Art. 806 ZGB; Art. 102, 152 SchKG; distribution of rents between mortgage creditors and seizure creditors; competence and standing in supervisory complaint proceedings. The allocation of rents collected from mortgaged property during enforcement is a question of distribution of proceeds and thus falls within the supervisory authorities' jurisdiction, provided the dispute does not concern the existence or rank of the claims or liens themselves. Seizure creditors have a legally protected interest in a lawful distribution and may complain against an allegedly unlawful allocation even though they are not direct parties to the mortgage enforcement proceeding. Premature payment of the proceeds to mortgage creditors does not render the complaint moot or bar supervisory review, since the entitlement to enforcement proceeds is of enforcement-law character and remains challengeable notwithstanding delivery to a recipient allegedly lacking entitlement.
Entscheidungen der Schuldbetreibungs- tion technique dont la solution reutre dans la competence souveraine de l'instance cantonale. L'autorite de surveil- lance neuchateloise ayant tranche cette question affirma- tivement, le Tribunal federal ne peut revoir cette decision. Il convient toutefois de relever une circonstaIice par- ticuliere a la presente cause. Ponr resoudre la qnestion de savoir queis outils etaient indispensables au recourant pour exercer sa profession, l'instauce cantonale s'est basee sur un rapport de MM. Thomas et Ritschard. Or ce rapport u'a pas ete redige sur l'ordre de l'autorite de surveillance, mais sur la simple demande du creancier Haenggi, qui voulait l'utiliser a l'appui de sa plainte dirigee contre la decision de.l'office des faillites. Aujour- d'hui, le recourant produit une declaration de Thomas qui conteste avoir signe un rapport d'expertise et qui ajoute que l' outillage laisse au recourant, sur la base du pretendu rapport, est insuffisant pour (i arriver a efIectuer un travail si minime soit-il ). Cette piece n'ayant pas ete soumise a l'instance can- tonale, ne peut etre prise directement en consideration par le Tribunal federal. Elle n'en etablit pas moins en fait que l'autorite inferieure de surveillance de la Chaux-de-Fonds peut avoir ete induite en erreur ur I'opinion d'un expert qui declare n' avoir pas He regulitnrement consulte en cette qualite et qui manifeste actuellc:iment une maniere de voir opposee a celle que l'instance cantonale lui a attribuee au vu du pretendu rapport d'expertise. n se justifie, dans ces circonstances, de renvoyer la cause a l'autorite cantonale de surveillance pour qu'elle statue a nouveau en tenant compte, dans la mesure qu'elle estimera opportune, de la nouvelle declara,tion du sieur Thomas et, eventuellement, en ordonnant, si elle le juge necessaire, une nouvelle expertise pour determiner l' ou- tillage necessaire an recourant pour exercer la profession d' artisan-serrurier. und Konkurskammer N° 25. Par ces motifs, la Chambre des P,,:mrsuites et des Faillites prononce:
Le recours est admis dans ce sens que la cause est ren- voyee a l'instance cantonale pour qu'elle statue a nouveau en tenant compte des considerants de rarret du Tribunal federal. 25. Entsoheid vom 14. April 1916 i. S. Toggweiler. Art. 806 ZGB, 102 und152 SchKG. Streit über die Verteilung der eingezogenen Mietzinse unter die betreibenden Pfand- gläubiger einerseits und die Pfändungsgläubiger audererseits. Kompetenz der Aufsichtsbehörden. Legitimation zur Be- schwerde. Vorzeitige Auszahlung des Erlöses an die Pfand- gläubiger. A. -Die Rekurrentin Amalie Toggweiler-Kölliker er- wirkte am 28. Januar 1915 für 10,000 Fr. Frauenguts- forderung Anschluss an die gegen ihren Ehemann voll- zogene Pfändung, Gruppe 176 des Betreibungsamtes Zürich 2. Diese Pfändung umfasste unter Anderem zwei Liegenschaften, nämlich das Haus Zähringerstrasse 1. zum Predigerhof. in Zürich 1, und das Haus Hutten- strasse 52 in Zürich 6. Beide Liegenschaften bildeten bereits den Gegenstand von Grundpfandbetreibungen: die erste seitens der Schweiz. Bodenkreditanstalt , die zweite seitens der Hypothekarbank in Winterthur. Die Bodenkreditanstalt hatte am 19. Juni und 23. Oktober 1914, die Hypothekar- bank Wintherthur am 8. Dezember 1914 Betreibung ein- geleitet, wobei jeweilen die in Art. 152 SchKG vorge- seheneAnzeige an die Mieter.erlassen worden war. Weitere Grundpfandbetreibungen folgten hinsichtlich der Liegen- schaft N° 1 am 12. Juni 1915 (Bodenkreditanstalt), 23. April 1915 (F. Bertschinger), 26. Juni und 5. Juli 1915 (Lebensversicherungs- und Rentenanstalt) und hinsicht- AS 42 m -1916
112 Entscheidungen der Sehuldbetreibungs- lieh der Liegenschaft N° 2 am 10. Mai 1915 (Hypothekar- bank Vinterthur). 5. März 1915 (Städt. Steuerbureau), 27. April und 14. Mai 1915 (E. Götz-Niggli). Am 9. September und 7. Oktober 1915 wurden dann die Liegenschaften versteigert: die erste wurde vom Grund- pfandgläubiger Bertschinger für 295,000 Fr., die zweite für 80,000 Fr. vom Pfandgläubiger Götz-Niggli erworben. Die Betreibungsämter Zürich 1 und 6 verteilten den Erlös - welcher weder am einen noch am anderen Ort den Betrag der Belastung überstieg -an die Grundpfandgläubiger, und zwar ausser dem Betrag des Angebotes für die Liegen- schaften auch die seit Anhebung der Bebeibungen ein- gegangenen Mietzinse. Diese betrugen bei der Liegen- schaft N° 1 6000 Fr. (bis 1. Januar 1915) plus 9306 Fr. 95 Cts. (vom 1. Januar bis 7. Oktober 1915); ersterer Betrag wurde in vollem-Umfange der Bodenkreditanstalt zugewiesen, von letzterem 5000 Fr., während der Rest mit 4306 Fr. 95 Cts. dem Pfandgläubiger Bertschinger zufiel. Bei der Liegenschaft N° 2 wurden sämtliche bis zur Verwertung eingegangenen Mietzinse im Betrage von
Fr. 10 Cts. dem Pfandgläubiger Götz-NiggJi zuge- teilt. Alle .diese Beträge sind ausbezahlt. Das Betreibungsamt Zürich 2 nahnl hierauf in den "Kollokationsplan und Verteilungsliste ) für die Pfän- dungsgruppe N° 176 vom 22. November 1915 die Ver- teilung des Liegenschaftenerlöses, wie sie die Betreibungs- ämter Zürich 1 und 6 im Pfandverwertungsverfahren vorgenommen hatten, auf. B. -Die Rekurrentin beschwerte sieh hierüber mit Bezug auf die Verwendung der Mietzinse, indem sie ver- langte, dass bei der Liegenschaft in Zürich 1 die Miet- zinse vom
wies die Beschwerde von' der Hand, weil der Streit nicht in das Beschwerdeverfahren gehöre und die Pfandver- wertungsbetreibungen abgeschlossen seien. Das Ober- gericht als kantonale Aufsichtsbehörde trat auf die Be- schwerde wegen mangelnder Legitimation der Rekurrentin materiell ebenfalls nicht ein. C. -Frau Toggweiler rekurriert gegen letzteren Ent- scheid an das Bundesgericht, mit dem Begehren, es sei auf die Sache einzutreten und es seien ihre Anträge vor erster Instanz gutzuheissen. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung:
Entscheidungen der SchuIdbetreibungs- gläubigern . zukommenden Zinsbetreffnisses hängt also davon ab, in welchem -Verhältnis der Erlös aus dem Grundstück einerseits und aus den Mietzinsen anderer- seits zur Deckung der Forderung der betreibenden Pfand- gläubiger verwendet wird. Dabei handelt es sich überall um Fragen der Verte'ilung, die durch die Aufsichts- behörden, nicht durch den Richter, zu entscheiden sind. Denn der Streit dreht sich nicht um den Bestand, noch um den gegenseitigen Rang der konkurrierenden Pfand- rechte. Die Rekurrentin erklärt denn auch im Rekurs an das Bundesgericht ausdrücklich, sie bestreite weder die in Betreibung gesetzten Forderungen, noch die Grund- pfandrechte, noch das Pfandrecht der Rekursgegner Bertsehinger und Götz-Niggli an den Mietzinsen gemäss Art. 806 ZGB; was beanstandet werde, sei lediglich der Verteilungsmodus, die Art der Zuteilung der Mietzinse. Man hat es somit ausschliesslich mit der Anwendung der verfahrensrechtlichen Grundsätze und Vorschriften über die Verteilung des Pfanderlöses zu tun, woraus folgt, dass die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden gegeben ist. 2. -Wenn die Vorinstanz trotzdem auf die Sache materiell nicht eingetreten ist, so geschah es deshalb, weil sie die Legitimation der Rekurrentin zur Beschwerde über die im Pfandverwertungsverfahren erfolgte Verteilung verneint hat. Allein zu Unrecht. Denn Gegen- stand der Beschwerde bildet die Zuteilung der Mietzinse wie sie vom Betreibungsamt Zürich 2 aus den Pfandver wertu.ngsbet:eibnngen in den Kollokationsplan und VerteIlungsliste m der P f ä n dun g s g r u p p e N0 176 I) inübergenommen wurde. Darauf dass bei Verwertung I der. Grundpfandbetreibung die Pfändungsgläubiger mcht dIrekt an dem Verfahren beteiligt seien, dass ihnen der A.nspruch a.uf Zuntellung eines Kollokationsplanes und emer Vertellungshste fehle, und folglich auch das eeht, ich über diese Verteilung zu beschweren (worauf dne Vonnstanz als entscheidend abstellt), kommt daher mehts an. Die Pfändungsgläubiger haben zweifellos ein und Konkurskammer. N° 2,), 115 rechtliches Interesse daran, dass bei Konkurrenz mit den Grundpfandgläubigern mit Bezug auf die Mietzinse der verpfändeten Liegenschaft die Verteilung der Zinse unter die verschiedenen Gläubigerkategorien den gesetzlichen Vorschriften entspreche, und sie sind befugt, gegen einen Verteilungsmodus, den sie als gesetzwidrig betrachten, sich auf dem Weg der Beschwerde über die ihnen im Pfändungsverfahren bekannt gegebene Verteilung zur V ehr zu setzen. 3. -Dem Eintreten auf die Beschwerde steht endlich auch nicht der Umstand entgegen, dass die streitigen Beträge von den Betreibungsämtern Zürich 1 und 6 bereits an die Grundpfandgläubiger ausbezahlt worden und die Pfandverwertungsbetreibungen abgeschlossen sind. Die Rekurrentin hat die Verteilungsliste in der Pfändungsbetreibung innert gesetzlicher Frist angefoch- ten. Die vorzeitige gänzliche Auszahlung des Mietzins- erlöses an die Pfandgläubiger kann ihr daher nicht ent- gegengehalten werden. Es genügt in dieser Hinsicht, auf die Entscbeide des Bundesgerichts in Sachen Wilezek, Strasser undWyss (AS Sep.-Ausg. 12 N° 25 und 56, 13 N° 38, 15 N°"37 ) hinzuweisen, worin ausgeführt ist, dass der Anspruch des Gläubigers an das Betreibungsamt auf Herausgabe des Erlöses der Betreibung nicht zivil-, son- dern betreibungsrechtlicher Natur sei und durch die bereits erfolgte Ablieferung an einen zur Empfangnahme nicht legitimierten Dritten nicht berührt werde. Die Re- kurrentin kann deshalb nicht auf den Weg der Schaden- ersatzklage gegen den Betreibungsbeamten oder der Be- reicherungsklage gegen die aus den Mietzinsen befriedigten Pfandgläubiger verwiesen werden, sondern die Vorinstanz ist anzuhalten, auf die vorliegende Bescbwerde einzu- treten und sie materiell zu behandeln. Ges.-Ausg. 36 1 N° 78 und 123, 38 I N° 78, 33 I No 63.
116 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- Demnach hat die Schuldbetreibungs-u. Konkurskammer erkannt: Der Rekurs wird in dem Sinne begründet erklärt, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zu materieller Behandlung an die Vorinstanz zurück- gewiesen wird. 26. Arrit du 17 a.vril 1916 dans la cause Union vaudoise du Creclit. L'office est tenu de saisir a nouveau les biens qui ont deja e!e saisis et rtnalises au cours de la poursuite, lorsque le creancier requiert cett saisie en prHendant que les objets appartiennent au debiteur. A. -L'Union vaudoise du Credit a exerce contre Gus- tave Chollet a Nyon, pour deux creances se montant au total de 4000 fr., les poursuites n° 2077 et 2195, en vertu desquelles I'office des poursuites de Nyon a saisi, le 9 juillet 1915, divers biens, notamment des objets mobi- liers, taxes 579 fr. A teneur du proces-verbal du 14 septembre 1915,les dits objets ont ete vendus de.gre a gre, pour le prix de taxe, a J. Noblet, a Duillier, beau-frere du debiteur. Tous les interesses ont connenti acette vente, qui a eu lieu au bureau de l' office, Oll Noblet averse lui-meme le prix de vente. Toutefois, les objets n'ont pas ete depla- ces; Hs sont restes en la possession du debiteur Chollet, qui les dHient encore aujourd'hui. Le produit de la vente a He reparti aux creanciers saisissants. Les fonds verses par Noblet a l'Office proviennent d'un emprunt contracte par Chollet, sous le cautionne- ment de Noblet, aupres de I'Union vaudoise du CrMit. Le 3 janvier 1916, cette creanciere a requis de l'Office de saisir a nouveau les memes biens mobiliers designes sous n° 1 a 21 du proces-verbal de saisie du 5 juin 1915, und Konkurskammer N° 26. .111 LaxeS 579 fr., bien rachetes et payes par le dehitem Chollet; . B. -L'office ayant r( fuse de faire droit acette requisition, l'Union vaudoise du CrMit a porte plainne a l'autorite interieure de surveillance en demandant que h prepose soit invite a proceder a la saisie complemen- taire requise le 3 janvier 1916. . Par decision du 15 fllYrier, le President du Tribunal du district de Nyon a admis la plainte. Le debiteur Chollet a recouru contre ce prononce a l'autorite canto- nale de surveillance, laquelle a admis son recours et rHorme la decision presidentielle. Les motifs de ce pro- nonce rendu le 21 mars 1916 sont en resume les sui- vants: Le fait que des biens ont deja ete saisis et realises n'exclut pas en principe la possibilite de les saisir a nou- veau au profit du meme creancieret au prejudice du meme debiteur. Mais on ne peut admettre sans exception cette saisie toutes les fois Oll le debiteur detient les biens saisis anterieurement et renvoyer dans tous les cas le tiers indique comme acquereur dans Je proces-verbal de vente a faire valoir ses droits conformement aux art. 106 et suiv. LP.En l'espece, si l'argent avec lequel Noblet a paye les objets vendus provient d'un emprunt con- tracte par Chollet, il faut retenir que ce pret a Me accorde par I'Union vaudoise du Credit elle-meme, sous le cautionnement de Noblet. Ce dernier est en realite le vrai debiteur de la Banque, et non Chollet, qui est insol- vable. L'Union du Credit savait que l'argent prete sec- virait au rachat des meubles saisis; elle a consenti a la vente de gre a gre et elle ne peut pretendre saisir a nouveau les objets vendus puisque par la elle conteste- rait le droit de propriHe du tiers acquereur, alors qu'elle a eHe-meme favorise cette acquisition. Il est inadmis- sible que la Banque fasse saisir une seconde fois des biens sur le produit desquels elle a touche une quote-part. C. -L'Union vaudoise du CrMit a recouru en temps utile au Tribunal federal contre rette decision, qui lui a