Inadmissibility for insufficiently reasoned social welfare appeal

8C_416/2008Federal Supreme Court / Public Law Division IVJun 2, 2008Inadmissible

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Omnilex summary

D.__________, represented by her mother E.__________, appealed a cantonal social welfare judgment to the Federal Supreme Court. The court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42 and 106(2) BGG because it failed to engage with the cantonal court's decisive considerations and only made unsubstantial references to constitutional rights. The appeal was therefore manifestly inadmissible and was not entered into in simplified procedure under Art. 108(1)(b) BGG. No court costs were charged.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for admissibility of a federal appeal: the statement of appeal must, in a manner tailored to the contested reasoning, set out the relief sought and explain concisely and specifically which federal or constitutional provisions were infringed and why. Mere unsupported references to fundamental rights are insufficient. If no validly reasoned remedy is filed, the appeal is manifestly inadmissible and the court may decline to enter into it in simplified procedure under Art. 108 BGG.

Full text

{T 0/2}
8C_416/2008

Urteil vom 2. Juni 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
D.________, Beschwerdeführerin,
vertreten durch ihre Mutter E.________,

gegen

  1. Politische Gemeinde T.________,
  2. Departement des Innern des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand
Fürsorge,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. April 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 15. Mai 2008 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. April 2008,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452, 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),

dass mit anderen Worten in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG sowie des Art. 273 Abs. 1 BStP und des Art. 90 Abs. 1 OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften (Botschaft, a.a.O. Ziff. 2.2.4, S. 4232) und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass mit anderen Worten in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft, a.a.O. Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f., 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.),
dass sich im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, indem sie jedenfalls nicht nach den erwähnten gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, welche verfassungsmässigen und kantonalen Vorschriften und inwiefern diese durch das angefochtene Urteil des kantonalen Gerichts verletzt worden sein sollen, woran auch die blossen - in unsubstanziierter Weise vorgetragenen - Hinweise unter anderem auf die Verletzung des rechtlichen Gehörs und des "Gleichheitsprinzips" sowie der "Menschenrechte" nichts ändern,

dass mithin kein gültiges Rechtsmittel vorliegt,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,

dass angesichts dieses Verfahrensausganges auf die Frage, ob verschiedene in der Beschwerde enthaltene Ausführungen ungebührlichen Inhaltes sind, nicht weiter eingegangen zu werden braucht (Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG),

dass für das bundesgerichtliche Verfahren ausnahmsweise keine Kosten erhoben werden (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 2. Juni 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Keywords

social welfareinadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintsimplified procedurecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal appeal met the statutory reasoning requirements under Art. 42 BGG and Art. 106(2) BGG.

Extracted holding

The appeal did not validly engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment and was therefore not properly reasoned.

Extracted reasoning

The submission failed to identify, in relation to the impugned judgment, which provisions were violated and why; bare references to hearing, equality, and human rights were insufficient.

Key legal question

Whether the appeal should be entered into under Art. 108(1)(b) BGG.

Extracted holding

No entry could be made because the appeal was manifestly inadmissible.

Extracted reasoning

Since no valid legal remedy was filed, simplified procedure under Art. 108 BGG applied and the appeal had to be dismissed at the threshold.

Key legal question

Court costs in the federal proceedings.

Extracted holding

No court costs were charged exceptionally.

Extracted reasoning

The court expressly waived costs for the federal proceedings under Art. 66(1) second sentence BGG.

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