Revision request inadmissible for lack of substantiation

8F_13/2007Tribunal fédéral / IVe division de droit public18 févr. 2008Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

B.________ applied for revision of a Federal Court judgment of 9 August 2007 concerning accident-insurance benefits. The First Social Law Division held that the request did not identify any revision ground under Arts. 121-123 BGG and did not address the reasoning of the prior judgment. The applicant merely repeated objections to the facts and medical evidence, which is not admissible in revision. The court therefore refused to enter into the request without exchanging written submissions and imposed court costs of CHF 500 on the applicant.

Regeste Omnilex

Arts. 121-123, 124, 127, 132 Abs. 1 BGG; revisionsgesuch gegen ein rechtskräftiges Bundesgerichtsurteil; Substantiierungspflicht. Ein Revisionsgesuch muss einen gesetzlichen Revisionsgrund nicht nur behaupten, sondern in Bezug auf die tragenden Erwägungen des angefochtenen Urteils sachbezogen darlegen. Blosses Wiederholen der bereits im Vorverfahren vorgebrachten Kritik an Sachverhaltsfeststellungen oder medizinischen Würdigungen genügt nicht. Fehlt eine solche substantiierte Auseinandersetzung, ist auf das Gesuch ohne Schriftenwechsel nicht einzutreten (consid. 3).

Texte intégral

{T 0/2}
8F_13/2007

Urteil vom 18. Februar 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
B.________, Gesuchsteller,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern, Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Revisionsgesuch gegen
das Urteil des Bundesgerichts
vom 9. August 2007 (U 221/05).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Mit Urteil vom 9. August 2007 (U 221/05) wies das Bundesgericht eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde des B.________ gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 27. April 2005 (betreffend Leistungen der Unfallversicherung) ab.
B.________ wendet sich mit einem Revisionsgesuch vom 25. Oktober 2007 (Poststempel) an das "Eidgenössische Versicherungsgericht".

2.
Auf den 1. Januar 2007 wurden das Bundesgericht in Lausanne und das Eidgenössische Versicherungsgericht in Luzern zu einem einzigen Bundesgericht zusammengefügt. Gleichzeitig trat das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft (AS 2006 1205, 1243). Weil das vorliegende Verfahren nach dem Inkrafttreten des BGG eingeleitet wurde, richtet es sich nach diesem Gesetz (Art. 132 Abs. 1 BGG e contrario; vgl. BGE 133 IV 142 E. 1).

3.
3.1 Die Aufhebung oder Abänderung eines in Rechtskraft erwachsenen letztinstanzlichen Urteils ist nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich. Dabei ist im Revisionsgesuch darzulegen und zu begründen, inwiefern mit dem angefochtenen Urteil ein Revisionsgrund gesetzt worden sein soll (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, d.h. der Gesuchsteller hat sich mit den massgeblichen Entscheidgründen des Urteils, dessen Revision er beantragt, auseinanderzusetzen und muss darlegen, inwiefern gerade in Bezug auf diese Entscheidgründe ein Revisionsgrund vorliege (nicht veröffentlichte Urteile M. vom 21. November 2007, 8F_9/2007, S. vom 8. Oktober 2007, 2F_9/2007, und B./M. vom 13. August 2007, P 50/06).

3.2 Im vorliegenden Revisionsgesuch vom 25. Oktober 2007 wird nicht dargelegt, inwiefern mit dem angefochtenen Urteil vom 9. August 2007 einer der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121-123 BGG) gesetzt worden sein soll; auch erfolgt im Gesuch keine Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen des Urteils vom 9. August 2007, und es wird nicht dargelegt, inwiefern gerade in Bezug auf diese Entscheidgründe ein Revisionsgrund gegeben sein soll. Vielmehr beschränkt sich der Gesuchsteller im Wesentlichen darauf, Kritik an den Gegenstand des früheren bundesgerichtlichen Verfahrens bildenden Sachverhaltsfeststellungen bzw. an den dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden medizinischen Würdigungen zu üben, indem er seine anderslautende Sicht der Dinge gegenüberstellt. Solche Kritik ist jedoch im Revisionsverfahren nicht zu hören. Es muss daher bei der Feststellung sein Bewenden haben, dass sich das Revisionsgesuch mangels hinreichender Substantiierung als offensichtlich unzulässig erweist.

3.3 Auf das Revisionsgesuch ist daher ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) nicht einzutreten. Unter den gegebenen Umständen kann offenbleiben, ob das Gesuch überhaupt rechtzeitig eingereicht worden ist (s. Art. 124 BGG).

4.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 18. Februar 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Mots-clés

revisioninadmissibilitysubstantiationsocial insurancecourt costsaccident insurance

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the revision request against the 9 August 2007 Federal Court judgment was sufficiently substantiated under the Federal Supreme Court Act.

Solution extraite

No. The applicant did not identify any statutory ground for revision or engage with the reasoning of the challenged judgment.

Motifs extraits

Revision requires pleading and substantiating a ground under Arts. 121-123 BGG with reference to the decisive reasons of the prior judgment. The request merely repeated criticism of factual findings and medical assessments, which is not admissible in revision.

Question juridique clé

Whether the court should enter into the revision request or order a response exchange.

Solution extraite

No. Because the request was manifestly inadmissible for lack of substantiation, the court could refuse to enter into it without exchanging written submissions.

Motifs extraits

Art. 127 BGG allows dismissal without a response where inadmissibility is evident; the timeliness question could remain open.

Question juridique clé

Who bears the court costs of the revision proceedings.

Solution extraite

The applicant bears the costs.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66(1) BGG.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.