Non-entry due to insufficient reasoning under Art. 42 BGG

8C_289/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IVMay 3, 2013Inadmissible

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Omnilex summary

M.________ appealed a cantonal unemployment-insurance judgment to the Federal Supreme Court. The court held that the appeal did not satisfy Art. 42 BGG because it did not address the decisive cantonal reasoning, especially the lack of an entitlement to employment placement and the absence of a protected reliance situation. In simplified procedure, the court therefore did not enter on the appeal. Court costs were waived.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: Anforderungen an die Beschwerdebegründung und Nichteintreten im vereinfachten Verfahren. Die Beschwerdeschrift muss in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, und sich mit den für den Ausgang des Verfahrens massgeblichen Erwägungen konkret auseinandersetzen; bloss appellatorische Kritik genügt nicht. Erfüllt die Eingabe diese Mindestanforderungen offensichtlich nicht, kann auf das Rechtsmittel im vereinfachten Verfahren nicht eingetreten werden (vgl. E. 1). Gerichtskosten können bei Nichteintreten ausnahmsweise nicht erhoben werden.

Full text

{T 0/2}
8C_289/2013

Urteil vom 3. Mai 2013
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
M.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit
des Kantons Solothurn,
Juristische Dienstleistungen,
Rathausgasse 16, 4500 Solothurn,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn
vom 20. März 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 20. April 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 20. März 2013,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass dies von der Beschwerde führenden Person verlangt, sich konkret mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinanderzusetzen; eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass im angefochtenen Entscheid unter Verweis auf die massgeblichen Gesetzesbestimmungen und in Auseinandersetzung mit dem im kantonalen Gerichtsverfahren Vorgetragenen näher erörtert ist, weshalb der Beschwerdeführer gegenüber der Arbeitslosenversicherung keine Arbeitsvermittlung beanspruchen kann,
dass dies einen fortbestehenden Anspruch auf Arbeitslosentaggelder voraussetze,
dass der Versicherte darauf nicht näher eingeht, genau so wenig wie auf die vorinstanzlichen Erwägungen zum Fehlen einer, eine von der gesetzlichen Regelung abweichende Behandlung erlaubenden Vertrauenssituation,
dass dergestalt die Beschwerde den Mindestanforderungen nach Art. 42 BGG offensichtlich nicht genügt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 3. Mai 2013

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Keywords

unemployment insuranceappeal admissibilityreasoning requirementnon-entrysimplified procedurecourt costs

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Key legal question

Whether the appeal satisfied the reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Extracted holding

The appeal did not meet the minimum reasoning requirements because it failed to engage concretely with the decisive grounds of the cantonal judgment.

Extracted reasoning

The appellant offered no substantive response to the cantonal court's reasons, in particular regarding entitlement to employment placement and the absence of a protected reliance situation; mere appellate criticism is insufficient.

Key legal question

Whether the appeal should be examined under the simplified procedure.

Extracted holding

Because the appeal was manifestly insufficiently reasoned, the court could decide not to enter on it in simplified procedure.

Extracted reasoning

Art. 108(1)(b) BGG allows non-entry where the appeal obviously does not meet the formal requirements.

Key legal question

Whether court costs should be charged.

Extracted holding

No court costs were levied.

Extracted reasoning

The court waived costs under Art. 66(1) second sentence BGG.

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