Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

9C_488/2014Federal Supreme Court / Public Law Division IIIJun 30, 2014Inadmissible

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Omnilex summary

A complainant appealed a cantonal AHV decision to the Federal Supreme Court. After warning her about the formal requirements for appeals, the Court held that her submissions still failed to include adequate requests and reasoning and did not meaningfully address the cantonal court's decisive findings, including the assessment of assistance needed for daily activities and the neurologist's report. The Court therefore refused to hear the appeal in simplified proceedings and waived court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 95 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b and Abs. 2 BGG; inadmissibility for insufficient reasoning of the appeal. The appeal must set out the requests and, in concise form, explain in what respect the challenged decision violates law. The appellant must engage with the decisive reasoning of the lower court and, where factual findings are challenged, show with specific arguments that they are manifestly incorrect and legally relevant. A mere repetition of grievances or an unsubstantiated disagreement with the assessment of evidence does not satisfy these requirements. If these minimum standards are not met, the appeal is not entered into in simplified proceedings. Under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG, court costs may be waived.

Full text

9C_488/2014 {T 0/2}

Urteil vom 30. Juni 2014

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Furrer.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 19. Mai 2014.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 12. Juni 2014 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 19. Mai 2014,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 13. Juni 2014 an A.________, worin u.a. auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,
in die daraufhin von A.________ am 18. Juni 2014eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Eingaben der Beschwerdeführerin diese inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht erfüllen, da die Beschwerdeführerin sich nicht in hinreichender Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt und ihren Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung - soweit überhaupt beanstandet - im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft im Sinne von Art. 95 BGG sein sollen,
dass dies insbesondere der Fall ist in Bezug auf die Erwägungen des kantonalen Gerichts, wonach die Beschwerdeführerin bei den alltäglichen Lebensverrichtungen Ankleiden/Auskleiden, Aufstehen/Absitzen/Abliegen, Essen sowie Verrichten der Notdurft - jedenfalls unter (zumutbarer) Zuhilfenahme diverser Hilfsmittel - nicht regelmässig und erheblich auf Hilfe Dritter angewiesen sei,

dass dasselbe betreffend die vorinstanzliche Erwägung gilt, der Bericht des behandelnden Neurologen Dr. med. B.________ vom 17. März 2014 vermöge keine klare Fehleinschätzung der Abklärungsperson bzw. keine zusätzlichen Einschränkungen bei den alltäglich Lebensverrichtungen aufzuzeigen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 30. Juni 2014

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Furrer

Keywords

inadmissibilityreasoned appealformal requirementssocial insurancedaily living activitiescourt costs

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Key legal question

Whether the federal appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG and could be examined on the merits.

Extracted holding

The appeal did not sufficiently state the requests or reasoning and failed to engage with the cantonal court's decisive considerations; it was therefore inadmissible.

Extracted reasoning

The appellant did not show in a legally sufficient manner why the facts were manifestly incorrect under Art. 97 BGG or the legal assessment erroneous under Art. 95 BGG, despite prior notice of the requirements and an opportunity to amend within the appeal period.

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