Non-entry for failure to pay advance costs

5A_187/2008Federal Supreme Court / Civil Division IIMay 22, 2008Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court refused to hear the appellant’s complaint against a cantonal decision concerning access to files and record-keeping by a guardianship authority. After the appellant failed to pay the CHF 1,000 advance costs within the non-extendable deadline, the court rejected a suspension request and a renewed reconsideration request with extension of time, then issued a non-entry decision. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the advance costs within the non-extendable deadline leads to non-entry. Where the appellant neither pays the advance in cash nor proves timely debit of a Swiss post/bank account in favour of the Federal Supreme Court, the appeal is inadmissible. A request for suspension is denied absent any recognizable ground; a renewed reconsideration request cannot succeed where it merely reasserts previously rejected arguments and seeks extension of an expressly non-extendable time limit. Under Art. 66 Abs. 1 BGG, costs may be imposed on the unsuccessful party, including in cases of abusive litigation conduct (consid. 1).

Full text

{T 0/2}
5A_187/2008/don

Urteil vom 22. Mai 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Vormundschaftsbehörde Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Akteneinsicht, Aktenführung durch die Vormundschaftsbehörde,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 5. Februar 2008 des Kantonsgerichts St. Gallen (Einzelrichter im Familienrecht).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 5. Februar 2008 des Kantonsgerichts St. Gallen,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein erstes Gesuch um Wiedererwägung der Armenrechtsverfügung vom 20. März 2008 abweisender) Verfügung vom 22. April 2008 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abweisender Verfügung vom 20. März 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 30. April 2008 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass dem vom Beschwerdeführer nachträglich gestellten Gesuch um Verfahrenssistierung nicht stattgegeben werden kann, weil kein Sistierungsgrund ersichtlich ist,
dass ebenso wenig seinem zweiten Gesuch um Wiedererwägung der Armenrechtsverfügung (mit Fristerstreckung) zu entsprechen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was diese Verfügung, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte, und ausserdem die Nachfrist ausdrücklich als nicht erstreckbar bezeichnet worden ist,
dass somit festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, der (einmal mehr missbräuchlich prozessierende: Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG) Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) und darauf hingewiesen wird, dass in dieser Sache allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abgelegt würden,

erkennt der Präsident:

1.
Das Sistierungsgesuch und das zweite Gesuch um Wiedererwägung (mit Fristerstreckung) werden abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. Mai 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Keywords

advance costsnon-entrylegal aidsuspension requestreconsiderationcourt costsaccess to filesguardianship authority

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the suspension request should be granted

Extracted holding

No suspension ground was shown.

Extracted reasoning

The court found no reason to suspend the proceedings.

Key legal question

Whether the renewed request for reconsideration of the legal-aid order and extension of time should be granted

Extracted holding

No. The prior legal-aid refusal was not called into question, and the deadline was expressly non-extendable.

Extracted reasoning

The appellant advanced nothing capable of undermining the prior order; the time limit could not be extended.

Key legal question

Whether the appeal should be admitted after failure to pay the advance costs

Extracted holding

No. The advance costs were neither paid in cash nor timely evidenced by account debit confirmation.

Extracted reasoning

Because the advance payment was not made within the non-extendable period, the court had to refuse to enter into the appeal under Art. 62(3) BGG and Art. 108(1)(a) BGG.

Key legal question

Who bears the court costs

Extracted holding

The appellant bears the costs.

Extracted reasoning

As the non-entered party, and in view of the abusive procedural conduct noted by the court, costs were imposed on the appellant under Art. 66(1) BGG.

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