0.747.71•Übereinkommen zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschifffahrt
0.747.71Multilateral International Treaty10.06.1993
Abgeschlossen in Rom am 10. März 1988
Von der Bundesversammlung genehmigt am 28. September 19921
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 12. März 1993
In Kraft getreten für die Schweiz am 10. Juni 1993
(Stand am 11. Juni 2020)
Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens –
in Anbetracht der Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen2betreffend die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit sowie die Förderung freundschaftlicher Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen den Staaten,
insbesondere in der Erkenntnis, dass jeder das Recht auf Leben sowie persönliche Freiheit und Sicherheit hat, wie es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte vorsehen,
tief besorgt über die weltweite Eskalation terroristischer Handlungen aller Art, die das Leben unschuldiger Menschen gefährden oder vernichten, die Grundfreiheiten beeinträchtigen und eine ernste Verletzung der Menschenwürde darstellen,
in der Erwägung, dass widerrechtliche Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschifffahrt die Sicherheit von Personen und Sachen gefährden, den Betrieb von Seeschifffahrtsdiensten ernstlich beeinträchtigen und das Vertrauen der Völker der Welt in die Sicherheit der Seeschifffahrt untergraben,
in der Erwägung, dass solche Handlungen der Völkergemeinschaft insgesamt Anlass zu ernster Besorgnis geben,
überzeugt, dass es dringend notwendig ist, eine internationale Zusammenarbeit zwischen den Staaten bei der Ausarbeitung und Annahme wirksamer und durchführbarer Massnahmen zur Verhütung aller widerrechtlichen Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschifffahrt und zur strafrechtlichen Verfolgung und Bestrafung der Täter zu entwickeln,
eingedenk der Resolution 40/61 der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 9. Dezember 1985, in der unter anderem «alle Staaten nachdrücklich aufgefordert werden, einzeln und in Zusammenarbeit mit anderen Staaten sowie mit den entsprechenden Organen der Vereinten Nationen zur schrittweisen Beseitigung der tieferen Ursachen des internationalen Terrorismus beizutragen und ihre besondere Aufmerksamkeit auf alle Situationen zu richten – unter anderem den Kolonialismus, den Rassismus sowie Situationen, mit denen massive und flagrante Verletzungen der Menschenrechte und Grundfreiheiten einhergehen, und Situationen im Zusammenhang mit fremder Besetzung –, die zu internationalem Terrorismus führen und den Weltfrieden und die internationale Sicherheit gefährden können»,
eingedenk ferner dessen, dass die Resolution 40/61 «alle terroristischen Handlungen, Methoden und Praktiken, einschliesslich solcher, die die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Staaten und ihre Sicherheit gefährden, gleich wo und von wem sie begangen werden, unmissverständlich als verbrecherisch verurteilt»,
sowie eingedenk dessen, dass durch die Resolution 40/61 die Internationale Seeschifffahrtsorganisation aufgefordert wurde, «das Problem des an Bord von Schiffen oder gegen Schiffe verübten Terrorismus zu untersuchen, um Empfehlungen über geeignete Massnahmen abzugeben»,
in Anbetracht der Resolution A. 584 (14) der Versammlung der Internationalen Seeschifffahrts‑Organisation vom 20. November 1985, in der zur Ausarbeitung von Massnahmen zur Verhütung widerrechtlicher Handlungen aufgerufen wurde, welche die Sicherheit von Schiffen sowie deren Fahrgästen und Besatzungen bedrohen,
im Hinblick darauf, dass Handlungen der Besatzung, die der üblichen Borddisziplin unterliegen, von diesem Übereinkommen nicht erfasst werden,
in Bekräftigung dessen, dass es wünschenswert ist, die Regeln und Normen zur Verhütung und Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen Schiffe und gegen Menschen an Bord von Schiffen zu überwachen mit dem Ziel, sie nach Bedarf zu aktualisieren, und deshalb die vom Schiffssicherheitsausschuss der Internationalen Seeschifffahrts‑Organisation empfohlenen Massnahmen zur Verhütung widerrechtlicher Handlungen gegen Fahrgäste und Besatzungen an Bord von Schiffen mit Befriedigung zur Kenntnis nehmend
sowie in Bekräftigung des Grundsatzes, dass für Fragen, die in diesem Übereinkommen nicht geregelt sind, weiterhin die Regeln und Grundsätze des allgemeinen Völkerrechts gelten,
in der Erkenntnis, dass alle Staaten bei der Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschifffahrt die Regeln und Grundsätze des allgemeinen, Völkerrechts streng einhalten müssen – sind wie folgt übereingekommen:
2. Dieses Übereinkommen lässt die Immunitäten der Kriegsschiffe und der sonstigen Staatsschiffe, die anderen als Handelszwecken dienen, unberührt.
ii) Öl, verflüssigtes Erdgas oder einen anderen gefährlichen oder schädlichen Stoff, der von Ziffer i nicht erfasst ist, in einer Menge oder Konzentration von einem Schiff aus einleitet, die den Tod oder schwere Verletzungen oder Schäden verursacht oder zu verursachen geeignet ist, oder
iii) ein Schiff in einer Weise verwendet, die den Tod, schwere Verletzungen oder Schäden verursacht, oder
iv) droht, eine unter Ziffer i, ii oder iii genannte Straftat zu begehen, gleichviel ob die Drohung nach innerstaatlichem Recht mit einer Bedingung verknüpft ist; oder
b) Folgendes an Bord eines Schiffes befördert:
i) Sprengsätze oder radioaktives Material in der Kenntnis, dass diese verwendet werden sollen, um den Tod oder schwere Verletzungen oder Schäden zu verursachen oder um zu drohen, dies zu verursachen, mit dem Ziel, die Bevölkerung einzuschüchtern oder eine Regierung oder internationale Organisation zu einem Tun oder Unterlassen zu nötigen, gleichviel ob die Drohung nach innerstaatlichem Recht mit einer Bedingung verknüpft ist, oder
ii) biologische, chemische oder Kernwaffen, in der Kenntnis, dass es sich um eine biologische, chemische oder Kernwaffe im Sinne des Artikels 1 handelt, oder
iii) Ausgangs- und besonderes spaltbares Material oder Ausrüstungen oder Materialien, die eigens für die Verarbeitung, Verwendung oder Herstellung von besonderem spaltbarem Material vorgesehen oder hergerichtet sind, in der Kenntnis, dass sie bei einer Kernexplosion oder einer anderen nuklearen Tätigkeit verwendet werden sollen, die nicht Sicherungsmassnahmen aufgrund einer umfassenden IAEO-Übereinkunft über Sicherungsmassnahmen unterliegt, oder
iv) Ausrüstungen, Materialien und Software oder damit zusammenhängende Technologien, die wesentlich zur Entwicklung, Herstellung oder Lieferung einer biologischen, chemischen oder Kernwaffe beitragen, und beabsichtigt, sie für einen solchen Zweck zu verwenden.
2. Es ist keine Straftat im Sinne dieses Übereinkommens, einen Gegenstand oder Material zu befördern, der beziehungsweise das von Absatz 1 Buchstabe b Ziffer iii oder, sofern er beziehungsweise es mit Kernwaffen oder sonstigen Kernsprengkörpern im Zusammenhang steht, von Absatz 1 Buchstabe b Ziffer iv erfasst ist, wenn der Gegenstand oder das Material zum oder vom Hoheitsgebiet eines Vertragsstaats des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen oder sonstwie unter dessen Kontrolle befördert wird, sofern
Eine Straftat im Sinne dieses Übereinkommens begeht, wer widerrechtlich und vorsätzlich eine andere Person an Bord eines Schiffes befördert in der Kenntnis, dass diese Person eine Handlung begangen hat, die eine in Artikel 3, 3bisoder 3quatergenannte Straftat oder eine in einem der in der Anlage aufgeführten Verträge genannte Straftat darstellt, und beabsichtigt, dieser Person zu helfen, sich der Strafverfolgung zu entziehen.
Eine Straftat im Sinne dieses Übereinkommens begeht auch, wer:
ii) in Kenntnis des Vorsatzes der Gruppe, eine in Artikel 3, 3bisoder 3tergenannte Straftat zu begehen.
Jeder Vertragsstaat bedroht die in den Artikeln 3, 3bis, 3terund 3quatergenannten Straftaten mit angemessenen Strafen, welche die Schwere der Tat berücksichtigen.
3. Jeder Vertragsstaat, der seine Gerichtsbarkeit nach Absatz 2 begründet hat, notifiziert dies dem Generalsekretär. Hebt der Vertragsstaat diese Gerichtsbarkeit später wieder auf, so notifiziert er dies dem Generalsekretär.12
4. Jeder Vertragsstaat trifft die notwendigen Massnahmen, um seine Gerichtsbarkeit über die in den Artikeln 3, 3bis, 3terund 3quatergenannten Straftaten für den Fall zu begründen, dass der Verdächtige sich in seinem Hoheitsgebiet befindet und er den Verdächtigen nicht an einen der Vertragsstaaten ausliefert, die in Übereinstimmung mit den Absätzen 1 und 2 des vorliegenden Artikels ihre Gerichtsbarkeit begründet haben.13
5. Dieses Übereinkommen schliesst eine Strafgerichtsbarkeit, die nach innerstaatlichem Recht ausgeübt wird, nicht aus.
4. Die in Absatz 3 bezeichneten Rechte werden in Übereinstimmung mit den Gesetzen und sonstigen Vorschriften des Staates ausgeübt, in dessen Hoheitsgebiet sich der Täter oder der Verdächtige befindet, wobei jedoch diese Gesetze und sonstigen Vorschriften die volle Verwirklichung der Zwecke gestatten müssen, für welche die Rechte nach Absatz 3 gewährt werden.
5. Hat ein Vertragsstaat eine Person aufgrund dieses Artikels in Haft genommen, so zeigt er unverzüglich den Staaten, die in Übereinstimmung mit Artikel 6 Absatz 1 ihre Gerichtsbarkeit begründet haben, sowie, wenn er es für angebracht hält, jedem anderen interessierten Staat die Tatsache, dass diese Person in Haft ist, und die Umstände an, welche die Haft rechtfertigen. Der Staat, der die vorläufige Untersuchung nach Absatz 2 durchführt, unterrichtet die genannten Staaten unverzüglich über das Ergebnis der Untersuchung und teilt ihnen mit, ob er seine Gerichtsbarkeit auszuüben beabsichtigt.
Die Notifikationen nach diesem Absatz können jederzeit zurückgenommen werden. 6. Werden infolge eines nach diesem Artikel vorgenommenen Anhaltens Beweise für die in Artikel 3, 3bis, 3teroder 3quaterbeschriebenen Handlungen gefunden, so kann der Flaggenstaat der ersuchenden Partei die Genehmigung erteilen, das Schiff, seine Ladung und die an Bord befindlichen Personen so lange festzuhalten, bis sie vom Flaggenstaat weitere Anweisungen erhält. Die ersuchende Partei unterrichtet den Flaggenstaat unverzüglich über das Ergebnis eines Anhaltens, einer Durchsuchung und eines Zurückhaltens nach diesem Artikel. Die ersuchende Partei unterrichtet den Flaggenstaat auch unverzüglich über die Entdeckung von Beweisen für nicht von diesem Übereinkommen erfasste widerrechtliche Handlungen. 7. Der Flaggenstaat kann in Übereinstimmung mit anderen Bestimmungen dieses Übereinkommens seine Genehmigung nach Absatz 5 oder 6 von Bedingungen abhängig machen, einschliesslich der Vorlage weiterer Informationen seitens der ersuchenden Partei, sowie von Bedingungen im Zusammenhang mit der Verantwortlichkeit für die zu treffenden Massnahmen und deren Umfang. Zusätzliche Massnahmen dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Flaggenstaats getroffen werden, ausser solchen, die erforderlich sind, um eine unmittelbare Gefahr für das Leben von Personen abzuwenden, oder die sich aus einschlägigen zwei- oder mehrseitigen Übereinkünften ableiten. 8. Bei jedem Anhalten aufgrund dieses Artikels hat der Flaggenstaat das Recht, seine Gerichtsbarkeit über ein zurückgehaltenes Schiff, seine Ladung oder andere an Bord befindliche Gegenstände und Personen auszuüben, einschliesslich der Beschlagnahme, Einziehung, Festnahme und Strafverfolgung. Der Flaggenstaat kann jedoch vorbehaltlich seiner Verfassung und seiner Gesetze in die Ausübung der Gerichtsbarkeit durch einen anderen Staat einwilligen, der nach Artikel 6 die Gerichtsbarkeit hat. 9. Bei der Durchführung der genehmigten Massnahmen nach diesem Artikel ist die Anwendung von Gewalt zu vermeiden, es sei denn, sie ist zum Schutz der an Bord befindlichen Beamten und Personen oder in den Fällen erforderlich, in denen die Beamten an der Durchführung der genehmigten Massnahmen gehindert werden. Jede Anwendung von Gewalt nach diesem Artikel darf das geringste Mass an Gewalt, das unter den gegebenen Umständen erforderlich und angemessen ist, nicht überschreiten. 10. Sicherungsmassnahmen: a) Trifft ein Vertragsstaat in Übereinstimmung mit diesem Artikel Massnahmen gegen ein Schiff, so i) trägt er der Notwendigkeit gebührend Rechnung, die Sicherheit des menschlichen Lebens auf See nicht zu gefährden; ii) sorgt er dafür, dass alle an Bord befindlichen Personen in einer Weise behandelt werden, die ihre grundlegende Menschenwürde wahrt und die in Einklang mit den anwendbaren Bestimmungen des Völkerrechts einschliesslich derjenigen über die Menschenrechte steht; iii) stellt er sicher, dass ein Anhalten und Durchsuchen nach diesem Artikel in Übereinstimmung mit dem anwendbaren Völkerrecht erfolgt; iv) trägt er der Sicherheit und dem Schutz des Schiffes und seiner Ladung gebührend Rechnung; v) trägt er der Notwendigkeit gebührend Rechnung, die wirtschaftlichen oder rechtlichen Interessen des Flaggenstaats nicht zu beeinträchtigen; vi) stellt er im Rahmen der verfügbaren Mittel sicher, dass jede im Hinblick auf das Schiff und seine Ladung getroffene Massnahme unter den gegebenen Umständen umweltverträglich ist; vii) sorgt er dafür, dass an Bord befindlichen Personen, gegen die ein Verfahren wegen einer der in Artikel 3, 3bis, 3teroder 3quatergenannten Straftaten eingeleitet werden könnte, ungeachtet des Ortes, an dem sie sich befinden, der Schutz nach Artikel 10 Absatz 2 zuteil wird; viii) stellt er sicher, dass der Kapitän eines Schiffes von seiner Absicht, das Schiff anzuhalten, in Kenntnis gesetzt wird und zum frühestmöglichen Zeitpunkt Gelegenheit erhält oder erhalten hat, mit dem Schiffseigner und dem Flaggenstaat Verbindung aufzunehmen; ix) unternimmt er alle angemessenen Anstrengungen, um zu vermeiden, dass ein Schiff ungebührlich lange zurückgehalten oder aufgehalten wird. b) Sofern die Genehmigung eines Flaggenstaats zum Anhalten eines Schiffes diesen nicht per se haftbar macht, haften die Vertragsstaaten für alle Schäden, Verletzungen oder Verluste, die ihnen aufgrund von nach diesem Artikel getroffenen Massnahmen zuzurechnen sind: i) wenn sich der Verdacht für die Massnahmen als unbegründet erweist, es sei denn, von Seiten des Schiffes wurde eine die getroffenen Massnahmen rechtfertigende Handlung begangen; oder ii) wenn die Massnahmen widerrechtlich sind oder das überschreiten, was angesichts der verfügbaren Informationen zur Durchführung dieses Artikels begründeterweise erforderlich ist. Die Vertragsstaaten gewährleisten wirksamen Rechtsschutz für solche Schäden, Verletzungen oder Verluste. c) Trifft ein Vertragsstaat in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen Massnahmen gegen ein Schiff, so hat er der Notwendigkeit gebührend Rechnung zu tragen, dass Folgendes nicht behindert oder beeinträchtigt wird: i) die Rechte und Pflichten sowie die Ausübung der Hoheitsbefugnisse der Küstenstaaten in Übereinstimmung mit dem internationalen Seerecht; oder ii) die Befugnis des Flaggenstaats, die Hoheitsgewalt und Kontrolle in verwaltungsmässigen, technischen und sozialen Angelegenheiten in Bezug auf das Schiff auszuüben. d) Jede nach diesem Artikel getroffene Massnahme wird von Strafverfolgungsbeamten oder anderen befugten Beamten von Kriegsschiffen oder Militärluftfahrzeugen oder von anderen Schiffen oder Luftfahrzeugen durchgeführt, die deutlich als im Staatsdienst stehend gekennzeichnet und als solche erkennbar sowie hierzu befugt sind; dieser Artikel findet ungeachtet der Artikel 2 und 2bisAnwendung. e) Im Sinne dieses Artikels bedeutet «Strafverfolgungsbeamte oder andere befugte Beamte» uniformierte oder anderweitig deutlich erkennbare, von ihrer Regierung ordnungsgemäss befugte Angehörige der Strafverfolgungs- oder anderer staatlicher Behörden. Für den besonderen Zweck der Strafverfolgung nach diesem Übereinkommen legen die Strafverfolgungsbeamten oder anderen befugten Beamten beim Anhalten dem Kapitän des Schiffes geeignete staatlich ausgestellte Ausweispapiere zur Prüfung vor. 11. Dieser Artikel findet keine Anwendung auf das von einem Vertragsstaat in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht durchgeführte Anhalten eines Schiffes seewärts des Küstenmeers eines Staates und schränkt es auch nicht ein, einschliesslich des Anhaltens aufgrund des Rechtes zum Betreten, der Hilfeleistung für in Not oder Gefahr befindliche Personen, Schiffe und Vermögensgegenstände, oder einer Genehmigung des Flaggenstaats, Strafverfolgungs- oder andere Massnahmen zu treffen. 12. Die Vertragsstaaten werden ermutigt, genormte Vorgehensweisen für gemeinsame Einsätze nach diesem Artikel auszuarbeiten und mit anderen Vertragsstaaten gegebenenfalls Konsultationen mit dem Ziel aufzunehmen, solche genormten Vorgehensweisen für die Durchführung von Einsätzen zu harmonisieren. 13. Die Vertragsstaaten können untereinander Übereinkünfte oder Vereinbarungen schliessen, um in Übereinstimmung mit diesem Artikel durchgeführte Strafverfolgungseinsätze zu erleichtern. 14. Jeder Vertragsstaat trifft geeignete Massnahmen, um sicherzustellen, dass seine Strafverfolgungsbeamten und anderen befugten Beamten und in seinem Auftrag handelnde Strafverfolgungsbeamte und andere dazu befugte Beamte anderer Vertragsstaaten ermächtigt sind, nach diesem Artikel zu handeln. 15. Jeder Vertragsstaat benennt bei oder nach Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde die Behörde oder, falls erforderlich, die Behörden, die Ersuchen um Hilfeleistung, um die Bestätigung der Staatszugehörigkeit und um die Genehmigung, geeignete Massnahmen zu treffen, entgegennehmen und beantworten. Die Benennung, einschliesslich der Angaben zur Kontaktaufnahme, wird dem Generalsekretär innerhalb eines Monats, nachdem der Staat Vertragspartei wurde, notifiziert; dieser unterrichtet alle anderen Vertragsstaaten innerhalb eines Monats nach der Benennung. Jeder Vertragsstaat ist dafür verantwortlich, dass jede Änderung der Benennung oder von Angaben zur Kontaktaufnahme über den Generalsekretär umgehend notifiziert wird.
Dieses Übereinkommen lässt die Regeln des Völkerrechts über die Zuständigkeit von Staaten für Untersuchungs‑ oder Durchsetzungsmassnahmen an Bord von Schiffen, die nicht ihre Flagge führen, unberührt.
Für die Zwecke der Auslieferung oder der Rechtshilfe wird keine der in den Artikeln 3, 3bis, 3terund 3quatergenannten Straftaten als politische Straftat, als eine mit einer politischen Straftat zusammenhängende oder als eine auf politischen Beweggründen beruhende Straftat angesehen. Folglich darf ein Ersuchen um Auslieferung oder Rechtshilfe, das auf einer solchen Straftat beruht, nicht allein mit der Begründung verweigert werden, dass es sich um eine politische Straftat, um eine mit einer politischen Straftat zusammenhängende oder um eine auf politischen Beweggründen beruhende Straftat handelt.
Dieses Übereinkommen ist nicht so auszulegen, als enthalte es eine Verpflichtung zur Auslieferung oder Rechtshilfe, wenn der ersuchte Vertragsstaat ernstliche Gründe für die Annahme hat, dass das Auslieferungsersuchen wegen in Artikel 3, 3bis, 3teroder 3quatergenannter Straftaten oder das Ersuchen um Rechtshilfe in Bezug auf solche Straftaten gestellt worden ist, um eine Person wegen ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer Staatsangehörigkeit, ihrer ethnischen Herkunft, ihrer politischen Anschauungen oder ihres Geschlechts zu verfolgen oder zu bestrafen, oder dass die Lage dieser Person aus einem dieser Gründe erschwert werden könnte, wenn dem Ersuchen stattgegeben würde.
2. Ist wegen der Begehung einer in Artikel 3, 3bis, 3terund 3quatergenannten Straftat die Fahrt eines Schiffes verzögert oder unterbrochen worden, so ist jeder Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet sich das Schiff, die Fahrgäste oder die Besatzung befinden, verpflichtet, alle nur möglichen Anstrengungen zu unternehmen, um zu vermeiden, dass ein Schiff, seine Fahrgäste, seine Besatzung oder seine Ladung ungebührlich lange zurückgehalten oder aufgehalten werden.
Jeder Vertragsstaat, der Grund zur Annahme hat, dass eine in Artikel 3, 3bis, 3teroder 3quatergenannte Straftat begangen werden wird, übermittelt nach seinem innerstaatlichen Recht so schnell wie möglich alle in seinem Besitz befindlichen sachdienlichen Angaben den Staaten, bei denen es sich nach seiner Auffassung um die Staaten handelt, die in Übereinstimmung mit Artikel 6 ihre Gerichtsbarkeit begründet haben.
2. Der Vertragsstaat, in dem der Verdächtige strafrechtlich verfolgt wird, teilt nach seinem innerstaatlichen Recht den Ausgang des Verfahrens dem Generalsekretär mit.
3. Der Generalsekretär teilt allen Vertragsstaaten, den Mitgliedern der Organisation, anderen betroffenen Staaten und den in Betracht kommenden internationalen zwischenstaatlichen Organisationen die in Übereinstimmung mit den Absätzen 1 und 2 übermittelten Angaben mit.21
Die Schlussklauseln des Übereinkommens von 2005 zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschifffahrt sind die Artikel 17–24 des Protokolls von 2005 zum Übereinkommen zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschifffahrt. Bezugnahmen auf Vertragsstaaten in dem Übereinkommen gelten als Bezugnahmen auf Vertragsstaaten des Protokolls.
3. Die Ratifikation, die Annahme, die Genehmigung oder der Beitritt erfolgt durch Hinterlegung einer entsprechenden Urkunde beim Generalsekretär.
a) unterrichtet alle Staaten, die dieses Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, sowie alle Mitglieder der Organisation über i) jede neue Unterzeichnung oder Hinterlegung einer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde sowie den jeweiligen Zeitpunkt, ii) den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens, iii) die Hinterlegung jeder Kündigungsurkunde zu diesem Übereinkommen sowie den Zeitpunkt, zu dem sie eingegangen ist, und den Zeitpunkt, zu dem die Kündigung wirksam wird, iv) den Eingang jeder Erklärung oder Notifikation nach diesem Übereinkommen; b) übermittelt allen Staaten, die dieses Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, beglaubigte Abschriften des Übereinkommens. 3. Sogleich nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens übermittelt der Depositar dem Generalsekretär der Vereinten Nationen eine beglaubigte Abschrift zur Registrierung und Veröffentlichung nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen.
Dieses Übereinkommen ist in einer Urschrift in arabischer, chinesischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist.
Zu Urkund dessen haben die von ihren Regierungen hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.Geschehen zu Rom am 10. März 1988.(Es folgen die Unterschriften)
1. Übereinkommen zur Bekämpfung der widerrechtlichen Inbesitznahme von Luftfahrzeugen, beschlossen am 16. Dezember 1970 in Den Haag2. Übereinkommen zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Zivilluftfahrt, beschlossen am 23. September 1971 in Montreal3. Übereinkommen über die Verhütung, Verfolgung und Bestrafung von Straftaten gegen völkerrechtlich geschützte Personen einschliesslich Diplomaten, angenommen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 14. Dezember 19734. Internationales Übereinkommen gegen Geiselnahme, angenommen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 17. Dezember 19795. Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial, beschlossen am 26. Oktober 1979 in Wien6. Protokoll zur Bekämpfung widerrechtlicher gewalttätiger Handlungen auf Flughäfen, die der internationalen Zivilluftfahrt dienen, in Ergänzung des Übereinkommens zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Zivilluftfahrt, beschlossen am 24. Februar 1988 in Montreal7. Protokoll zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit fester Plattformen, die sich auf dem Festlandsockel befinden, beschlossen am 10. März 1988 in Rom8. Internationales Übereinkommen zur Bekämpfung terroristischer Bombenanschläge, angenommen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 15. Dezember 19979. Internationales Übereinkommen zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus, angenommen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 9. Dezember 1999
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 23. September | 2003 B | 22. Dezember | 2003 | |
| Ägypten* | 8. Januar | 1993 | 8. April | 1993 | |
| Albanien | 19. Juni | 2002 B | 17. September | 2002 | |
| Algerien* | 11. Februar | 1998 B | 12. Mai | 1998 | |
| Andorra | 17. Juli | 2006 B | 15. Oktober | 2006 | |
| Antigua und Barbuda | 12. Oktober | 2009 B | 10. Januar | 2010 | |
| Äquatorialguinea | 14. Januar | 2004 B | 13. April | 2004 | |
| Argentinien* | 17. August | 1993 | 15. November | 1993 | |
| Armenien* | 8. September | 2005 B | 6. September | 2005 | |
| Aserbaidschan | 26. Januar | 2004 B | 25. April | 2004 | |
| Äthiopien | 29. Juli | 2013 B | 27. Oktober | 2013 | |
| Australien | 19. Februar | 1993 B | 20. Mai | 1993 | |
| Bahamas | 25. Oktober | 2005 | 23. Januar | 2006 | |
| Bahrain | 21. Oktober | 2005 B | 19. Januar | 2006 | |
| Bangladesch | 9. Juni | 2005 | 7. September | 2005 | |
| Barbados | 6. Mai | 1994 B | 4. August | 1994 | |
| Belarus | 4. Dezember | 2002 B | 4. März | 2002 | |
| Belgien | 11. April | 2005 | 10. Juli | 2005 | |
| Benin | 31. August | 2006 B | 29. November | 2006 | |
| Bolivien | 13. Februar | 2002 B | 14. Mai | 2002 | |
| Bosnien und Herzegowina | 28. Juli | 2003 | 26. Oktober | 2003 | |
| Botsuana | 14. September | 2000 B | 13. Dezember | 2000 | |
| Brasilien | 25. Oktober | 2005 | 23. Januar | 2006 | |
| Brunei | 4. Dezember | 2003 | 3. März | 2004 | |
| Bulgarien | 8. Juli | 1999 | 6. Oktober | 1999 | |
| Burkina Faso | 15. Januar | 2004 B | 14. April | 2004 | |
| Chile | 22. April | 1994 | 21. Juli | 1994 | |
| China* | 20. August | 1991 | 1. März | 1992 | |
| Hongkong | 20. Februar | 2006 | 20. Februar | 2006 | |
| Macau | 2. Februar | 2020 | 2. Februar | 2020 | |
| Cook-Inseln | 12. März | 2007 B | 10. Juni | 2007 | |
| Costa Rica | 25. März | 2003 | 23. Juni | 2003 | |
| Côte d’Ivoire | 23. März | 2012 B | 21. Juni | 2012 | |
| Dänemark* | 25. August | 1995 | 23. November | 1995 | |
| Deutschland | 6. November | 1990 B | 1. März | 1992 | |
| Dominica | 31. August | 2001 B | 29. November | 2001 | |
| Dominikanische Republik | 3. Juli | 2008 B | 1. Oktober | 2008 | |
| Dschibuti | 9. Juni | 2004 B | 7. September | 2004 | |
| Ecuador | 10. März | 2003 | 8. Juni | 2003 | |
| El Salvador | 7. Dezember | 2000 B | 7. März | 2001 | |
| Estland | 15. Februar | 2002 B | 16. Mai | 2002 | |
| Eswatini | 17. April | 2003 | 16. Juli | 2003 | |
| Fidschi | 21. Mai | 2008 B | 19. August | 2008 | |
| Finnland | 12. November | 1998 | 10. Februar | 1999 | |
| Frankreich* | 2. Dezember | 1991 | 1. März | 1992 | |
| Gambia | 1. November | 1991 B | 1. März | 1992 | |
| Georgien | 11. August | 2006 B | 9. November | 2006 | |
| Ghana | 1. November | 2002 B | 30. Januar | 2003 | |
| Grenada | 9. Januar | 2002 B | 9. April | 2002 | |
| Griechenland | 11. Juni | 1993 | 9. September | 1993 | |
| Guatemala | 26. August | 2009 | 24. November | 2009 | |
| Guinea | 1. Februar | 2005 B | 2. Mai | 2005 | |
| Guinea-Bissau | 14. Oktober | 2008 B | 12. Januar | 2009 | |
| Guyana | 2. Januar | 2003 B | 2. April | 2003 | |
| Honduras | 17. Mai | 2005 B | 15. August | 2005 | |
| Indien* | 15. Oktober | 1999 B | 13. Januar | 2000 | |
| Irak | 21. März | 2014 | 19. Juni | 2014 | |
| Iran* | 30. Oktober | 2009 B | 28. Januar | 2010 | |
| Irland | 10. September | 2004 B | 9. Dezember | 2004 | |
| Island | 28. Mai | 2002 B | 26. August | 2002 | |
| Israel* ** | 6. Januar | 2009 | 6. April | 2009 | |
| Italien | 26. Januar | 1990 | 1. März | 1992 | |
| Jamaika | 17. August | 2005 B | 15. November | 2005 | |
| Japan | 24. April | 1998 B | 23. Juli | 1998 | |
| Jemen | 30. Juni | 2000 B | 28. September | 2000 | |
| Jordanien | 2. Juli | 2004 B | 30. September | 2004 | |
| Kambodscha | 18. August | 2006 B | 16. November | 2006 | |
| Kanada | 18. Juni | 1993 | 16. September | 1993 | |
| Kap Verde | 3. Januar | 2003 B | 3. April | 2003 | |
| Kasachstan | 24. November | 2003 B | 22. Februar | 2004 | |
| Katar* | 18. September | 2003 B | 17. Dezember | 2003 | |
| Kenia | 21. Januar | 2002 B | 21. April | 2002 | |
| Kiribati | 17. November | 2005 B | 16. Februar | 2006 | |
| Komoren | 6. März | 2008 B | 4. Juni | 2008 | |
| Kongo (Kinshasa) | 28. Mai | 2015 B | 26. August | 2015 | |
| Korea (Süd-) | 14. Mai | 2003 B | 12. August | 2003 | |
| Kroatien | 18. August | 2005 B | 16. November | 2005 | |
| Kuba* | 20. November | 2001 B | 18. Februar | 2002 | |
| Kuwait | 30. Juni | 2003 B | 28. September | 2003 | |
| Laos | 20. März | 2012 B | 18. Juni | 2012 | |
| Lesotho | 7. November | 2011 B | 5. Februar | 2012 | |
| Lettland | 4. Dezember | 2002 B | 4. März | 2003 | |
| Libanon | 16. Dezember | 1994 B | 16. März | 1995 | |
| Liberia | 5. Oktober | 1995 | 3. Januar | 1996 | |
| Libyen | 8. August | 2002 B | 6. November | 2002 | |
| Liechtenstein | 8. November | 2002 B | 6. Februar | 2003 | |
| Litauen | 30. Januar | 2003 B | 30. April | 2003 | |
| Luxemburg | 5. Januar | 2011 B | 5. April | 2011 | |
| Madagaskar | 15. September | 2006 | 14. Dezember | 2006 | |
| Malawi | 10. Januar | 2014 B | 10. April | 2014 | |
| Malediven | 25. Februar | 2014 B | 26. Mai | 2014 | |
| Mali | 29. April | 2002 B | 28. Juli | 2002 | |
| Malta | 20. November | 2001 B | 18. Februar | 2002 | |
| Marokko | 8. Januar | 2002 | 8. April | 2002 | |
| Marshallinseln | 29. November | 1994 B | 27. Februar | 1995 | |
| Mauretanien | 17. Januar | 2008 B | 16. April | 2008 | |
| Mauritius | 3. August | 2004 B | 1. November | 2004 | |
| Mexiko* | 13. Mai | 1994 B | 11. August | 1994 | |
| Mikronesien | 10. Februar | 2003 B | 11. Mai | 2003 | |
| Moldau* | 11. Oktober | 2005 B | 9. Januar | 2006 | |
| Monaco | 25. Januar | 2002 B | 25. April | 2002 | |
| Mongolei | 22. November | 2005 | 20. Februar | 2006 | |
| Montenegro | 3. Juni | 2006 N | 3. Juni | 2006 | |
| Mosambik* | 8. Januar | 2003 B | 8. April | 2003 | |
| Myanmar* | 19. September | 2003 B | 18. Dezember | 2003 | |
| Namibia | 20. Juli | 2004 B | 18. Oktober | 2004 | |
| Nauru | 11. August | 2005 B | 9. November | 2005 | |
| Neuseeland | 10. Juni | 1999 | 8. September | 1999 | |
| Nicaragua | 4. Juli | 2007 B | 2. Oktober | 2007 | |
| Niederlande | 5. März | 1992 | 3. Juni | 1992 | |
| Aruba | 15. Dezember | 2004 | 15. Dezember | 2004 | |
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 10. Oktober | 2010 | 10. Oktober | 2010 | |
| Niger | 30. August | 2006 B | 28. November | 2006 | |
| Nigeria | 24. Februar | 2004 | 24. Mai | 2004 | |
| Niue | 22. Juni | 2009 B | 20. September | 2009 | |
| Nordmazedonien | 7. August | 2007 B | 5. November | 2007 | |
| Norwegen | 18. April | 1991 | 1. März | 1992 | |
| Oman | 24. September | 1990 B | 1. März | 1992 | |
| Österreich | 28. Dezember | 1989 | 1. März | 1992 | |
| Pakistan | 20. September | 2000 B | 19. Dezember | 2000 | |
| Palau | 4. Dezember | 2001 B | 4. März | 2002 | |
| Panama | 3. Juli | 2002 B | 1. Oktober | 2002 | |
| Paraguay | 12. November | 2004 B | 10. Februar | 2005 | |
| Peru | 19. Juli | 2001 B | 17. Oktober | 2001 | |
| Philippinen | 6. Januar | 2004 | 5. April | 2004 | |
| Polen | 25. Juni | 1991 | 1. März | 1992 | |
| Portugal* | 5. Januar | 1996 B | 4. April | 1996 | |
| Rumänien | 2. Juni | 1993 B | 31. August | 1993 | |
| Russland* | 4. Mai | 2001 | 2. August | 2001 | |
| Samoa | 18. Mai | 2004 B | 16. August | 2004 | |
| San Marino | 15. Dezember | 2014 B | 15. März | 2015 | |
| São Tomé und Príncipe | 5. Mai | 2006 B | 3. August | 2006 | |
| Saudi-Arabien | 2. Februar | 2006 | 3. Mai | 2006 | |
| Schweden | 13. September | 1990 | 1. März | 1992 | |
| Schweiz* | 12. März | 1993 | 10. Juni | 1993 | |
| Senegal | 9. August | 2004 B | 7. November | 2004 | |
| Serbien | 10. Mai | 2004 B | 8. August | 2004 | |
| Seychellen | 24. Januar | 1989 | 1. März | 1992 | |
| Singapur | 3. Februar | 2004 B | 3. Mai | 2004 | |
| Slowakei | 8. Dezember | 2000 B | 8. März | 2001 | |
| Slowenien | 18. Juli | 2003 B | 16. Oktober | 2003 | |
| Spanien | 7. Juli | 1989 | 1. März | 1992 | |
| Sri Lanka | 4. September | 2000 B | 3. Dezember | 2000 | |
| St. Kitts und Nevis | 17. Januar | 2002 B | 17. April | 2002 | |
| St. Lucia | 20. Mai | 2004 B | 18. August | 2004 | |
| St. Vincent und die Grenadinen | 9. Oktober | 2001 B | 7. Januar | 2002 | |
| Südafrika | 8. Juli | 2005 B | 6. Oktober | 2005 | |
| Sudan | 22. Mai | 2000 B | 20. August | 2000 | |
| Syrien | 24. März | 2003 B | 22. Juni | 2003 | |
| Tadschikistan | 12. August | 2005 | 10. November | 2005 | |
| Tansania | 11. Mai | 2005 B | 9. August | 2005 | |
| Togo | 10. März | 2003 B | 8. Juni | 2003 | |
| Tonga | 6. Dezember | 2002 B | 6. März | 2003 | |
| Trinidad und Tobago | 27. Juli | 1989 B | 1. März | 1992 | |
| Tschechische Republik | 10. Dezember | 2004 B | 10. März | 2005 | |
| Tunesien* | 6. März | 1998 B | 4. Juni | 1998 | |
| Türkei* | 6. März | 1998 | 4. Juni | 1998 | |
| Turkmenistan | 8. Juni | 1999 B | 6. September | 1999 | |
| Tuvalu | 2. Dezember | 2005 B | 2. März | 2006 | |
| Uganda | 11. November | 2003 B | 9. Februar | 2004 | |
| Ukraine | 21. April | 1994 | 20. Juli | 1994 | |
| Ungarn | 9. November | 1989 | 1. März | 1992 | |
| Uruguay | 10. August | 2001 B | 8. November | 2001 | |
| Usbekistan | 25. September | 2000 B | 24. Dezember | 2000 | |
| Vanuatu | 18. Februar | 1999 B | 19. Mai | 1999 | |
| Vereinigte Arabische Emirate* | 15. September | 2005 B | 14. Dezember | 2005 | |
| Vereinigte Staaten | 6. Dezember | 1994 | 6. März | 1995 | |
| Vereinigtes Königreich* | 3. Mai | 1991 | 1. März | 1992 | |
| Insel Man | 8. Februar | 1999 | 7. Mai | 1999 | |
| Jersey | 17. Oktober | 2014 | 17. Oktober | 2014 | |
| Vietnam* | 12. Juli | 2002 B | 10. Oktober | 2002 | |
| Zypern | 2. Februar | 2000 B | 2. Mai | 2000 | |
| * Vorbehalte und Erklärungen. | |||||
| ** Einwendungen. | |||||
| Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme der Vorbehalte und Erklärungen der Schweiz. Die englischen Texte können auf der Internetseite der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (OMI): www.imo.org > Publications > Catalogue & Code Listings oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. | |||||
| Schweiz 23 Artikel 2bisDie Schweiz erklärt, dass Artikel 2bisdes SUA-Übereinkommens in der Fassung des Protokolls vom 14. Oktober 2005 nicht so auszulegen ist, als würden dadurch ansonsten rechtswidrige Handlungen entschuldigt oder rechtmässig oder als würde die strafrechtliche Verfolgung nach anderen Gesetzen verhindert. |
Art. 1 Abs. 1 Bst. a des BB vom 28. Sept. 1992 (AS 1993 1909). ↩
SR 0.120 ↩
SR 0.732.011 ↩
SR 0.515.03 ↩
SR 0.515.07 ↩
SR 0.515.08 ↩
Fassung gemäss Art. 4 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 4 Abs. 2 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Aufgehoben durch Art. 4 Abs. 3 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und mit Wirkung für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 4 Abs. 4 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 6 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 6 Abs. 2 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 6 Abs. 3 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 8 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 9 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 10 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 10 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 10 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 10 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 11 Abs. 1 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Art. 14 des Prot. vom 14. Okt. 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 2010 (AS 2010 33553353;BBl 2008 1153). ↩
SR 0.193.501 ↩
Art. 1 Abs. 3 des BRB vom 13. Juni 2008 (AS 2010 3353). ↩
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