Texte intégral
OGH 3Ob260/97z
- Dokumenttyp: Entscheidungstext
- Entscheidungsdatum: 28.08.1997
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Hofmann als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Graf, Dr.Pimmer, Dr.Zechner und Dr.Sailer als weitere Richter in der Rechtssache der betreibenden Partei Bausparkasse G*****, vertreten durch Dr.Peter Raits und andere Rechtsanwälte in Salzburg, wider die verpflichtete Partei Erna N*****, vertreten durch Dr.Josef Lindlbauer, Rechtsanwalt in Enns, und Dr.Wolfgang Fromherz, Rechtsanwalt in Linz, wegen S 492.527,69 infolge Revisionsrekurses der verpflichteten Partei gegen den Beschluß des Landesgerichtes Linz als Rekursgerichtes vom 28.Mai 1997, GZ 14 R 223/96d etc.-60, den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der außerordentliche Revisionsrekurs der verpflichteten Partei, eingebracht durch Rechtsanwalt Dr.Wolfgang Fromherz, wird gemäß § 78 EO iVm § 526 Abs 2 Satz 1 ZPO, soweit er sich gegen die Zurückweisung der Rekurse ON 38 und 53 richtet, mangels der Voraussetzungen des § 528 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 528a iVm § 510 Abs 3 ZPO), im übrigen aber noch § 528 Abs 2 Z 3 ZPO (ON 42 und 54).
Begründung
Begründung:
Die Rekurse ON 42 und 54 betreffen nur den Kostenpunkt, sodaß auch deren Zurückweisung durch das Rekursgericht ungeachtet dessen unrichtigen Zulässigkeitsanspruches nach § 528 Abs 2 Z 3 ZPO unanfechtbar ist (Kodek in Rechberger Rz 5 zu § 528 ZPO).
Die im übrigen geltendgemachten Rechtsfragen sind nich präjudiziell. Nach praktisch einhelliger Rechtsprechung (Kodek aaO Rz 6 zu § 419 ZPO, EF 79.220) löst eine Berichtigung dann keine neue Frist aus, wenn der Rechtsmittelwerber keinen Zweifel über den wirklichen Inhalt des richterlichen Ausspruches haben konnte. Daß die Verpflichtete solche Zweifel (bloß wegen falsche Hausnummerangabe in ON 18) gehabt hätte, behauptet sie ja selber nicht.