Non-entry for failure to submit appealed decision

6B_26/2009Tribunal fédéral / Division pénale5 févr. 2009Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal appeal because the appellant failed to comply with a prior order to file the challenged cantonal judgment by the deadline, despite expressly maintaining the appeal. The court therefore applied the announced consequence of non-entry and charged the appellant with court costs of CHF 800.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 3 und 5 BGG, Art. 108 BGG; Nichteintreten bei Nichtreichung des angefochtenen Entscheids trotz ausdrücklicher Aufforderung und Androhung. Wird der Beschwerdeführer aufgefordert, den angefochtenen Entscheid innert Frist einzureichen, und kommt er dieser Mitwirkungsobliegenheit nicht nach, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten, wenn die Säumnisfolge angedroht wurde. Eine blosse Beschwerdebestätigung wahrt die Anforderung nicht. Die Kostenfolgen richten sich nach Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_26/2009/sst

Urteil vom 5. Februar 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Strafkammer, vom 18. September 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde gestützt auf Art. 42 Abs. 3 und 5 BGG mit Schreiben vom 15. Januar 2009 aufgefordert, bis zum 2. Februar 2009 den angefochtenen Entscheid dem Bundesgericht einzureichen, ansonsten die Beschwerde unbeachtet bleibe. Mit Schreiben vom 26. Januar 2009 hält der Beschwerdeführer zwar ausdrücklich an der Beschwerde fest, indessen hat er es unterlassen, der Aufforderung, den angefochtenen Entscheid einzureichen, nachzukommen. Folglich ist androhungsgemäss auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Februar 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Mots-clés

non-entryappeal admissibilityformal requirementscourt costssubmission deadline

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal could be entered into despite the appellant's failure to file the challenged decision within the set deadline.

Solution extraite

No. Because the appellant did not comply with the order to submit the challenged decision, the appeal was not admitted under the warning given.

Motifs extraits

After a request under Art. 42(3) and (5) BGG to file the appealed decision by 2009-02-02, the appellant only confirmed the appeal but did not provide the decision. Under Art. 108 BGG, non-entry followed as announced.

Question juridique clé

Who must bear the court costs of the non-entry decision?

Solution extraite

The appellant must bear the costs.

Motifs extraits

As the unsuccessful party in the non-entry proceedings, the appellant is charged court costs under Art. 66(1) BGG.

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