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Interpellation Keller
vato. In maniera generale, esula dalle sue competenze occu- parsi dei programmi della SSR, essendo quest'ultima una società concessionaria indipendente. Il Consiglio federale può intervenire solo in presenza di violazione della conces- sione. Nel caso in esame, ciò non si è verificato. Il Consiglio federale constata tuttavia la presenza di due esigenze impor- tanti, tra loro contradditorie.
Da un lato, esiste un interesse assai forte per un programma sportivo commentato nella lingua della regione di ricezione: nello stesso tempo, vogliono monopolizzare i tre canali televisivi per le trasmissioni sportive. D'altro lato, esistono le esigenze di minoranze particolarmente sensibili. Per i tele- spettatori di lingua francese ed italiana residenti nella Sviz- zera tedesca, e per quelli di lingua tedesca e francese abitanti la Svizzera italiana, la ricezione dei programmi TV nella propria lingua è di importanza fondamentale per la difesa della loro identità culturale e dei loro legami con la regione d'origine.
La SSR ha dovuto scegliere sotto la spinta di queste esi- genze contraddittorie, e nel quadro delle limitazioni imposte dalla disponibilità di tre soli canali. La situazione potrebbe essere migliorata solo disponendo di un quarto canale, la cui realizzazione tuttavia comporta grossi oneri finanziari. Essa ha trovato una soluzione di compromesso decidendo di trasmettere le manifestazioni sportive di grande impor- tanza su uno dei canali nazionali. Il tempo così occupato è minimo, se paragonato al tempo di trasmissione globale nel corso dell'anno.
Secondo il giudizio del Consiglio federale, la soluzione trovata dalla SSR, senza essere perfetta, può essere tuttavia accettata dalla maggioranza dei telespettatori, soprattutto se confrontata alla situazione precedente (quando, cioè, le trasmissioni sportivi avvenivano contemporaneamente sui tre canali nazionali con grave disagio dei telespettatori non sportivi).
Il Consiglio federale vuole tuttavia precisare che, a suo parere, una tale soluzione è possibile e accettabile solo alla condizione che il tempo occupato dalle trasmissioni spor- tive su uno dei tre canali nazionali sia modesto, e che queste trasmissioni si riferiscano a manifestazioni di grande inte- resse per il pubblico.
Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la réponse du Conseil fédéral.
84.442 Interpellation Keller Fernsehen DRS. Dezentralisierung Télévision suisse alémanique. Décentralisation
Wortlaut der Interpellation vom 7. Juni 1984
Die Programmgestaltung des Fernsehens DRS weist, vor allem im Bereich der Inlandberichterstattung, einen starken Bezug auf die Standortregion Zürich auf. In anderen für die Meinungsbildung : wichtigen Regionen der deutschen Schweiz (Bern, Basel, Innerschweiz, Ostschweiz) schafft das immer wieder Unbehagen. Das Fernsehen der welschen Schweiz verfügt über eigentliche regionale Fernsehequipen, was sich positiv auswirkt.
Ist der Bundesrat bereit, sich als Aufsichtsbehörde und Konzessionsgeber für eine vermehrte Dezentralisierung des Fernsehens DRS nach folgender Richtung einzusetzen?
Kurzfristig: Personelle Verstärkung der Bundeshausre- daktion und Verbesserung ihres Status in dem Sinne, dass sie direkt dem Programmdirektor DRS unterstellt wird;
Mittelfristig: Bildung von drei oder mehr gleichgewichti- gen und gleichberechtigten Regionalstudios des Fernse-
hens DRS, gleich wie beim Radio, wobei jedem Fernsehstu- dio ein Bereich schwerpunktmässig zuzuweisen ist.
Texte de l'interpellation du 7 juin 1984
Les programmes de la télévision suisse alémanique, et notamment les bulletins nationaux d'information, accordent une large place à la région zurichoise, ce qui provoque toujours un malaise dans d'autres régions de Suisse aléma- nique (Berne, Bâle, Suisse centrale et orientale) importantes pour la formation de l'opinion. La télévision romande, en revanche, dispose d'équipes régionales, ce qui est ressenti positivement.
En sa qualité d'autorité de surveillance, compétente pour l'octroi de la concession SSR, le Conseil fédéral est-il prêt à s'employer à assurer une décentralisation plus poussée de la télévision alémanique en recourant aux mesures sui- vantes?
A court terme: accroître le nombre des rédacteurs accré- dités au Palais fédéral et améliorer leur statut en subordon- nant directement cette rédaction au directeur des pro- grammes de la télévision suisse alémanique;
A moyen terme: constituer, comme c'est le cas pour la radio, au moins trois studios régionaux de la télévision suisse alémanique, d'importance équivalente et jouissant du même statut, chacun étant plus particulièrement chargé d'un secteur précis.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Blunschy, Cantieni, Columberg, Dirren, Fehr, Feigenwinter, Fischer-Hägglingen, Frei-Romanshorn, Günter, Hari, Hess, Hofmann, Kühne, Martignoni, Müller-Wiliberg, Nussbaumer, Ogi, Rüttimann, Schmidhalter, Schnider-Luzern, Segmüller, Stamm Judith, Steinegger, Weber Leo, Wellauer, Wick, Ziegler (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Gesamtleitung des Fernsehens DRS, inklusive der regio- nalen Aussenstellen und des Bundeshausstudios, liegt bei den zuständigen hierarchischen Instanzen im Studio Leut- schenbach in Zürich. Seit Jahren wird dem Fernsehen DRS in allen Bereichen (Inlandaktualitäten und Inlandinforma- tion, Kultur und Gesellschaft, Unterhaltung und Sport) eine ausgeprägte «Züri»-Zentrierung und -Perspektive in der Pro- grammgestaltung vorgeworfen. Diese Problematik hat man auch beim Fernsehen DRS erkannt und ihr mit der Einrich- tung von regionalen Programmstellen zu begegnen ver- sucht. Allerdings bestimmt man nach wie vor von Zürich aus, wann was wie lange und mit welcher Gewichtung gesendet wird. Dabei wird die Stadt und die Agglomeration Zürich in einem Masse bevorzugt behandelt, welches weit über ihren Stellenwert in der Region DRS hinausgeht. So findet etwa eidgenössische Politik schwergewichtig in Bern und nicht in Zürich statt.
Die Konzentration der jeweiligen redaktionellen und infra- strukturellen Mittel auf einen Ort pro Sprachregion war seinerzeit die logische Folge der relativ hohen Investitionen für die technischen Infrastrukturen. Die neuen technischen Möglichkeiten der Fernsehaufzeichnung relativieren allerdings dieses Argument für die örtliche Konzentration in hohem Masse. Elektronische Bildaufzeichnungen (ENG) und Bildübermittlung verschaffen dem Medium Fernsehen hohe Flexibilität und Mobilität, besonders in jenen Berei- chen, die nicht von technisch aufwendigen und grossen Studios abhängig sind. Aus diesen Gründen liesse sich eine Dezentralisierung des Fernsehens DRS nach Bereichen auf verschiedene Standorte zum heutigen Zeitpunkt realisieren und verantworten. Dabei könnte analog zum Konzept von Radio DRS vorgegangen werden.
5 octobre 1984
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Interpellation Aubry
vorangehen. Diese soll auch die Voraussetzung schaffen, dass alle Kantone in angemessener Weise zur Darstellung kommen.
Die geographische Dezentralisierung müsste unabdingbar von einer entsprechenden Auslagerung der bisher in Zürich zentrierten Kompetenzen und Befugnisse begleitet sein. Auch dafür bietet Radio DRS ein taugliches Konzept als Vorgabe.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 29. August 1984
Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 août 1984
Es ist nicht zu verkennen, dass sich die von Anfang an zentralistische Organisation des Fernsehens in allen drei Regionen von der dezentralisierten Organisation des Radios markant unterscheidet. Die dafür notwendige Infrastruktur rechtfertigt indes grundsätzlich die Zusammenfassung der Produktionsmittel an einem Orte. Es wäre aus finanziellen, organisatorischen und personellen Gründen ausgeschlos- sen, für die hauptsächlichen Studioproduktionen des Fern- sehens eine dezentralisierte Struktur ins Auge zu fassen. Das trifft um so mehr zu, als im Vergleich zum Ausland der regionale Aufbau der SRG bereits zu relativ kleinräumigen Verbreitungsgebieten führt.
Die SRG ist indessen bereit zu prüfen, ob die jetzige Organi- sation - besonders im Bereiche DRS - in stärkerem Masse dezentralisiert werden kann. Das Ziel solcher Massnahmen darf jedoch einzig darin bestehen, eine ausgeglichene Wie- dergabe der föderalistischen Schweiz im Medium Fernse- hen herbeizuführen. Andere Überlegungen, vor allem wirt- schaftliche oder prestigemässige, vermöchten eine Zerstük- kelung des Fernsehbetriebes keinesfalls zu rechtfertigen. Bei der Prüfung von Anregungen auf vermehrte Dezentrali- sierung sind aber auch Kostenüberlegungen einzubeziehen. Eigentliche Regionalstudios des Fernsehens DRS nach dem Beispiel der Radiostudios würden Neubauten, eine entspre- chende Infrastruktur und vermehrtes Personal bedingen, was ohne eine zusätzliche Finanzierung nicht denkbar wäre. Nach Angaben der SRG bestehen bereits regionale Fernseh- korrespondenten in Basel, Bern, Luzern und St. Gallen. Die- ses Korrespondentennetz könnte durch Equipen, die mit leicht transportablen Aufnahmegeräten arbeiten, verstärkt werden. Einspeisepunkte von den Korrespondentenstandor- ten zur Zentrale sind teils vorhanden, teils werden sie einge- richtet.
Sodann wird abgeklärt, ob wöchentliche Regionaljournale, in Ergänzung zu den heutigen DRS-Aktuell-Sendungen, gestaltet werden könnten. Es würde sich um Aktualitäten- sendungen handeln, die in den entsprechenden Subregio- nen produziert und ins Programm des Fernsehens DRS eingespielt würden. Schwerpunkte würden Interviews und Diskussionen bilden, die durch nachrichtenähnliche Kurz- filme angereichert würden.
Geprüft wird auch die Schaffung echter Regionaljournale, was jedoch ein auftrennbares Sendernetz voraussetzt, wie dies bei den Regionaljournalen des Radios und bei den Regionalsendungen der deutschen ARD der Fall ist. Entsprechende Studien sind im Gange.
Die SRG ist somit bereit, die regionale und subregionale Information, weil zu ihrem Auftrag gehörend, raschmög- lichst und mit einem vertretbaren Aufwand zu verbessern. Das Bundeshausstudio der SRG bildet im Rahmen dieser Bestrebungen bereits einen Schwerpunkt. Politische Sen- dungen werden in beträchtlichem Ausmasse hier konzipiert und ins Programm eingebracht. Aus räumlichen Gründen sind aber einer Erweiterung Grenzen gesetzt. Wollte man die Fernsehproduktion in Bern stark ausbauen, wären neue Gebäulichkeiten erforderlich. Die SRG zieht eine zusätzliche Personaldotierung im Rahmen der vorhandenen Möglich- keiten vor.
Das Bundeshausstudio untersteht betrieblich der Generaldi- rektion, in programmlicher Hinsicht grundsätzlich den
regionalen Fernsehdirektionen. Eine Änderung dieser Orga- nisation kann nach Auffassung der SRG geprüft werden. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die SRG im Rahmen ihrer Konzession über eine weitgehende unterneh- merische Unabhängigkeit verfügt; sie ist deshalb auch für die aufgeworfenen Fragen bezüglich Dezentralisierung beim Fernsehen DRS zuständig und verantwortlich. Der Bundesrat begrüsst indessen, nicht zuletzt aus föderalisti- schen Überlegungen, die von der SRG vorgesehenen Mass- nahmen zugunsten einer verstärkten Dezentralisierung. Es sollte auf diese Weise möglich sein, mit vertretbarem Auf- wand dem Anliegen des Interpellanten Rechnung zu tragen.
Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral.
84.457 Interpellation Aubry PTT. Werbestempel Estampillage publicitaire des PTT
Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1984
Am 23. Mai 1984 hat der Bundesrat das Postulat Neukomm zur Bekämpfung des Tabakmissbrauchs angenommen. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass man nicht zweierlei Politik betreiben kann und dass ein Regiebetrieb des Bundes wie die PTT, die Massnahmen zur Bekämpfung von Gesundheitsschädigungen der Bürger sich zu eigen machen oder zumindest unterstützen sollte?
Kann der Bundesrat die PTT-Betriebe nicht zu einer anderen Haltung bewegen?
Texte de l'interpellation du 14 juin 1984
En date du 23 mai 1984, le Conseil fédéral vient d'accepter un postulat Neukomm au sujet de la lutte contre le taba- gisme. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas qu'on ne peut faire deux sortes de politique et qu'une régie fédérale telle que les PTT devrait défendre les mesures comme les atteintes à la santé des citoyens ou au moins les soutenir? Le Conseil fédéral ne peut-il obliger les PTT à un choix différent ?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher, Bremi, Christi- nat, Eppenberger-Nesslau, Frei-Romanshorn, Gloor, Günter, Hunziker, Künzi, Loretan, Lüchinger, Maeder-Appenzell, Massy, Meizoz, Meyer-Berne, Neukomm, Ogi, Pfund, Pini, Rime, Robbiani, Schnyder-Berne, Segmüller, Vannay, Wyss (25)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Le Conseil fédéral, en date du 1er février 1984, a donné une réponse détaillée, claire et précise à une question ordinaire concernant l'estampillage publicitaire des PTT. Il semble cependant que le chapitre traitant des fiches-réclame de l'article 5, 4e alinéa, de l'ordonnance d'exécution de la loi fédérale sur l'organisation des PTT n'est pas du tout suivi. J'en veux pour preuve la demande faite par l'ASN (Associa- tion suisse des non-fumeurs) d'obtenir une fiche-réclame. Or la réponse de la Direction des PTT prétexte «qu'en soutenant les non-fumeurs, on allait perdre la réclame des fabriques de cigarettes et de tabac».
Lors d'une nouvelle intervention de ma part à ce sujet à la Direction des PTT, la réponse a été tout aussi sybilline. C'est pour l'exposition SAN-EXPO-ASN 84 que la fiche-réclame avait été demandée et dans son refus le directeur des PTT déclare:
«Nous étions en présence d'une propagande pour une manifestation et non pas des objectifs allant dans ce sens.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Keller Fernsehen DRS. Dezentralisierung Interpellation Keller Télévision suisse alémanique. Décentralisation
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Jahr
1984
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.442
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
05.10.1984 - 08:00
Date
Data
Seite
1449-1450
Page
Pagina
Ref. No
20 012 789
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