721.111•Verordnung über Abgeltungen und Bewirtschaftungsbeiträge
721.111AbgeltungsverordnungVerordnung09.12.1992
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| Verordnung (Abgeltungsverordnung) 1 2 | über Abgeltungen und Bewirtschaftungsbeiträge |
|---|
(Vom 9. Dezember 1992)
Der Regierungsrat des Kantons Schwyz,³
gestützt auf § 23 Abs. 2 des Gesetzes über den Biotop- und Artenschutz sowie den ökologischen Ausgleich vom 24. September 1992 (Biotopschutzgesetz)⁴ und die Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 2013 (Direktzahlungsverordnung, DZV)⁵,
beschliesst:
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Beitragsberechnung für Streue- und Trockenstandorte
¹ Der Bewirtschaftungsbeitrag setzt sich aus einem Grundbeitrag und Bonusbeiträgen für zusätzlich erbrachte Leistungen zusammen. Gestützt auf die Nutzungsart, die Bewirtschaftungserschwernisse, die vereinbarten naturschützerischen Zusatzleistungen und die Zonen nach Landwirtschaftsrecht berechnet er sich wie folgt (Fr./Are/Jahr):
| Ackerbauzone; Übergangszonen | Hügel-zone | Bergzone 1 und 2 | Bergzone 3 und 4 | Sömmerungsgebiet | |
|---|---|---|---|---|---|
| a) Mähnutzung (ohne Weide) | -.-- | -.-- | -.-- | -.-- | 10.-- |
| b) Weidenutzung | -.-- | -.-- | -.-- | -.-- | 3.50 |
| c) Zuschlag Extensivwiese | 15.-- | 12.-- | 7.-- | 5.50 | -.-- |
| d) Zuschlag Streufläche | 20.-- | 17.-- | 12.-- | 9.50 | -.-- |
| e) Zuschlag Extensivweide | 4.50 | 4.50 | 4.50 | 4.50 | -.-- |
mindestens 4 Wochen 4.--
g) Erstellung und Unterhalt von Abzäunungen Richtpreise im Anhang
a) Naturräumliche Erschwernisse (Einzelsträucher, Bäume, Steine/Felsbrocken, Nässe, erschwerende Kleintopografie): leichte -.50 mittlere 1.-- grosse 2.-- sehr grosse 5.-- b) Maschinelle Erschliessung (Zufahrt mit Transporter): eingeschränkt 1.-- teilweise nicht möglich 2.-- nicht möglich 5.--
² Die Zuschläge gemäss Abs. 1 Ziff. 1 Bst. c, d und e werden für Flächen ausbezahlt, bei denen kein Anspruch auf Biodiversitätsbeiträge nach DZV besteht.
³ Als Voraussetzung für den Bewirtschaftungsbeitrag muss mindestens eine der folgenden naturschützerischen Zusatzleistungen vereinbart werden (ohne Anrechnung als Bonusbeitrag):
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¹ Für typische Elemente der traditionellen Kulturlandschaft können, sofern sie nicht innerhalb einer Fläche liegen, für welche bereits Beiträge gemäss § 4 ausgerichtet werden, wie folgt jährliche Pflegebeiträge ausgerichtet werden:
² Für Bäume können wie folgt jährliche Pflegebeiträge ausgerichtet werden:
³ Als Voraussetzung für den Pflegebeitrag müssen die Mindestanforderungen nach DZV und die vereinbarten naturschützerischen Zusatzleistungen eingehalten werden.
Das zuständige Departement erstellt für die einzelnen Gebiete ein nach Gemeinden und Parzellen geordnetes Verzeichnis, aus welchem folgende Informationen hervorgehen:
Die Höhe und Berechnung der Bewirtschaftungsbeiträge sind Gegenstand von verwaltungsrechtlichen Verträgen zwischen der Grundeigentümerin oder dem Grundeigentümer und der Bewirtschafterin oder dem Bewirtschafter einerseits sowie dem zuständigen Departement andererseits.
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Auszahlung
1 Die Abgeltungen und Bewirtschaftungsbeiträge werden jährlich Ende Dezember ausbezahlt. Die Auszahlung erfolgt direkt an die Beitragsberechtigten. 2 Die Auszahlung erfolgt gleichzeitig mit den Beiträgen nach DZV. Sie erfolgt auf Anweisung des zuständigen Departements.
Kumulative Auszahlung
Abgeltungen und Bewirtschaftungsbeiträge werden, soweit die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind, kumulativ ausgerichtet.
Rückzahlung
Zu Unrecht bezogene Abgeltungen und Beiträge sind zurückzuerstatten.
Kommunale Abgeltungen und Bewirtschaftungsbeiträge
1 Die Regelungen dieser Verordnung gelten nach § 19 des Biotopschutzgesetzes auch für Abgeltungen und Bewirtschaftungsbeiträge der Gemeinden. 2 Die kantonale Fachstelle für den Naturschutz kann auf Antrag der Gemeinde die jährlichen Auszahlungen durchführen. Sie veranlasst gestützt auf die Vereinbarungen der Gemeinde die Auszahlungen an die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, rechnet die Bundessubventionen ab und stellt der Gemeinde die Nettobeiträge gesamthaft in Rechnung. 3 Für die Administration der kommunalen Beitragszahlungen durch die Fachstelle Naturschutz gemäss § 11 Abs. 2 wird den Gemeinden ein Administrationszuschlag von 5% der an die Bewirtschaftenden geleisteten Abgeltungen und Bewirtschaftungsbeiträge in Rechnung gestellt.
Bundesbeiträge an Gemeinden und Dritte
1 Gemeinden sowie Organisationen und Privatpersonen haben ihre Gesuche für Bundesbeiträge an die kantonale Fachstelle Naturschutz zu richten. 2 Die jährlich wiederkehrenden Bundesbeiträge an die Pflege und Bewirtschaftung der kommunalen Schutzobjekte werden in der Programmvereinbarung zwischen Bund und Kanton festgelegt. Sie werden nach Massgabe der beitragspflichtigen Vertragsflächen anteilmässig an die Gemeinden weitergeleitet. 3 Die Bundesbeiträge für ausserordentliche, durch Gemeinden oder Dritte ausgeführte Schutz- und Pflegemassnahmen nach § 17 des Biotopschutzgesetzes werden in der Programmvereinbarung zwischen Bund und Kanton festgelegt. Sie werden vollumfänglich an die betreffende Gemeinde oder an die betreffende Organisation oder Privatperson weitergeleitet.
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Die neuen Ansätze nach §§ 4 f. gelten erstmals ab dem Bewirtschaftungsjahr 2014.
Auf das Verfahren finden die Vorschriften des Verwaltungsrechtspflegegesetzes¹⁹ Anwendung.
Für den Vollzug dieser Verordnung wird das Umweltdepartement als zuständig erklärt.
¹ Diese Verordnung wird im Amtsblatt veröffentlicht und in die Gesetzsammlung aufgenommen. ² Sie tritt mit der Veröffentlichung in Kraft.²¹ ³ Mit ihrem Inkrafttreten wird die Verordnung über Bewirtschaftungsbeiträge und Abgeltungen in Naturschutzgebieten vom 2. Juli 1985²² aufgehoben.
Einkommensausfälle bei der Extensivierung von landwirtschaftlichen Flächen in Schutzzonen:
| Zone | Bisherige Nutzung | Künftige Nutzung | Ertragseinbusse Fr./Are/Jahr |
|---|---|---|---|
| Talgebiet | |||
| Hügelzone | Ackerbau | Wiesen extensiv | 28.-- |
| Streuflächen | 36.-- | ||
| Wiesen intensiv | Wiesen extensiv | 24.-- | |
| Streuflächen | 32.-- | ||
| Wiesen wenig intensiv | Wiesen extensiv | 10.-- | |
| Streuflächen | 18.-- | ||
| Wiesen extensiv | Streuflächen | 7.-- | |
| Streuflächen | Nutzungsverzicht | 4.-- | |
| Bergzonen | |||
| 1 und 2 | Wiesen intensiv | Wiesen extensiv | 25.-- |
| Streuflächen | 36.-- | ||
| Wiesen wenig intensiv | Wiesen extensiv | 12.-- | |
| Streuflächen | 23.-- | ||
| Wiesen extensiv | Streuflächen | 10.-- | |
| Streuflächen | Nutzungsverzicht | 3.-- |
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| Bergzonen
| 3 und 4 | Wiesen intensiv | Wiesen extensiv | 21.-- |
|---|---|---|---|
| Streuflächen | 30.-- | ||
| Wiesen wenig intensiv | Wiesen extensiv | 9.-- | |
| Streuflächen | 18.-- | ||
| Wiesen extensiv | Streuflächen | 8.-- | |
| Streuflächen | Nutzungsverzicht | 2.-- | |
| Sömmerungsgebiet | Wiesen intensiv | Wiesen extensiv | 17.-- |
| Streuflächen | 24.-- | ||
| Wiesen wenig intensiv | Wiesen extensiv | 7.-- | |
| Streuflächen | 14.-- | ||
| Wiesen extensiv | Streuflächen | 3.-- | |
| Streuflächen | Nutzungsverzicht | 2.-- |
| Art der Abzäunung | Neuerstellung Fr./m' | Versetzen best. Zäune Fr./m' | Zaununterhalt Fr./m'/Jahr | | --- | --- | --- | --- | | Zweireihiger Drahtzaun mit Holzpfosten | 8.-- | 4.-- | 1.50 | | Einreihiger Drahtzaun mit Holzpfosten | 6.-- | 3.-- | 1.50 | | Einreihiger Elektrodrahtzaun mit Holzpfosten | 5.-- | 2.50 | 1.50 | | Einreihiger Elektrodrahtzaun mit Kunststoffpfosten | 2.50 | 1.-- | 1.-- | | Zweireihiger Lattenzaun mit Holzpfosten und Brettern | 10.-- | 7.-- | 2.-- |
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12 Fassung vom 30. Juni 2009. 13 Fassung vom 30. Juni 2009. 14 Abs. 1 in der Fassung vom 30. Juni 2009; Abs. 2 in der Fassung vom 13. Mai 2014. 15 Abs. 2 in der Fassung vom 30. Juni 2009; Abs. 1 in der Fassung vom und Abs. 3 neu eingefügt am 13. Mai 2014. 16 Neu eingefügt am 11. Dezember 2007; Abs. 3 in der Fassung vom 13. Mai 2014. 17 Fassung vom 13. Mai 2014; Abs. 2 aufgehoben am 30. Juni 2009. 18 Fassung vom 13. Mai 2014. 19 SRSZ 234.110. 20 Fassung vom 17. Juni 2008. 21 In Kraft getreten am 18. Dezember 1992; Änderungen vom 22. Februar 2000 am 3. März 2000 (Abl 2000 303), vom 4. Juni 2002 am 1. Januar 2002 (Abl 2002 956), vom 11. Dezember 2007 am 1. Januar 2008 (Abl 2007 2402), vom 17. Juni 2008 am 1. Juli 2008 (Abl 2008 1339), vom 30. Juni 2009 am 1. Juli 2009 (Abl 2009 1471), vom 17. Dezember 2013 am 1. Januar 2014 (Abl 2013 2974) und vom 13. Mai 2014 am 1. Juni 2014 (Abl 2014 1193) in Kraft getreten. 22 GS 17-550. 23 Neu eingefügt am 30. Juni 2009.
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"source": "ch-sz-recht",
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