Non-entry for insufficiently reasoned criminal complaint

1B_157/2010Tribunal fédéral / Ire division de droit public20 mai 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X. challenged the Zurich cantonal non-entry decision concerning the release of seized data carriers in a criminal investigation. The Federal Supreme Court refused to extend the filing deadline and held that the complaint did not meet the statutory reasoning requirements because it did not engage with the cantonal court's grounds or identify a permissible ground of complaint. The court therefore did not enter into the matter in simplified procedure and ordered the appellant to pay court costs of CHF 300.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 47 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility of an insufficiently reasoned complaint and non-extendability of statutory time limits. A Federal Supreme Court complaint must, in concise form, explain how the challenged decision violates law and identify the admissible grounds under Art. 95 ff. BGG. Mere disagreement with the cantonal reasoning does not suffice. If the filing fails to engage with the decisive reasons and to substantiate a legally cognizable violation, the Court may not enter into the matter in simplified procedure. Statutory filing deadlines cannot be extended. Court costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
1B_157/2010

Urteil vom 20. Mai 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,
Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8026 Zürich,
Bezirksgericht Zürich, Einzelrichterin in Strafsachen, Wengistrasse 28, Postfach, 8026 Zürich.

Gegenstand
Einziehung/Herausgabe,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 29. März 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.
Erwägungen:

1.
Im Rahmen einer Strafuntersuchung gegen X.________ wegen Pornographie etc. zog die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat mit Verfügung vom 9. September 2009 verschiedene Datenträger ein. Ein von X.________, vertreten durch seinen amtlichen Verteidiger, gestelltes Gesuch um Herausgabe der Dateien wies die Einzelrichterin in Strafsachen des Bezirkes Zürich mit Verfügung vom 2. Februar 2010 teilweise ab. Dagegen erhob X.________ persönlich Rekurs, auf welchen die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschluss vom 29. März 2010 wegen verspäteter Rekurseinreichung nicht eintrat.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 10. Mai 2010 Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Die Beschwerdefrist kann als gesetzlich bestimmte Frist nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs. 1 BGG). Dem Gesuch des Beschwerdeführers um Erstreckung der Beschwerdefrist kann somit nicht entsprochen werden.

4.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Der Beschwerdeführer, der keinen zulässigen Beschwerdegrund nennt, setzt sich mit den Ausführungen der III. Strafkammer, die zum Nichteintreten auf seinen Rekurs führten, nicht auseinander. Er legt nicht dar, inwiefern der Nichteintretensbeschluss verfassungsmässige Rechte verletzen sollte. Da die vorgebrachten Ausführungen keine hinreichende Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen des angefochtenen Beschlusses darstellen, ist mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

5.
Entsprechend dem Verfahrensausgang trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, dem Bezirksgericht Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Mai 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli

Mots-clés

non-entryreasoning requirementsstatutory deadlinesimplified procedurecourt costscriminal investigationseized data carriers

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the request to extend the statutory appeal deadline could be granted

Solution extraite

The deadline could not be extended because it is a statutory time limit.

Motifs extraits

Statutory time limits under the Federal Supreme Court Act are not extendable.

Question juridique clé

Whether the criminal complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements

Solution extraite

The complaint was inadmissible because it did not sufficiently address the cantonal court's reasons or identify any admissible ground of appeal.

Motifs extraits

The filing failed to show, in a concise manner, how the challenged non-entry order violated law or constitutional rights; therefore the court could not examine it on the merits.

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