Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

8C_728/2011Tribunal fédéral / IVe division de droit public20 oct. 2011Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

P. appealed a decision of the Zurich Social Insurance Court concerning unemployment insurance. The Federal Court held in simplified procedure that the appeal did not meet the statutory reasoning requirements: it did not engage with the decisive grounds of the cantonal judgment or show any violation of federal law or manifestly incorrect fact-finding. Because the defect was obvious, the court did not set a deadline to cure it and declared the appeal inadmissible. In view of the circumstances, it exceptionally waived court costs.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal requires a concise and specific challenge to the decisive grounds of the lower-court decision. The appellant must indicate, in relation to the determinative reasoning, which legal norms were violated and why; mere appellatory criticism, general references to prior submissions, or unanswered questions are insufficient. If the reasoning defect is manifest, the Federal Court may decline to enter without granting a curative time limit. In the procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG, the presiding judge may decide summarily; costs may be waived exceptionally under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG (consid. 1).

Texte intégral

{T 0/2}
8C_728/2011

Urteil vom 20. Oktober 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Unia Arbeitslosenkasse,
Zentralverwaltung Zürich,
Strassburgstrasse 11, 8004 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 9. August 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des P.________ vom 26. September 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 9. August 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt ebenso wenig (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.) wie blosse Verweisungen bzw. Fragestellungen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.; 131 III 384 E. 2.3 S. 387 f.; 130 I 290 E. 4.10 S. 302; vgl. auch Laurent Merz, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 53 sowie 56 f. zu Art. 42 BGG und dortige weitere Hinweise),
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 26. September 2011 mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, indem er namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht in seinen Erwägungen eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte, woran auch die sinngemässe Verweisung auf frühere Unterlagen unter anderem im Einspracheverfahren nichts ändert,
dass dieser Begründungsmangel offensichtlich ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),

dass demnach, bei allem Verständnis für die Lage des Beschwerdeführers, kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren ausnahmsweise abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. Oktober 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Mots-clés

admissibilityreasoning requirementnon-entrysocial insuranceunemployment insurancecourt costssimplified procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal appeal satisfied the statutory reasoning requirements and was admissible

Solution extraite

The appeal did not sufficiently address the decisive reasoning of the cantonal judgment and therefore was not a valid legal remedy.

Motifs extraits

The appellant failed to show, with reference to the decisive grounds of the lower court, how federal law or an essential factual finding was violated. Mere references to earlier submissions were insufficient.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged in the federal proceedings

Solution extraite

No court costs were levied exceptionally.

Motifs extraits

Given the circumstances, the court departed from the ordinary rule and waived costs.

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