Revision request dismissed for lack of substantiation

2F_12/2012Federal Supreme Court / Public Law Division IIApr 11, 2013Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

X.________ AG sought revision of a 2009 Federal Supreme Court judgment concerning handover tax for two property transactions in Büron LU. It relied on a later cadastral valuation revision as a new fact. The Court held that the request was insufficiently reasoned, since the applicant had previously let the refusal to revise the valuation become final and failed to explain the relevance of the later development. The revision request was therefore not entered into, and court costs of CHF 2,000 were charged to the applicant.

Omnilex headnote

Art. 61 BGG, Art. 42 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment: the judgment enters into legal force upon issuance and may be revised only on a statutory ground asserted in a timely and sufficiently reasoned manner. A purported new fact is not enough where the applicant fails to explain its relevance in light of an earlier final failure to challenge the underlying valuation decision. The burden of substantiation under Art. 42 BGG applies fully to revision requests; absent such substantiation, the Court does not enter into the request and may allocate costs to the applicant (consid. 2).

Full text

{T 0/2}
2F_12/2012

Urteil vom 11. April 2013
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Stadelmann und Kneubühler,
Gerichtsschreiber Matter.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchstellerin,

gegen

Gemeinde Büron, handelnd durch den Gemeinderat,
Dienststelle Steuern des Kantons Luzern,
Verwaltungsgericht des Kantons Luzern.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_784/2008 vom 7. Juli 2009.

Erwägungen:

1.
1.1 Mit Urteil 2C_784/2008 vom 7. Juli 2009 wies das Bundesgericht im Zusammenhang mit der für zwei Grundstücktransaktionen in Büron LU erhobenen Handänderungssteuer eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten der X.________ AG gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 23. September 2008 ab, soweit es auf die Beschwerde eintrat.

1.2 Mit Eingabe vom 18. Juli 2012 stellt die X.________ AG ein Revisionsgesuch. Sie beantragt im Wesentlichen, das genannte Bundesgerichtsurteil aufzuheben.

1.3 Auf die Einholung von Vernehmlassungen hat das Bundesgericht verzichtet.

2.
2.1 Gemäss Art. 61 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) erwachsen Entscheide des Bundesgerichts am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft. Sie können mit keinem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden, welches auf eine Überprüfung der Rechtsanwendung (in materiell- oder verfahrensrechtlicher Hinsicht) durch das Bundesgericht abzielt. Sie sind hingegen der Revision zugänglich; Voraussetzung ist, dass einer der vom Gesetz vorgesehenen Revisionsgründe vorliegt und frist- sowie formgerecht geltend gemacht wird.

2.2 Die Beschwerdeführerin beruft sich sinngemäss auf den Revisionsgrund der neuen Tatsache, welcher mit einer am 26. März 2012 erfolgten neuen Katasterschätzung eingetreten sein soll. Aufgrund der konkreten Umstände des zu beurteilenden Falls ist indessen weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern die genannte Schätzung überhaupt eine neue Tatsache darstellen könnte:
Das Bundesgerichtsurteil vom 7. Juli 2009 enthält u.a. folgenden Satz: "Im Übrigen hat es die Beschwerdeführerin zu vertreten, dass sie die Anfechtung der Ablehnung einer Revision der Schatzung unterlassen hat; sie muss sich darauf behaften lassen." (E. 5.4 des Urteils 2C_784/2008). Der Umstand, dass die jetzige Gesuchstellerin die damalige Ablehnung der Revision nicht anfocht, sondern in Rechtskraft erwachsen liess, ist auch für eine allfällige Revision des bundesgerichtlichen Urteils von erstrangiger Bedeutung. Die Gesuchstellerin müsste in ihrem Gesuch zuerst einmal rechtsgenüglich begründen (vgl. Art. 42 BGG), inwiefern eine im Nachhinein erfolgte Revision der Schätzung angesichts ihres damaligen Versäumnisses hier überhaupt noch von Belang sein könnte. Eine solche Begründung fehlt vollumfänglich, so dass auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten werden kann, mit den entsprechenden Kostenfolgen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Gesuch um Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 7. Juli 2009 wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird der Gesuchstellerin, der Gemeinde Büron, der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern und dem Schweizerischen Bundesgericht, II. öffentlich-rechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. April 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Matter

Keywords

revisionnew factinadmissibilitysubstantiationcourt costscadastral valuationhandover tax

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the revision request against the Federal Supreme Court judgment met the statutory requirements and could be entered into.

Extracted holding

The request was not admitted because the alleged new fact was not sufficiently substantiated and its relevance was not shown.

Extracted reasoning

Federal Supreme Court judgments become final upon issuance under Art. 61 BGG and can only be revised for statutory grounds asserted timely and properly. The applicant did not explain under Art. 42 BGG why a later revision of the cadastral valuation could still matter, especially since the earlier refusal to challenge the valuation revision had already become final.

Key legal question

Whether the later cadastral valuation revision constituted a new fact supporting revision.

Extracted holding

No relevant new fact was shown on the circumstances of the case.

Extracted reasoning

The court held that the applicant had not demonstrated how the later valuation revision could qualify as a decisive new fact, given that she had previously failed to challenge the refusal to revise the valuation and had allowed that decision to become final.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.