Non-entry for unpaid cost advance in appeal

BEZ.2019.62Tribunal supérieur / Juge unique8 oct. 2019Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The appellant appealed a civil court eviction-related order to the Appellationsgericht Basel-Stadt. The appellate judge ordered a CHF 300 cost advance, first by order of 6 September 2019 and again by a grace-period order of 30 September 2019 under Art. 101(3) ZPO. As the appellant still failed to pay, the court held that it could not hear the appeal and issued a non-entry decision. No court costs were imposed.

Regeste Omnilex

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of the cost advance after expiry of the additional deadline leads to non-entry on the appeal. If the appellant is duly required to pay an advance and remains in default despite a grace period with warning of the consequences, the appellate court is precluded from reviewing the merits and must declare the appeal inadmissible. The procedural consequence is automatic and does not depend on a substantive examination of the challenged decision (consid. 1).

Texte intégral

Appellationsgericht

des Kantons Basel-Stadt

Einzelgericht

BEZ.2019.62

ENTSCHEID

vom 8. Oktober 2019

Mitwirkende

Dr. Olivier Steiner

und a.o. Gerichtsschreiber M.A. HSG Nick Mezger

Parteien

A____ Beschwerdeführerin

[…]

vertreten durch B____, Advokat, […]

gegen

C____ Beschwerdegegner

[…]

vertreten durch D____, Advokatin,

[…]

Gegenstand

Beschwerde gegen eine Verfügung des Zivilgerichts

vom 3. September 2019

betreffend Ausweisung

Erwägungen

A____ (Beschwerdeführerin) erhob gegen eine Verfügung des Zivilgerichtspräsidenten vom 3. September 2019 im Verfahren RB.2019.129 am 5. September 2019 Beschwerde beim Appellationsgericht. Mit Verfügung vom 6. September 2019 verlangte der Verfahrensleiter des Appellationsgerichts von der Beschwerdeführerin einen Kostenvorschuss von CHF 300.–. Diese Verfügung konnte ihr nicht zugestellt werden. Daraufhin meldete sich am 16. September 2019 der von der Beschwerdeführerin neu beauftragte Rechtsvertreter beim Appellationsgericht. Mit Verfügung vom 18. September 2019 wurde ihm die Verfügung vom 6. September 2019 zugestellt. Nachdem der Kostenvorschuss innert Frist nicht geleistet worden war, setzte der Verfahrensleiter der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 30. September 2019 eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses, dies unter Hinweis auf die Säumnisfolgen gemäss Art. 101 Abs. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272). Auch innert dieser Nachfrist leistete die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss nicht. Auf die Beschwerde ist daher im Einklang mit Art. 101 Abs. 3 ZPO nicht einzutreten.

Demgemäss erkennt das Appellationsgericht (Dreiergericht):

://: Auf die Beschwerde gegen die Verfügung des Zivilgerichts vom 3. September 2019 (RB.2019.129) wird nicht eingetreten.

Es werden keine Gerichtkosten erhoben.

Mitteilung an:

Beschwerdeführerin

Beschwerdegegner

Zivilgericht Basel-Stadt

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

Der a.o. Gerichtsschreiber

M.A. HSG Nick Mezger

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Zivilsachen erhoben werden. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten gilt dies nur dann, wenn der Streitwert die Beschwerdesumme gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. a oder b BGG erreicht (CHF 15'000.– bei Streitigkeiten aus Miete oder Arbeitsverhältnis bzw. CHF 30'000.– in allen übrigen Fällen) oder wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Die Beschwerdeschrift ist fristgerecht dem Bundesgericht (1000 Lausanne 14) einzureichen. Für die Anforderungen an deren Inhalt wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht.

Ob an Stelle der Beschwerde in Zivilsachen ein anderes Rechtsmittel in Frage kommt (z.B. die subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht gemäss Art. 113 BGG), ergibt sich aus den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Wird sowohl Beschwerde in Zivilsachen als auch Verfassungsbeschwerde erhoben, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

Mots-clés

cost advancenon-entryappeal inadmissibilitycivil procedureeviction

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal had to be dismissed for failure to pay the court cost advance within the set time limit.

Solution extraite

Because the appellant failed to pay the CHF 300 cost advance even after the grace period, the court could not examine the appeal and had to decline entry.

Motifs extraits

Under Art. 101(3) ZPO, failure to comply with the cost-advance order after an additional deadline triggers the procedural consequence of non-entry.

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