Postulat Müller-Bachs
1829
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 17. Juni 1985 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 17 juin 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
85.480 Postulat Schnider-Luzern Schussgeldtarife - Indemnités de tir
Wortlaut des Postulates vom 18. Juni 1985
Damit unsere Armee ihre Ausbildung im scharfen Schuss durchführen kann, benötigt sie Übungsplätze. Durch Erschliessung und Überbauung werden diese mehr und mehr eingeschränkt. Dadurch werden immer mehr Truppen auf immer weniger Übungsplätzen eingesetzt. Dort entsteht deshalb eine Belastung, welche das normale Mass, wie es in Artikel 33 der Militärorganisation der Schweizerischen Eid- genossenschaft postuliert ist, weit übersteigt. In solchen Fällen schliesst das EMD mit den Eigentümern Vereinbarun- gen ab. Die Vergütung der durch militärische Übungen in solchen Vertragsgebieten entstehenden Schäden erfolgt aufgrund von Schussgeldtarifen. Diese Tarife wurden letzt- mals am 14. Dezember 1971 festgelegt und vom EMD ge- nehmigt.
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Der Bundesrat wird deshalb ersucht, eine Erhöhung dieser Schussgeldtarife zu prüfen und diese den gestiegenen Kosten der Schadenbehebung anzupassen.
Texte du postulat du 18 juin 1985
Pour pouvoir assurer l'instruction au tir à balle, notre armée a besoin de places d'exercice. Celles-ci se font de plus en plus rares, les terrains étant viabilisés et bâtis. Il s'ensuit qu'il y a toujours plus de troupes qui s'exercent sur un nombre toujours plus réduit de places. De ce fait, les propriétaires de ces terrains subissent des entraves et des dommages qui dépassent de beaucoup ce qui peut raisonnablement être exigé d'eux, comme le veut l'article 33 de l'Organisation militaire. Dans de tels cas, le DMF conclut des conventions avec ceux-ci. Les indemnités versées pour les dommages causés par des exercices militaires dans les zones qui font l'objet d'un contrat sont prévues dans un tarif des indem- nités de tir. Ce tarif a été fixé, pour la dernière fois, le 14 décembre 1971 et approuvé par le DMF.
C'est pourquoi le Conseil fédéral est invité à examiner la possibilité d'augmenter ces tarifs et de les adapter au coût plus élevé qu'entraîne la réparation des dommages.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Bäumlin, Blun- schy, Bonnard, Butty, Cantieni, Fischer-Sursee, Frei- Romanshorn, Geissbühler, Graf, Hari, Hess, Humbel, Jung, Kühne, Landolt, Lanz, Müller-Aargau, Müller-Scharnachtal, Nef, Nussbaumer, Ogi, Perey, Pini, Röthlin, Rubi, Ruckstuhl, Rüttimann, Schärli, Schmidhalter, Segmüller, Seiler, Stamm Judith, Stappung, Uhlmann, Wellauer, Ziegler (37)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. August 1985
Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 août 1985
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
85.497 Postulat Müller-Bachs Militärische Lehrer - Enseignants pour l'armée
Wortlaut des Postulats vom 20. Juni 1985
Der Bundesrat wird ersucht, die Möglichkeit zu prüfen, den Instruktorenmangel mit seinen negativen Auswirkungen zu beheben, indem parallel zur Instruktorenlaufbahn Stellen für militärische Lehrer geschaffen werden.
Texte du postulat du 20 juin 1985
Le Conseil fédéral est invité à étudier la possibilité de remé- der à la pénurie d'instructeurs et aux conséquences néga- tives qui en découlant, en créant des places d'enseignants pour l'armée parallèlement à la carrière d'instructeur.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Brélaz, Cavadini, Cincera, Humbel, Oester, Ott, Rebeaud, Spalti, Wellauer, Wick (10)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Militärische Aktionen, auch der Verteidigungskampf, sind vordergründig rein technische Abläufe. Der einzelne Soldat ist vergleichbar mit einem bestimmten Bestandteil einer Maschine, die möglichst zuverlässig und wirkungsvoll zu funktionieren hat. Die Ausbildung des Soldaten konzentriert sich auf diese instrumentelle Funktion.
Auf dem Niveau der Offiziere misst man den geistigen Quali- täten mehr Bedeutung zu und räumt deren Förderung, zum Beispiel an Militärakademien, einen gewissen Platz ein. In einer Milizarmee beanspruchen wir die Unteroffiziere und Soldaten nicht bloss als Werkzeuge, sondern auch als Staatsbürger. Als Bürger und Soldat sind auch sie ständig einem ideologischen Trommelfeuer ausgesetzt. Ganz unab- hängig davon bedrückt es uns, dass wir dem Kriegsgesche- hen in aller Welt nicht wirkungsvoller entgegentreten kön- nen, und andererseits sind wir uns bewusst, dass die Menschheit noch weit davon entfernt ist, die Voraussetzun gen für ein friedliches Austragen von Konflikten zu erfüllen. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dieses Span- nungsfeld sei ein persönliches Problem jedes einzelnen und könne in militärischen Schulen und Kursen ausser acht gelassen werden. Die Grundhaltung des Soldaten zum gei- stigen Abschalten überträgt sich leicht auch auf den Bürger und bewirkt eine Einstellung, die man mit «après moi le déluge» charakterisieren kann.
Im Bericht der GPK an das EMD über die Inspektion zur Frage des Instruktorenmangels in der Schweizerischen Armee vom 22. Mai 1985 wird auf Seite 2 oben die Feststel- lung gemacht: «Die Ausbildung in unserer Milizarmee ist dadurch gekennzeichnet, . . . , dass aber zugleich das Miliz- kader, welches die Rekruten auszubilden hat, in bezug auf seine eigene Funktionsstufe jeweils selber noch in der Aus- bildung steht.» ... «Um die Aufgabe der Landesverteidi- gung glaubwürdig zu erfüllen, bedarf die Milizarmee daher besonderer Anstrengungen im Bereich der Ausbildung.» Mit dem Mangel an Instruktoren wird der Gehalt an unseren militärischen Schulen und Kursen immer dürftiger.
Für die Ausbildung von Offizieren, Unteroffizieren und Sol- daten sollten militärische Lehrer im Offiziersrange zur Verfü- gung stehen, welche folgende Voraussetzungen erfüllen: Ausbildungsstufe: Mittelschullehrer.
Schwerpunktfächer: Geschichte, Geographie, Staatskunde, Turnlehrer.
Als permanente Angehörige des militärischen Lehrkörpers müssten sie zusätzlich die folgenden Funktionen über- nehmen:
Fachlehrer in einem technischen oder logistischen Berei- che. Spezialauftrag im Rahmen Vorbereitung der K Mob. Die Anstellung als militärischer Lehrer müsste bezüglich Grundbesoldung mindestens jener eines Mittelschullehrers entsprechen.
N 4 octobre 1985
1830
Postulat Meier-Zurich
Unsere Waffenplätze müssten besser ausgerüstet werden mit Klassenzimmern, Lehrmaterial und Sportanlagen. Auf allen Stufen müsste in den Ausbildungsprogrammen den Fächern Geschichte, Geographie und Staatskunde sowie einem modernen Aufbautraining vermehrt Raum gewährt werden.
Aus den bekannten Gründen (Mangel an Kp-Instruktoren) sollte die Laufbahn des militärischen Lehrers von seiner Laufbahn als Milizoffizier abgekoppelt werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 4. August 1985 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 4 août 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, ohne der Begründung beizupflichten.
Überwiesen - Transmis
nombre strictement nécessaire aux besoins du service et de l'instruction;
Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Grendel- meier, Günter, Jaeger, Maeder-Appenzell, Oester, Weber Monika, Weder-Basel, Widmer, Zwygart (11)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. August 1985
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 août 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, soweit es nicht bereits erfüllt wurde.
Überwiesen - Transmis
85.502
Postulat Müller-Aargau Luftverpestung. Eigenmassnahmen des Bundes Postulat Müller-Argovie Pollution atmosphérique. Mesures propres de la Confédération
Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1985
Die Sorge um unsere Umwelt veranlasst den Bundesrat, mittels Appellen und Empfehlungen die Bürger zur massvol- len Benützung des Privatfahrzeuges und zu möglichst sau- berem Fahren anzuhalten.
Mit Spannung blickt diese Bevölkerung nach Bern, um erste vorbildliche Resultate kennenzulernen, die der Ratgeber bei sich selbst realisiert hat.
Der Bundesrat wird daher eingeladen,
im Rahmen der Massnahmen gegen die Luftverseuchung bei allen Motorfahrzeugen des Bundes und seiner Regiebe- triebe nach Möglichkeit Katalysatoren einbauen zu lassen und auch mit anderen Mitteln den Schadstoffausstoss zu reduzieren;
im Bundesdienst, vor allem aber im Militärdienst, die Treibstoffkontingente zu kürzen, und die Fahrten auf die für den Dienstbetrieb und die Instruktion unbedingt notwendi- gen zu beschränken;
dem Volke laufend und den eidgenössischen Räten so bald wie möglich, jährlich im Rahmen des Geschäftsberich- tes über den Erfolg und die Fortschritte in der Abgasreduk- tion bei bundeseigenen Fahrzeugen Bericht zu erstatten.
Texte du postulat du 20 juin 1985
Préoccupé par l'état de notre environnement, le Conseil fédéral est amené à encourager les citoyens suisses, par le biais d'appels et de recommandations, à utiliser leurs véhi- cules privés avec plus de modération et à rouler plus propre- ment.
Cette population, à son tour, attend avec impatience de voir les premiers résultats que Berne aura obtenus en donnant l'exemple.
C'est pourquoi, le Conseil fédéral est invité
Dans le cadre des mesures de lutte contre la pollution atmosphérique, à faire équiper de catalyseurs tous les véhi- cules de la Confédération et de ses régies et à réduire les émissions polluantes par tout autre moyen approprié;
A réduire les contingents de carburants auxquels ont droit les divers services de l'administration fédérale, mais tout particulièrement l'armée et de limiter les courses au
85.523
Postulat Meier-Zürich Radfahrer-Regimenter. Neues Sturmgewehr Régiments de cyclistes. Nouveau fusil d'assaut
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1985
Der Bundesrat wird ersucht, die Radfahrer-Regimenter als erste Truppe mit dem neuen Sturmgewehr auszurüsten.
Texte du postulat du 21 juin 1985
Le Conseil fédéral est invité à équiper en premier, avant les autres troupes, les régiments de cyclistes du nouveau fusil d'assaut.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 4. September 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 septembre 1985
Das Militärdepartement sieht vor, das Sturmgewehr 90 wie folgt abzugeben:
Als erste Truppe soll die Gebirgsinfanterie das neue Sturm- gewehr erhalten, da diese allen voran auf eine leichtere Waffe wartet. Anschliessend sollen die Panzerbesatzungen und die Panzergrenadiere damit ausgerüstet werden. Bei diesen Truppen sprechen vor allem die Platzverhältnisse in den Panzerfahrzeugen für die rasche Abgabe des kürzeren Gewehrs. Die Radfahrer werden das Sturmgewehr 90 zur selben Zeit wie die Feldinfanterie erhalten.
Die stufenweise Einführung der neuen Waffe entspricht somit einem logischen Prioritätsablauf. Die Änderung des vorgesehenen Einführungsmodus würde mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Abgelehnt - Rejeté
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Müller-Bachs Militärische Lehrer Postulat Müller-Bachs Enseignants pour l'armée
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Jahr
1985
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.497
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1985 - 08:00
Date
Data
Seite
1829-1830
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Pagina
Ref. No
20 013 778
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