Subsidiary constitutional complaint inadmissible for lack of reasoning

4D_13/2013Federal Supreme Court / Civil Division IMar 14, 2013Inadmissible

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Omnilex summary

In a lease dispute, the appellant challenged a Zurich appeal judgment ordering him to pay CHF 3,190 and CHF 3,000 plus interest to the respondents. The Federal Supreme Court held that an ordinary civil appeal was unavailable because the dispute value did not meet the statutory threshold and no question of fundamental importance was shown. It therefore treated the submission as a subsidiary constitutional complaint. As the brief did not identify any violated constitutional rights or engage with the cantonal court’s reasoning, the Court entered no appeal and charged the appellant with CHF 500 in costs.

Omnilex headnote

Art. 74 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 lit. a BGG, Art. 113 ff., Art. 116, Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 sowie Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Zulässigkeit der Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde. Fehlt bei vermögensrechtlichen Streitigkeiten der Streitwert von CHF 15'000 und liegt keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung vor, ist die Beschwerde in Zivilsachen unzulässig. Eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde setzt eine qualifizierte Rüge verfassungsmässiger Rechte voraus; die Beschwerde muss präzise darlegen, welche verfassungsmässigen Rechte durch welche Erwägungen des angefochtenen Entscheids verletzt sein sollen. Eine bloss appellatorische Kritik genügt nicht. Fehlt es offensichtlich an dieser Begründung, ist auf das Rechtsmittel im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten (vgl. auch consid. 1).

Full text

{T 0/2}
4D_13/2013

Urteil vom 14. März 2013
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. B.________,
  2. C.________,
    beide vertreten durch Rechtsanwalt Florian Gerber,
    Beschwerdegegner.

Gegenstand
Mietvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 7. Februar 2013.

In Erwägung,
dass das Mietgericht Zürich den Beschwerdeführer mit Urteil vom 30. Mai 2012 zur Zahlung von Fr. 3'190.-- sowie Fr. 3'000.-- je nebst Zins an die Beschwerdegegner verpflichtete;
dass das Obergericht des Kantons Zürich die vom Beschwerdeführer gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhobene Beschwerde mit Urteil vom 7. Februar 2013 abwies, soweit es darauf eintrat;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 4. März 2013 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, gegen den Entscheid des Obergerichts Beschwerde einzulegen;
dass eine Beschwerde in Zivilsachen im vorliegenden Fall nicht zulässig ist, weil der erforderliche Streitwert von Fr. 15'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG) nicht erreicht wird und sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellt;
dass die Eingabe des Beschwerdeführers unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne von Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;
dass mit einer solchen Beschwerde ausschliesslich die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG);
dass in der Beschwerdeschrift dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen Rechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);
dass die Rechtsschrift vom 4. März 2013 diese Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllt, weshalb im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. März 2013

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Keywords

lease disputeadmissibilityvalue thresholdconstitutional complaintreasoning requirementnon-entrycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the filing was admissible as a civil appeal under the BGG value threshold

Extracted holding

The ordinary civil appeal was not admissible because the amount in dispute did not reach CHF 15,000 and no legal question of fundamental importance was shown.

Extracted reasoning

The dispute value requirement of Art. 74(1)(a) BGG was not met, and Art. 74(2)(a) BGG did not apply.

Key legal question

Whether the filing could be treated as a subsidiary constitutional complaint and satisfy the reasoning requirements

Extracted holding

The filing was treated as a subsidiary constitutional complaint, but it was inadmissible because it did not meet the constitutional-rights reasoning requirements.

Extracted reasoning

Under Art. 116 BGG only constitutional rights may be invoked, and the complaint must specify the violated rights and engage with the challenged reasoning under Art. 106(2) in conjunction with Art. 117 BGG. The submission plainly failed to do so, so non-entry followed under Art. 108(1)(b) BGG.

Key legal question

Court costs

Extracted holding

Court costs were imposed on the appellant.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG.

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