mai | 2012 B | 18. August | 2012 | ||
| Norwegen | 26. August | 1971 | 18. Juli | 1982 | ||
| Oman | 24. September | 1990 B | 24. Dezember | 1990 | ||
| Österreich | 7. Oktober | 1975 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Pakistan | 17. Oktober | 1994 | 17. Januar | 1995 | ||
| Palau | 29. September | 2011 B | 29. Dezember | 2011 | ||
| Panama | 9. März | 1978 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Papua-Neuguinea | 25. Oktober | 1993 B | 25. Januar | 1994 | ||
| Peru | 16. Juli | 1982 B | 16. Oktober | 1982 | ||
| Philippinen | 6. September | 1978 | 18. Juli | 1982 | ||
| Polen | 27. Juli | 1976 | 18. Juli | 1982 | ||
| Portugal | 1. Juni | 1987 | 1. September | 1987 | ||
| Rumänien* | 21. Mai | 1976 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Russland* | 20. November | 1969 | 18. Juli | 1982 | ||
| Salomoninseln | 30. Juni | 2004 B | 30. September | 2004 | ||
| Samoa | 18. Mai | 2004 B | 18. August | 2004 | ||
| San Marino | 19. April | 2021 B | 19. Juli | 2021 | ||
| St. Kitts und Nevis | 11. Juni | 2004 B | 11. September | 2004 | ||
| St. Lucia | 20. Mai | 2004 B | 20. August | 2004 | ||
| St. Vincent und die Grenadinen | 28. Oktober | 1983 B | 28. Januar | 1984 | ||
| São Tomé und Príncipe | 29. Oktober | 1998 B | 29. Januar | 1999 | ||
| Saudi-Arabien | 20. Januar | 1975 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Schweden | 11. Mai | 1979 | 18. Juli | 1982 | ||
| Schweiz | 21. Juni | 1977 | 18. Juli | 1982 | ||
| Senegal | 16. Januar | 1997 B | 16. April | 1997 | ||
| Serbien | 29. April | 1971 | 18. Juli | 1982 | ||
| Seychellen | 17. Juli | 2017 B | 17. Oktober | 2017 | ||
| Sierra Leone | 26. Juli | 2001 B | 26. Oktober | 2001 | ||
| Singapur | 6. Juni | 1985 B | 6. September | 1985 | ||
| Slowakei | 30. Januar | 1995 N | 1. Januar | 1993 | ||
| Slowenien | 12. November | 1992 N | 25. Juni | 1991 | ||
| Spanien | 6. November | 1972 | 18. Juli | 1982 | ||
| Sri Lanka | 11. März | 1992 B | 11. Juni | 1992 | ||
| Südafrika | 24. November | 1982 B | 24. Februar | 1983 | ||
| Sudan | 21. Mai | 2002 B | 21. August | 2002 | ||
| Syrien* | 6. Februar | 1975 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Tansania | 28. März | 2001 B | 28. Juni | 2001 | ||
| Thailand | 11. Juni | 1996 B | 11. September | 1996 | ||
| Togo | 19. Juli | 1989 B | 19. Oktober | 1989 | ||
| Tonga | 12. April | 1977 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Trinidad und Tobago | 15. Februar | 1979 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Tschechische Republik | 19. Oktober | 1993 N | 1. Januar | 1993 | ||
| Tunesien | 13. Januar | 1999 B | 13. April | 1999 | ||
| Türkei | 16. Mai | 1980 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Turkmenistan | 4. Februar | 2009 B | 4. Mai | 2009 | ||
| Tuvalu | 22. August | 1985 B | 22. November | 1985 | ||
| Ukraine | 25. Oktober | 1993 B | 25. Januar | 1994 | ||
| Ungarn* | 23. Mai | 1975 B | 18. Juli | 1982 | ||
| Uruguay | 3. Februar | 1989 B | 3. Mai | 1989 | ||
| Vanuatu | 13. Januar | 1989 B | 13. April | 1989 | ||
| Venezuela | 6. Juli | 1983 | 6. Oktober | 1983 | ||
| Vereinigte Arabische Emirate | 15. Dezember | 1983 B | 15. März | 1984 | ||
| Vereinigte Staaten* | 10. November | 1982 | 10. Februar | 1983 | ||
| Vereinigtes Königreich | 8. Januar | 1971 | 18. Juli | 1982 | ||
| Bermudas | 11. November | 1982 | 6. Dezember | 1982 | ||
| Britische Jungferninseln | 15. September | 2009 | 15. September | 2009 | ||
| Falklandinseln | 16. Juni | 1995 | 16. Juni | 1995 | ||
| Gibraltar | 7. Dezember | 1988 | 1. Dezember | 1988 | ||
| Guernsey | 30. Dezember | 1988 | 1. Januar | 1989 | ||
| Insel Man | 11. Oktober | 1984 | 19. Oktober | 1984 | ||
| Jersey | 24. Oktober | 2005 | 24. Oktober | 2005 | ||
| Kaimaninseln | 9. Mai | 1988 | 23. Juni | 1988 | ||
| Vietnam | 18. Dezember | 1990 B | 18. März | 1991 | ||
| Zypern | 9. Mai | 1986 B | 9. August | 1986 | ||
| * Vorbehalte und Erklärungen. ** Einwendungen. Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die englischen Texte können auf der Internetseite der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (OMI): www.imo.org > Publications > Catalogue & Code Listings oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. a Vom 18. Juli 1982 bis zum 30. Juni 1997 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 5. Juni 1997 ist das Übereink. seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar. b Vom 19. Nov. 1999 bis zum 19. Dez. 1999 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung Portugals in Macau anwendbar. Seit dem 20. Dez. 1999 bildet Macau eine besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 13. Dez. 1999 ist das Übereink. seit dem 20. Dez. 1999 auch in der SAR Macau anwendbar. c Am 1. Januar 1986 erhielt die Insel Aruba, die ein Teil der Niederländischen Antillen war, die innere Autonomie innerhalb des Königreichs der Niederlande. |
Art. 1 des BB vom 30. Nov. 1976 (AS 1978 167). ↩
Heute: Internationale Seeschifffahrts-Organisation. ↩
SR 0.193.501 ↩
SR 0.120 ↩
Siehe Rahmenpapier und Vorgehensweise zum Auditsystem der Mitgliedstaaten der IMO (Resolution A.1067(28)). ↩
SR 0.747.305.411 ↩
Siehe Rahmenpapier und Vorgehensweise zum Auditsystem der Mitgliedstaaten der IMO (Resolution A.1067(28)). ↩
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