412.106•Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
412.106Verordnung01.01.2022
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(vom 6. Oktober 2021)¹,²
Der Regierungsrat,
gestützt auf §§ 64 ff. des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG)⁵,
beschliesst:
¹ Diese Verordnung regelt den Vollzug der Bestimmungen des Volksschulgesetzes über die Kosten der Sonderschulung.
² Soweit der Vollzug dem Kanton obliegt, wird er vom Volksschulamt (Amt) wahrgenommen.
³ Verfügungen des Amtes werden schriftlich eröffnet. Mit dem Einverständnis der Verfügungsadressatin oder des Verfügungsadressaten können sie elektronisch über ein Webportal eröffnet werden. Elektronisch eröffnete Verfügungen des Amtes bedürfen keiner Unterschrift.
⁴ Die elektronische eröffnete Verfügung wird der Verfügungsadressatin oder dem Verfügungsadressaten im Webportal zum Abruf bereitgestellt. Das Webportal quittiert den Zeitpunkt des erstmaligen Abrufs.
⁵ Die elektronisch eröffnete Verfügung gilt im quittierten Zeitpunkt als fristauslösend mitgeteilt, spätestens jedoch am siebten Tag nach der Bereitstellung der Verfügung im Webportal.
¹ Das Amt entscheidet über die Leistungsabgeltung der Sonderschulung unabhängig von ihrer Höhe.
² Die für das Bildungswesen zuständige Direktion des Regierungsrates (Direktion) entscheidet über die Ausrichtung von Kostenanteilen für Bauvorhaben und Anschaffungen nach § 65 d VSG unabhängig von ihrer Höhe.
¹ Das Amt schliesst mit den Trägerschaften der Sonderschulen in der Regel auf zwei Jahre befristete Leistungsvereinbarungen gemäss § 65 b VSG ab.
² Für die Geltungsdauer der Leistungsvereinbarung gilt die Sonderschule als beitragsberechtigt.
Ausgabenkompetenz
Leistungsvereinbarung und Beitragsberechtigung
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Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
Grundsätze a. Allgemeines
¹ Das Amt richtet als Kostenanteil an die Sonderschulen gemäss § 65 VSG folgende Pauschalen aus:
² Kommunale Sonderschulen werden für die pauschale Leistungsabgeltung als Eigenwirtschaftsbetriebe gemäss § 88 des Gemeindegesetzes vom 20. April 2015³ geführt.
b. Anforderungen an die Auslastung der Sonderschulen
¹ Die Anforderungen an die Auslastung der Sonderschulen richten sich nach qualitativen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Grundlage bilden die den Sonderschulen in der Leistungsvereinbarung zugeteilten Plätze.
² Für die Festlegung der Pauschale wird die Auslastung jährlich berechnet.
³ Eine Auslastung über die einer Sonderschule zugeteilten Plätze hinaus ist in begründeten Fällen möglich. Sie muss vom Amt genehmigt werden.
c. Festlegung der Pauschalen für Personal-, Sach- und Immobilienkosten
¹ Für vergleichbare Leistungen legt das Amt auf der Grundlage der berechneten durchschnittlichen Personal- und Sachkosten eine einheitliche Pauschale fest. Vergleichbar sind insbesondere die Leistungen der Sonderschultypen A und C gemäss § 21 der Verordnung über die sonderpädagogischen Massnahmen vom 11. Juli 2007 (VSM)⁶.
² Für nicht vergleichbare Leistungen legt das Amt die Pauschale für die Personal- und Sachkosten aufgrund von Erfahrungswerten, des Stellenbedarfs und der Budgetzahlen fest. Nicht vergleichbar sind insbesondere die Leistungen der Sonderschulen des Typs B.
³ Für die Immobilienkosten legt das Amt auf der Grundlage von Erfahrungswerten, der Budgetzahlen und des Investitionsplans einrichtungsbezogene Pauschalen für die Laufzeit der Leistungsvereinbarung fest.
⁴ Die Pauschalen für die Personal- und Sachkosten werden jährlich der Teuerung gemäss Beschluss des Regierungsrates über die Teuerungszulage für das Staatspersonal angepasst, wenn die aufgelaufene Teuerung mindestens 1% beträgt.
Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo) 412.106
¹ Die anrechenbaren Kosten gemäss § 65 Abs. 4 lit. a VSG umfassen die für die Leistungserbringung notwendigen und im Rahmen einer zweckmässigen und wirtschaftlichen Betriebsführung anfallenden Personal-, Sach- und Immobilienkosten.
² Von den anrechenbaren Kosten werden Erträge Dritter abgezogen.
³ Nicht als Erlös anrechenbar sind Spenden.
¹ Die anrechenbaren Personalkosten umfassen den für die Leistungserbringung notwendigen Lohnaufwand der Lehr- und Fachpersonen sowie des weiteren Personals einschliesslich Sozialleistungen und Personalnebenaufwand.
² Anrechenbar sind die Personalkosten, soweit die Entlöhnung des Personals sinngemäss die Löhne gemäss Lehrpersonalverordnung vom 19. Juli 2000⁷ und Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999⁴ nicht überschreitet.
a. die für den Betrieb notwendigen Unterhaltskosten für mobile Sachanlagen und die entsprechenden Abschreibungen,
b. weitere Betriebskosten, die weder zu den Personal- noch zu den Immobilienkosten gehören.
² Die Abschreibungen auf mobilen Sachanlagen richten sich nach der IVSE-Richtlinie zur Leistungsabgeltung und zur Kostenrechnung vom 1. Dezember 2005 (IVSE-Richtlinie LAKORE¹) und bei öffentlich-rechtlichen Sonderschulen nach den Vorschriften der Gemeinde.
¹ Die Immobilienkosten umfassen Abschreibungen, Kapital- und Mietzinsen sowie Reparaturen und Unterhalt.
² Das Amt legt diese auf der Grundlage der letzten geprüften Berichterstattung, des von der Sonderschule einzureichenden Budgets und des Investitionsplans fest.
³ Die beitragsberechtigten Abschreibungen richten sich nach den Vorgaben gemäss IVSE-Richtlinie LAKORE und bei öffentlich-rechtlichen Sonderschulen nach den Vorschriften der Gemeinde.
⁴ Von den beitragsberechtigten Kosten abgezogen werden
a. Abschreibungen und Zinsen auf Kostenanteilen für Bauvorhaben und Anschaffungen gemäss § 65 d VSG,
b. nicht anerkannte Kosten für Bauvorhaben.
Für die Festlegung der Pauschalen massgebende Kosten und Erlöse
a. Grundsatz
b. Personalkosten
c. Sachkosten
d. Immobilienkosten
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Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
Bauvorhaben und Anschaffungen
a. Genehmigung
¹ Bauvorhaben und Anschaffungen von Sonderschulen ab Fr. 100 000 sind genehmigungspflichtig.
² Das Amt erteilt der Trägerschaft die Genehmigung für ein Bauvorhaben, wenn dieses
³ Von den Raumflächenvorgaben gemäss Anhang 1 kann in begründeten Fällen abgewichen werden.
⁴ Betrifft ein Gesuch gleichzeitig eine Sonderschulung nach § 36 Abs. 1 lit. b VSG und ein Angebot der Heimpflege nach § 9 des Kinder- und Jugendheimgesetzes vom 27. November 2017 (KJG)⁸, entscheidet das Amt, wenn der kostenmäßig höhere Anteil in seinen Zuständigkeitsbereich fällt.
b. Ablauf
¹ Die Sonderschulen legen dem Amt bei Bauvorhaben den grundsätzlichen Bedarf und den Raumbedarf zur Genehmigung vor. Folgende Phasen eines Bauvorhabens sind zu genehmigen:
² Bei Instandsetzungs- oder Erneuerungsvorhaben ohne räumliche Veränderungen oder Umnutzungen kann das Amt auf Gesuch der Trägerschaft auf die Genehmigung des grundsätzlichen Bedarfs, des Raumbedarfs und des Vorprojekts verzichten.
³ Das Hochbauamt berät das Amt und die Sonderschulen und nimmt in den einzelnen Phasen Stellung zu den Gesuchen.
c. Gesuch
¹ Bei Bauvorhaben ist das Gesuch um Genehmigung des Projekts spätestens sechs Monate vor Baubeginn einzureichen. Mit dem Bau darf erst nach der Projektgenehmigung begonnen werden.
² Für Projektänderungen während der Ausführung ist das Gesuch vor Beginn der entsprechenden Arbeiten einzureichen. Mit diesen darf erst nach Vorliegen der Genehmigung begonnen werden.
³ Wird ein Bauvorhaben in Etappen ausgeführt, ist ein Gesuch um Genehmigung des Gesamtprojekts zu stellen.
Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo) 412.106
4 In dringlichen Fällen kann die Frist gemäss Abs. 1 verkürzt oder der vorzeitige Beginn der Arbeiten erlaubt werden.
5 Gesuche um Genehmigung von Anschaffungen sind in der Regel spätestens drei Monate im Voraus zu stellen.
Gesuche sind dem Amt schriftlich mit dem amtlichen Formular oder elektronisch über das Webportal einzureichen.
d. Einreichung des Gesuchs
¹ Das Hochbauamt berechnet die anrechenbaren Kosten des Bauvorhabens auf der Grundlage des genehmigten Raumprogramms gestützt auf den Baukostenplan der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung² gemäss Anhang 2.
e. anrechenbare Kosten
² Anrechenbar sind die Kosten für einen zweckmässigen, dauerhaften und nachhaltigen Ausbau- und Installationsstandard.
³ Nicht anrechenbar sind insbesondere Kosten für Baumassnahmen, die zurückzuführen sind auf
⁴ Werden Bauten und Anschaffungen nicht ausschliesslich von Sonderschülerinnen und Sonderschülern gemäss Volksschulgesetz genutzt, rechnet das Amt die Kosten anteilmäßig im Verhältnis zur Nutzung an.
¹ Das Amt entrichtet die Pauschalen für die Immobilienkosten jährlich.
² Es entrichtet die Pauschalen für die Personal- und Sachkosten für diejenigen Monate, in denen ein Platz durch eine Schülerin oder einen Schüler belegt ist, deren oder dessen Eltern Wohnsitz im Kanton haben.
³ Für Plätze, die aufgrund eines ausserordentlichen Weggangs oder Wechsels einer Schülerin oder eines Schülers in eine andere Schule nicht belegt sind, entrichtet das Amt die Pauschale für längstens drei Monate.
⁴ Die Abrechnung für Platzierungen von Schülerinnen und Schülern mit ausserkantonalem Wohnsitz erfolgt bei einem ausserordentlichen Weggang per Austrittstag.
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Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
Vollkostentaxe für Platzierungen von Sonderschülerinnen und Sonderschülern mit ausserkantonalem Wohnsitz
Folgen der Über- oder Unterdeckung
Für Sonderschülerinnen und Sonderschüler mit ausserkantonalem Wohnsitz legt das Amt gemäss IVSE-Richtlinie LAKORE eine Vollkostentaxe fest.
¹ Erzielt die Sonderschule einen Überschuss, ist dieser dem Schwankungsfonds, bei kommunalen Sonderschulen dem Spezialfinanzierungskonto zuzuweisen.
² Erreichen der Schwankungsfonds oder das Spezialfinanzierungskonto 10% der höchstens möglichen jährlichen Leistungsabgeltung ohne Berücksichtigung der Immobilienkosten, müssen weitere Überschüsse vollumfänglich dem Kanton zurückerstattet werden.
³ Die Sonderschule informiert das Amt unverzüglich, wenn der Schwankungsfonds oder das Spezialfinanzierungskonto nicht zum Ausgleich einer Unterdeckung ausreicht. In Absprache mit dem Amt kann ein vorübergehend negativer Saldo vorgetragen werden, wenn die Erhaltung des Angebots nicht gefährdet ist und ein Massnahmenplan erarbeitet wird.
⁴ Ist die Erhaltung eines Angebots gefährdet und weiterhin notwendig, kann das Amt in Ausnahmefällen eine zeitlich begrenzte Leistungsabgeltung nach anrechenbaren Kosten anordnen. Die Leistungsvereinbarung regelt damit verbundene Auflagen, insbesondere die Einreichung eines Budgets, eine umfassendere Prüfung und unterstützende Beratung.
Abrechnung und Berichterstattung
a. Teil- und Schlusszahlungen
¹ Das Amt leistet Teilzahlungen an die voraussichtlichen Sonderschulkosten im Umfang von 50% per Ende Januar und 30% per Ende Juli des laufenden Jahres. Grundlage bilden die in der Leistungsvereinbarung festgelegten Beträge.
² Die Schlusszahlung erfolgt im Folgejahr aufgrund der Berichterstattung und nach deren Prüfung durch das Amt.
b. Kostenrechnung und Berichterstattung
¹ Die Trägerschaft führt für jede von ihr betriebene Sonderschule eine transparente Kostenrechnung, die nach Angeboten und gemäss Leistungsvereinbarung getrennt ist. Die Kostenrechnung richtet sich nach der IVSE-Richtlinie LAKORE.
Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo) 412.106
² Die Sonderschulen erstatten dem Amt jährlich Bericht. Die Berichterstattung erfolgt bis zum 30. April des Folgejahres und umfasst insbesondere
³ Das Amt kann bei Bedarf Einsicht in weitere Unterlagen verlangen.
¹ Die Direktion kann für Bauvorhaben und Anschaffungen ausnahmsweise Kostenanteile gemäss § 65 d VSG ausrichten, wenn die Finanzierung nachweislich nicht anderweitig gewährleistet werden kann. Für die Gesuchstellung, die Genehmigung und die anrechenbaren Kosten gelten §§ 11–15 sinngemäss.
² Sie ist in diesen Fällen zuständig für die Genehmigung der Phasen gemäss § 12 Abs. 1 lit. d und e.
¹ Das Amt ermittelt den Gemeindeanteil gemäss § 64 a VSG pro Sonderschülerin und Sonderschüler in den vom Amt gemäss § 21 VSM bewilligten Sonderschulen.
² Für die Berechnung des Gemeindeanteils massgebend sind
³ Das Amt stellt den Gemeinden den ermittelten Gemeindeanteil bis 30. November des Folgejahres in Rechnung.
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Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
4 Sind Primar- und Sekundarschulgemeinden getrennt, trägt die Sekundarschulgemeinde die Kosten der Sonderschulung ab dem Übertritt an die Sekundarstufe, wenn die Sonderschule zwischen Primar- und Sekundarstufe unterscheidet. In den übrigen Fällen trägt sie die Kosten ab dem neunten Schuljahr.
5 Bei Eltern mit gemeinsamer elterlicher Sorge und getrenntem zivilrechtlichem Wohnsitz trägt die Wohngemeinde desjenigen Elternteils den Gemeindeanteil, bei dem die Schülerin oder der Schüler wohnt bzw. wohnen würde.
6 Bei Unklarheiten über die Zuständigkeit bestimmt das Amt die kostenpflichtige Gemeinde.
Erhebung von Beiträgen der Eltern an die auswärtige Verpflegung
¹ Die Wohngemeinde kann von den Eltern einen angemessenen Beitrag für die auswärtige Verpflegung in einer Sonderschule erheben. Das Amt legt die Höchstansätze fest.
² Bei Sonderschulung in Verbindung mit Heimpflege gemäss § 9 KJG wird der Verpflegungsbeitrag nach KJG erhoben.
Gemeindeanteil ISR
Die Wohngemeinde der Eltern übernimmt die Kosten der ISR pro Schülerin und Schüler bis höchstens Fr. 45 000 pro Schuljahr.
Kantonsanteil ISR
Überschreiten die ISR-Kosten den Betrag von Fr. 45 000, übernimmt das Amt die darüberliegenden Kosten pro Schuljahr bis zu folgenden Obergrenzen:
Gesuch und Auszahlung
¹ Die Wohngemeinde der Eltern reicht dem Amt das Gesuch um Ausrichtung des Kostenanteils nach § 25 für das vergangene Schuljahr bis 31. August ein.
² Sie legt dem Gesuch die Abrechnung der Kosten bei.
³ Das Amt kann bei Bedarf weitere Unterlagen verlangen.
⁴ Die Auszahlung erfolgt bis zum 30. November.
Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo) 412.106
¹ Subventionen gemäss § 65 c VSG können ausgerichtet werden, wenn ein Projekt bedarfsgerecht und wirtschaftlich ausgestaltet ist.
Voraussetzungen
² Keine Subventionen werden insbesondere gewährt für
¹ Sonderschulen oder Regelschulen im Bereich der integrierten Sonderschulung können ein Gesuch um Ausrichtung von Subventionen mit dem amtlichen Formular oder elektronisch über das Webportal stellen. Es muss dem Amt mindestens sechs Monate vor Projektbeginn eingereicht werden.
Gesuch
² Dem Gesuch ist eine Projektbeschreibung mit einem Finanzierungskonzept beizulegen.
¹ Das Amt veröffentlicht den Entscheid über die Ausrichtung der Subvention auf seiner Webseite.
Entscheid und Abrechnung
² Projektänderungen nach dem Subventionsentscheid sind bewilligungspflichtig.
³ Der mit dem Subventionsentscheid festgelegte Betrag kann auf Gesuch hin erhöht werden, wenn ausgewiesene Mehrkosten zurückzuführen sind auf
⁴ Nach Abschluss der Projektausführung reicht die Subventionsempfängerin oder der Subventionsempfänger dem Amt einen Abschlussbericht und eine Projektabrechnung ein. Das Amt veröffentlicht den Abschlussbericht auf seiner Webseite.
¹ Werden die Leistungen einer Sonderschule gestützt auf diese Verordnung mit einer einheitlichen Pauschale abgegolten, kann das Amt der Sonderschule auf Antrag während vier Jahren ab Inkrafttreten dieser Verordnung eine einrichtungsbezogene Pauschale ausrichten.
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Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
2 Bereits unter bisherigem Recht mit Pauschalen abgegoltene Sonderschulen können während vier Jahren ab Inkrafttreten eine Erhöhung der Platzpauschale für Personal- und Sachkosten um 5% beantragen, sofern der Schwankungsfonds unter der in § 18 Abs. 2 vorgesehenen Höchstgrenze liegt.
1 OS 76.573: Begründung siehe ABI 2021-10-29. 2 Inkrafttreten: 1. Januar 2022. 3 LS 131.1. 4 LS 177.111. 5 LS 412.100. 6 LS 412.103. 7 LS 412.311. 8 LS 852.2.
Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo) 412.106
| Pos. | Raumbezeichnung | m² |
|---|---|---|
| 1.1 | Unterrichtsraum (alle Stufen) | 50 |
| 1.2 | Allgemeiner Werkraum | 50 |
| 1.3 | Werkraum für Holz-/Metallarbeiten | 50 |
| 1.4 | Materialraum pro Werkraum | 15 |
| 1.5 | Schulküche | 50 |
| 1.6 | Bibliothek | 6 pro Klasse |
| 1.7 | Schulmaterialraum | 5 pro Klasse |
| 1.8 | WC-Anlagen | nach Bedarf, in Kombination mit Pos. 5.4 |
| 1.9 | Abstellraum | 8 |
| 1.10 | Putzraum | 6 |
| 1.11 | Pausenfläche aussen | 2 pro Schülerin und Schüler |
| 1.12 | Pausen- und Spielplatz | 5 pro Schülerin und Schüler in Kombination mit Pos. 2.8 und 9.1 |
| 1.13 | Schulgarten | nach Bedarf |
| Pos. | Sportart | m² |
|---|---|---|
| 2.1 | Turnraum | 180 |
| 2.2 | Geräteraum | 35 |
| 2.3 | Garderoben/Duschen | 40 |
| 2.4 | WC-Anlagen | nach Bedarf |
Pos. Raumbezeichnung m² 2.5 Turnlehrpersonen/Sanität 12 2.6 Putzraum 6 2.7 Aussengeräteraum nach Bedarf 2.8 Aussensportanlage nach Bedarf, in Kombination mit Pos. 1.12 und 9.1 2.9 Spielwiese 40×26 m
3.1 Betreuung/Aufenthalt 7 pro Schülerin und Schüler in Kombination mit Pos. 3.2 3.2 Essraum 2,5 pro Schülerin und Schüler in Kombination mit Pos. 3.1 3.3 Garderobe, WC-Anlage und Zahnreinigung nach Bedarf 3.4 Ruheraum 3,5 pro Schülerin und Schüler 3.5 Betriebsküche 1,5 pro Schülerin und Schüler in Kombination mit Pos. 6.3 3.6 Nebenräume zu Küche 1,5 pro Schülerin und Schüler 3.7 Abstellraum 50 3.8 Technische Räume nach Bedarf 3.9 WC-Anlagen nach Bedarf 3.10 Putzraum 6 3.11 Anlieferung/Abstellplatz nach Bedarf
Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo) 412.106
Pos. Raumbezeichnung m² 4.1 Büro Schulleitung 22 4.2 Zimmer für Lehrpersonen/Bibliothek/ Sammlung/Vorbereitung 12 pro Klasse 4.3 Sitzungszimmer 25 in Kombination mit Pos. 4.1 und 7.1 4.4 Nebenraum 12 4.5 Archiv 20 4.6 WC-Anlagen nach Bedarf
5.1 Einzeltherapieraum 18 5.2 Gruppentherapieraum 60 5.3 Materialraum 20 5.4 WC-Anlagen nach Bedarf 5.5 Putzraum 6 5.6 Administration/Besprechung 16 5.7 Wartebereich nach Bedarf
6.1 Haupteingang nach Bedarf 6.2 Eingangshalle nach Bedarf 6.3 Mehrzweckraum 2 pro Schülerin und Schüler 6.4 Stuhlmagazin/Abstellraum 20 6.5 WC-Anlagen nach Bedarf in Kombination mit Pos. 7.3 6.6 Putzraum 6 in Kombination mit Pos. 7.4
1.1.22-115
412.106 Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
Pos. Raumbezeichnung m² 7.1 Büros 1,5 pro Arbeitsplatz 7.2 Archiv 20 7.3 WC-Anlagen nach Bedarf in Kombination mit Pos. 6.5 7.4 Putzraum 6 in Kombination mit Pos. 6.6
8.1 Garderoben 1 pro Arbeitsplatz 8.2 Aufenthalts- und Pausenraum 2 pro Arbeitsplatz 8.3 WC-Anlagen und Duschen nach Bedarf
9.1 Gartensitzplatz nach Bedarf in Kombination mit Pos. 1.12 9.2 Unterstand nach Bedarf 9.3 Garage nach Bedarf 9.4 Parkplätze nach Bedarf
Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo) 412.106
BKP 0 Grundstück Die Kosten sind gemäss dem tatsächlichen Aufwand anrechenbar. Der Grundstücks- bzw. Baurechtserwerb, BKP 011 bzw. 012, ist beschränkt auf die unmittelbar für den Bau benötigte Fläche mit angemessenem Umschwung. Beiträge für Land, das sich bereits im Besitz der Trägerschaft befindet, sind ausgeschlossen.
BKP 1 Vorbereitungsarbeiten Die Kosten sind gemäss dem tatsächlichen Aufwand anrechenbar.
BKP 2 Gebäude Für Neu- und Umbauten sowie umfassende Instandsetzungen erfolgt die Festlegung der pauschal anrechenbaren Baukosten durch die Multiplizierung der anrechenbaren Geschossfläche (GF) nach Norm SIA 416 mit dem aktuellen Kostenkennwert aus dem Zürcher Index der Wohnbaupreise (Fr. einschliesslich MWSt BKP 2 pro m² GF SIA 416). Bei Umbauten und Instandsetzungen wird die Pauschale mit einem Korrekturfaktor entsprechend der Eingriffstiefe angepasst. Bei Baumassnahmen, die nur einzelne Arbeitsgattungen umfassen und bei denen eine Festlegung über Flächenpauschalen nicht sinnvoll ist (z.B. Fassadeninstandsetzungen, Erneuerung der Sanitär-
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Verordnung über die Finanzierung der Sonderschulung (VFiSo)
räume, Heizungsersatz), sind die Kosten gemäss dem tatsächlichen Aufwand anrechenbar.
BKP 3 Betriebseinrichtung Es werden alle über einen normalen Wohn- bzw. Bürohausstandard hinausgehenden Einrichtungen erfasst. Das sind z.B. Gastro-küchen, Lingerien, Therapiebäder, Labore. Die Kosten sind gemäss dem tatsächlichen Aufwand anrechenbar.
BKP 4 Umgebung Die Kosten sind gemäss dem tatsächlichen Aufwand anrechenbar.
BKP 5 Baunebenkosten Die Kosten sind gemäss dem tatsächlichen Aufwand anrechenbar. Die MWSt-Beträge sind in den jeweiligen Positionen, bei denen sie anfallen, zu verbuchen und abzurechnen. Rückstellungen und Reserven sind in der Position 58 zu verbuchen.
BKP 6, 7 und 8 Reservepositionen Diese Hauptgruppen sind nicht zu verwenden.
BKP 9 Ausstattung Die Kosten sind gemäss dem tatsächlichen Aufwand anrechenbar.
Sanierung Altlasten gemäss BKP 018 Vermittlungsprovisionen gemäss BKP 025 Abfindungen, Servitude und Beiträge gemäss BKP 03 Finanzierung vor Baubeginn gemäss BKP 04 Eigenkapitalzinsen gemäss BKP 545 Liegenschaftssteuer während der Bauzeit gemäss BKP 546 Betriebsplanung gemäss BKP 557 Reisespesen gemäss BKP 565 Grundsteinlegung, Aufrichte und Einweihung gemäss BKP 566 Baureklame gemäss BKP 568 Mehrwertsteuer gemäss BKP 57 Rückstellungen und Reserven gemäss BKP 58 Übergangskonten für Honorare gemäss BKP 59