SchKG; amieable liquidation of a commercial company by assignment of assets; standing to be sued of the liquidation mass. The liquidation mass is not a procedural person and cannot itself appear as a party in litigation. In the case of a commercial company, particularly a stock corporation, liquidation must proceed with observance of the statutory publicity requirements; if need be, the conventionally designated liquidators must be entered in the commercial register and act in the company’s name for the benefit of creditors. Practical inconveniences do not justify deviation from this rule (consid. not stated).
ioo Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (ZiviIabteilungen). N° 25. fait valoir des arguments tires de considerations pratiques. Elle soutient que la liquidation a l'amiable d'une societe par cession de son actif deviendrait impossible si le liquidateur ne pouvait agir au nom de la masse. A cela il y a lieu de repondre que lorsqu'il s'agit d'une societe commerciaIe, il existe un moyen d'eviter toutes compli- cations, c'est de conferer aux liquidateurs designes conventionnellement la qualite de liquidateurs de Ia societe, par une inscription au registre du commerce. Comme teIs, Hs auront en effet le pouvoir de plaider, sous le nom de Ia societe, au profit des creanciers. C'est m me la le seul mode normal de proceder, car il n'est pas admissible qu'une societe commerciaIe, notamment une societe anonyme, soit liquidee sans l'observation des mesures de publicite prescrites par la loi. Au surplus les inconvenients qu'il peut y avoir a ne pas mettre les liquidations amiables sur Ie mnme pied que les liquidations concordataires ne sont pas in- surmontables. Il n'est pas excessü' d'exiger de chaque creancier, en meme temps qu'une adhesion a l'arrange- ment propose, une procuration permettant aux liqui- dateurs d'agir en son nom. Si Ia cession de biens se conclut dans des conditions serieuses. sur la base d'une liste de creanciers et d'adhesions conferant les pouvoirs necessaires aux liquidateurs, ceux-ci n'auront pas de peine a savoir au nom de qui Hs doivent proceder le cas echeant, ni les creanciers ä. savoir contre qui il leur faudra proceder s'ils sont dans le cas de faire valoir leurs droits en justice. Il resulte de ce qui precede que les demandes formees en l'espece contre la masse en liquidation de la Rode Watch Co ou pour celle-ci sont irrecevables parce qu'elles mettent en cause une collectivite qui ne peut pas etre partie dans un proces. Le Tribunal Jedeml prononce : Le recours est rejete et le jugement attaque est confirme. Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (Kreisschreiben). No 26. 101 IH. KREISSCHREffiEN DES GESAMTGERICHTES CIRCULAIRES DU TRffiUNAL FEDERAL 26. Xreisschreiben Nr. 19 vom a3. April 1926. Gegenstand: Meldepflicht an Militärbehörden. Einer Anregung des eidgenössischen Militärdeparte- mentes Folge gebend, beehren wir uns, Ihre Aufmerk- samkeit darauf zu lenken, dass die in der Amtlichen Gesetzsammlung (Bd. 41 S. 755 ff.) veröffentlichte und am 1. Januar 1926 in Kraft getretene bundesrät- liche Ver 0 r d nun g übe r das m i 1 i t ä r i- sc h e K 0 n t roll wes e n vom 7. Dezember 1925 den Betreibungs-und Konkursämtern weitgehende Meldepflichten auferlegt, und zwar unter Strafandro- hung. Die einschlägigen Vorschriften lauten: Art. 79 Abs. 1. Die Betreibungs-und Konkursämter haben den kan- tonalen Militärbehörden unter genauer Angabe der Personalien jeweilen innert Monatsfrist Mitteilung zu machen, wenn Offiziere, Unteroffiziere oder im Auszug eingeteilte Kavalleristen in Konkurs fallen oder fruchtlos ausgepfändet sind. Art. 88. Staats-und Gemeindebeamte, welche den auf sie bezüglichen Vorschriften dieser Verordnung nicht nach- kommen, sind bei ihrer Oberbehörde anzuzeigen und von dieser zu bestrafen; sie sind ausserdem für all- fällig verursachten Schaden haftbar. Wir ersuchen Sie, die Betreibungs-und Konkurs- ämter Ihres Kantons zur Befolgung der aufgeführten
102 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (Kreisschreibr,n). N0 27. Vorschriften anzuhalten, und empfehlen Ihnen und den unteren Aufsichtsbehörden ein gleiches, soweit Veran- lassung zu disziplinarischen Massnahmen gegeben ist. Gleichzeitig machen wir Sie darauf aufmerksam. dass das Bundesgericht den durch die neuen Vorschriften überholten Art. 91 der Verordnung über die Geschäfts- führung der Konkursämter vom 13. Juli 1911 aufgehoben hat (siehe Gesetzsammlung Bd. 42 S. 252). 27. Xreisschreiben Nr. ao vom 13. Juli lSaS. Verbot der Zustellung VOll Pfändungsanzeigell nach Deutschland. Einer Anregung des Eidgenössischen Politischen De- partementes Folge gebend, sehen wir uns veranlasst, Ihnen folgendes mitzuteilen : Gemäss Art. 99 SchKG ist bei der Pfändung von Forderungen oder Ansprüchen, für welche nicht eine an den Inhaber oder an Ordre lautende Urkunde be- steht, dem Schuldner des Betriebenen (Drittschuldner) anzuzeigen, dass er rechtsgültig nur noch an das Betreibungsamt leisten könne. Vohnt der Drittschuldner in Deutschland, so dürfte nach dem Kreisschreiben Nr .. 4 des Bundesgerichts vo 12. Juni 1913 (Bundes- blatt 1913, IU, deutsche Ausgabe S. 716, französische Ausgabe S. 734; Taschenausgabe von Jaeger S. 283 ff., Kommentar von JAEGER, I. Ergänzung, S. 136 ff.) die Zustellung einer solchen Anzeige an ihn nicht durch die Post, sondern nur durch Vermittlung der zuständigen deutschen Behörde bewirkt werden. In einem kürzlich erfolgten Notenwechsel hat nun aber die Deutsche Reichsregierung den Standpunkt eingenommen, das an einen in Deutschland befindlichen Drittschuldner ergehende Zahlungsverbot sei ein Akt staatlicher Zwangsgewalt, der sich gegen ein nur der deutschen Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (Kreisschreiben). N° '13. 103 Vollstreckungsgewalt unterliegendes Vermögensstück richte und demgemäss von einem ausländischen Amt nicht wirksam vorgenommen werden könne. Entspre- chend dieser Auffassung lehnt die Reichsregierung die Rechtshilfe zur Bewirkung von Zustellungen auslän- discher Zahlungsverbote an in Deutschland befindliche Drittschuldner ab. Obwohl weder das Bundesgericht (vgl. BGE 52, IH, S. 1 ff.) noch das Eidgenössische Justizdepartement diese Auffassung teilen, bleibt nichts anderes übrig, als sich ihr zu unterziehen, da nach Art. 4 der Haager Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht vom 17. Juli 1905/27. April 1909 die Zustellung von der ersuchten Behörde abgelehnt werden kann, wenn sie nach der Auffassung des Staates, auf dessen Gebiet sie erfolgen soll, geeignet erscheint, seine Hoheitsrechte zu verletzen. Die Betreibungsämter werden deshalb zwecks Vermeidung von Anständen mit der Deutschen Reichs- regierung angewiesen, an in Deutschland wohnende Drittschuldner keinerlei Pfändungsanzeigen zu erlassen, weder durch die Post noch auch durch die Vermittlung der dortigen Behörden. . -- ... ...... OFDAG Offset-, Formular-und Fotodruck AG 3000 Bem