Asylum appeal dismissed as manifestly unfounded

d-152-2009Tribunal administratif fédéral / 4e division15 janv. 2009Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Administrative Court dismissed an asylum appeal against a BFM decision that had refused asylum and ordered removal with execution. The appellant only repeated earlier claims and did not address the BFM’s reasoning. The court held the appeal manifestly unfounded, denied free legal aid, and ordered court costs of CHF 600 against the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 105, 106, 111a AsylG; Art. 63 VwVG: An appeal against a BFM asylum decision may be decided in summary form without exchange of briefs where it is manifestly unfounded. If the appellant merely repeats previous submissions and fails to engage with the contested reasoning, the court may, by reference to the lower authority's grounds, dismiss the appeal without further discussion. Free legal aid is to be refused where the appeal lacks any prospect of success. Costs are borne by the losing party.

Texte intégral

BVGer D-152/2009

Entscheiddatum: 15.01.2009Publikationsdatum: 23.01.2009

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung IV

D-152/2009

{T 0/2}

Urteil vom 15. Januar 2009

Besetzung

Einzelrichter Fulvio Haefeli,

mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;

Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

Parteien

A._______, geboren (...),

Nigeria,

(...),

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),

Quellenweg 6, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom

  1. Dezember 2008 / N _______.

Das Bundesverwaltungsgericht,

in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101),

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110),

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 23. September 2008 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 9. Januar 2009 die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Gutheissung seines Asylgesuches, eventualiter die Aufhebung der Wegweisungsverfügung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragt,

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht,

dass die vorinstanzlichen Akten am 14. Januar 2009 beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-ziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Be-schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 und 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist, wobei auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG und 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass für den zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachten Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung im (...) vom 13. Oktober 2008, der Anhörung zu den Asylgründen vom 8. Dezember 2008 und auf die angefochtene Verfügung verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer am 7. November 2008 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (SR 812.121) verurteilt wurde,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt hat, weshalb der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt und die Wegweisung zu verfügen sowie der Vollzug anzuordnen ist,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Rechtsmitteleinga-be einzig seine bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vorbringen wiederholt und anführt, er sei Flüchtling im Sinne der FK und es bestehe eine begründete Furcht, er werde bei einer Rückkehr Behandlungen ausgesetzt, die gegen Art. 3 EMRK verstossen würden,

dass sich die substanzlose Beschwerde in keiner Weise mit der Argu-mentation der angefochtenen Verfügung auseinandersetzt, und auch aus den Akten nicht ersichtlich wird, inwiefern diese Bundesrecht ver-letzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen ist, dass das BFM zu Recht das Asylgesuch abgelehnt und die Wegweisung sowie deren Vollzug angeordnet hat, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da es sich, wie aus den Erwägungen hervorgeht, um eine offensichtlich unbegründete Beschwerde handelt, und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.- (Art. 1-3 VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

(...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Daniel Stadelmann

Versand:

Mots-clés

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Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the asylum appeal against the BFM decision should be allowed

Solution extraite

The appeal was manifestly unfounded and had to be dismissed.

Motifs extraits

The appellant merely repeated prior arguments and did not engage with the BFM's reasoning; the file disclosed no error in law, facts, or discretion.

Question juridique clé

Whether the request for asylum should be granted

Solution extraite

Asylum was properly refused.

Motifs extraits

The court adopted the BFM's reasoning that refugee status was not established.

Question juridique clé

Whether removal from Switzerland and execution should be ordered

Solution extraite

Removal and execution were properly ordered.

Motifs extraits

Since refugee status was not shown and no legal defect appeared, the BFM's removal order stood.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to legal aid

Solution extraite

Legal aid was denied.

Motifs extraits

Because the appeal was obviously unfounded, the prerequisite of non-frivolousness was lacking.

Question juridique clé

Who bears the proceedings costs

Solution extraite

The appellant must pay CHF 600 in costs.

Motifs extraits

Costs follow the losing party under the applicable procedural rules.

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