Non-entry for late and insufficiently reasoned appeal

4D_19/2008Federal Supreme Court / Civil Division IFeb 13, 2008Dismissed

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Omnilex summary

The Federal Court dealt with a constitutional complaint against a Zurich appellate decision that had refused to enter into a late challenge to a summary eviction order. It held that the submissions to the Federal Court were themselves untimely to the extent filed after the expiry of the 30-day period, and in any event did not satisfy the statutory reasoning requirements. The complaint was therefore not entered upon. Given the circumstances, the court waived costs.

Omnilex headnote

Art. 100 Abs. 1, Art. 42 Abs. 2, Art. 48 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. a et b BGG; admissibility of an appeal to the Federal Court. The appeal period is strictly computed from service of the cantonal decision; filings posted after expiry are untimely and lead to non-entry ex officio. Independently of timeliness, the appeal must contain a reasoned criticism of the challenged decision and, with regard to constitutional rights, explicit and substantiated grievances; absent such reasoning, non-entry is likewise required. Where the circumstances so justify, court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
4D_19/2008 /len

Abgabe an Dritte nur in anonymisierter Form

Urteil vom 13. Februar 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

C.B.________,
D.B.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Mieterausweisung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Zivilkammer,
vom 15. Dezember 2007.

In Erwägung,
dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung der Einzelrichterin im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich vom 22. Oktober 2007 unter der Androhung von Zwangsvollstreckung im Unterlassungsfall befohlen wurde, die 1-Zimmer-Wohnung Nr. 3.7 im 3. OG und das Atelier im 4. OG der Liegenschaft X.________ unverzüglich zu räumen und den Beschwerdegegnern ordnungsgemäss zu übergeben;
dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Nichtigkeitsbeschwerde anfocht, auf die das Obergericht des Kantons Zürich mit Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 15. Dezember 2007 wegen Verspätung nicht eintrat;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 9. Februar 2008 datierte Eingabe und ein mit handschriftlichen Kommentaren versehenes Exemplar des Beschlusses des Obergerichts vom 15. Dezember 2007 einreichte;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht bereits vorher, mit am 8. Februar 2008 der Post übergebener Sendung, verschiedene Schriftstücke, unter anderem auch den kommentierten Beschluss des Obergerichts zugestellt hatte;
dass aus der Eingabe des Beschwerdeführers vom 9. Februar 2008 und den erwähnten Kommentaren abgeleitet werden kann, dass der Beschwerdeführer den Beschluss des Obergerichts mit Beschwerde beim Bundesgericht anfechten will;
dass der Beschwerdeführer die Beschwerde innerhalb von dreissig Tagen nach der Zustellung des Beschlusses des Obergerichts beim Bundesgericht einreichen musste (Art. 100 Abs. 1 BGG);
dass die Zustellung nach eigener Angabe des Beschwerdeführers am 9. Januar 2008 erfolgte, womit die dreissigtägige Beschwerdefrist am 8. Februar 2008 ablief (Art. 44 Abs. 1 BGG);
dass die Eingaben des Beschwerdeführers, soweit sie nach dem 8. Februar 2008 der Post übergeben wurden, verspätet sind (Art. 48 Abs. 1 BGG), und insoweit in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass keine der Eingaben des Beschwerdeführers diese Begründungsanforderungen erfüllt, weshalb auf die Beschwerde auch mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. Februar 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Keywords

evictionappeal deadlineadmissibilityreasoning requirementconstitutional complaintnon-entrycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the Federal Court appeal was filed within the statutory time limit.

Extracted holding

The appeal was filed late insofar as submissions were posted after 2008-02-08.

Extracted reasoning

The cantonal decision was served on 2008-01-09, so the 30-day appeal period expired on 2008-02-08; filings posted after that date are untimely.

Key legal question

Whether the appeal met the Federal Court's reasoning requirements.

Extracted holding

No; the submissions did not sufficiently identify which rights were violated by the cantonal court.

Extracted reasoning

An appeal must engage with the contested decision and specifically argue the alleged violations; constitutional and fundamental-rights violations are reviewed only if expressly raised and reasoned.

Key legal question

Whether court costs should be charged.

Extracted holding

No court costs were imposed in view of the circumstances.

Extracted reasoning

The court exercised discretion to waive costs.

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