Inadmissibility of SchKG complaint for insufficient reasoning

7B.178/2006Tribunal fédéral / IIe division pénale16 nov. 2006Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ AG challenged a cantonal supervisory authority's refusal to entertain its SchKG complaint concerning a fee for a service attempt. The Federal Supreme Court held that the federal complaint was inadmissible because it did not comply with the reasoning requirement and did not contest the lower authority's alternative reasoning. The court also stated that complaint proceedings are generally free, but that frivolous filings may trigger fines and costs.

Regeste Omnilex

Art. 79 Abs. 1 OG; admissibility of a SchKG complaint before the Federal Supreme Court requires specific attack on the decisive reasons of the challenged decision. If the cantonal authority relies on alternative grounds, the complaint must address each independently sufficient ground; failure to contest one of them leads to non-entry. Under Art. 20a Abs. 1 SchKG, complaint proceedings are in principle free, but frivolous or vexatious filings may justify fines and the allocation of fees and expenses.

Texte intégral

{T 0/2}
7B.178/2006 /blb

Urteil vom 16. November 2006
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Schett.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonsgericht Schwyz, Kantonsgerichtspräsident als Präsident der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs (2. Rekurskammer), Postfach 2265, 6431 Schwyz.

Gegenstand
Gebühren,

SchKG-Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Schwyz, Kantonsgerichtspräsident
als Präsident der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs (2. Rekurskammer),
vom 27. September 2006.

Die Kammer hat nach Einsicht
in die Verfügung vom 27. September 2006 des Kantonsgerichtspräsidenten Schwyz als Präsident der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs, womit auf die Beschwerde der X.________ AG nicht eingetreten wurde,
in die Beschwerde der X.________ AG vom 7. Oktober 2006, mit welcher im Wesentlichen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragt wird,

in Erwägung,
dass die Vorinstanz ausführt, die Beschwerdeführerin habe sich mit folgender Eingabe an den Bezirksgerichtspräsidenten der March gewandt:

  • Beschwerde gegen die Gebühr von Fr. 12.-- je Zustellungs-Versuch, welcher Fr. 7.-- 281.35 Art. 6 beträgt und landesweit (ausser im Kt. SZ) so angewendet wird. Hochachtungsvoll" (Unterschrift),
    dass das Bezirksgerichtspräsidium nach vergeblicher Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung der Eingabe auf die Beschwerde nicht eingetreten sei und in einer Eventualerwägung festgehalten habe, die Beschwerdeführerin habe vom Betreibungsinspektorat am 28. Juni 2006 eine Zuschrift erhalten, wonach die Gebührenpraxis rechtens sei und einer gesamtschweizerischen Handhabung entspreche (Verrechnung des R-Portos nebst der Gebühr von Fr. 7.--),
    dass die Beschwerdeführerin diese Eventualbegründung nicht anfechte, weshalb praxisgemäss auf die Beschwerde nicht eingetreten werden könne,
    dass die Beschwerdeführerin dagegen in der Hauptsache lediglich ausführt, es sei eine erwiesene Sache, dass bloss der Kanton Schwyz für den Zustellversuch gemäss Art. 16 Abs. 3 GebV SchKG Fr. 12.-- verrechne,
    dass diese Begründung den Voraussetzungen des Art. 79 Abs. 1 OG nicht genügt (BGE 119 III 49 E. 1) und im Übrigen darauf hinzuweisen ist, dass gemäss BGE 130 III 387 E. 3.2 und 3.3 (Praxis 2005 Nr. 21) zur Gebühr von Fr. 7.-- die Posttaxe von Fr. 5.-- (im Falle einer eingeschriebenen Sendung gemäss Art. 34 SchKG Fr. 10.--; BGE 130 III 387 E. 4) zu veranschlagen ist,
    dass somit auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
    dass das Beschwerdeverfahren - abgesehen von mut- oder böswilliger Beschwerdeführung - kostenlos ist (Art. 20a Abs. 1 SchKG),
    dass die Eingabe der Beschwerdeführerin an Mutwilligkeit grenzt,
    dass die Beschwerdeführerin zur Kenntnis zu nehmen hat, dass bei mutwilliger Beschwerdeführung ihr oder ihrem Vertreter Bussen bis zu Fr. 1'500.-- sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden können (Art. 20a Abs. 1 SchKG, 2. Satz),

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Betreibungsamt Lachen, Seeplatz 1, 8853 Lachen, und dem Kantonsgerichtspräsidenten Schwyz als Präsident der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs (2. Rekurskammer) schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. November 2006
Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

debt enforcementsupervisory complaintadmissibilityreasoning requirementnon-entryfrivolous litigationcourt fees

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the SchKG complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Solution extraite

No. The complaint did not meet the statutory reasoning requirements, and it failed to address the independent alternative reasoning of the lower authority.

Motifs extraits

A federal complaint must specifically challenge the decisive grounds of the contested decision. Here the appellant only attacked the main reasoning and ignored the alternative holding, so the court could not review the merits.

Question juridique clé

Whether costs should be imposed despite the complaint procedure generally being free.

Solution extraite

The court noted that the procedure is generally free, but warned that frivolous litigation can lead to fines and costs.

Motifs extraits

Under the SchKG, complaint proceedings are free unless the filing is frivolous or vexatious; the appellant's filing bordered on vexatious conduct.

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