Non-entry on appeal against denial of research subsidy extension

2C_394/2008Federal Supreme Court / Public Law Division IIMay 30, 2008Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The appellant challenged before the Federal Supreme Court the Federal Administrative Court’s dismissal of her complaint against the SNF’s refusal to extend a research professorship subsidy. The Court held that the matter concerned a subsidy to which no legal entitlement existed, so the ordinary public-law appeal was barred by Art. 83 lit. k BGG. The filing was also insufficiently reasoned and referred to a non-existent nullity complaint. In simplified procedure, the Court did not enter into the appeal and ordered court costs of CHF 800 against the appellant.

Omnilex headnote

Art. 82 ff., 83 lit. k, 108 Abs. 1 lit. a and b BGG; admissibility of an appeal against a refusal of a research subsidy without enforceable entitlement. A public-law appeal is excluded where the contested measure concerns a subsidy to which no legal claim exists. A subsidiary constitutional complaint is unavailable against a federal administrative court judgment, and a so-called nullity complaint has no place in federal proceedings. In simplified procedure, the appeal is also inadmissible where the filing fails to demonstrate, with reference to the challenged decision, any violation of law within the meaning of Art. 42 Abs. 2 BGG; the court may then decline entry and allocate costs accordingly (consid. 2).

Full text

{T 0/2}
2C_394/2008/ble

Urteil vom 30. Mai 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Larese,

gegen

Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung SNF.

Gegenstand
Fortsetzung einer SNF-Förderungsprofessur,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung II, vom 14. April 2008.

Erwägungen:

1.
Mit Verfügung vom 15. Februar 2002 sprach der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung SNF X.________ den Betrag von Fr. 779'717.-- für eine Förderungsprofessur zu. X.________ trat die dafür vorgesehene auf vier Jahre befristete Stelle an der Universität R.________ auf den 1. Juni 2002 an. Am 5. Oktober 2005 stellte sie einen Antrag auf eine zweijährige Verlängerung ihrer Förderungsprofessur und ersuchte hierfür um Zusprache von Mitteln in der Höhe von Fr. 424'000.--. Der Nationalfonds wies das Gesuch am 27. Februar 2006 ab; mit Wiedererwägungsverfügung vom 28. Dezember 2006 wies er das Gesuch erneut ab. X.________ erhob gegen beide ablehnenden Verfügungen Beschwerde, welche das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 14. April 2008 abwies.
X.________ hat dieses Urteil beim Bundesgericht mit einer als Nichtigkeitsbeschwerde bezeichneten Rechtsschrift vom 26. Mai 2008 angefochten.
Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.

2.
Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Entscheid in einer Angelegenheit des öffentlichen Rechts. Dagegen steht als Rechtsmittel ans Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 82 ff. BGG offen, sofern sie nicht wegen Vorliegens eines Ausnahmegrundes im Sinne von Art. 83 BGG unzulässig ist. Ein anderes Rechtsmittel fällt ausser Betracht; insbesondere kann das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht mit subsidärer Verfassungsbeschwerde angefochten werden, da dieses ausserordentliche Rechtsmittel nur gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen zur Verfügung steht (Art. 113 BGG). Eine Nichtigkeitsbeschwerde sodann gibt es nicht.
Streitig ist die Zusprechung eines Bundesbeitrags zwecks Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gemäss Art. 8 lit. c des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über die Forschung (Forschungsgesetz, FG; SR 420.1), d.h. die Gewährung einer Bundessubvention. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzulässig gegen Entscheide betreffend Subventionen, auf die kein Anspruch besteht (Art. 83 lit. k BGG). Die Beschwerdeführerin hat keinen Rechtsanspruch auf Zusprechung des von ihr beantragten Beitrags. Es kann hierzu auf die Ausführungen in E. 2 des angefochtenen Urteils sowie in E. 2 des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts B-18/2006 vom 23. August 2007 E. 2 verwiesen werden, denen umso weniger etwas beizufügen ist, als die Beschwerdeführerin sich in ihrer Rechtsschrift dazu nicht äussert (s. im Übrigen auch Botschaft des Bundesrats vom 18. November 1981 über ein Forschungsgesetz (BBl 1981 III S. 1021 ff., insbesondere S. 1078).
Die vorliegende Beschwerde erweist sich damit als offensichtlich unzulässig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG). Im Übrigen unterlässt es die Beschwerdeführerin darzulegen, inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletze (Art. 42 Abs. 2 BGG); in der Tat ist im Lichte der Erwägungen des Bundesverwaltungsgerichts auch nicht ansatzweise erkennbar, dass der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör verweigert worden sein könnte oder welche ihrer Vorbringen nicht zureichend geprüft worden wären. Selbst wenn das Rechtsmittel zulässig wäre, fehlte es offensichtlich an einer hinreichenden Beschwerdebegründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).
Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten. Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Mai 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Feller

Keywords

admissibilitysubsidynon-entryreasoning requirementscosts

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal was admissible before the Federal Supreme Court against the denial of a non-entitled research subsidy.

Extracted holding

The complaint was inadmissible because the dispute concerned a subsidy with no enforceable entitlement under Art. 83 lit. k BGG.

Extracted reasoning

An ordinary public-law appeal is excluded for subsidy decisions where no legal entitlement exists; subsidiary constitutional complaint was also unavailable, and a nullity complaint does not exist.

Key legal question

Whether the filing met the minimum reasoning requirements for a federal appeal.

Extracted holding

The filing did not show any violation of law and contained no sufficient reasoning.

Extracted reasoning

The appellant failed to engage with the lower court's reasoning or to explain any constitutional or legal violation; therefore, even apart from admissibility, the appeal lacked adequate motivation under Art. 42 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG.

Key legal question

Costs of the simplified non-entry procedure.

Extracted holding

Court costs were imposed on the appellant.

Extracted reasoning

Because the proceedings ended in non-entry, the costs followed the outcome under the BGG cost rules.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.