Federal Court upholds ten-year expulsion for repeated offending

2A.556/2001Federal Supreme Court / Public Law Division IIDec 17, 2001Dismissed

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Omnilex summary

The Federal Court rejected the appeal against a ten-year expulsion order imposed on A.X., a Yugoslav national holding Swiss residence. It held that repeated and serious criminal offending, including a five-year penitentiary sentence and a later custodial sentence, created a strong public interest in removal. The appellant’s long stay, weak integration, and family ties in Switzerland did not outweigh that interest. His marriage and expected child were insufficient to make expulsion disproportionate, particularly because the couple married after the expulsion proceedings had already advanced. The appellant was ordered to pay the court fee.

Omnilex headnote

Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG; expulsion for serious or repeated offending and proportionality review. In assessing expulsion, the decisive factor is the weight of the public interest in removing a foreign national who has repeatedly and seriously offended, especially where prior convictions and conditional release have not deterred further crime. Long duration of stay and family ties do not prevail automatically; they must be balanced against the offender’s integration, the intensity of links to the state of origin, and the foreseeability of family disruption. A marriage entered into after the expulsion proceedings had already progressed carries reduced weight in the proportionality assessment (consid. 2).

Full text

[AZA 0/2]
2A.556/2001/ran

II. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG ***********************************

  1. Dezember 2001

Es wirken mit: Bundesrichter Wurzburger, Präsident
der II. öffentlichrechtlichen Abteilung, Hungerbühler,
Müller und Gerichtsschreiber Hugi Yar.


In Sachen
A.X.________, geb. 1973, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Till Gontersweiler, Neumarkt 6, Haus zum Steinberg, Postfach 543, Zürich,

gegen
Regierungsrat des Kantons Zürich, Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Kammer,

betreffend
Ausweisung,
wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

1.- Der Regierungsrat des Kantons Zürich wies am 11. April 2001 den aus Jugoslawien stammenden, hier über eine Niederlassungsbewilligung verfügenden A.X.________ für zehn Jahre aus der Schweiz aus (Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG; SR 142. 20). Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich bestätigte diesen Entscheid auf Beschwerde hin am 24. Oktober 2001. Hiergegen gelangte A.X.________ am 13. Dezember 2001 mit dem Antrag an das Bundesgericht, das entsprechende Urteil aufzuheben und ihm den weiteren Verbleib im Kanton Zürich zu gestatten; eventuell sei ihm die Ausweisung nur anzudrohen.

2.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt werden:

a) Der Beschwerdeführer wurde seit 1992 in der Schweiz wiederholt straffällig. Am 29. Oktober 1997 verurteilte ihn das Bezirksgericht Zürich unter anderem wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren. Nach seiner vorzeitigen Entlassung aus dem Strafvollzug musste er am 14. November 2000 wegen versuchter Erschleichung eines Ausweises und Anstiftung hierzu erneut mit 60 Tagen Gefängnis bestraft werden. Der Beschwerdeführer ist damit nicht nur wiederholt, sondern bis zu seiner Verurteilung 1997 auch zusehends in schwerer Weise straffällig geworden. Aufgrund der Höhe der verhängten Freiheitsstrafe und der Tatsache, dass er sich weder durch seine wiederholten Verurteilungen noch durch seine bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug von weiteren Straftaten hat abhalten lassen, besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse an seiner Fernhaltung (vgl. BGE 125 II 521 E. 2 u. 4a/bb).

b) Zwar befindet sich der Beschwerdeführer nunmehr seit rund 13 Jahren in der Schweiz, doch verbrachte er hiervon deren drei in Untersuchungshaft bzw. im Strafvollzug.
Über all diese Jahre hinweg war er weder beruflich noch persönlich integriert. Auch wenn sein Vater und gewisse weitere Verwandte in der Schweiz leben, hat er seine Kontakte zu Jugoslawien, wo er sich bis zu seinem 15. Altersjahr aufhielt, nie abgebrochen; eine Rückkehr ist ihm deshalb zumutbar, auch wenn sie ihm nicht leicht fallen sollte. Zwar hat sich der Beschwerdeführer inzwischen mit einer hier um Asyl nachsuchenden Landsmännin verheiratet, die von ihm ein Kind erwarten soll und ihm zumindest zurzeit nicht nach Jugoslawien nachfolgen kann; dies lässt die Ausweisung - entgegen seinen Vorbringen - indessen nicht als unverhältnismässig erscheinen: Nachdem dem Beschwerdeführer am 7. November 2000 hinsichtlich der Ausweisung das rechtliche Gehör gewährt und er in der Folge am 11. April 2001 ausgewiesen worden war, mussten die Eheleute X.________ bei ihrer Heirat im Juni 2001 damit rechnen, dass sie ihr Familienleben nicht hier würden pflegen können (vgl. Art. 8 Abs. 2 ANAV; SR 142. 201).
Sollte das Asylgesuch abgewiesen und B.X.________ gestützt hierauf ihrerseits weggewiesen werden, hätten auch sie und das gemeinsame Kind nach Jugoslawien zurückzukehren.

c) Unter diesen Umständen durfte das Verwaltungsgericht rechtsfehlerfrei das öffentliche Interesse an der Ausweisung des Beschwerdeführers höher gewichten als sein privates, hier bleiben zu können. Für alles Weitere kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG).

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG); Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich sowie dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 17. Dezember 2001

Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

expulsionproportionalitypublic interestcriminal offendingfamily lifeintegrationimmigration

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Key legal question

Whether the ten-year expulsion under Art. 10(1)(a) ANAG was lawful and proportionate.

Extracted holding

The expulsion was lawful and proportionate given the repeated serious offending, the weight of public interest in exclusion, and the limited integration and family circumstances in Switzerland.

Extracted reasoning

The appellant had repeatedly committed offences, including a five-year penitentiary sentence and later a 60-day sentence. He was insufficiently integrated, retained ties to Yugoslavia, and his marriage and expected child did not make the measure disproportionate, especially since the spouses married after the expulsion process was underway.

Key legal question

Whether the appeal should lead to only a warning instead of expulsion.

Extracted holding

A mere warning was not justified on the facts.

Extracted reasoning

The seriousness and persistence of the offending, together with the failure of previous sanctions and conditional release to prevent further crime, justified expulsion rather than a warning.

Key legal question

Allocation of court costs.

Extracted holding

The losing appellant had to pay the federal court fee; no party compensation was due.

Extracted reasoning

Costs followed the outcome of the proceedings, and party compensation was not awarded.

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