Art. 43 BV 1848; Art. 44 BV 1874; Zurich law on communal citizenship and emigration before 1833: Swiss citizenship by descent requires that the ancestral communal and cantonal citizenship still existed when the constitutional inalienability principle entered into force. Where the applicable pre-1833 cantonal law imposed periodic declarations to preserve the home affiliation, failure to comply entailed loss of communal and state citizenship. A later constitutional rule of inalienability does not revive a right already extinguished. The burden lies on the claimant to show continuous preservation of the ancestral status (consid. 2).
346 Verwaltungs-und Dillzip . une grande pmdence s'impose. Chargoo d'appliquer les lois, l'administration n'a pas, en principe, le pouvoir d'ßriger, par Ba pratique, des normes venant prendre place a cöte de celles que le 16gislateur etablit selon une rocedure determinoo. Des derogations ne sauraient etre admises qu'a titre exceptionnel, pour satisfaire, en presence d'une lacune de la 10i, a une imperie1ise exigence de l'equite. Ainsi, les autorites administratives ordonnant le rembour- sement de la taxe militaire que des hommes, recmtes tar- divement, avaient acquittee avant d'etre declares aptes au service militaire, le Tribunal federal a reconnu en 1930 que cette pratique, issue d'une circulaire de 1897, avait la valeur d'une regle de droit coutumier (RO 56 I 42). Las motifs de cettesolution ne se retrouvent pas en 1'0c- currence. Outre que l'usage 'invoque n'a pas dur aussi longtemps, aucun principe d'equite ne commande a la Confederation d'octroyer une allocation speciale a ceux de ses agents qui, n'habitant point le lieu de 1eur travail, ont de ce fait des depenses supplementaires. Pareille allo- cation ne s'accompagne pas, actuellement, de l'opinio necesBitatia. D'autre part -et c'est le point dOOisif -, il n'y a pas de 1acune a combler quand l'administration, comme ici (cf. cons. 2), a toute latitude d'adapter le trai- tement aux circonstances. Enfin, en depit des precedents signales par Bauer, il ne s'agitvraisemblablement pas d'un usage uniforme et constant. La defenderesse declare n'avoir consenti que dans certains cas a verser une indemnite destinoo a couvrir le surcroit de frais du a l'exis- tence d'un menage separe. Quoi qu'il en soit, il ne saurait etre question d'une coutume. c) Ademut de regIes legales ou coutumieres, le droit a. une indemnite de menage separe peut seulement decouler d'une decision administrative. TI n'appartient en conse- quence qu'a l'employe a. qui une teIle decision le comere et n'existe que dans les limites qu'elle lui assigne. 4. -Bauer n'a, donc pas d'autres droits, s'agissant de l'indemnite pour menage separe, que ceux que lui donne Bohweizerbürgerrecht. N° 53. 347 la decision du '29 juillet 1946. Comme elle porte effet des le 1 er janvier 1946, il demande en vain a etre indemnise pour 1es annees precedentes, d'autant plusque c'est un salaire global qui lui a ete alloue et qu'll a accepte en mai 1941. L'indemnite de menage separe n'a du raste jamais ete accordoo qu'a. la diligence de l'interesse. Saisie d'une requete qui aurait pu 'lui etre soumise auparavant, la Confederation avait evidemment le droit de ne pas faire retroagir sa decision dans une mesure incompatible avec les 1,'egles concernant l'etablissement du budget et des comptes. Par ces motifa, le Tribunal federol Rejette la demande. V. SCHWEIZERBÜRGERRECHT NATIONALITE SmSSE 63. UrteH vom 19. September 1947 i. S. ZollJnger gegen eldg. Justlz-und Pollzeidepartement. SckweizerbÜf'g81'1'6Oht : Die Nachkommen e im 17. Jnhundnrt auSgewanderten Bürgers der zürchel'lSchen Gememde Stäfa sind von Geburt nicht Schweizerbürger, wenn ihre Vorfahren ihr angestammtes Bürgerrecht nicht durch Erstattung der nach früherem kantonalem Recht erforderlichen Meldungen unterhalten haben. Droit de ciU suisse. Las descendants d'un bourgeois de la commune zurichoise de Stäfa qui a emigre au 17 me siecle ne sont J?88 citoyens suisses de naissance, si leurs ancetres n'ont p88 er m tenu leur droit de cittS d'origine en procedant aux declaratlons exig6es psr l'ancien droit cantonal. Diritto di cittadinanza 8'lJizzera. I discendenti d'un cittadino deI oomune zurigano di Stäfa che e emigrato nel. XVII s.oool0 non sono cittadini svizzeri di na.scita se i loro discendentl. on hanno mantenuto il loro diritto di cittadinanza d'orIgme procedendo alle dichiarazioni richieste dal vecchio diritto cantonale.
Verwaltungs. und Disziplinarrecht. Ä. -Der Beschwerdeführer Friedrich Georg Zollinger wurde am 12. Februl:tr 1914 in Berlin geboren als Sohn des. Diplomingenieurs und Architekten Friedrich Rein- hard Zollinger. Er leitet seine Herkunft ab von dem am 11. November 1671 in Ülikon-Stäfa als Bürger dieser Gemeinde geborenen Andreas Zollinger.Dieser wanderte nach Wiesbaden (Deutschland) aus und erwarb daselbst in der Zeit zwischen 1712 und 1721 das Bürgerrecht (Gutachten des Herrn Diethelm Fretz vom 7. April 1947, S. 44). Seine Nachkommen blieben in Deutschland. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass einer von ihnen Schritte zum Verzicht auf das angestammte Bürger- recht oder zu dessen Erhaltung unternommen hätte. B. -Der Beschwerdeführer ist in seiner Jugend von seinem Grossvater auf die Herkunft der Familie aufmerk- sam gemacht worden. Er versucht seit 1936 die Aner- kennung als Schweizerbürger zu erreichen. Er' hat im Dezember 1945 und seither dem schweizerischen Konsulat in Frankfurt ajM. und der Polizeiabteilung des eidg. Justiz -und Polizeidepartementes verschiedene kirchliche und standesamtliche Akten, sowie ein Gutachten des Zürcher Historikers Diethelm Fretz eingereicht, um nach- zuweisen, dass das Gemeindebürgerrecht von Stäfa und das Zürcher Landrecht vor 1848 unverlierbar waren, dass er diese Bürgerrechte durch Abstammung erworben habe und damit Schweizerbürger sei. Das eidg. Justiz-und Polizeidepartement hat am I. Mai 1947 entschieden, dass der Beschwerdeführer das Schweizerbürgerrecht nicht besitzt. O. -Hiegegen richtet sich die' Verwaltungsgerichts- beschwerde mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und festzustellen, dass der Beschwerdeführer Schweizerbürger sei. Zur Begründung wird im wesentlienen ausgeführt, der angefochtene Entscheid verletze deh in Art. 43 der BV von 1848 und in Art. 44 der BV von 1874 enthaltenen Grundsatz der Unverlierbarkeit des Schweizer- bürgerrechts. Er lehne die Anerkennung des Schweizer-
bürgerrechts ab, weil die Weggezogenen nach altem Zürcher Recht das Bürgerrecht verloren hätten, sofern sie sich nicht innerhalb bestimmten Zeitabständen regel- mässig bei der Heimatbehörde gemeldet hätten. Der erste hiefür angerufene Erlass, vom 18. November 1723, erneuert 1759, beziehe sich aber nur auf Stadtbürger und habe für die Landschaft nicht gegolten. Eine spätere Ausdehnung des Geltungsbereichs, die subsidiäre An- wendung auf die Landschaft, sei nicht nachgewiesen. Die Verordnung vom 15. Oktober 1812, Art. 5, wonach eine sechsjährige Versäumnis von Anzeigen von Verehe- lichungen, Geburten und Todesfällen an die Heimatbe- hörde den Verlust des Land-und Bürgerrechts bewirke, sei eine Ausnahmebestimmung für einen speziellen Fall. Es scheine ganz unglaubhaft, dass der Gesetzgeber an eine einfache Nachlässigkeit der Nichtmeldung eine. so schwerwiegende Folge wie den Totalverlust des Bürger- rechtes habe knüpfen wollen; wenn er es aber in bestimm- ten Fällen tatsächlich gewollt habe, sei dies sicher wegen ganz speziellen Verhältnissen für bestimmte Personen- kategorien und Auswanderungsgebiete geschehen. Bei dem fraglichen Erlass handle es sich, modern gesprochen, um Notgesetzgebung. Er habe sich nur auf bestimmte Personenkategorien, so auf Gewerbetreibende und nament- lich auf Arbeiter bezogen, habe demgemäss einen personell beschränkten Geltungskreis besessen. Auf die Landbewoh- ner von Stäfa habe sie gar nie angewendet werden können, auch wenn sie eine Zeitlang für Stadtzürcher Geltung besessen hätte. Ein Überblick über Literatur und Recht- sprechung zeige, dass das Prinzip der' Unverlierbarkeit des Bürgerrechtes allgemein als Regel auch vor 1848 an- erkannt wurde, dasjenige des Verlustes jnfolge Weg- zuges nur bei besondern Voraussetzungen in den Städten hie Und da zur Anwendung gelangt sei. Im vorliegenden Fall habe in keiner Weise dargetan werden können, dass böttiminte Verordnungen der Stadt und des Kantons Zürich für die aus der Heimatgemeinde Stäfa ausgewan-
350 Verwaltungs. und Disziplinarrecht. derten Vorfahren des Gesuchstellers den Verlust des Bürgerrechtes zur Folge gehabt hätten. Der Beschwerde- führer sei des Schweizerbürgerrechtes würdig. Das Bundesgericht hat die Beschwerde abgewiesen in Erwägung: Der Beschwerdeführer kann nur dann als Schweizer- bürger anerkannt werden, wenn seine Vorfahren das angestammte Bürgerrecht in der Gemeinde Stäfa und im Lande Zürich beibehalten haben. Da das Zürcher Land- recht seit 1833 die Unverlierbarkeit der staatsrechtlichen Zugehörigkeit anordnete (Gesetz vom 20. Oktober 1833 über die Erwerbung, die Wirkung und den Verlust des Bürgerrechts 30, offizielle Gesetzsammlung Bd.!II (1833) S. 168) und dieser Grundsatz in der Bundesverfassung von 1848 aufgenommen wurde und seither ununterbrochen gegolten hat, kommt es auf die Rechtsstellung der Aus- wanderer in der Zeit vor 1833 an. Wie es sich im 17. und 18. Jahrhundert verhielt, kann dahingestellt bleiben. Fest steht jedenfalls, dass zur Zeit der Mediationsverfassung der Ausgewanderte seine an- gestammte Zugehörigkeit zu einer zürcherischen Gemeinde nur dann behielt, wenn er die Verbindung mit der Heimat pflegte, die in seiner Familie vorkommenden Vereheli- hungen, Geburten und Todeslalle regelmässig der Hei- matgemeinde meldete. Wer es nicht tat, verlor das Land- und Bürgerrecht. Und zwar waren jährliche Meldungen vorgeschrieben mit der Milderung, dass der VerluSt der staatsrechtlichen Zugehörigkeit nur eintreten sollte bei Bürgern, die ihre Meldepflicht während 6 Jahren versäumten (Ziff. 5 der Verordnung des Kleinen Rates des Kantons Zürich vom 15. Oktober 1812 wegen der Auswanderung hiesiger Kantonsbürger in fremde Staaten, Officielle Sammlung der vom Grossen Rathe des Cantons Zürich gegebenen Gesetze etc., (cit. Med. Akt. Slg.) Bd. V S. 333). Schweizerbürgerrecht N° 53. 35l Der Beschwerdef'1ihrer macht geltend, die Verordnung sei eine Notverordnung gewesen und habe sich nur auf bestimmte Gruppen von Gewerbetreibenden und Arbei- tern bezogen, also nur einen beschränkten Geltungs- bereich gehabt, sie habe vor allem für die Landleute der Gemeinde Stäfa nie gegolten. Die"'Einwendung ist aber unbegründet. Allerdings war unmittelbarer Anlass für den Erlass der Verordnung Krise und Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich. Die Verordnung enthielt inhaltlich aber nichts ausserordentliches, sondern sie bestätigte lediglich, soweit sie hier in Betracht lallt, die Pflicht zur Unter- haltung des Gemeindebürgerrechts , einen Grundsatz, der allgemeinen Auffassungen der Zeit entsprach, wie sie auch in andern Erlassen zum Ausdruck kommen (vgl. besonders die Gesetze über die Landrechtserteilungen vom 18. Dezember 1804, 12, und vom 22. Mai 1812, 14, Med. Akt. Slg. Bd. II S. 176, und Bd. V S. 234). Sie ist als allgemeine Verordnung bezeichnet und in die offizielle Gesetzsammlung aufgenommen. In einem Beschluss des Kleinen Rathes vom 3. Mai 1817 betreffend die Pass- erteilung für Auswanderer oder Reisende nach Russland oder Russisch-Polen ist auf sie Bezug genommen mit der ausdrücklichen Feststellung, dass sie unverändert in Kraft besteht. (Neue officielle Sammlung der Gesetze und Verordnungen des Standes Zürich, Bd. II, S. HO). Es ist auch kein Zweifel darüber möglich, dass sie gel- tendes Recht war und dass eine Versäumnis der Melde- pflicht im Kanton Zürich wenigstens vom Jahre 1812 an de!! Verlust der Staatsangehörigkeit nach sich zog. Sollten daher die Nachkommen des nach Wiesbaden ausgewanderten Stäfners Andreas Zollinger das ange- stammte Bürgerrecht in Stäfa nicht schon im Verlaufe des 17. oder des 18. Jahrhunderts verloren haben, so ist der Verlust auf jeden Fall nach Massgabe der Verordnung vom 15. Oktober 1812 eingetreten, da auch damals nichts zu der Unterhaltung der Zugehörigkeit zu Stäfa getan worden ist. Im Jahre 1833, als die Gesetzgebung des
3,52 Verwaltungs-und Disziplinarrecht.
Kantons Zürich die Unverlierbarkeit anordnete, stand
den Vorfahren des Beschwerdeführers das Bürgerrecht im
Kanton Zürich nicht mehr zu, weshalb sich der Beschwer-
deführer,
was die Staatsangehörigkeit anbelangt, nicht auf
zürcherische Abstammung berufen kann. Das Departe-
ment hat unter dies'en Umständen die Anerkennung des
Beschwerdeführers als Schweizerbürger
mit Recht ab-
gelehnt.
(REOHTSVImWEIGERUNG)
EGALITE DEV ArotYrf LA LOI
(DtNI DE JUSTICE)