Non-payment of advance costs leads to non-entry on constitutional complaint

5D_191/2008Federal Supreme Court / Civil Division IIMar 2, 2009Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court held that the complainant failed to pay the CHF 1,500 advance costs within the non-extendable deadline set under Art. 62(3) BGG and did not furnish the required proof of payment. After his requests for an additional extension and suspension were denied, the court declined to enter on the constitutional complaint and ordered him to pay CHF 300 in court costs.

Omnilex headnote

Art. 62 Abs. 3 BGG; non-payment of advance costs after warning of non-entry. If the appellant fails to pay the advance costs within the non-extendable additional time limit, and does not demonstrate timely crediting of the amount in the prescribed manner, the appeal is not entertained under Art. 117 in conjunction with Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. Refusal of a further extension or suspension leaves the sanction of non-entry intact; the unsuccessful party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
5D_191/2008/bnm

Urteil vom 2. März 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Inge Rötlich,

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 3. November 2008 des Obergerichts des Kantons Thurgau.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 3. November 2008 des Obergerichts des Kantons Thurgau,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 28. Januar 2009 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 30. Dezember 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 15 Tagen seit der am 4. Februar 2009 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer Gesuche um nochmalige Vorschussfristverlängerung und um Verfahrenssistierung eingereicht hat (Postaufgabe: 14. Februar 2009, Eingang beim Bundesgericht: 17. Februar 2009), die jedoch mit (an der Adresse des Beschwerdeführers am 18. Februar 2009 entgegengenommener) Präsidialverfügung vom 17. Februar 2009 abgewiesen worden sind,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der (ausdrücklich als nicht erstreckbar bezeichneten) Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. März 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Keywords

advance costsnon-entryconstitutional complaintdeadlinecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the constitutional complaint was admissible after the advance costs were not paid within the deadline.

Extracted holding

The court did not enter on the complaint because the advance costs were neither paid in cash nor properly credited and evidenced within the non-extendable deadline.

Extracted reasoning

Despite a warning of non-entry under Art. 62(3) BGG, the complainant failed to comply with the advance-cost order and did not provide proof of timely payment after the deadline extension request was refused.

Key legal question

Who bears the court costs of the federal proceedings?

Extracted holding

The complainant must bear the court costs.

Extracted reasoning

Under the rules on costs, the unsuccessful party in a non-entry decision is charged with the costs.

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