I-6 U 131/10•Oberlandesgericht Hamm, 2010-11-02, I-6 U 131/10
Oberlandesgericht Hamm, 2010-11-02, I-6 U 131/10
I-6 U 131/10Supreme CourtNov 2, 2010
Regest
Zu den Rechtsmitteln i.S.v. § 839a Abs. 2, 839 Abs. 3 BGB gehören nicht nur die gegen die gerichtliche Entscheidung statthaften Rechtsbehelfe, sondern auch alle in der jeweiligen Instanz gegebenen Behelfe, die sich unmittelbar gegen ein für fehlerhaft gehaltenes Gutachten selbst richten und die bestimmt und geeignet sind, eine auf dieses Gutachten gestützte instanzbeendende Entscheidung zu verhindern. Hierzu zählt auch ein Antrag auf mündliche Anhörung des Sachverständigen vor Gericht nach § 411 Abs. 4 ZPO.
Full text
Oberlandesgericht Hamm — I-6 U 131/10 — Beschluss
Entscheidungsdatum: 2010-11-02
Aktenzeichen: I-6 U 131/10
ECLI: ECLI:DE:OLGHAM:2010:1102.I6U131.10.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 6. Zivilsenat
Normen: BGB §§ 839a, 839 Abs. 3, ZPO §§ 411, 402, 397
Leitsätze
Zu den Rechtsmitteln i.S.v. § 839a Abs. 2, 839 Abs. 3 BGB gehören nicht nur die gegen die gerichtliche Entscheidung statthaften Rechtsbehelfe, sondern auch alle in der jeweiligen Instanz gegebenen Behelfe, die sich unmittelbar gegen ein für fehlerhaft gehaltenes Gutachten selbst richten und die bestimmt und geeignet sind, eine auf dieses Gutachten gestützte instanzbeendende Entscheidung zu verhindern. Hierzu zählt auch ein Antrag auf mündliche Anhörung des Sachverständigen vor Gericht nach § 411 Abs. 4 ZPO.
Tenor
1.)
Der Senat beabsichtigt, die Berufung der Klägerin gegen das am 07.07.2010 verkündete Urteil der 5. Zivilkammer des Landgerichts Essen durch Beschluss nach § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen.
2.)
Die Klägerin erhält Gelegenheit zur Stellungnahme bis zum 26.11.2010.
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