Non-entry on debt enforcement complaint in property liquidation

7B.222/2003Tribunal fédéral / IIe division pénale15 oct. 2003Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The debtor challenged a Bern supervisory authority decision in a mortgage enforcement property sale. The Federal Supreme Court held that only the supervisory authority's decision in that liquidation procedure could be reviewed. Complaints directed at a separate wage garnishment proceeding and at the auction award itself were inadmissible. The appellant also incorrectly claimed that the authority had decided the merits of the charges register issue; in fact, it had declined jurisdiction and referred the matter to the debt collection office. The court therefore refused to enter into the complaint and, considering the filing abusive, ordered the appellant to pay a CHF 500 court fee.

Regeste Omnilex

Art. 19 Abs. 1 SchKG, Art. 79 Abs. 1 OG; Anfechtungsobjekt der betreibungsrechtlichen Beschwerde ist ausschliesslich der angefochtene Entscheid. Rügen gegen selbständige, nicht mitangefochtene Verfahren oder gegen erst nachträglich eingetretene Verfahrensschritte sind unzulässig und können nicht als Noven vorgebracht werden. Wird eine Beschwerde mutwillig geführt, ist trotz grundsätzlicher Kostenfreiheit des Beschwerdeverfahrens eine Kostenauflage nach Art. 20a Abs. 1 SchKG zulässig (vgl. BGE 127 III 178 E. 2a).

Texte intégral

{T 0/2}
7B.222/2003 /rov

Urteil vom 15. Oktober 2003
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Escher, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl,
Gerichtsschreiberin Scholl.

Parteien
Z.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern, Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern.

Gegenstand
Grundstückverwertung,

SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern vom 3. September 2003.

Die Kammer zieht in Erwägung:
1.
Im Grundpfandverwertungsverfahren betreffend Grundstück A.________ Gbbl. Nr.... erhob Z.________ (Schuldner) Beschwerde an die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern. Diese trat auf die Beschwerde mit Entscheid vom 3. September 2003 nicht ein und auferlegte Z.________ die Verfahrenskosten.

Z.________ gelangt mit Beschwerde vom 29. September 2003 (Postaufgabe: 30. September 2003) rechtzeitig an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts.

Die Aufsichtsbehörde hat unter Hinweis auf die Akten und die Motive des angefochtenen Entscheids auf Gegenbemerkungen (Art. 80 Abs. 1 OG) verzichtet. Es sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
2.
2.1 Anfechtungsobjekt gemäss Art. 19 Abs. 1 SchKG ist im vorliegenden Verfahren allein der Entscheid der Aufsichtsbehörde Nr. 318/03 vom 3. September 2003 betreffend das Grundpfandverwertungsverfahren. Soweit der Beschwerdeführer Rügen vorbringt, die sich gegen eine Lohnpfändung wenden, welche in einem - von der Grundpfandverwertung unabhängigen - Verfahren auf Pfändung durchgeführt wurde, kann folglich nicht auf die Beschwerde eingetreten werden. Insbesondere unbeachtlich sind die Vorbringen, die sich gegen den Entscheid der Aufsichtsbehörde Nr. 317/03 vom 3. September 2003 richten; auf die Beschwerde gegen diesen Entscheid ist die erkennende Kammer mit Urteil vom 29. September 2003 nicht eingetreten (Verfahren 7B.212/2003).
2.2 Unzutreffend ist die Behauptung des Beschwerdeführers, die Aufsichtsbehörde habe seine Vorbringen in Bezug auf das Lastenverzeichnis abgewiesen. Vielmehr hat die Aufsichtsbehörde diesbezüglich ihre Unzuständigkeit festgestellt und die Beschwerde nach Art. 32 Abs. 2 SchKG dem Betreibungsamt zur weiteren Folgegebung überwiesen.

2.3 Soweit sich die Beschwerde gegen den Zuschlag der offenbar am 5. September 2003 erfolgten Grundstücksversteigerung wendet, erweist sie sich als unzulässig. Solche Rügen müssen mit einer Beschwerde gegen den Zuschlag selbst geltend gemacht werden und können nicht als Noven ins vorliegende Beschwerdeverfahren eingebracht werden (Art. 79 Abs. 1 OG).
3.
Damit ist auf die Beschwerde insgesamt nicht einzutreten. Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich unentgeltlich. Jedoch muss die Beschwerdeführung im vorliegenden Fall als mutwillig bezeichnet werden, so dass der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 20a Abs. 1 SchKG; BGE 127 III 178 E. 2a S. 179).

Demnach erkennt die Kammer:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungs- und Konkursamt B.________ und der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Oktober 2003
Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Mots-clés

debt enforcementproperty liquidationnon-entryadmissibilitynovel objectionscourt costsabusive filingsupervisory complaint

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the complaint could challenge matters outside the appealed decision, including a separate wage garnishment procedure and a later auction award.

Solution extraite

Only the supervisory authority's decision on the property liquidation was appealable; objections concerning a separate garnishment proceeding and the auction award were inadmissible in this complaint.

Motifs extraits

The object of challenge under Art. 19(1) SchKG was solely the supervisory authority's decision in the property liquidation case. Arguments directed at an independent garnishment proceeding or raised as new matters against the auction award could not be examined here.

Question juridique clé

Whether the complaint against the supervisory authority's handling of the charges register was admissible.

Solution extraite

The complaint was not well founded in that respect because the supervisory authority had not rejected the objections but had declared itself incompetent and forwarded the matter to the debt collection office under Art. 32(2) SchKG.

Motifs extraits

The appellant's assertion misread the challenged decision; the authority did not decide the merits but referred the issue onward.

Question juridique clé

Whether the Federal Supreme Court should enter into the complaint at all and who bears costs.

Solution extraite

The court did not enter into the complaint and imposed the court fee on the appellant because the filing was deemed abusive.

Motifs extraits

Since all substantive complaints were inadmissible or outside the scope of review, the entire complaint failed. Although debt enforcement complaints are generally free of charge, abusive litigation justifies cost allocation to the complainant under Art. 20a(1) SchKG.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.