N
14 décembre 1984
1928
Postulat Zwygart
84.567 Postulat Robert Jugendpolitik Politique en faveur de la jeunesse
Wortlaut des Postulates vom 5. Oktober 1984
Der Bundesrat wird ersucht, die Vorlagen betreffend gesetz- liche Grundlagen für die Unterstützung der ausserschuli- schen Jugendarbeit sowie den Bildungsurlaub für ehren- amtlich in der Jugendarbeit tätige junge Arbeitnehmer noch in dieser Legislaturperiode dem Parlament zu unterbreiten.
Texte du postulat du 5 octobre 1984
Le Conseil fédéral est prié de présenter au Parlement, au cours de la présente législature encore, les projets concer- nant les bases législatives qui permettront de soutenir les activités extrascolaires des jeunes ainsi que d'introduire le congé de formation des jeunes travailleurs, qui exercent une charge bénévole pour les activités extrascolaires des jeunes.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Biel, Bircher, Blunschy, Bonny, Brélaz, Bühler- Tschappina, Columberg, Deneys, Dünki, Eppenberger-Ness- lau, Fankhauser, Fischer-Hägglingen, Frei-Romanshorn, Gehler, Geissbühler, Grendelmeier, Gurtner, Herczog, Hof- mann, Humbel, Jaeger, Keller, Kühne. Lanz, Leuenberger- Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Maeder-Appenzell, Mauch, Meyer-Bern, Müller-Aargau, Müller-Zürich, Neu- komm, Oester, Ogi, Ott, Petitpierre, Pfund, Pitteloud, Re- beaud, Renschler, Ruffy, Schnyder-Bern, Schüle, Segmüller, Seiler, Stamm Judith, Stamm Walter, Stappung, Steinegger, Uhlmann, Vannay, Weber Monika, Weber-Arbon, Weder- Basel, Wick, Widmer, Zwingli, Zwygart (61)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Seit 1967 bemühen sich die Jugendverbände um die Ver- wirklichung eines einwöchigen Bildungsurlaubes für ehren- amtlich in der Jugendarbeit tätige junge Arbeitnehmer. Seit- her haben sich auch die eidgenössische Kommission für Jugendfragen sowie verschiedene Parlamentarier für dieses Anliegen eingesetzt, zuletzt Nationalrat Schüle und die Frak- tion der CVP in überwiesenen Postulaten.
In den Richtlinien des Bundesrates für die Legislaturperiode 1983 bis 1987 vom 18. Januar 1984 ist sowohl die Einfüh- rung des Bildungsurlaubes wie die Schaffung gesetzlicher Grundlagen für die Unterstützung der ausserschulischen Jugendarbeit enthalten. Im Februar 1984 reichten die Jugendverbände eine Petition mit 80 000 Unterschriften zugunsten des Bildungsurlaubes ein. In der Junisession 1984 wurde die Petition vom Nationalrat überwiesen, wobei der Berichterstatter der Petitionskommission darauf hin- wies, dass es der Wille der Kommission sei, dass der Bun- desrat dem Parlament in der laufenden Legislaturperiode eine entsprechende Vorlage unterbreite.
Mit Bericht vom 29. August 1984 hat der Bundesrat die beiden jugendpolitischen Anliegen überraschend in der Prioritätenordnung zurückgestuft, die gesetzlichen Grund- lagen zur ausserschulischen Jugendarbeit in die 2. Priorität (keine Verabschiedung in der laufenden Legislaturperiode), den Jugendurlaub in die 3. Priorität (Verzicht auf Vorlage in der laufenden Legislaturperiode).
Am 2. Oktober 1984 hat nun auch der Ständerat die Petition der Jugendverbände behandelt und an den Bundesrat über- wiesen und das Anliegen als «dringend» und seine «rasche Verwirklichung» als notwendig erklärt.
Angesichts der Tatsache,
dass sich beide Räte für eine rasche Verwirklichung die- ser jugendpolitisch sinnvollen Massnahme ausgesprochen haben;
dass die Jugendverbände nun schon seit bald 20 Jahren dafür kämpfen;
dass 1985 zum internationalen Jahr der Jugend erklärt worden ist, in dem Taten und nicht nur Worte erwartet werden;
dass die nötigen Abklärungen und Vorarbeiten für beide Vorlagen geleistet sind und die Unterstützung der ausser- schulischen Jugendarbeit bereits bewährte und unbestrit- tene Praxis des Bundes ist,
scheint es uns faktisch und psychologisch ein nicht verant- wortbarer Fehler zu sein, diese berechtigten jugendpoliti- schen Anliegen weiter auf die lange Bank zu schieben.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. Dezember 1984
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 décembre 1984
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, jedoch nicht ohne den Hinweis, dass die Straffung der Richtlinien der Regierungspolitik auf ausdrückliches Begeh- ren der eidgenössischen Räte erfolgte.
Überwiesen - Transmis
84.561 Postulat Zwygart Motorfahrradlenker. Helmobligatorium Cyclomotoristes. Port obligatoire du casque
Wortlaut des Postulates vom 5. Oktober 1984
Der Bundesrat wird aufgefordert, die Verordnung über die Strassenverkehrsregeln (VRV) zu ergänzen und das Helm- obligatorium für Motorfahrradlenker entsprechend den Motorrädern einzuführen.
Texte du postulat du 5 octobre 1984
Le Conseil fédéral est invité à compléter l'ordonnance sur les règles de la circulation (OCR) et à introduire le port obligatoire du casque pour les conducteurs de cyclomo- teurs, comme il l'a fait pour les motocyclistes.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Bei der Durchsicht der Unfallstatistiken fällt die extrem hohe Zahl von Kopfverletzungen bei Mofalenkern auf. In den Jahren 1981/82 wurden bei den Motorfahrradlenkern stati- stisch 5551 Verletzungen festgestellt; davon waren 2626 Kopfverletzungen; Gliedmassen: 1316; Rumpf: 749 usw. Das freiwillige Tragen eines Helmes hat sich leider trotz Aufklärungsmassnahmen nicht verbessert. Dabei ist das Tragen eines Schutzhelmes für die Betroffenen ebenso zumutbar wie für Motorradlenker und durch die Polizei leicht kontrollierbar, weil das Helmtragen offensichtlich ist. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1984
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1984 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
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Postulat Robert Jugendpolitik Postulat Robert Politique en faveur de la jeunesse
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Jahr
1984
Année
Anno
Band
V
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.567
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1984 - 08:00
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Seite
1928-1928
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Ref. No
20 013 005
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