Non-entry for unpaid cost advance; legal aid denied

5A_724/2007Federal Supreme Court / Civil Division IIFeb 15, 2008Dismissed

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Omnilex summary

The appellant challenged a cantonal civil order before the Federal Supreme Court but failed to pay the requested CHF 1,000 cost advance within an expressly non-extendable deadline. He later filed a second request for legal aid, interim measures, and an extension of time. The Court denied legal aid because the appeal was hopeless, rejected the extension request because the deadline was non-extendable, and therefore did not enter into the appeal under Art. 108(1)(a) BGG. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 62 Abs. 3, Art. 66 Abs. 1, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of an ordered cost advance within an expressly non-extendable deadline leads to non-entry on the appeal. A later request for extension cannot cure non-compliance where the deadline is declared non-extendable. Legal aid is to be refused when the appeal is manifestly devoid of prospects, irrespective of the party’s financial situation. A request for interim measures becomes moot once the appeal is disposed of.

Full text

{T 0/2}
5A_724/2007/bnm

Urteil vom 15. Februar 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Solothurn (Präsidentin der Zivilkammer), Amthaus I, Postfach 157, 4502 Solothurn.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (Abänderung des Scheidungsurteils).

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen die Verfügung vom 6. November 2007 des Obergerichts des Kantons Solothurn.

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen die Verfügung vom 6. November 2007 des Obergerichts des Kantons Solothurn,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer (nach sein sinngemässes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie sein Gesuch um aufschiebende Wirkung wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abweisender Verfügung vom 13. Dezember 2007) mit (sein Fristerstreckungsgesuch teilweise gutheissender) Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 15. Januar 2008 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit der Verfügung vom 13. Dezember 2007 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 24. Januar 2008 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innert der Nachfrist eine weitere Eingabe eingereicht hat, worin er ein zweites Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen und ein solches um Erstreckung der Kostenvorschussfrist stellt,
dass das erstgenannte Gesuch (ungeachtet der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers) abzuweisen ist, weil die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG als aussichtslos erscheint, wobei für die Begründung auf die Verfügung vom 13. Dezember 2007 verwiesen werden kann,
dass das (zweite) Gesuch um Fristerstreckung in Anbetracht der ausdrücklich als nicht erstreckbar bezeichneten Nachfrist ebenso abzuweisen ist,
dass somit festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der nicht erstreckbaren Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) und darauf hingewiesen wird, dass in dieser Sache allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abgelegt würden,
dass mit dem Beschwerdeentscheid des Gesuch um vorsorgliche Massnahmen gegenstandslos wird,

erkennt der Präsident:
1.
Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und Fristerstreckung werden abgewiesen.
2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Februar 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts:

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Keywords

legal aidcost advancenon-entrydeadlinehopeless appealcourt costsinterim measures

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the request for free legal aid should be granted in the appeal proceedings.

Extracted holding

The request was denied because the appeal appeared hopeless, regardless of the appellant's financial situation.

Extracted reasoning

Free legal aid under the Federal Supreme Court Act is unavailable when the appeal lacks prospects of success; the court referred to its earlier order for the substantive assessment.

Key legal question

Whether the deadline to pay the court cost advance could be extended.

Extracted holding

The request for extension was denied because the deadline had been expressly designated as non-extendable.

Extracted reasoning

A deadline described as non-extendable cannot be extended.

Key legal question

Whether the appeal should be admitted despite non-payment of the cost advance.

Extracted holding

The court did not enter into the appeal because the appellant neither paid the advance in cash nor proved timely debiting in the prescribed manner.

Extracted reasoning

After warning under Art. 62(3) BGG, failure to comply with the non-extendable cost-advance requirement required non-entry under Art. 108(1)(a) BGG.

Key legal question

Whether the motion for interim measures remained relevant after the appeal decision.

Extracted holding

The motion became moot once the appeal was decided.

Extracted reasoning

The merits decision rendered the request for interim measures without object.

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