Art. 41 Ziff. 1 StGB; conditional suspension may be refused in a negligent homicide case where the offender's conduct reveals particularly reckless, scrupleless and inhibited disregard of traffic rules. The judge is not limited to the express statutory reasons for denial, but may rely on a prognosis founded on the concrete manner of the offence and the offender's character and antecedents. A single act of highly irresponsible driving, especially when combined with a pattern of traffic violations and other manifestations of lack of self-control, can suffice to exclude favorable prognosis and to justify refusal of probation (consid. 2).
Strafgesetzbuch. No 15. quelqu'un. n doit avoir pour cela des indices serieux, ayant la valeur de moyens de preuve. D'apres les regles generales :sur la participation (art. 24 ss CP), le redacteur qui, sciem- ment, ouvre les colonnes de son journal a un article offen- sant devrait en repondre penalement 8. cöte de l'auteur. Si la loi lui perniet neanmoins de s'abriter derriere lui, le corollaire de ce privilege est qu'il doit assumer seul la responsabilite de la publication lorsqu'il refuse d'en nom- mer l'auteur et empeche ainsi son identification. Peu importe, au surplus, que le lese tente d'obtenir ce nom en ecrivant au redacteur ou en portant plainte contre lui. Ce n'est pas la poursuite du redacteur, mais sa punition que l'art. 27 eh. 3 subordonne a l'impossibilite de decouvrir l'auteur. 3. -n decoule du considerant precooent que les juri- dictions fribourgeoises n'ont pas viole l'art. 27 CP. Le fait que Richoz a d'abord agi non contre inconnu, mais contre une personne determinee, puis a precise que :sa plainte contre Burgel n'avait qu'un caractere subsi- diaire n'autorise pas a conclure -et le pourvoi ne pretend pas -qu'il connaissait I'auteur des articles en cause. Son attitude signifie seulement qu'il soup90nnait Chatton de les avoir ecrits. Dans la plainte du 8 mars 1949, il parle, a propos de ce dernier, d'auteur presume . Rien ne per- met de supposer qu'il savait avec certitude de qui ils emanaient (RO 74 IV 75; 76 IV 6). Ses premieres demar- ches a l'egard de Chattonne l'empechaient pas d'en entre- prendre d'autres. Comme il aurait eu le droit de s'adresser d'emblee a la redaction de Travail , i1 lui etait loisible de ne pas perseverer dans la voie choisie et de deposer une plainte contre Burgel, puis, apres que Chatton eut, dans sa contre-plainte, taxe de temeraire l'accusation dont il etait l'objet, de faire suspendre la poursuite ouverte contre ce dernier. Le recourant objecte que l'impossibilite de decouvrir l'auteur n'est pas etablie. n oublie qu'elle resulte de sa propre attitude. Invite a. plusieurs reprises par le president du Tribunal de la Sarine a designer l'au-
L Strafgesetzbuch. N° 16. teur des articles, il ne l'a pas fait. Il a ainsi engage sa res- ponsabilite. Les premiers juges etaient d'autant plus fondes a tenir pour re,mplie 'la premiere des conditions alternatives de l'art. 27 eh. 3 al. 1 CP que, dans sa depo- sition, Chatton, avise qu'il pourrait etre appele a preter serment, a nie categoriquement d'etre l'auteur des articles parus dans Travail ll. 4. -En ce qui concerne la pretendue violation de l'art. 173 CP, le recourant se refäre. simplement a son recours cantonal. Un tel renvoi n'est pas admissible (RO 7 4 IV 60 consid. 1 ). La Cour de ceans n'aurait d'ailleurs pas pu contröler si le prevenu avait prouve la veracite de ses allegations, car il s'agit Ia d'une question de fait et d'appreciation des preu- ves que les premiers juges ont tranchee souverainement (art. 277bis et 273 al. 1 litt. b PPF). 5. -La condamnation du redacteur signant comme responsable exclut celle de l'auteur presume. Le point de savoir si la poursuite dirigee contre Chatton devient caduque ipso facto ou si elle doit contipuer, a moins que la plainte ne soit retiree, releve de la procooure fribourgeoise. Par ces motifs, le Tribunal federal rejette le pourvoi. 16. Urteil des Kassationshofes vom 5. April 1950 i. S. Elber gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich. Art. 41Ziff.1 StGB. Dem Motorfahrzeugführer, der durch beson- ders skrupel-und hemmungslose Missachtung von Verkehrs vorschriften jemanden fahrlässig tötet, kann der bedingte Auf- schub des Strafvollzuges versagt werden. Art. 41 eh. 1 OP. Le sursis peut etre refuse au conducteur de vehi cule a moteur qui a tue un tiers par negligence pour avoir meprise avec une absence particuliere de scrμpules les regles de la circulation. Art. 41 cifra 1 OP. La sospensione condizionale della pena puo essere rifiutata al conducente di un autoveicolo ehe ha cagionato per negligenza la morte di alcuno, trasgredendo senza il minimo scrupolo alle regole della circolazione.
70 Strafgesetzbuch. N° 16. .A. -Am 4. November 1947 etwa um 13 Uhr führte Elber in Zürich ein Personenautomobil mit 85 km/St. durch den 7.25 m breiten Sihlquai stadtauswärts. Etwa 80 m vor der Einmündung der Fabrikstrasse überholte er einen von Gottfried Oehen gesteuerten Lastwagen, obwohl ihm ein anderes Personenautomobil entgegenfuhr. Um einen Zusammenstoss zu vermeiden, musste Oehen den Lastwagen abbremsen, um Elber das vorzeitige Einschwen- ken nach rechts zu ermöglichen. Elber, raste mit unver- minderter Geschwindigkeit weiter, obwohl 150 bis 180 m vor ihm der Radfahrer Heinrich Würmli in gleicher Rich- tung fuhr. Er verlangsamte die Fahrt auch dann noch nicht, als er sehen konnte, dass Würmli nach links in die Einfahrt zum Lagerplatz der Firma Keller Frei einbiegen wollte. Ohne zu warnen, versuchte Elber den Radfahrer zu überholen. Um das tun zu können, fuhr er immer weiter nach links. Als er vom Radfahrer noch 55-60 m entfernt war, begann er zu bremsen. Wegen der hohen Geschwindig- keit konnte er jedoch nicht mehr rechtzeitig anhalten. Am linken Strassenrand überfuhr und tötete er Würmli. Erst 10-15 m nach dem Zusammenstoss kam das Automobil zum Stehen. B. -Am 8. April 1949 verurteilte das Obergericht des Kantons Zürich Elber wegen fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs und fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten Gefängnis. Den bedingten Strafvollzug lehnte es ab. Zur Begründung führte es aus, schon die beiden Vergehen vom 4. November 194 7 zeugten von einer rücksichtslosen Gesinnung des Verurteilten. Obschon er beim Überholen des Lastwagens nur mit knapper Not einem Zusammenstoss entgangen sei, sei er mit der gleichen unsinnigen Geschwindigkeit weiter- gerast, ohne dem Verkehr die gebührende Aufmerksam- keit zu schenken. Bezeichnend sei seine Aussage, ein Rad- fahrer auf der rechten Strassenseite sei für ihn eigentlich belanglos; er habe den Verunfallten erst registriert , als dieser versucht habe, die Strasse zu überqueren. Vor allem L Strafgesetzbuch. N 16.
liessen die Leumundserhebungen den rücksichtslosen Cha- rakter des Angeklagten erkennen. Seit 1934 habe er zahl- reiche Bussen wegen Übertretung von Vorschriften des Motorfahrzeuggesetzes erlitten, und zwar nicht nur wegen Bagatellsachen, wie er meine. Die meisten Übertretungen wiesen auf einen verantwortungsiosen Fahrer hin (Motor- radfahren ohne Führer-und Verkehrsbewilligung, Lern- fahrt . ohne Begleitung, Linksfahren und Überholen in Kurve, Führen eines betriebsunsicheren Autos, Nichtge- währen des Rechtsvortritts usw.). Auch die Art und Weise, wie er den rapportierenden Polizisten und andern Strassen- benützern begegnet sei, zeuge von keiner anständigen Ge- sinnung. Der Polizeirapport von Zürich vermerke, der Angeklagte habe bei den vorgenommenen Kontrollen die Polizeiorgane mit cc Löli betitelt. Er selber gebe zu, dass er jeweils ein freches Maul gehabt habe. Richtig sei, dass die meisten Polizeibussen auf die Jahre 1934 bis 1940 zurückgingen. Elber habe sich jedoch nicht grundlegend gewandelt. Das zeige ein Vorfall vom 4. Juli 1947, wo er wegen Nichtgewähren des Vortrittes und Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die örtlichen Verhältnisse mit einem anderen Automobil zusammengestossen sei. Der Garagist Schweizer erkläre, er habe, wenn er mit dem Angeklagten ausgefahren sei, wegen dessen schnellen Fahrweise jeweils ein unbehagliches Gefühl gehabt. Der mit Elber befreundete Jörg sage aus, der Angeklagte riskiere im Strassenverkehr vielleicht etwas mehr als ein sogenannter Sonntagsfahrer. Auch diese Aussagen wiesen darauf hin, dass der Ange- klagte als Fahrzeuglenker keine Hemmungen habe. Vor allem aber werfe die gegenüber dem Bahnbeamten Aebi- scher begangene Tätlichkeit, für die ihn das Obergericht am 21. Januar 1947 mit Fr. 80.-gebüsst habe, ein bedenk- liches Licht auf ihn. Er habe zwar auch heute wieder bestritten, dass er den Beamten tätlich angegriffen habe. Es bestehe jedoch keine Veranlassung, auf die Feststel lungen des Obergerichts, das ein tätliches Verhalten des Angeklagten angenommen habe, nicht abzustellen. Gerade
72 Strafgesetzbuch. No 16. jener Vorfall zeuge von besonderer Rohheit. Zu Ungunsten Elbers spreche ferner, dass er sich im vorliegenden Falle recht einsichtslos erwiesen habe. Er versuche die ganze Schuld am Unfall auf den Radfahrer abzuwälzen, weil er kein Zeichen gegeben habe, und verdächtige ihn sogar, angetrunken gewesen zu sein. Auch aus dem Verhalten des Angeklagten in der heutigen Verhandlung gewinne man nicht die Überzeugung, dass ihn der tödliche Unfall tief beeindruckt habe. 0. -Elber führt beim Kassationshof des Bundesge- richts Nichtigkeitsbeschwerde mit dem Antrage, das Urteil vom 8. April 1949 sei aufzuheben und die Sache zur Ge- währung des be9.ingten Strafvollzugs an die Vorinstanz zurückzuweisen. D. -Eine kantonale Nichtigkeitsbeschwerde, die Elber gegen das gleiche Urteil eingereicht hat, ist vom Kassa- tionsgericht des Kantons Zürich am 4. Februar 1950 abge- wiesen worden. Der Kassationshof zieht in Erwägung :
werde auch ohne den Vollzug der Strafe künftig ähnlichen Versuchungen widerstehen, wie sie an ihn als Motorfahr- zeugführer täglich herantreten können (BGE 73 IV 81; 74 IV 137 f., 196). Schon das allein genügte im vorliegenden Falle, den bedingten Strafvollzug abzulehnen, ohne dass . der Vorinstanz Überschreitung des Ermessens vorgeworfen werden könnte. Der Beschwerdeführer ist am 4. November 194 7 mit frevelhafter Rücksichtslosigkeit gefahren. Sein Verhalten gegenüber dem Radfahrer kann umsomehr als hemmungslos bezeichnet werden, als der Beschwerdeführer unmittelbar vorher einem Zusammenstoss mit dem Last- wagen nur dank der Geistesgegenwart Oehens entgangen war. Vollends ist die ungünstige Voraussage zulässig, wenn man Vorleben und Charakter des Beschwerdeführers wür- digt. Der Beschwerdeführer ist wegen Übertretung des Motorfahrzeuggesetzes schon vierzehnmal gebüsst worden. Dass dreizehn dieser Bussen verhältnismässig weit zurück- liegen, ändert nichts. Die vierzehnte ist weniger als zwei Monate vor dem 4. November 1947 ausgesprochen worden. In das Jahr 1947 fällt auch die Verurteilung wegen des Verhaltens gegenüber dem Bahnbeamten Aebischer, dem der Beschwerdeführer bei der Billetkontrolle kurzerhand zwei Faustschläge in das Gesicht versetzte, weil Aebischer ihm das Abonnement aus der Hand nahm, um es näher anzusehen. Solches Verhalten zeugt von Unbeherrscht- heit, Rohheit und ungewöhnlicher Rücksichtslosigkeit gegenüber andern. In der gleichen Richtung deutet das von der Vorinstanz erwähnte Benehmen des Beschwerde- führers gegenüber Polizeiorganen. Dass der Beschwerde- führer sich auf anderem Gebiete gebessert haben mag, seine finanzielle Lage saniert hat, der Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern erster Ehe pünktlich nachkommt, als arbeitsam gilt und sich im Dienste des Siemens A.-G. bewährt hat, ist demgegenüber unerheblich. Demnach erkennt der Kassationshof : Die Nichtigkeitsbeschwerde wird abgewiesen.