Non-entry due to insufficient substantiation of appeal

8C_34/2013Tribunal fédéral / IVe division de droit public8 févr. 2013Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appeal against the Zurich Social Insurance Court judgment was insufficiently reasoned under Art. 42 BGG. The appellant did not engage concretely with the decisive reasoning, especially the limitation of the disability pension from 1 December 2008 to 31 March 2009, and merely advanced appellatory criticism and contrary medical reports. The court therefore did not enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG, dispensed with court costs in view of the circumstances, and found the legal-aid request moot.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 95 ff. und Art. 97 Abs. 1 BGG: Rechtsmittelbegründung und Nichteintreten bei offensichtlicher Unzulässigkeit. Das Rechtsmittel hat sich in gedrängter Form mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen und substanziiert aufzuzeigen, welche Bundesrechtsnormen oder verfassungsmässigen Rechte verletzt sein sollen; rein appellatorische Kritik und blosse Gegenüberstellung abweichender medizinischer Würdigungen genügen nicht. Fehlt es an einer hinreichenden Begründung, kann ohne Nachfristansetzung im vereinfachten Verfahren auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden (vgl. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Bei den Kosten kann ausnahmsweise von der Erhebung abgesehen werden; ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird dadurch gegenstandslos (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
8C_34/2013

Urteil vom 8. Februar 2013
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 29. November 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der S.________ vom 10. Januar 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. November 2012 sowie das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung,

in die Verfügung des Bundesgerichts vom 14. Januar 2013, worin S.________ auf die gesetzliche Regelung der Beschwerdefrist sowie die nicht mögliche Erstreckung der Rechtsmittelfrist hingewiesen worden ist,

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); die Bestimmungen der Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.; vgl. auch LAURENT MERZ, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 51 und 53 sowie 61 zu Art. 42 BGG und dortige weitere Hinweise),
dass die Beschwerde vom 10. Januar 2013 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie sich nicht in konkreter und hinreichend substanziierter Weise mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgebenden Erwägungen der Vorinstanz (insbesondere bezüglich der Befristung der ab 1. Dezember 2008 bis 31. März 2009 zugesprochenen ganzen Invalidenrente) auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt resp. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,
dass die Beschwerdeführerin zwar gegenüber dem im vorinstanzlichen Entscheid als schlüssig erachteten Gutachten verschiedene Einwendungen erhebt und - in Vorbringung insbesondere appellatorischer Kritik - andere medizinische Berichte erwähnt, die nach ihrer Auffassung eine zutreffendere Beweiswürdigung ergeben, ohne indessen in konkreter und hinreichend substanziierter Weise aufzuzeigen, inwiefern das vorinstanzliche Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder als auf einer Rechtsverletzung beruhende Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte (vgl. dazu statt vieler: Urteile 8C_511/2011 vom 4. August 2011 und 8C_303/2011 vom 23. Mai 2011 mit Hinweisen),

dass deshalb keine hinreichende Begründung und somit kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, wobei die Beschwerdeführerin auf die gesetzliche Regelung der Beschwerdefrist sowie die nicht mögliche Erstreckung der Rechtsmittelfrist in der Verfügung des Bundesgerichts vom 14. Januar 2013 ausdrücklich hingewiesen worden ist,

dass demnach auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG), womit sich das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung als gegenstandslos erweist,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 8. Februar 2013

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Mots-clés

non-entrysubstantiation requirementsocial insurancedisability pensionappellate criticismcourt costslegal aid

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's substantiation requirements under Art. 42 BGG.

Solution extraite

No. The filing did not concretely address the decisive reasoning of the cantonal judgment and therefore was not a valid appeal.

Motifs extraits

The appellant merely raised objections and appellate-style criticism, but failed to show in a substantiated way which federal rights had been violated or why the factual findings were manifestly incorrect within the meaning of Arts. 95 and 97 BGG.

Question juridique clé

Whether a grace period should be set to cure the defective appeal.

Solution extraite

No. Because the appeal was manifestly inadmissible, no improvement deadline was granted.

Motifs extraits

Under Art. 108(1)(b) BGG, an obviously inadmissible appeal may be rejected without setting a curative deadline.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged and legal aid granted.

Solution extraite

No court costs were imposed; the request for free legal aid became moot.

Motifs extraits

Given the circumstances, the court refrained from charging costs under Art. 66(1) sentence 2 BGG, which made the legal-aid request unnecessary.

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