Inadmissible abusive complaint in health-insurance dispute

9C_800/2010Tribunal fédéral / IIIe division de droit public13 oct. 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The complainant challenged a cantonal social-insurance judgment concerning unpaid health-insurance premiums and enforcement of an objection in debt collection. The Federal Supreme Court held that the 20-page filing did not address the cantonal reasoning, was largely incomprehensible and abusive, and contained insults and unsupported recusal requests. It therefore refused to enter into the complaint in simplified procedure. The request for legal aid was denied for lack of prospects of success, and the complainant was ordered to pay CHF 1,000 in court costs. The request for suspensive effect became moot.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 7, Art. 108 Abs. 1 lit. c, Art. 64 Abs. 1, Art. 65 Abs. 2 und Art. 66 Abs. 1 BGG; inadmissibility of abusive or querulous complaints. A filing that does not engage with the contested reasoning and consists mainly of invectives, unfounded recusals or incoherent assertions may be dismissed summarily as abusive. Where the appeal is manifestly devoid of prospects, legal aid is refused. Costs may be imposed on the complainant and, in setting the fee, the court may take account of the abusive manner of litigation (consid. 1-4).

Texte intégral

{T 0/2}
9C_800/2010

Urteil vom 13. Oktober 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführer,

gegen

EGK-Gesundheitskasse, Brislachstrasse 2, 4242 Laufen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozial-versicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 20. August 2010.

Nach Einsicht
in die als "national wirksame Völkerrecht-Beschwerde" bezeichnete Eingabe vom 21. September 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 20. August 2010, mit welchem dieses die Beschwerde des K.________ abwies, soweit es darauf eintrat und den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ........ betreffend ausstehende Krankenkassenprämien für Dezember 2007 bis Juni 2008 von Fr. 704.80 nebst Zinsen sowie Mahn- und Umtriebsspesen aufhob, dies im Wesentlichen mit der Begründung, dass die Bewilligung oder Nichtbewilligung des Rechtsvorschlages insoweit in die Zuständigkeit des Richters am Betreibungsort falle, als der Schuldner auf Grund mangelnden Vermögens Rechtsvorschlag erhebe, das Bezirksgericht Y.________ somit als zuständige Instanz den in der Betreibung Nr. ........ mangels neuen Vermögens erhobenen Rechtsvorschlag mit rechtskräftiger Verfügung vom 5. Dezember 2008 für unzulässig erklärt habe, weshalb insoweit, als der Versicherte weiterhin am Rechtsvorschlag auf Grund mangelnden neuen Vermögens festhalte, auf die Beschwerde nicht einzutreten sei, und darüber hinaus die Krankenkasse befugt gewesen sei, den Rechtsvorschlag zu beseitigen,
in die gleichzeitigen Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege sowie aufschiebende Wirkung der Beschwerde,
in Erwägung,
dass sich der Beschwerdeführer in seiner 20-seitigen Eingabe mit den Erwägungen des kantonalen Gerichts im angefochtenen Entscheid nicht auseinandersetzt und der Beschwerde nicht entnommen werden kann, inwiefern der angefochtene Entscheid auf offensichtlich unrichtiger Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG beruhen oder sonst bundesrechtswidrig (Art. 95 lit. a BGG) sein sollte,
dass die Beschwerdeschrift übermässig weitschweifig sowie in weiten Teilen nicht nachvollziehbar und unverständlich ist und sich letztlich in einer Anhäufung von Ungebührlichkeiten, Verunglimpfungen und Verbalinjurien gegenüber verschiedenen Gerichts- und weiteren Magistratspersonen sowie diversen nicht substanziert begründeten Ausstandsbegehren erschöpft,

dass die Beschwerde daher nur als rechtsmissbräuchlich, querulatorisch und somit unzulässig im Sinne von Art. 42 Abs. 7 BGG eingestuft werden kann, und darauf im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG nicht einzutreten ist,
dass sich das Bundesgericht vorbehält, weitere Eingaben dieser Art in der gleichen Sache ohne Antwort abzulegen, nachdem der Beschwerdeführer bereits mehrmals missbräuchlich oder querulatorisch Prozess geführt hat (vgl. u.a. Urteile 9C_87/2009 vom 21. April 2009; 8F_11/2008 vom 4. August 2008; 9C_423/2008 vom 12. Juni 2008; 2C_619/2007 vom 6. November 2007),
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist, weil die Rechtsbegehren von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hatten (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG), wobei die querulatorische Art der Prozessführung bei der Bemessung der Gerichtsgebühr zu berücksichtigen ist (Art. 65 Abs. 2 BGG),
dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 13. Oktober 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Mots-clés

social insurancehealth insuranceinadmissibilityabusive pleadinglegal aidcourt costssuspensive effect

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal complaint was admissible despite being abusive and querulous

Solution extraite

The complaint was inadmissible because it was abusive, querulous, overly prolix and did not engage with the cantonal reasoning.

Motifs extraits

The filing failed to show any manifestly incorrect factual findings or federal-law error and instead consisted largely of insults and unfounded recusal requests; summary non-entry under Art. 108(1)(c) BGG was therefore warranted.

Question juridique clé

Whether legal aid should be granted

Solution extraite

Legal aid was denied because the appeal had no prospects of success from the outset.

Motifs extraits

Under Art. 64(1) BGG, unmeritorious claims do not justify free legal assistance.

Question juridique clé

How the court costs should be allocated

Solution extraite

Court costs were imposed on the complainant, with the fee set taking into account the querulous manner of litigation.

Motifs extraits

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG; Art. 65(2) BGG allows the fee to reflect the abusive conduct.

Question juridique clé

Whether the request for suspensive effect remained pending

Solution extraite

The request became moot once the court decided the matter on the merits of admissibility.

Motifs extraits

A separate suspensive-effect ruling was unnecessary after the non-entry decision.

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