Complaint inadmissible for insufficient reasoning

1B_223/2014Federal Supreme Court / Public Law Division IJun 25, 2014Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against the cantonal refusal to replace his court-appointed defence counsel. It held that the submission failed to satisfy the reasoning requirement of Art. 42(2) BGG because it did not show, in an intelligible way, how the contested decision violated law or the Constitution. In view of the circumstances, the court waived costs under Art. 66(1) BGG.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 BGG; admissibility of a complaint to the Federal Supreme Court. A complaint must, in a concise and comprehensible manner, set out why the challenged decision violates federal law or constitutional rights; mere, largely unintelligible assertions do not suffice. If the submission manifestly fails to satisfy the reasoning requirement, the court may decline to enter in simplified procedure. Cost waiver may be ordered under Art. 66 Abs. 1 BGG where appropriate.

Full text

{T 0/2}

1B_223/2014

Urteil vom 25. Juni 2014

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm.

Gegenstand
Wechsel der amtlichen Verteidigung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts
des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer,
vom 2. Juni 2014.

Erwägungen:

1.

Das Bezirksgericht Zurzach sprach A.________ mit Urteil vom 29. Mai 2013 der einfachen Körperverletzung, des Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren sowie Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, das Ausländergesetz, das Umweltschutzgesetz, das Betäubungsmittelgesetz und das kantonale Baugesetz schuldig, ferner der mehrfachen Drohung, mehrfachen Beschimpfung, der Tätlichkeit, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Sachbeschädigung, und verurteilte ihn zu 12 Monaten Freiheitsstrafe, zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen à Fr. 30.-- sowie zu einer Busse von Fr. 2'000.--. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde gestützt auf Art. 63 StGB zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB aufgeschoben. Zudem wurde der bedingte Vollzug zweier früher ausgesprochener Geldstrafen widerrufen. Die erstandene Untersuchungshaft von insgesamt 510 Tagen bis zum Urteilszeitpunkt wurde angerechnet. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zurzach erklärte A.________ Berufung.

2.

A.________ stellte am 10. April 2014 ein Gesuch um Auswechslung seines amtlichen Verteidigers. Das Obergericht des Kantons Aargau, Verfahrensleiter des Strafgerichts, wies mit Verfügung vom 2. Juni 2014 das Gesuch ab.

3.

A.________ führt mit Eingabe vom 18. Juni 2014 (Postaufgabe 20. Juni 2014) Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Aargau. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

4.

Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Der Beschwerdeführer vermag mit seinen über weite Strecken unverständlichen Ausführungen nicht aufzuzeigen, inwiefern die Begründung des Obergerichts, die zur Abweisung des Gesuchs um Auswechslung des amtlichen Verteidigers führte, bzw. die Verfügung selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

5.

Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm, dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, sowie Rechtsanwalt B.________, Aarau, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Juni 2014

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Keywords

admissibilityreasoning requirementappointed counselnon-entrycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements and was admissible.

Extracted holding

The complaint did not explain, in a comprehensible manner, why the cantonal court's refusal of substitute appointed counsel was unlawful or unconstitutional.

Extracted reasoning

Under Art. 42(2) BGG, a complaint must briefly show how the challenged decision violates law; the appellant's submissions failed to do so, so the formal requirements were not met.

Key legal question

Whether court costs should be imposed.

Extracted holding

No costs were charged.

Extracted reasoning

The court exercised discretion to waive costs under Art. 66(1) BGG.

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