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Interpellation Iten
85.906 Postulat Longet Landwirtschaftspolitik und Umwelt Politique agricole. Impact sur l'environnement
Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1985 Der Bundesrat wird gebeten, in jeder Botschaft, die Mass- nahmen auf dem Gebiet der Landwirtschaft enthält, die Auswirkungen der vorgeschlagenen Massnahmen auf die Umwelt darzulegen.
Texte du postulat du 3 octobre 1985 Le Conseil fédéral est prié d'exposer, dans chaque message comportant des mesures dans le domaine de l'agriculture, l'impact sur l'environnement des mesures proposées.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Bircher, Bratschi, Braunschweig, Brélaz, Columberg, Cotti Flavio, Deneys, Dünki, Eggli-Winterthur, Eng, Fankhauser, Fehr, Geissbüh- ler, Günter, Hari, Hofmann, Jaeger, Jaggi, Landolt, Loretan, Maeder-Appenzell, Mauch, Müller-Bachs, Nauer, Nef, Nuss- baumer, Petitpierre, Pitteloud, Rebeaud, Reimann, Rohrer, Rubi, Ruffy, Schnyder-Bern, Segmüller, Stappung, Wanner, Weber Monika, Weder-Basel, Zehnder, Zwygart (42)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Dans le 6e rappport sur l'agriculture, le Conseil fédéral met l'accent sur le rôle et la responsabilité du secteur primaire à l'égard de son support naturel: l'environnement.
Un chapitre spécial dudit rapport développe d'ailleurs cette problématique. Il est certain que l'harmonisation des exi- gences de la politique agricole et de celles de l'environne- ment ne se fera pas en un jour. Raison de plus, cependant, pour assurer, lors de chaque décision concrète relative à la politique agricole, la meilleure adéquation possible de ces deux exigences.
Au niveau des travaux parlementaires, il serait par consé- quent très souhaitable de disposer à cet égard de toutes les indications nécessaires. Le présent postulat invite dès lors de Conseil fédéral à indiquer, dans chaque projet qu'il soumet aux Chambres en matière agricole, l'impact des mesures proposées sur l'environnement, au sens de l'art. 9 LPE, à l'instar des informations données sur l'effet sur les finances, l'effectif du personnel ou la constitutionnalité.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 2. Dezember 1985 Déclaration du Conseil fédéral du 2 décembre 1985 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
85.912 Postulat Früh Rohmilch. Preisvorschrift Prix du lait cru
Wortlaut der Motion vom 4. Oktober 1985
Der Bundesrat wird ersucht, die Verordnung über den Kon- sumentenpreis für abgepackte Rohmilch vom 11. Oktober 1984 zu überprüfen.
Texte du postulat du 4 octobre 1985
Le Conseil fédéral est invité à réviser l'ordonnance du 11 octobre 1984 concernant le prix au consommateur du lait cru préemballé.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bühler-Tschappina, Eppenberger-Nesslau, Jaggi, Longet, Maeder-Appenzell, Neukomm, Uhlmann, Wanner, Zwingli, Zwygart (10)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Auch der sechste Landwirtschaftsbericht sagt über alterna- tive Produktionsmethoden u.a. aus: «Wie weit sie sich aus- breiten können, wird nicht der Staat, sondern werden die Beteiligten, d.h. die Anbieter, insbesondere aber die Nach- frager entscheiden.» Die genannte Verordnung widerspricht dieser Auffassung aber, denn der Konsument hat gar keine Wahlfreiheit; die unrealistische Preisvorschrift verhindert faktisch ein entsprechendes Angebot von Seiten der Produ- zenten. So wird nicht nur den Konsumenten verunmöglicht, freiwillig ein bestimmtes Landwirtschaftsprodukt zu erwer- ben. Auch die Landwirte sind mit der heutigen Preisverord- nung ausserstande, die von Konsumenten nachweislich gewünschte abgepackte, deklarierte, lebensmittelpolizeilich und milchwirtschaftsrechtlich erfasste Rohmilch herzustel- len und anzubieten. In Uebereinstimmung mit den Zielset- zungen des vor zwei Jahren verabschiedeten Berichts der GPK über den biologischen Landbau könnte die Preisver- ordnung vom 11. Oktober 1984 entweder an die tatsächli- chen, spezifischen Kosten der abgepackten Rohmilch ange- passt werden, oder die Verordnung könnte für beispiels- weise zwei Jahre sistiert werden, um den betroffenen Land- wirten eine realistische Ertragslage und eine Mengenaus- weitung als Grundlage für kostensenkende Investitionen zu ermöglichen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 27. November 1985
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 27 novembre 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
85.440 Interpellation Iten Nahostreise von Bundesrat Aubert Voyage du Conseiller fédéral Aubert au Proche-Orient
Wortlaut der Interpellation vom 3. Juni 1985 Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:
Ist der Bundesrat der Meinung, dass im Sinne des Dialogs zwischen Bundesrat und Parlament über wichtige aussen- politische Fragen die eidgenössischen Räte und die Oeffent- lichkeit in genügender Weise zum voraus über Ziel und Zweck der kürzlichen Nahostreise unseres Aussenministers informiert wurden?
Wie beurteilt der Bundesrat im Nachhinein Ziel und Zweck dieser Reise?
Hat die Reise Bundesrat Auberts für die zerstrittenen Parteien in Libanon positive Konsequenzen zur Folge ge- habt?
Welche Rolle der Schweiz gedenkt der Bundesrat kurz- und mittelfristig bei der Friedenssuche in Libanon einzuneh- men? Welches sind die Mittel zur Erreichung dieser Zielset- zung?
Texte de l'interpellation du 3 juin 1985
J'invite le Conseil fédéral à répondre aux questions sui- vantes:
47-N
N
20 décembre 1985
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Interpellation Mühlemann
Orient, comme le suppose le dialogue entre Conseil fédéral et Parlement au sujet des points importants de notre politi- que étrangère?
Que pense-t-il a posteriori de l'objet et du but de ce voyage?
Le voyage du conseiller fédéral Aubert a-t-il eu des consé- quences positives pour les parties en lutte au Liban?
Quel sera le rôle de la Suisse, à court et à moyen terme, dans la recherche d'une solution au conflit du Liban ? Quels sont les moyens à notre disposition pour atteindre un tel objectif?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. September 1985
Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 septembre 1985
Der Bundesrat vermittelt dem Parlament und seinen Kom- missionen die notwendigen Informationen über seine Rei- sen soweit wie möglich. Die Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Nationalrates wurde denn auch am 9. April 1985 über die erste Reiseetappe ins Bild gesetzt. Leider war dies aus terminlichen Gründen in der ständerätlichen Kommission vor Reiseantritt nicht der Fall. Der Bundesrat wird weiterhin dafür besorgt sein, dass die Kommissionen beider Räte wenn immer möglich über langfristig geplante Reisen informiert werden.
Einmal geht es um die Pflege und Stärkung der bilateralen Beziehungen mit einer Reihe von wichtigen Ländern des Maghreb und des Nahen Ostens, mit denen bisher oder wenigstens in den letzten zehn Jahren auf höchster Ebene Kontakte nur in Bern gepflogen worden waren. Es galt, langjährige Einladungen zu erwidern. Gegenseitige Besu- che, sollen sie den erhofften Goodwill für die bilateralen Beziehungen schaffen helfen, dürfen nicht als Einbahn- strasse gestaltet werden. Es ist dabei ein Gebot der Rationa- lität, Reisen in eine bestimmte Region nach Möglichkeit zu gruppieren. Ein zweites Hauptziel ist die Erlangung von Informationen aus erster Hand über Konflikte, die sich in einer Europa benachbarten Weltgegend abspielen, die auch für unser Land von enormer Bedeutung ist. Dabei hat sich die Erfahrung erneut bestätigt, dass nichts Kontakte auf höchster Ebene ersetzen kann.
Schliesslich geht es darum, den Gesprächspartnern die Prinzipien der schweizerischen Aussenpolitik darzulegen, die im aussereuropäischen Bereich nicht immer genügend bekannt sind, und dabei insbesondere den Akzent auf den Grundsatz der Disponibilität und unsere Politik der Guten Dienste im Interesse des Friedens zu legen. Der Vorsteher des EDA benützte im übrigen die Gelegenheit, die schweize- rischen Wertvorstellungen namentlich im Bereich der Men- schenrechte zu erläutern und die Bedeutung zu betonen, die der Bundesrat der Einhaltung der Genfer Konventionen beimisst.
Es wäre vermessen anzunehmen, die kurze Reise eines Mitgliedes des Bundesrates in ein Land, das sich seit 1975 im Bürgerkrieg befindet, könne zur Lösung eines Konfliktes führen, um dessen Entschärfung sich andere Staaten seit Jahren bemühen. Beim Besuch Beiruts durch den Vorsteher des EDA ging es vielmehr darum, der schwergeprüften Bevölkerung dieses Landes die Solidarität der Schweiz zu bekunden und damit der Bedeutung Nachdruck zu verlei- hen, die der Bundesrat dem Weiterbestehen des Libanon beimisst. Bekanntlich hat die Schweiz in der libanesischen Krise eine gewisse, allerdings bescheidene Rolle gespielt, als sie im November 1983 und im März 1984 die beiden «Konferenzen über den nationalen Dialog» beherbergte. Selbstverständlich rief der Vorsteher des EDA gegenüber den Vertretern sämtlicher Konfliktparteien die Bereitschaft des Bundesrates in Erinnerung, das schweizerische Territo- rium auch weiterhin für solche Konferenzen zur Verfügung zu stellen.
Was die Rolle der Schweiz bei der weiteren Friedenssu- che in Libanon betrifft, so wird sich der Bundesrat auch weiterhin darauf beschränken, unsere Disponibilität und die Tradition der Guten Dienste in Erinnerung zu rufen, die er wie bis anhin im Rahmen seiner Möglichkeiten den Konflikt- parteien in Libanon anbieten kann, falls diese es wünschen.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.
85.586 Interpellation Mühlemann Altöl. Verwertung Récupération des huiles usées
Wortlaut der Interpellation vom 1. Oktober 1985
Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um bei der Verwertung von Altöl die umweltschädigende Verbrennung und die unrentable Verschiebung ins Ausland zu unterbinden?
Welche Verbesserung der Rahmenbedingungen sieht der Bundesrat für Wiederaufbereitungsanlagen, die Altöl im Recycling zu Grundschmieröl oder zu sauberem Brennstoff umwandeln?
In welcher Weise beeinflusst der Bundesrat die praxis- orientierte Forschung, um die technischen Lösungsmög- lichkeiten bei der Abfallbeseitigung in erster Dringlichkeit voranzutreiben?
Texte de l'interpellation du 1er octobre 1985
Quelles mesures le Conseil fédéral entend-il prendre afin qu'on cesse de brûler les huiles usées, ce qui est nuisible à l'environnement, ou de s'en débarrasser en les expédiant à l'étranger, ce qui n'est pas économique?
Quelles sont, aux yeux du Conseil fédéral, les possibilités d'améliorer les conditions générales auxquelles sont sou- mises les installations de retraitement qui recyclent les huiles usées en les transformant en huiles de graissage de base et en carburants propres?
De quelle manière le Conseil fédéral influence-t-il la recherche axée sur les applications pratiques, afin que soient étudiées en priorité les solutions techniques au pro- blème de l'élimination des déchets ?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Biel, Darbellay, Dünki, Eisenring, Eng, Fehr, Früh, Giudici, Grassi, Grendelmeier, Iten, Jeanneret, Leuenberger-Solothurn, Neuenschwander, Oehler, Ogi, Schwarz, Spoerry, Villiger, Weber-Schwyz, Wellauer (22)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Iten Nahostreise von Bundesrat Aubert Interpellation Iten Voyage du Conseiller fédéral Aubert au Proche-Orient
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Jahr
1985
Année
Anno
Band
V
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
85.440
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.12.1985 - 08:00
Date
Data
Seite
2247-2248
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Pagina
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20 013 980
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