Art. 92 SchKG; determination of exempt household items and consideration of future circumstances. In assessing whether objects are unseizable, not only the circumstances existing at the time of seizure or retention are relevant, but also future changes that will certainly occur. A chest may be exempt where an imminent birth makes it necessary for the household. A simple wall clock is likewise unseizable if the debtor does not possess a pocket watch, since a means of timekeeping is indispensable for persons who earn their living by work requiring fixed hours.
370 EntscheIdungen der Schuldbetreibungs- la guerre. Le fait d'avoir ete mobilise a-t-il pour cons6- quence que Muffat ne peut plus desormais etre considere eomme domicilie a Geneve? Cette question doit etre resolue negativement. Le fait d'elre p9rLi en guerre n'implique pas pour Muffat l'in- tention d'abandonner son domicile a Geneve. 11 n'a (ait aucune preuve a cet egard; par contre il est eonstant qu'il a laissc sa famille a Geneve. Au surplus, Muffat n'a nullement etabli qu'il se soit erce un nouveau domicile en France. Dans ces conditions il peut encore etre pour- suivi a Geneve en vertu de l'art. 46 aI. 1 er LP et de l' art. 24 CCS. ad 2. -Noti ication du commandement de pager. Muffat n'ayant pas quitte Geneve sans esprit de retour, et bien que le service actif qu'il accomplit en France soit na tu- rellement d'une duree indeterminee, l'instance cantonale admet avec raison que son absence de Geneve n'est que momentanee. Par cOllsequent J'arlicle 64 LP est appli- cable; le commandement de payer pouvait elre notifie valablement a une-personne adulte du menage du dcbi- teur, en partieulier a son epouse. Comp. Rec. off., ed. spec. " n° 21 , 12 n° 16 . ad 3. -Suspension des poursuites. Les termes de l' art. 57 ( la poursuite dirigee contre un citoyen au service mili- ) taire federal ou eantonal est suspendue pendant la duree I) de son service) consacrent une disposition exception- nelle qui ne peut eLre Hendue parvoie d'analogie aux de- biteurs qui se trouvent au service militaire a l'etranger. L' ordonnanee du Conseil federal du 28 septembre 1914, intcntionnellement. n'a pas modifie a cet egard la loi sur les poursuites; le Conseil fMeral, saisi d'une proposition tendant a etendre l'art. 57 dans le sens indique ci-dessus, I'a repoussee. Les etrangers domieilitns en Suisse qui se trouvent aetuellement au service mililaire de leur pays d'origine peuvent naturellement user des droits que ror- Ed. gnn. 27 I n° 45. Ed. g6n. 35 I n° 45.
und Konkurskammer. N° 68.
ilonnanee eonfere d'une maniere generale a tous les de- biteurs (renvoi de la realisation, renvoi de la deelaration de faillite, sursis general aux poursuites). Mais leur droit, en l'etat actuel, ne va pas au dela des droits dont jouis- sent les debiteurs non militaires d'origine suisse et domi- eilies en Suisse. ad 4.-L'argument tire del'equite n'est pas coneluant. Il pourrait justifier eventuellement une demande de re- cevabiIite d'opposition tardive au sens de l'art. 77 LP Mais, en l'espece, il ne s'agit pas de cela; au surplus, le reeourant est pourvu d'un representant auquel il a pu donner ses instructions et, en fait, il a forme opposition, ainsi qu'il resulte du commandement de payer verse au dossier. Par ces motifs, la Chambre des Poursuites et des Faillites prononce: Le recours est eearte. 68. Entscheid vom 19. November 1914 i. S. Steiner-Hürzeler. Art. 92 SchKG: Bei Ausscheidung der Kompetenzstücke sind auch zukünftige Aenderungen der Verhältnisse, die mit Sicherheit eintreten werden,zu berücksichtigen.-Unpfänd- barkeit einer Wanduhr. A. -Auf Verlangen des Rekurrenten F. Steiner- Hürzeler in Basel nahm das Betreibungsamt Basel-Stadt am 24. September 1914 für eine Mietzinsforderung gegen den Rekursgegner Hans Geiger-Küng eine Reihe von Gegenständen in eine Retentionsurkunde auf, näm- lich einen Diwan, eine Kommode, einen zweitürigen Kasten, einen Nachttisch, einen Pariserkoffer, eine Kaffee- mühle und einen (j Regulateurkasten (ohne das fehlende Uhrwerk) im Schätzungswert von 1 Fr. Das Betrei- AS 40 111 -1914
Entscheidungen der Schuldbetreibungs- bungsamt nahm dabei auf Grund einer Behauptung de Rekurrenten an, dass der Rekursgegner seit mehreren Wocnen getrennt von seiner Ehefrau lebe.' " ' B. -Der Rekursgegner erhob gegen die Aufnahme des Retentionsverzeichnisses am 28. September 1914 Be- schwerde, indem er die AufhebunR der Retention bean- tragte. Er machte geltend, dass die retinierten Gegen- stände unpfändbar seien und führte u. a. aus: Seine Ehefraix sei seit etwa sechs Wochen zur Erholung bei ihrem Vater in Affoltern a.jA. gewesen und vor kurzem sei auch er, der Rekursgegner, zu ihr gegangen. Beide seien nunmehr wieder in Basel. Die Ehefrau sehe ihrer Niederkunft entgegen. Der Rekursgegner besitze sodann keine Taschenuhr. Der Regulatorkasten samt dem Uhr- werk, das zur Zeit repariert werde, müsse ihm daher gelassen werden. Die Aufsichtsbehörde des Kantons Basel-Stadt hob ' durch Entscheid vom 14. Oktober 1914 die Retention in Beziehung auf alle Gegenstände mit Ausnahme des Pariserkoffers auf. Sie nahm an, dass für die Eheleute Geiger, wie das Betreibungsamt ausgeführt hatte, sämt- liche Gegenstände ausser der Kpmmode und dem Pariser- koffer unentbehrlich seien und dass ihnen mit Rücksicht auf die bevorstehende Niederkunft der Ehefrau auch die Kommode gelassen werden müsse, weil ein einziger Kasten nebst zwei Koffern-für Eltern und Kind nicht genüge. C. -Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das Bundesgericht weitergezogen mit dem Antrage, die Re- tention sei in Beziehung auf die Kommode und den Regulatorkasten aufrecht zu halten. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung: 2. -Ist somit davon auszugehen, dass die Eheleute und Konkurskammer. N° 68.
Geiger sich nicht dauernd von einander getrennt haben, SC? muss auch der Umstand berücksichtigt werden, dass die Ehefrau nächstens ein Kind gebären wird. Der Re- kurrent hat die Annahme der Vorinstanz: dass die Ehe- frau schwanger sei, nicht angefochten. Infolgedessen m'IISs nach dem normalen Lauf der Dinge die künftige Geburt eines Kindes nicht bloss als möglich, sondern als sicher betrachtet werden. Bei Ausscheidung der Kompe- tenzstücke müssen nun nicht bloss die zur Zeit der Pfändung oder der Retention bestehenden Verhältnisse, sondern aurh deren zukünftige Änderungen, die mit Sicherheit eintreten werden, berücksichtigt werden. Die Annahme der Vorinstanz, dass die Kommode unpfändbar sei, ist somit nicht anfechtbar. 3. -Das gleiche ist in Beziehung auf den Regulator- kasten zu sagen. Der Rekurrent hat nicht bestritten, dass das dazu gehörige Uhrwerk sich in Reparatur befinde. Der Regulatorkasten ist somit als Bestandteil einer Wanduhr anzusehen, und zwar kann es sich mit Rücksicht auf den geringen Schätzungswert des Kastens nur um eine einfache Uhr handeln. Eine solche ist auf alle Fälle dann unpfändbar, wenn der Schuldner keine Taschenuhr besitzt, wie in der Praxis bereits entschiede worden ist (Archiv 2 Nr. 87; JAEGER, Komm. Art. 92 N. 7). Eine Uhr zur Angabe der Zeit ist jedenfalls für alle Personen unentbehrlich, die ihren Lebensunterhalt durch ihre Arbeit verdienen und sich daher an eine bestimmte Zeiteinteilung halten müssen. Nun hat der Rekurrent die Behauptung des Rekursgfgners, er besitze keine Taschenuhr, nicht bestritten; diese Behauptung ist daher als richtig anzusehen. Demnach hat die Schuldbetreibungs-u. Konkurskammer erkannt: Der Rekurs wird abgewiesen.