faire soigner a Geneve, suffisait, puisque son indigence
etait constatee, a creer I'obligation pour le Canton de
Geneve de subvenir, temporairement tout au moins, aux
frais de son traitement.
TI est vrai que le Canton de Geneve conteste que Gmtz
soit indigent. TI pretend fonder cette opinion sur le fait
que le Canton de Berne reconnait dans sa demande que
Gmtz gagnait 100 fr. par mois en sus de son logement
et de sa nourriture. Mais a tort. En rappelant les conditions
dans lesquelles Gmtz travailln.it a Geneve, le Canton de
Berne entendait simplement relever qu'une fois gu6ri
Gmtz
pourrait reprendre son activit6 et ne remplissait
donc
pas les conditions qui eussent permis au Canton de
Geneve de rexpulser, ce qui ne veut pas dire qu'il n'avait
pas besoin d'etre secouru. Aussi bien les autorites gene-
voises
l' ont-elles implicitement considere comme indigent,
puisqu'elles lui
ont offert de payer les frais de son transport
a Beme.
Le fait enfin que le Canton de Beme s'est adresse a
l'employeur de Gmtz pour obtenir le remboursement des
frais
du traitement de son employe est une simple mesure
de precaution qui ne saurait modifier les obligations que
la Constitution f6d6rale pouvait imposer au Canton de
Geneve.
L'accord
du 7 juin 1934 n'etant plus en vigueur depuis
le 1
er janvier 1936, les arguments que le Canton de
Geneve pretendait en tirer ne pr6sentent evidemment
aucun inreret en l'occurrence.
Le Tribunal federal p1"OO()'fI,Ce :
Le Canton da Geneve remboursera au Canton de Berne
!es frais du traitement d'Alfred Gmtz.
Organisation der Bundesrechtspfiege. No 11. 69
IX. ORGANISATION DER BUNDESRECHTSPFLEGE
ORGANISATION JUDICIAIRE FEDERALE
11. Auszug aus dem Urteß vom 9. Februar 1940
i. S. Protekta gegen St. Gallen.
Frist zur Erhebung der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 178
Ziff. 3 OG) : Sie beginnt für die Anfechtung allgemein verbind-
licher Erlasse mit der amtlichen Bekanntmachung des Erlasses
oder des Ergebnisses der Abstimmung über ihn, nicht erst mit
der Vo1lziehbarkeit, selbst wenn der Erlass den Beginn seiner
Anwendbarkeit hinausschiebt.
Delai pour former le recours de droit public (art. 178 ch. 3 OJ) :
S'agissant de decisions d'une portee gen6rale, le delai court
des 1110 publieation officielle de 1110 decision elle-meme ou du resul-
tat de 1110 votation y relative et non pas des l'entree en vigueur,
alors meme que 1110 decision litigieuse prevoit, pour son entree
en vigueur, une date posterieure a 1110 publication.
Termine per inoltrare rieorso di diritto pubbIieo (art. 178 cifra 3
OGF) : Trattandosi di decreti di earattere obbligat )rio generale,
il termine decorre dalla pubblicazione offieiale deI decreto 0
deI risultato della relativa votazione e non dall'entrata in
vigore, anehe se il deereto stabilisee ehe entrera in vigore ad
una data posteriore alls sua pubblicazione.
Mit dem 1. Januar 1940 gelangt im Kanton St. Gallen
das Gesetz
über die Zivilrechtspflege vom 7. Februar 1939
zur Anwendung. Die Protekta Prozesskostenversicherung
A. G.
in Bem hat gegen eine die Einschränkung der freien
Anwaltswahl
durch Rechtsschutzversicherungen betref-
fende Bestimmung dieses Gesetzes wegen Verstosses
gegen
Art. 4 und 31 BV am 26. Januar 1940 staats-
rechtliche Beschwerde erhoben. In Bezug auf die Wahrung
der Beschwerdefrist wird geltend gemacht, das genannte
Gesetz sei
am 1. Januar 1940 in Wirksamkeit getreten
sodass die Beschwerde innert 30 Tagen seit der Inkraft-
setzung des Erlasses und damit rechtzeitig erhoben wor-
den sei.
Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht einge-
treten
aus folgenden Gründen:
Nach Art. 178 Ziff. 3 OG beträgt die Frist zur staats-
rechtlichen Beschwerde an das Bundesgericht 30 Tage von
der Eröffnung oder Mitteilung der angefochtenen Verfü-
gung oder des angefochtenen Erlasses an. Massgebend ist
danach zwar nicht schon die Tatsache der Annahme eines
Gesetzes oder einer Verordnung durch Abstimmung des
zuständigen
Staatsorgans oder des Erlasses einer bestimm-
ten Einzelverfügung. Vielmehr muss eine auf die Eröffnung,
Kundmachung an die Beteiligten gerichtete und dazu
geeignete amtliche Handlung hinzutreten. Sie liegt bei all-
gemein verbindlichen
Erlassen (Gesetzen, Verordnungen),
wo eine individuelle Mitteilung
an alle dadurch (möglicher-
weise) Betroffenen
der Natur der Sache nach nicht in
Betracht kommt, in der verbindlichen amtlichen allgemei-
nen Bekanntmachung des angenommenen Erlasses oder
doch des
Ergebnisses der Abstimmung über diesen. Ge-
schieht die
Bekanntmachung durch ein amtliches Blatt,
so kommt es ferner nicht auf die Bekanntmachungshand-
lung als solche an, sondern auf die Möglichkeit der Kennt-
nisnahme davon, also nicht auf das Datum der betreffenden
Nummer des Blattes, sondern auf den Zeitpunkt, wo sie
wii:klich ausgegeben wurde und nach dem ordentlichen
Laufe der Dinge zur Verteilung kam (BGE 7 S. 711 Erw. 1 ;
13 S. 123 Erw. 4 ; 15 S. 184 Erw. 1 ; GIACOMETTI S. 194).
Von diesem Tage an läuft aber alsdann auch die Frist zur
staatsrechtlichen Beschwerde und nicht erst von demjeni-
gen, wo
der Erlass vollziehbar wurde (in diesem Sinne
in Kraft trat ). Dies ist denn auch bisher in den zahl-
reichen
Fällen nicht bezweifelt worden, wo der im Gesetz
nicht bestimmte Zeitpunkt seines Inkrafttretens von der
Vollziehungsbehörde im Bekanntmachungsbeschluss auf
einen von diesem verschiedenen, späteren Tag festgesetzt
worden war,
und kann nach dem klaren Wortlaut des OG
nicht zweifelhaft sein. Es muss aber auch dann gelten,
wenn der Erlass selbst den Beginn seiner Anwendbarkeit
Organisation der Bundesrechtspflege. N0 11.
(Vollziehbarkeit) derart hinausschiebt, wie es häufig bei
grösseren Gesetzesvorlagen geschieht, deren Durchführung
besondere Vorbereitungsmassnahmen erfordert (Steuer-,
Justizgesetze usw.). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung
fordert deshalb auch für die Beschwerdelegitimation gegen-
über allgemein verbindlichen Erlassen keinen aktuellen
Eingriff in die persönliche Rechtsstellung des Beschwerde-
führers, seine rechtlich geschützten Interessen, sondern
lässt es genügen, dass ein solcher Eingriff info1ge der als
verfassungswidrig bezeichneten kantonalen Norm künftig
einmal eintreten kann (BGE 48 I 265 Erw. 1 ; 594 Erw. 1 ;
55 I
110 Erw. 2). Die Interessen desjenigen, der erst nach
dem von der Bekanntmachung verschiedenen späteren
Termin der Vollziehbarkeit eines Erlasses wahrnimmt,
dass dieser seine Rechtsstellung beeinträchtigt, sind da-
durch hinlänglich gewahrt, dass die Verfassungswidrigkeit
kantonaler allgemein verbindlicher Normen nach fest-
stehender Rechtssprechung
nicht nur im Anschluss an
ihren Erlass geltend gemacht werden kann, sondern auch
noch bei der Anwendung im einzelnen Falle durch Be-
schwerde des
durch die Anwendungsverfügung Betrof-
fenen gegen diese,
mit der Folge, dass gegebenenfalls zwar
nicht der Erlass als solcher aufzuheben ist, aber jene Ein-
zelverfügung.
Im vorliegenden Falle ist das angefochtene kantonale
Gesetz (über die Zivilrechtspflege), nach der Annahme
durch den Grossen Rat in der Sitzung vom 7. Februar
1939, am. 17. Februar 1939 im kantonalen Amtsblatt
bekanntgemacht worden mit der Eröffnung, dass die Re-
ferendumsfrist bis zum 19. März 1939 laufe. Durch Be-
schluss
vom 24. März 1939 hat der Regierungsrat festge-
stellt,
dass es infoJge unbenützten Ablaufs dieser Frist
in Kraft getreten (richtig: zustandegekommen) sei und
hat diesen Beschluss wiederum im Amtsblatt vom 31. März
1939 (S. 479) bekanntgemacht. In der Folge ist der ganze
Erlass auch noch in die kantonale Gesetzessammlung N.F.
Bd. 16 S. 397-517 aufgenommen worden. Nach der bezüg-
Staatsrecht,
lichen Anzeige im Amtsblatt vom 5. Mai 1939 (8. 611) sind
die betreffenden Bogen der Gesetzessammlung Anfang Mai
an die Amtsstellen und Postabonnenten versendet worden.
Die
Rekurrentin behauptet denn auch nicht, dass die Be-
schwerde
innert 30 Tagen seit irgend einer auf die amtliche
Bekanntmachung des Gesetzes gerichteten Handlung er-
hoben werde ; vielmehr
nimmt sie irrtümlich an, dass zur
Wahrung der Beschwerdefrist die Erhebung binnen 30 Ta-
gen seit dem Inkrafttreten der Vollziehbarkeit des Erlasses
genüge.
12. Aldt du 12 avrll 1940 dans la cause Etat du Valals
contre Banque oommereiale de StOB.
Qualite de l'Etat cantonal ' Jour recourir.
L'Ent cantonal, pris comme detenteur de Ia puissance pubIique.
n est p .recevnble a former un recours de droit public contre
U?e deClsIOn dun de ses propres organes.
TI n a notnent pas cente quaIiM lorsqu'iI est recherche en
rnponbIIite du chef dun acte accompIi par un de ses fonc-
tIOnnaires dans l'exercice de son mandat officiel.
Legitimation d Staates (Kantons) zur staat8rechtlichen Beschwerde.
Der Staat als Inhaber der öffentlichen Gewalt ist zur Beschwerde
. gegen, en . Entschei einns seiner Organe nicht legitimiert.
DIe LentnatIOn f,ehIt Ihm msbesondere gegenüber einem Ent-
scneId uber seme Verantwortlichkeit für Amtshandlungen
semer Beamten.
Qualita '!eUo Stato (Cantone) per imerporre ricorso di diritto
pubblwo. .
Lo Stat? in quanto detennre dei pubbIici poteri. non ha veste
per TIcorre contI? Ia d(;:Clsnone di llIl:0 dei suoi organi. segnata-
mente quando SI trattI di una deClsione che concerne la sua
resI!0nsa1?il.ita per atti compiuti da uno dei suoi funzionari
neU eserClzIO della sua funzione.
.A. -En avril 1933, Ia Banque de Riedmatten Oie
-a la quelle a succede l'intimee au recours -a escompte
une lettre de change de 1500 fr. qui, selon son texte,
etait tiree par Oamille Dussex a l'ordre d'un certain
Julien Pralong et sur laquelle figuraient en outre les
signatures d' Antoine Dussex, Nicolas Dussex et Adolphe
Rossier.
Las quatre signatures etaient Iegalisees par le
Organisation der Bundesrechtspflege. N° 12.
notaire de Quay a Sion. Lorsque la banque presenta la
lettre au paiement, il se revela que le debiteur et les cau-
tions
n'avaient jamais signe I'effet et que toutes les signa-
tures etaient l'amvre de Julien Pralong. La Banque com-
merciale
de Sion, ayant cause de la Banque de Ried-
matten OIe, rechercha le notaire de Quayen paiament
du montant de l'effet et des frais occasionnes. De Quay
ne contesta pas sa responsabilite prevue par l'art. 1 er de
la loi du 4 mars 1896 sur Ie notariat, mais ne fut pas en
mesure de reparer le dommage cause. La poursuite enga-
gee contre lui aboutit a un acte de defaut de biens de
3698 fr. 20.
La Banque commerciale de Sion, invoquant l'art. 21
Oonst. val. qui dispose que l'Etat est subsidiairement
responsable des actes accomplis officiellement
par les
fonctionnaires
nommes par lui, reclama alors ce montant
a I'Etat du Valais. Oelui-ci excipa d'une transaction qui
serait intervenue entre la banque et les cautions du
notaire. Il soutint d'autre part que les notaires valaisans
ne seraient pas des fonctionnaires au sens da l'art. 21
Oonst. val.
--...
Oonfirmant le jugement de premiere instance, le Tri-
bunal cantonal du Valais a admis l'action de la banque
par amt du 2 novembre 1939.
G. -L'Etat du Valais a forme un recours de droit
public tendant a I'annulation de cet amt pour violation
de l'art. 4 OF. Il estime avoir qualite pour racourir du
fait qu'il a ete actionne par la voie d'un proces civilordi-
naire ; il serait ainsi atteint par le jugement de la meme
maniere
qu'un simple particulier ; il doit par consequent
etre considere comme une corporation au sens da I'art. 178
eh. 2
OJ. Au fond, le recourant developpe, sous l'angle
de l'arbitraire, les moyens
avances devant les juridictions
cantonales.
D. -La banque intimee a conclu a l'irrecevabilite,
subsidiairement au rejet du. recours. Elle invoque notam-
ment le defaut de qualite pour recourir de I'Etat du Valais.