Art. 272 OR; Art. 283 Abs. 3 SchKG; retention for rent from an earlier lease period and admissibility of inventory items. The enforcement authorities may not refuse the drawing up of a retention inventory solely because the rent claimed relates to a lease period more than one year before the request, if the lease ended at that time; whether the retention right has lapsed is a civil-law prerequisite to be decided by the judge unless its absence is evident (consid. 1). By contrast, objects which manifestly do not serve the furnishing or use of the rented premises are not susceptible to retention and must not be inventoried, even if this objection was not expressly invoked (consid. 2).
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 17. du 3 fävrier 1953 a ete deposee. Mais cette condition n'est pas remplie. Un malentendu sur ce point est d'autant plus plausible que dame de Tschudi reside a Casablanca et que, vu la brievete des delais du droit de poursuite, il lui etait difficile de donner a SOil Conseil les renseignements dont ce dernier avait besoin pour rediger la plainte. 2. -En vertu des art. 92 eh. 7 LP et 519 al. 2 CO, les rentes constituees a titre gratuit peuvent seules etre stipulees insaisissables. Pour qu'une rente soit soustraite aux creanciers, il faut donc qu'elle constitue une liberalite, que le credirentier ne s'engage a aucune contre-prestation ni envers son cocontractant ni envers un tiers. L'Autorite de surveillance a considere cependant que cette question ressortissait au juge civil et elle a admis que la rente etait insaisissable sans rechercher si elle etait gratuite. La recourante critique avec raison cette maniere de proceder. Sans doute appartient-il au juge civil de decider, en cas de litige, si le credirentier doit une contre-prestation a son cocontractant. Mais les autori- tes de surveillance n'en ont pas moins le pouvoir de tran- cher des questions de droit civil a titre prejudiciel, lorsque leur solution s'impose avec evidence (RO 60 III 226). L'Autorite de surveillance ne pouvait donc refuser d'em- blee de se prononcer sur la gratuite de la rente et c'est de cette question que depend en definitive le sort de la plainte. 3. -La rente litigieuse a ete chnstituee en avancement d'hoirie. La credirentiere a donc renonce simplement a une part correspondante dans la succession de dame Scheitlin, mais elle ne s'est engagee a aucune autre pres- tation envers cette derniere. Cette question n'est pas douteuse et, bien qu'elle releve du droit civil, eile peut etre tranchee prejudiciellement par les autorites de sur- veillance en matiere de poursuite. II reste donc a juger si la renonciation de dame de Tschudi enleve a la rente son caractere de gratuite. II faut considerer a cet egard qu'elle ne sortira effet que si dame Scheitlin decede avant la credirentiere et laisse Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 18.
a sa mort des biens a partager. II est impossible de juger aujourd'hui s'il en sera ainsi. Dans ces conditions, la contre-prestation assumee par dame de Tschudi est a ce point aleatoire qu'on ne saurait admettre qu'elle porte atteinte au caractere de gratuite de la rente. Celle-ci est donc insaisissable. Par ces motifs, la Ohambre des poursuites et des faillites prononce: Le recours est rejete. 18. Auszug aus dem Entscheid vom 16. April 1953 i. S. l lüller.
76 Sehuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 18. April 1950 eine Schuldanerkennung über einen Betrag von Fr. 1630.-für die Wohnungsmiete aus. Seine Ehefrau beliess einige Gegenstände (Kleidungsstücke, Sportgeräte und Reiseutensilien) in der gemieteten Wohnung. B. -Am 20. Dezember 1952 verlangte der Gläubiger die Aufnahme einer Retentionsurkunde für den erwähnten Mietzins von Fr. 1630.-. In der Retentionsurkunde vom 5. Januar 1953 verzeichnete das Betreibungsamt Alva- schein die seinerzeit beim Gläubiger belassenen Sachen. C. -Der Schuldner beschwerte sich über die Reten- tionsaufnahme, weil es sich um eine längst verfallene Mietzinsforderung handle, für die kein Retentionsrecht mehr bestehen könne. D. -Mit Entscheid vom 18. März 1953 entsprach die kantonale Aufsichtsbehörde dem Beschwerdeantrag und hob die Retention auf. Sie stimmte der Ansicht des Schuld- ners bei, dass unter dem verfallenen Jahreszins nach Art. 272 OR nur der ein Jahr zurückliegende, gerechnet vom letzten Ziel vor Stellung des Retentionsbegehrens ll, zu verstehen sei. Weiter zurilckliegende Mietzinsforderun- ., gen, wie die hier in Frage stehenden aus dem Jahr 1950, seien dagegen des Retentionsrechtes nicht mehr teilhaftig. E. -Mit vorliegendem Rekurs hält der Gläubiger daran fest, dass die vom Schuldner angefochtene Retentionsver- fügung zu, bestätigen sei. Er macht geltend, als letztes Ziel komme kein späteres Datum als der 15. April 1950 in Betracht, da damals das Mietverhältnis aufgehört habe. Die Schul,dbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung: l. -In der Regel wird das Retentionsrecht ausgeübt, während die Miete dauert, oder kurz nach ihrer Beendi- gung. Solchenfalls ist die auf BGE 42 III 279 gestützte Betrachtungsweise des vorinstanzlichen Entscheides zu- treffend. Hat aber, wie im vorliegenden Falle, die Miete schon vor einigen Jahren aufgehört, so erhebt sich die Sehuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 18.
Frage, ob als letzter verfallener Jahreszins nicht eben derjenige des letzten Jahres der Mietdauer zu gelten habe. Der Entscheidung dieser Frage greift das soeben ange- führte Urteil nicht vor. Ferner spricht nicht etwa der Text des Art. 272 OR eindeutig für die enge vorinstanzliche Auslegung. Die deutsche und die italienische Fassung ( einen verfallenen Jahreszins ll, le mercedi di un anno scaduto ... ) lassen sich zwanglos auf eine mehr als ein Jahr zurückliegende Mietdauer beziehen, sofern die Miete eben damit zu Ende ging. Der französische Text ((( loyer de l'annee ecoulee ))) scheint freilich eine der Ausübung des Retentionsrechtes bzw. der laufenden Mietperiode unmittelbar vorausgegangene Jahresperiode (bis zum letz- ten Ziel ) im Auge zu haben. Doch geht das Gesetz dabei wohl vom eingangs erwähnten Regelfalle aus, so dass die Frage offen bleibt, ob nicht nach Beendigung der Miete das für das letzte Mietjahr bestehende Reten - tionsrecht einfach bestehen bleibe, solange der betreffende Mietzins aussteht und auch die übrigen Voraussetzungen des Retentionsrechtes weiterhin gegeben sind. Bei dieser Rechtslage sind aber die Betreibungsbehörden dann nicht befugt, die Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses mit der Begründung zu verweigern, dass der geltend gemachte Mietzins für eine mehr als ein Jahr zurückliegende Zeit gefordert werde, wenn die Miete damals zu Ende ging. Denn ob auch in diesem Falle das Retentionsrecht unter- gegangen sei, ist eine die zivilrechtlichen Voraussetzungen des Retentionsrechtes betreffende und daher vom Richter zu entscheidende Frage, deren Bejahung durch die Betrei- bungsbehörden selber nur dann gestattet wäre, wenn gar kein Zweifel darüber bestehen könnte (vgl. BGE 75 III 31 unten/32). Das trifft jedoch nach dem Gesagten nicht zu. Die neuere Rechtsprechung kommt vielmehr dem Standpunkte des Rekurrenten entgegen (vgl. BGE 72 II 368 ff.). 2. -Lässt sich somit die Ablehnung der Retentions- nahme nicht auf die vorinstanzlichen Gründe stützen, so
Schuldbetreibungs-und Konkursreeht. N° 19. fehlt es nun aber zweifellos an einer andern Voraussetzung zur Retinierung der vom Betreibungsamte verzeichneten Sachen. Kleidungsstücke, Sportgeräte (und zwar solche für den Skisport) wie auch Reisekoffern lassen sich unmög- lich gemäss Art. 272 OR zu den Sachen zahlen, die zur Einrichtung oder Benutzung einer Mietwohnung gehö- ren. Die Retention solcher Sachen ist daher ausgeschlossen (BGE 59 III 68). Dieser rechtliche Mangel der Retention ist zu berücksichtigen, wiewohl sich der Schuldner nicht darauf berufen hat. Demnach erkennt die Sckuldbetr.-u. Konkurskammer: Der Rekurs wird abgewiesen. III. URTEILE DER ZIVILABTEILUNGEN ARRETS DES COURS CIVILES 19. Sentenza 26 marzo 1953 della II Corte eivile nella causa Bisehofberuer Co. c. S. A. Virano.