Non-entry on insufficiently reasoned constitutional complaint

5D_49/2007Federal Supreme Court / Civil Division IIJun 8, 2007Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against an Obergericht order concerning definitive debt enforcement for CHF 742 in court costs. It held that the filing did not satisfy the strict reasoning requirements for constitutional complaints because it failed to address the cantonal court's grounds in a concrete and comprehensible way. A later submission was also disregarded because it was filed out of time and did not cure the defect. The court therefore did not enter into the complaint and charged the complainant with the federal court fee of CHF 400.

Omnilex headnote

Arts. 116, 117 in conjunction with Art. 106(2) and Art. 108(1)(b) BGG; subsidiary constitutional complaint: strict duty to reason. A constitutional complaint is admissible only if the alleged violation of constitutional rights is set out, with reference to the contested reasoning, in a clear and detailed manner. General criticism or merely appellatory assertions are insufficient; absent such substantiation, the Federal Supreme Court does not enter into the matter. A late supplementary brief cannot remedy the lack of timely and adequate constitutional reasoning. Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG.

Full text

{T 0/2}
5D_49/2007/bnm

Verfügung vom 8. Juni 2007
Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Zürich, vertreten durch das Obergericht, Zentrales Inkasso, Thurgauerstrasse 56, 8050 Zürich,
Beschwerdegegner,
Obergericht des Kantons Zürich (III. Zivilkammer),
Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand
Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9. März 2007.

Der Präsident hat nach Einsicht
in die als Verfassungsbeschwerde entgegengenommenen Eingaben gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 9. März 2007 des Obergerichts des Kantons Zürich, das eine Nichtigkeitsbeschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffung für Fr. 742.-- (Gerichtskosten gemäss rechtskräftigem Rekursentscheid betreffend Verfahrenseinstellung) an den Beschwerdegegner abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingaben des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden sind,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. (entsprechend den altrechtlichen Anforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im angefochtenen Beschluss erwog, der Beschwerdeführer weise keinen Nichtigkeitsgrund nach, der nicht auf seine materielle Richtigkeit hin überprüfbare Rechtsöffnungstitel sei nicht nichtig, das Ablehnungsbegehren gegen den Rechtsöffnungsrichter sei durch die Verwaltungskommission des Obergerichts abgewiesen worden und habe der Erteilung der Rechtsöffnung nicht entgegengestanden, schliesslich sei die Verrechnungseinrede zu Recht verworfen worden, weil der Beschwerdeführer die diesbezüglichen Urkunden dem Rechtsöffnungsrichter nicht rechtzeitig vorgelegt habe,
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise mit den obergerichtlichen Erwägungen auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwieweit der Beschluss des Obergerichts vom 9. März 2007 verfassungswidrig sein soll,
dass die (auch unter Berücksichtigung der Osterferien) erst nach Ablauf der Beschwerdefrist des Art. 100 Abs. 1 BGG eingereichte nachträgliche Eingabe (samt Beilagen) unzulässig ist und im Übrigen ebenso wenig den erwähnten Begründungsanforderungen entspräche,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

verfügt:
1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. Juni 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

debt enforcementdefinitive enforcementconstitutional complaintreasoning requirementsnon-entrycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be heard.

Extracted holding

No. The complainant did not engage with the cantonal court's reasoning in a way that showed, with the required specificity, which constitutional rights were violated.

Extracted reasoning

Under Arts. 116 and 117 in conjunction with Art. 106(2) BGG, constitutional grievances must be clearly and specifically substantiated; mere assertions or general criticism do not suffice.

Key legal question

Whether the late supplementary submission could be considered.

Extracted holding

No. It was filed after expiry of the appeal deadline and in any event did not meet the reasoning requirements.

Extracted reasoning

A post-deadline filing is inadmissible and cannot cure the lack of adequate constitutional reasoning.

Key legal question

Costs of the federal proceedings.

Extracted holding

The losing complainant had to bear court costs.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG.

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