Art. 275 SchKG; arrest of a claim whose creditor has entered bankruptcy abroad. Foreign bankruptcy does not exclude arrest in Switzerland of a receivable having a sufficient territorial connection to the forum state. Even if the foreign bankruptcy administrator is entitled to collect the debtor's claims abroad, this does not affect the admissibility of Swiss arrest proceedings. Claims with cross-border connections may be subject to concurrent enforcement claims; in case of conflict, the state with the more effective control over the relevant asset prevails (consid. 2).
864 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- que Cavin ne peut plus revendiquer le priviIege resul- tant de l'anteriorite de la saisie du 30 avrll 1913 parce qu'll a neglige de contester l'etat des charges qui lui a Me communique le 21 novembre 1913 et qui attribuait a la serie 190 un rang preferable a celui de la serie 197 Mais cette maniere de voir repose a la fois sur une erreur de droit et sur une erreur de fait. D'abord retat des charges n'est pas destine a determiner les relations entre crean- ders saisissants et il ne doit pas meme mentionner les saisies portant sur l'immeuble (v. JAEGER, note 3 sur art. 140). Mais surtout on doit ob server que si, en l'es- pece, l' etat des charges indique les series 190 et 197 et attribue un rang preferable a la premiere, c' est unique- ment en ce qui concerne les saisies du 6 novembre 1912 et du 22 janvier 1913 a regard desquelles le droit preie- rable de la serie 190 n'est pas conteste; il ne mentionne par contre en aucune falion les saisies complementaires. Par consequent, le recourant ne devait y chercher et ne pouvait y trouver aucune indication sur le rang qui se- rait attribue a sa serie dans la repartition du produit de la realisation des biens qui ont fait I'objet de ces saisies eomplementaires. Le fait qu'il n'a pas attaque l'etat des charges ne saurait done le priver de son droit incontes- table de revendiquer aujourd'hui en faveur de Ia serie 197 Ie rang preferable resultant de I'anteriorite de la saisie du 30 avril 1913. 11 va sans dire d'ailleurs' que la solution admise ci- dessus en ce qui eoncerne Ie produit de la realisation vaut egalement en ce qui eoncerne le prix du bail des memes immeubles qui parait avoir ete encaisse par l' of- fice ; eette somme aussi doi t etre affectee par preference au paiement des creanciers de Ia serie 197. Par ces motifs la Chambre des Poursuites et des Faillites prononce: Le recours est admis en ce sens que Ie produit de Ia und KoDkurskammer. N° 66. 365 realisation des biens qui ont fait l'objet des saisies com- plementairE's des 30 avril et 26 juin 1913 doit etre affect par preference au paiement des creanciers de la serie 197. 66. Entscheid vom 29. Oktober 1914 i. S. Bo1l. Art. 275 SchKG. Zulässigkeit der Verarrestierung von For- derungen, deren Gläubiger im Ausland wohnen und dort in Konkurs geraten sind. A. -Der Rekurrent Augustin Boll, LandwirL in Allmuth im Grossherzogtum Baden, macht eine Forde- rung geltend gegen seinen Bruder Leo, der ebenfalls in Allmuth wohnt und dort in Konkurs geraten ist. Er erwirkte für seine Forderung einen Arrestbefehl der Arrestbehörde Lenzburg. Gestützt hierauf belegte das Betreibungsamt Lenzburg am 4. Juli 1914 eine Forde- rung des Leo Boll gegen die Wisa-Gloriawerke, Kinder- wagenfabrik in Lenzburg, mit Arrest. Am gleichen Tage sandte es dem Leo Boll die Arresturkunde und diener übergab sie dem Konkursverwalter. Der Rekurrent leitete so dann gegen den Arrestschuldner in Lenzburg die Betreibung ein. Das Betreibungsamt übergab den Zahlungsbefehl für den Schuldner am 8. Juli 1914 der Post. Dieser soll ihn nach seiner Angabe am 10. Juli erhalten haben. B. -Mit Eingabe vom 18. Juli 1914, die an diesem Tage zwischen 2 und 3 Uhr in Oostduinkerke in Belgien auf die Post gegeben wurde und am 20. Juli 6 Uhr morgens in Lenzburg anlangte, erhob die Rekursgeg- nerin, die Konkursmasse des Leo Boll Beschwerde, indem sie Aufhebung der Betreibung (Nr. 299) bean- tragte. Sie führte zur Begründung aus: Die mit Arrest belegte Forderung liege nicht in der Schweiz, sondern im Auslan (l bei der Person des Schuldners bezw. nun-
Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
mehr bei dessen Konkursmasse I). Es fehle daher auf
Schweizergebiet an einem Arrestobjekt und damit an
einem Betreibungsort. Der Gläubiger, ein im Ausland
wohnender Ausländer, habe keinen Anspruch auf
eine
Spezialexekution in eine Forderung des Kridaren, deren
Schuldner zufällig in der Schweiz wohne.
Es sei nicht
zulässig
auf dem Wege der Arrestnahme doloserweise
ein Vorrecht
zu erlangen. Durch den Konkurs würden
blsondere Betreibungen ausgeschlossen.
Die obere Aufsichtsbehörde des
Kantons Aargau hiess
die Beschwerde durch Entscheid vom 11. September
1914 gut und hob die Betreibung Nr. 299 auf.
Aus der Begrün dung ist folgendes hervorzuheben: Es
handle sich um eine (c Betreibung auf Grund einer Ar-
restlegung auf eine
-Forderung des im Auslande, am
Ort der Konkurseröffnung domizilierten Konkursiten . )
Forderungen gelten aber im allgemeinen als am Wohn-
) orte des Gläubigers gelegene Vermögensstücke. Wenn
) Auslande wohnen, am Wohnort des Schuldners
mit
) Arrest belegt werden können (BE 31
33, Sep.-Ausg. ) 8 Nr. 13), so ist doch zu beachten, dass im inter- ) nationalen Recht allgemein der ausländische Kon- l) kursverwalter als legLimiert anerkannt wird zur Ein- ) klagung und Eintreibung von Forderungen bei aus- ) ländischen Schuldnern (JAEGER, N. 5 zu Art. 197 ) SchKG). Mit andern Worten: Die Attraktivkraft des ) Konkurses erstreckt sich, eben gestützt auf den oben ) erwähnten Grundsatz über die Gelegenheit der Forde- rungen, auch auf sie und können daher nicht zum Gegenstande einer Sonderexekution gemacht werden. c. -Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das Bundesgericht weitergezogen mit dem Begehren, die Beschwerde der Rekursgegnerin sei abzuweisen. und Konkurskammer. N° 66. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung:
1 . . -(Anfechtung der Betreibung, des Arrestbefehls und des Arrestvollzuges). g 2. -Da die Beschwerde gegen das Betreibungsamt erst am 19. oder 20. Juli der schweizerischen Post zur Übermittlung an die untere Aufsichtsbehörde über- geben worden ist, könnte es sich fragen, ob der Arrest- vollzug rechtzeitig angefochten worden sei. Indessen kann die Frage unentschieden bleiben, da die Be- schwerde gegen die genannte Massnahme auf alle Fälle unbegründet ist. Die Vorinstanz gibt zu, dass in der Regel Forderungen von im Ausland wohnenden Gläu- bigern gegen in der Schweiz wohnhafte Personen am Wohnsitz des Schuldners mit Arrest belegt werden können (vergl. AS Sep.-Ausg. 8 Nr. 13, 16 Nr. 33, Ges.-Ausg. 33 I Nr. 33, 39 I Nr. 70), glaubt aber, dass dies dann nicht der FaJI sei, wenn über den Gläubiger der Konkurs ausgebrochen sei, da dann die Forderung als im Ausland befindlich betrachtet werden müsse. Diese Auffassung ist irrtümlich. Mag man auch dem ausländischen Konkursverwalter die Legitimation zuerkennen, im Inlande an Stelle des aus- ländischen Gemeinschuldners dessen Forderungen ein- zuklagen und einzutreiben, so könnte dies doch die Zulassung VOll Arresten an den Forderungen im Inland nicht hindern. Jeder Staat unterwirft, abgesehen von allfälligen Staatsverträgen, grundsätzlich der Zwangs- vollstreckung alle Aktiven des Schuldners, die eine räumliche Beziehung zum Staatsgebiet haben und daher ganz oder teilweise im Bereiche der Staatsgewalt liegen . Forderungen. deren Gläubiger und Schuldner nicht in demselben Staate wohnen und die daher zu zwei Staaten räumliche Beziehungen haben, werden infolgedessen grundsätzlich von beiden Staaten für ihre Zwangsvoll-
Entscheidungen der Schuldbetrelbungs- streckungen beansprucht (vergl. AS Sep.-Ausg. 15 Nr. 68 Ges.-Ausg. 38 I Nr. 112). Entstehen hieraus Konflikte, wie im vorliegenden Fall, so hat eben der Staat die Oberhand, dessen Verfügungsgewalt wirksamer ist, also in der Regel derjenige, in dem der Schuldner wohnt. 3. -Auch die Beschwerde gegen die Betreibung ist unbegründet. Demnach hat die Schuldbetreibungs-u. Konkurskammer erkannt: Der Rekurs wird gutgeheissen und die Beschwerde der Rekursgegnerin gegen die vom Rekurrenten einge- leitete Betreibung Nr. 299 abgewiesen. 67. Arret du 11 novembre 1914 dans la cause Muft'a.t. Pour.suite dirigee contre un debiteur appele sous les drapeaux a I'Hranger, art. 46, 57 et 64 LP. A. -Dans une poursuite dirigee a l'instance de la Banque populaire genevoise, l' office de Geneve adressa un commandement de payer a Albert MufTat, acces- soires pour autos, rue Jean-Charles 20, a Geneve ). Le commandement fut notifie le 7 octobre 1914 a l'epouse du debiteur. B. -Le 10 octobre 1914, le representant de MufTat a porte plainte contre cette mesure de l' office, deman- dant que la poursuite soitannulee par les motifs suivants: 1 ° MufTat est citoyen frannais; il a He mobilise et se trouve actuellement blesse au camp d'Avor, departement du Cher. Dans ces conditions, il n'est plus possible de dire qu'il est domicilie a Geneve. L'office de Geneve, en poursuivant MufTat, a viole I'art .. 46 LP. 2° L'art. 64 a egalement ete viole. Muflat n'est pas absent, au sens de la loi; son absence n'est pas passa- und Konkurskammer. N 67. 369 gere, elle est forcee et de duree indeterminee. La notifi- cation du commandement de payer, faite a son epouse. a donc He irreguliere. La notification aurait dtl tre ef- fectuee suivant les formes employees a l'egard d'un debiteur domicilie a l'eiranger. C. -L'autorite cantonale de surveillance a repousse la plainte, en vertu des consideralions suivantes : Avant la mobilisation, MufTat etait domicilie aux Eaux- Vives, Oll il exernait un commerce d'accessoires pour autos. Le fait qu'il est parti pour l'armee ne suffit pas a lui seul pour faire admettre qu'il n'a plus ce domicile. Sa femme s'y trouvait encore lors de la notification du commandement. Apres avoir rempli les devoirs pour les- quels il a ete appe e en France, MufTat pourra venir re- prendre ses occupations a Geneve. 11 doit donc elre con- sidere comme momentanement absent et non comme habitant ailleurs qu'a Geneve. Le commandement a He notifie regulierement en application des art. 46 et 64 LP. D. -Le representant de MufTat a recouru au Tribunal fMeral contre ce prononce. 11 reprend les moyens deve- loppes precedemment (1 et 2 ci-dessus) et ajoute : 30 Les dispositions de l'art. 57 LP qui suspendent toutes poursuites contre un citoyen au service militaire suisse devraient elre appliquees par analogie aux etran- gers qui se trouvent actuellement sous les drapeaux dans leur pays. 4° En admettant le point de vue adopte par l'autorite cantonale de surveillance, on arriverait ades conse- quences contrrufes aux principes d'elementaire equite : la personne qui recevrait le commandement de payel' poul' le debiteur serait dans l'impossibilite de pouvoil' communiquer avec celui-ci et de defendre ses interets. Statuant sur ces faits et considerant en droit : ad 1. -For de la poursuite. Il est incontestable que Muflat avait san domicile a Geneve, avant le debut de