Non-entry due to insufficient reasoning in sealing appeal

1B_266/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IAug 13, 2013Dismissed

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Omnilex summary

The Swiss Federal Supreme Court dealt with an appeal against a cantonal unsealing order in a fraud investigation. It held that the appellant failed to state any admissible ground of appeal or to show a violation of law or constitutional rights. Because the reasoning defect was obvious, the court decided the matter in simplified procedure and did not enter into the appeal. It also refused to stay the proceedings, and the request for suspensive effect became moot. No court costs were imposed.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal depends on a concise but sufficient statement of reasons showing the infringement complained of. If the appellant fails to invoke a permissible ground of appeal and does not explain in what respect the challenged decision violates federal or constitutional law, the appeal is manifestly inadmissible and may be disposed of in simplified procedure without entering into the merits. A stay of proceedings under Art. 71 BGG in conjunction with Art. 6 BZP is excluded where non-entry is already evident; ancillary requests for suspensive effect become moot with the final disposition.

Full text

{T 0/2}

1B_266/2013

Urteil vom 13. August 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel.

Gegenstand
Entsiegelung,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. August 2013 des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Basel-Stadt.

Erwägungen:

1.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt verdächtigt X.________ des mehrfachen Betrugs und der mehrfachen Widerhandlung gegen das Übertretungsstrafgesetz. Es wird ihm vorgeworfen, sich als studierter Jurist ausgegeben und entsprechende anwaltliche Honorare verlangt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt beschlagnahmte in den Büroräumlichkeiten von X.________ Unterlagen und verlangte mit Gesuch vom 12. Juli 2013 deren Entsiegelung. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Basel-Stadt hiess mit Verfügung vom 6. August 2013 das Entsiegelungsgesuch der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gut.

2.

X.________ reichte am 8. August 2013 eine Einsprache beim Zwangsmassnahmengericht gegen dessen Verfügung vom 6. August 2013 ein und beantragte u.a. die Weiterleitung des Rechtsmittels an die zuständige Stelle. Das Zwangsmassnahmengericht überwies die Einsprache mit Schreiben vom 9. August 2013 zuständigkeitshalber an das Bundesgericht zur Behandlung als Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.

Das Zwangsmassnahmengericht hat vorliegend gemäss Art. 248 Abs. 3 StPO als einzige kantonale Instanz über das Entsiegelungsgesuch entschieden.

4.

Der Beschwerdeführer beantragt die Sistierung des vorliegenden Verfahrens. Das Bundesgericht kann gemäss Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 6 BZP das Verfahren aus Gründen der Zweckmässigkeit aussetzen, insbesondere wenn das Urteil von der Entscheidung in einem anderen Rechtsstreit beeinflusst werden kann. Da, wie sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt, auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann, rechtfertigt sich eine Verfahrenssistierung bereits deshalb nicht.

5.

Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.

Der Beschwerdeführer, der keinen zulässigen Beschwerdegrund nennt, legt nicht dar, inwiefern die angefochtene Verfügung rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen nicht (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen), weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

6.

Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG). Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos.

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt und dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. August 2013
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Keywords

unsealinginadmissibilityreasoning requirementssummary proceduresuspensive effectcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal against the unsealing order was sufficiently reasoned to be admissible.

Extracted holding

The appeal did not meet the statutory reasoning requirements and had to be dismissed without entering into the merits.

Extracted reasoning

The appellant failed to invoke any admissible ground of appeal and did not explain how the challenged decision violated law or constitutional rights. The defect was obvious, allowing summary non-entry under the Federal Supreme Court Act.

Key legal question

Whether the proceedings should be stayed pending another dispute.

Extracted holding

A stay was unnecessary because the appeal was inadmissible and could not succeed.

Extracted reasoning

A stay may be ordered for reasons of expediency where another case may influence the judgment, but that condition was not relevant once non-entry was clear.

Key legal question

Whether provisional relief in the form of suspensive effect remained pending.

Extracted holding

The request became moot once the court decided not to enter into the appeal.

Extracted reasoning

The decision on the merits rendered the request for suspensive effect devoid of purpose.

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