Inadmissibility of constitutional complaint against refusal of cost waiver

2D_34/2014Tribunal fédéral / IIe division de droit public25 avr. 2014Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

A.________ sought waiver of cantonal court costs after his damage claim had been declared inadmissible. The Zurich Administrative Court’s Administrative Commission rejected the waiver request, and he then filed a constitutional complaint to the Federal Supreme Court. The Court held that an ordinary public-law appeal was unavailable because court fees are charges, and the constitutional complaint was inadmissible for lack of specific constitutional reasoning and, likely, lack of a legally protected interest. Any implied request for federal legal aid was also refused because the complaint had no prospects of success. The appellant was ordered to pay CHF 200 in federal court costs.

Regeste Omnilex

Art. 83 lit. m, Art. 113 ff., 115 lit. b, 116, 117, 64, 65, 66 BGG; constitutional complaint against refusal of waiver of court fees. Court fees qualify as charges, so the public-law appeal is excluded. The subsidiary constitutional complaint is admissible only for specifically alleged and substantiated constitutional violations and requires a legally protected interest. Where no subjective right to fee waiver exists under cantonal law, standing is lacking. A request for legal aid before the Federal Supreme Court is denied if the appeal is hopeless; federal costs are borne by the unsuccessful party.

Texte intégral

{T 0/2}

2D_34/2014

Urteil vom 25. April 2014

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Generalsekretär, Militärstrasse 36, 8004 Zürich.

Gegenstand
Kostenerlass,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, Verwaltungskommission, vom 25. März 2014.

Erwägungen:

1.

Am 21. Januar 2014 trat der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich auf eine Schadenersatzklage von A.________ mangels Zuständigkeit nicht ein, wobei er diesem die Gerichtskosten von Fr. 590.-- auferlegte. Auf die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 2C_98/2014 vom 1. Februar 2014 nicht ein.
Mit Verfügung vom 12. Februar 2014 gab der Generalsekretär des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich einem Gesuch von A.________ um Erlass der mit der Einzelrichter-Verfügung vom 21. Januar 2014 auferlegten Gerichtskosten nicht statt. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Verwaltungskommission des Verwaltungsgerichts mit Urteil vom 25. März 2014 ab.
Mit Eingabe vom 22. April 2014 beantragt A.________ dem Bundesgericht unter Bezugnahme auf das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 25. März 2014, es sei ihm die Gerichtsgebühr zu erlassen.
Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.

2.

Angefochten ist ein Entscheid über den Erlass von Gerichtskosten. Gerichtskosten sind Abgaben; die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist daher vorliegend unzulässig (Art. 83 lit. m BGG). Als bundesrechtliches Rechtsmittel kommt höchstens die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) in Betracht. Mit der Verfassungsbeschwerde kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 116 BGG); entsprechende Rügen bedürfen spezifischer Geltendmachung und Begründung (Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG). Sodann ist zur Verfassungsbeschwerde nur berechtigt, wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 115 lit. b BGG).
Der Beschwerdeführer nennt kein verfassungsmässiges Recht, das durch die Verweigerung des Kostenerlasses verletzt worden sein könnte. Es fehlt mithin schon an einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Beschwerdebegründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Im Übrigen erscheint zweifelhaft, ob das Zürcher Recht einen Rechtsanspruch auf Erlass von Gerichtsgebühren einräumt (s. dazu E. 5 des angefochtenen Urteils); mangels Rechtsanspruchs aber fehlte dem Beschwerdeführer das nach Art. 115 lit. b BGG erforderliche rechtlich geschützte Interesse an der Beschwerdeführung in der Sache, d.h. an der Anfechtung der Verweigerung des Kostenerlasses selber namentlich wegen Verletzung des Willkürverbots (2D_27/2014 vom 4. April 2014 E. 2 mit Hinweisen; dazu BGE 133 I 185). Ohnehin ist angesichts der schlüssigen Erwägungen der Vorinstanz nicht erkennbar, dass bzw. inwiefern sich deren Urteil erfolgsversprechend als verfassungsmässige Rechte verletzend rügen liesse.
Sollte sich den Ausführungen des Beschwerdeführers sinngemäss ein Gesuch um Kostenbefreiung auch für das bundesgerichtliche Verfahren entnehmen lassen, könnte diesem wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (Art. 64 BGG). Dass sich diesbezüglich aus Art. 16 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK; SR 0.142.30) nichts ableiten lässt, ergibt sich schon aus E. 3.1 und 3.2 des angefochtenen Urteils.
Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind damit dem Beschwerdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Verwaltungskommission, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. April 2014
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Mots-clés

constitutional complaintcourt costsfee waiverstandinglegal aidinadmissibilityreasoning requirementcharges

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the constitutional complaint against the refusal of cost waiver was admissible

Solution extraite

The complaint was inadmissible because it was insufficiently reasoned and the appellant lacked a legally protected interest if no enforceable right to fee waiver existed.

Motifs extraits

The dispute concerned court fees, which are charges; therefore ordinary public-law appeal was excluded. A constitutional complaint can only allege specific constitutional violations, which were not invoked or substantiated. The court also doubted that cantonal law granted a subjective right to fee waiver.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to fee waiver for the federal proceedings

Solution extraite

No waiver of court costs for the federal proceedings was granted because the complaint was hopeless.

Motifs extraits

Any request for exemption from federal court costs failed due to the obvious lack of prospects of success. The Refugee Convention did not provide a basis for such relief.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs

Solution extraite

Federal court costs of CHF 200 were imposed on the appellant as the losing party.

Motifs extraits

Under the Federal Supreme Court Act, costs are borne by the unsuccessful party.

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