Art. 30 HSchG, Art. 59 Abs. 3 HSchG; appealability of a stay order in hotel composition proceedings. The stay granted under Art. 30 HSchG is a mere opening decision of the composition proceedings within the meaning of Art. 297 SchKG. In that opening stage, only the debtor is party; creditors are not notified as parties and therefore lack standing to challenge the order by appeal. The general appeal clause of Art. 59 HSchG does not extend to this interlocutory opening decision, but only to the final composition decision, which must be communicated to participating creditors and is then subject to appeal (consid. 1).
Reohtliche Massnahmen für die Hotelindustrie. Na 9. des objets que le preneur apportera dans les locaux loues. Dans le cas on la couverture representee par ces 0 bjets n'est que partnelle ou tres insuffisante, on comprendrait donc mal que le bailleur dftt attendre leur realisation avant de pouvoir poursuivre par la voie ordinaire le recouvre- ment de la plus grande partie du loyer impaye, au risque d'etre prime par les creanciers chirographaires qui auraient pu faire valoir leurs droits plus tOt. Par ces moti/s, la Ohambre des poursuites et des /aillites rejette le recours. B. Rechtliche Schutzmassnahmen für die Hotelindustrie .. Mesnres juridiques en favenr de l'industrie hOteliere. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER ARRETS DE LA CHAMBRE DES POURSIDTES ET DES FAILLITES 9. Auszug aus dem Entscheid vom 25 Februar 1950 i. S. Hurtig und Konsorten. Hotelschutz. Gegen die Erteilung von Stundung im Sinne von Art. 30 HSchG (Nachlasstundung) steht den Gläubigern kein Rekursrecht nach Art. 59 3 HSchG zu. Mesures juridiques en faveur de l'industrie hOteliere. Le recours prevu par l'art. 59 al. 3 de la loi federale du.28 septembre 1944 n'est pas ouvert aux creanciers contre la decision qui accorde un Bursis (sursis concordataire) au debiteur en vertu de l'art. 30 de cette meme loi. Misure giuridiche a favore dell'industria alberghiera. I creditori non possono impugnare col ricorso previsto dalI'art. 59 p. 3 della LF 28 settembre 1944 la decisione che concede al debltore- una moratoria a norma delI'art. 30 della medElRima legge.
I I I Rechtliche Massnahmen für die Hotelindustrie. Na 9.
Aus dem Tatbestand: Am 7. Februar 1950 erteilte die Nachlassbehörde der Aktiengesellschaft Hotel Bad Gutenburg in Lotzwil eine Stundung der Kurrentforderungen bis zum Tage der Be- stä.tigung des Nachlassvertrages gemäss Art. 30 des Hotel- schutzgesetzes vom 28. September 1944 (HSchG). Dagegen richtet sich der vorliegende Rekurs von Gläubigern. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung: Die Stundung nach Art. 30 HSchG bedeutet, wie sich aus dem Hinweis auf Art. 297 SchKG ergibt, Nachlass- stundung. Damit ist lediglich das Nachlassverfahren eröff- net worden, speziell hinsichtlich des von der Schuldnerin gewünschten Nachlasses von Kurrentforderungen. Diese Verfahrenseröffnung kann nicht von Gläubigern angefoch- ten werden. Allerdings unterstellt Art. 59 HSchG die Ent- scheide der Nachlassbehörde ganz allgemein der Weiter- ziehung an das Bundesgericht nach Massgabe von Art. 19 SchKG (natürlich mit Ausnahme derjenigen, die nach besonderer Vorschrift in der endgültigen Zuständigkeit der kantonalen Nachlassbehörde liegen). Am Verfahren be- treffend Gewährung von Nachlasstundung sind jedoch die Gläubiger nicht als Partei beteiligt, wie denn auch die Mit- teilung der dahingehenden Entscheidung an sie nicht vor- gesehen ist, sondern nur die Kenntnisgabe an das Betrei- bungsamt und das Grundbuchamt (Art. 30 Abs. 2 HSchG). Die Rekurrenten rügen daher mit Unrecht, dass sie eine Ausfertigung des angefochtenen Entscheides erst auf Ver- langen erhielten. Dass als Partei bei der Verfahrenseröff- nung nach Art. 293/294 SchKG nur der Schuldner (Ge- suchsteller ) zu betrachten ist (und demzufolge nur ihm das Recht der Weiterziehung im Falle der Ablehnung des Gesuches zukommt), ist heute durchwegs anerkannt, trotz der allgemein lautenden Weiterziehungsvorschrift von Art. 294 Abs. 2 SchKG (vgl. BLUMENSTEIN, Handbuch 900,
32 Rechtliche Massnahmen für die Hotelindustrie. N° 9. JAEGER, ZU Art. 294 N. 7). In der Tat wird ja durch Gewährung der Nachlasstundung vorerst nur ( auf das Begehren eingetreten , wie sich Art. 295 SchKG aus- drückt. Dazu genügt nach Art. 30 HSchG, dass das Gesuch nicht zum vorneherein als aussichtslos erscheint . Damit ist dem Hauptentscheid nicht vorgegriffen, der von Ge- setzes wegen auch den Gläubigern, die sich am Verfahren beteiligt haben, zu eröffnen ist (Art. 67 Abs. 3 HSchG) und der Weiterziehung durch sie unterliegt. Nichts Abwei- chendes folgt daraus, dass die Verordnung über das Pfand- nachlassverfahren für Hotelgrundstücke, vom 18. Dezem- ber 1920, in Art. 32 vorschrieb, dass die Eröffnung des Ver- fahrens auch den betroffenen Pfandgläubigern mitzuteilen sei, und dass der Entscheid der Weiterziehung nach Art. 19 SchKG an das Bundesgericht unterliege (ebenso die spä- tern Erlasse über das Pfandnachlassverfahren). Nur kraft dieser besondern Vorschrift wurden eben die betroffenen Pfandgläubiger Partei im Eröffnungsverfahren, und nur sie, nicht Kurrentgläubiger. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer : Auf den Rekurs wird nicht eingetreten. IMPRIMERIES REUNIES S. A., LAUSANNE ; j (
A. Schuldbetreibungs-und Konkursreeht. Poursnite et Faillite. I. ENTSOHEIDUNGEN DER SOHULDBETREffiUNGS- UND KONKURSKAMMER ARRnTS DE LA OHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES 10. Auszug aus dem Entscheid vom 28. Juni 1950 i. S. Chesini Unpfändbarkeit. Unter welchen Voraussetzungen sind gepfändete bezw. arrestierte Gegenstände, insbesondere Berufsgeräte, trotz Versäumnis der von der Zustellung der Pfändungs- bezw. Arresturkunde an laufenden Frist für die Unpiandbar- keitsbeschwerde freizugeben ? I nsaisi8sabilite. A quelles conditions doit-on liberer du poids de la saisie ou du sequestre des biens frappes de ces mesmas lorsque le delai pour porter plainte en raison de leur insaisissa- bilite pretendue, delai courant du jour de la communication du proces-verbaI de saisie ou de sequestre, est expire ? Impignorabilita. A quali condizioni i beni pignorati 0 sequestrati possono essere svincolati dal pignoramento 0 da! sequestro quando il termine per far valere la loro pretesa impignorabilita (termine ehe corre dal giorno in eui venne comunicato il verbale di pignoramento 0 di sequestro) e spirato ? Der Rekurrent, in dessen Schuhmacherwerkstätte am 19. Januar 1949 Maschinen und Mobiliar arrestiert worden waren, führte am 13. Februar 1950, unmittelbar vor der Pfändung, Beschwerde mit dem Begehren, die arrestierten Gegenstände seien als Kompetenzstücke freizugeben, da er sie zur Ausübung seines Berufs dringend brauche und wegen Teilinvalidität keiner andern Beschäftigung nach- gehen könne. Die zürcherischen Aufsichtsbehörden erklä- ren die Beschwerde als verspätet. Das Bundesgericht weist die Sache an die Vorinstanz zurück. 3 AS 76 III -1950