Inadmissibility of appeal against remand order in bankruptcy case

5A_407/2012Tribunal fédéral / IIe division civile5 juin 2012Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court considered a federal appeal against a cantonal remand order in a bankruptcy case. It held that the challenged decision was an interim decision and that the appellant had not shown any irreparable legal disadvantage or the conditions for immediate review under Art. 93 BGG. The appeal was therefore inadmissible in summary proceedings. Because the appeal was hopeless, the request for free legal aid was denied. Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.

Regeste Omnilex

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a self-standing remand order. Self-standing remand decisions are interim decisions. They are appealable only if they may cause irreparable legal disadvantage within the meaning of Art. 93(1)(a) BGG or if the appellant substantiates that immediate admission would spare significant time or costs under Art. 93(1)(b) BGG. The mere possibility of later challenging the remand order together with the final decision defeats irreparable legal harm. The party invoking Art. 93(1)(b) BGG bears the burden of showing the requisite saving of time or costs. In the absence of these conditions, the appeal is not entered into under Art. 108(1)(a) BGG; hopelessness excludes legal aid under Art. 64(1) BGG, and costs follow Art. 66(1) BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
5A_407/2012

Urteil vom 5. Juni 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Burkard J. Wolf,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Konkurseröffnung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 26. April 2012 des Kantonsgerichts St. Gallen (Einzelrichter für Beschwerden SchKG).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 26. April 2012 des Kantonsgerichts St. Gallen, das - in Gutheissung einer Beschwerde des Beschwerdeführers gegen einen über ihn den Konkurs eröffnenden erstinstanzlichen Entscheid - diesen Entscheid aufgehoben, die Konkurssache zur Neubeurteilung an die erste Instanz zurückgewiesen, die Entscheidgebühr von Fr. 400.-- gestützt auf Art. 107 ZPO dem Beschwerdeführer auferlegt und diesem die unentgeltliche Rechtspflege (mangels Bedürftigkeitsnachweises) verweigert hat,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsverbeiständung) für das bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG einen Rückweisungsentscheid zum Gegenstand hat,
dass selbstständig eröffnete Rückweisungsentscheide nach ständiger Rechtsprechung als Zwischenentscheide gelten (BGE 129 I 313 E. 3.2 S. 317), die der Beschwerde in Zivilsachen nur dann unterliegen, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Beschwerdegutheissung sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Zeit- oder Kostenaufwand für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG),
dass es beim vorliegenden Rückweisungsentscheid am Erfordernis eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils rechtlicher Natur fehlt, weil der Beschwerdeführer mit einer Beschwerde gegen den Endentscheid den Rückweisungsentscheid mitanfechten kann, wodurch der Nachteil, den er mit diesem Entscheid erleidet, behoben werden kann (BGE 134 III 188 E. 2.1 und 2.2. S. 190 f.; BGE 133 IV 139 E. 4),
dass sodann der Beschwerdeführer hinsichtlich der Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG nicht darlegt (BGE 134 III 426 E. 1.3.2 S. 431), inwiefern die Beschwerdegutheissung einen bedeutenden Zeit- oder Kostenaufwand ersparen würde,
dass somit auf die - in Ermangelung der Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG bzw. mangels deren Darlegung offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsverbeiständung) nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG) und keine Parteientschädigung zugesprochen erhält,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsverbeiständung) wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht St. Gallen, dem Kantonalen Konkursamt St. Gallen, dem Grundbuchamt Gossau und dem Handelsregisteramt St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Juni 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Mots-clés

bankruptcyinterim decisioninadmissibilityirreparable harmlegal aidcourt costsremandsummary procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal against the remand order was admissible under Art. 93 BGG

Solution extraite

The appeal was inadmissible because the remand order caused no irreparable legal harm and the appellant did not show that immediate review would save significant time or costs.

Motifs extraits

Self-standing remand orders are interim decisions. The appellant can challenge them later together with the final decision, so any legal disadvantage can be remedied. The requirements of Art. 93(1)(b) BGG were not substantiated.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to free legal aid for the federal proceedings

Solution extraite

Free legal aid, including legal representation, was denied because the appeal had no prospects of success.

Motifs extraits

Under Art. 64(1) BGG, legal aid requires non-frivolous prospects; an inadmissible appeal is manifestly hopeless.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs and party compensation

Solution extraite

Court costs were imposed on the appellant and no party compensation was awarded.

Motifs extraits

As the losing party, the appellant bears costs under Art. 66(1) BGG; no compensation is due.

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