N 21 mars 1986
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Interpellation Müller-Meilen
gungen betrifft und nicht zu Lasten bisher beschäftigter Saisonarbeiter geht?
Sollten darüber hinaus nicht jene Asylbewerber, denen aufgrund des Non-Refoulement ein vorläufiger Aufenthalt bewilligt wird, in die Statistik der ausländischen Wohnbevöl- kerung und damit in die Stabilisierungspolitik einbezogen werden?
Teilt der Bundesrat unsere Auffassung, dass anerkannte Flüchtlinge weiterhin nicht der Kontingentierung zu unter- stellen sind?
Texte de l'interpellation du 18 décembre 1985
Des quelque 23 000 requérants d'asile dont la demande est encore en suspens, la moitié environ est au bénéfice d'un permis de travail. La plupart sont occupés dans des branches dont les activités sont saisonnières, restauration, agriculture, bâtiment. Les demandes d'asile d'un certain nombre de ces personnes ont certes été rejetées, mais on ne peut pour le moment pas les renvoyer dans leur patrie, en vertu du principe du non-refoulement.
Le Conseil fédéral n'estime-t-il pas lui aussi que les requé- rants d'asile au bénéfice d'un permis de travail devraient être imputés au contingent des saisonniers ? Est-il disposé à envoyer des instructions aux cantons pour qu'ils veillent à ce que ces restrictions touchent en premier lieu les autorisa- tions saisonnières délivrées pour la première fois et ne prétéritent pas les travailleurs qui sont déjà venus faire des saisons en Suisse?
Ne conviendrait-il pas, en outre, d'inclure dans la statisti- que de la population étrangère résidante - les prenant ainsi en compte dans la politique de stabilisation - les deman- deurs d'asile auxquels, en vertu du principe du non-refoule- ment, on accorde un permis de séjour provisoire?
Le Conseil fédéral est-il d'avis, tout comme nous, que les personnes auxquelles on a accordé le statut de réfugié ne doivent toujours pas être imputées au contingent des étran- gers?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Bircher, Clivaz, Eggli-Winterthur, Fehr, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Meyer-Bern, Morf, Neukomm, Wagner, Weber-Arbon, Zehnder (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Februar 1986
Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 février 1986
Erwerbstätige Asylbewerber, über deren Asylgesuch noch nicht entschieden wurde oder deren Asylgesuch abgelehnt wurde, wobei die Wegweisung vorläufig nicht vollzogen werden kann, können nicht auf die Höchstzahlen für er- werbstätige Jahresaufenthalter oder für Saisonniers ange- rechnet werden. Ein solches Vorgehen würde der unter- schiedlichen Zielsetzung zwischen Ausländer- und Flücht- lingspolitik widersprechen. Abgewiesene Asylbewerber müssen in der Regel jederzeit mit dem Vollzug der Wegwei- sung rechnen und können deshalb nicht in das Erwerbsle- ben eingegliedert werden. Bei denjenigen Ausländern, denen die Ausreise nicht zugemutet werden kann und die aller Voraussicht nach dauernd in unserem Land verbleiben werden, fehlen in den meisten Fällen die beruflichen Vor- aussetzungen, um die nach Fremdarbeiterregelung zuzulas- senden Jahresaufenthalter und Saisonniers ersetzen zu kön- nen. Zudem ist im Hinblick auf die im Asylbereich getroffe- nen und vorgesehenen Massnahmen eine zusätzliche Attraktivität für Asylbewerber zu vermeiden, die in erster Linie zur Arbeitsaufnahme einreisen.
Zur ausländischen Wohnbevölkerung gehören Ausländer mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung. Dies gilt auch im Asylbereich. Abgewiesene Asylbewerber, die keine Aufenthaltsbewilligung erhalten, sondern lediglich interniert
werden, sind deshalb nicht zur ausländischen Wohnbevöl- kerung zu zählen, sondern separat zu erfassen.
Anerkannte Flüchtlinge werden auch künftig von der Kon- tingentierung ausgenommen.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.
85.107 Interpellation Müller-Meilen Asylgesuche. Stand 1985 Demandes d'asile. Etat à la fin 1985
Wortlaut der Interpellation vom 20. Dezember 1985 Die Entwicklung der Asylfrage ist von unverminderter Bedeutung und stösst weiter auf grösstes Interesse. Ich stelle deshalb dem Bundesrat folgende Fragen: Wieviele Asylgesuche sind 1985 gestellt worden? Aus wel- chen Ländern stammen die Gesuchsteller?
Wieviele dieser Gesuche konnten 1985 bereits behandelt und entschieden werden? Wie gross ist der Prozentsatz der 1985 gutgeheissenen und der abgelehnten Asylgesuche? Wie gross ist noch der Rückstand aus früheren Jahren? Wieviele der 1985 abgewiesenen Gesuchsteller haben die Schweiz bereits freiwillig verlassen, wieviele wurden ausge- schafft, und wievielen wurde der Aufenthalt verlängert?
Texte de l'interpellation du 20 décembre 1985
Les problèmes concernant les demandeurs d'asile revêtent toujours la même importance et continuent à susciter la plus grande attention. C'est la raison pour laquelle je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: Combien de demandes d'asile ont été déposées en 1985? De quels pays venaient les requérants ?
Parmi ces demandes, combien ont pu être traitées en 1985 et combien de décisions y relatives ont-elles été prises? Quels sont, pour 1985, le pourcentage de demandes d'asile acceptées et celui des demandes rejetées ?
Parmi les demandes déposées dans les années précédentes, combien n'ont pas encore été examinées?
Parmi les requérants dont la demande d'asile a été rejetée en 1985, combien de personnes ont déjà quitté la Suisse de leur plein gré, combien ont été expulsées et combien ont vu leur autorisation de séjour prolongée?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. März 1986
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mars 1986
Wie der am 23. Januar 1986 veröffentlichten Asylstatistik zu entnehmen ist, haben im Jahr 1985 in der Schweiz 9703 (Vorjahr 7435) Personen aus insgesamt 73 Heimatstaaten ein Asylgesuch eingereicht. Am meisten Gesuchsteller stam- men aus der Türkei (3844; 40 Prozent) und aus Sri Lanka (2764; 28 Prozent); aus Zaire kommen 442 (4,5 Prozent) Per- sonen, aus Angola 371 (4 Prozent), aus Chile 322 (3,5 Pro- zent) und aus Pakistan 286 (3 Prozent).
1985 hat das BAP in erster Instanz die Gesuche von 8083 (Vorjahr 4078) Personen erledigt. 939 Personen erhielten Asyl, während die Gesuche von 5658 Personen abgelehnt wurden. Im übrigen sind die Gesuche von 1486 Personen durch Rückzug oder Ausreise gegenstandslos geworden. Von den 1985 eingereichten Gesuchen waren am Jahres- ende bereits 2770 (rund ein Drittel) erledigt.
In der zweiten Instanz sind 1985 Beschwerden betreffend 5016 Personen eingegangen. Im gleichen Zeitraum sind die
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Interpellation Ziegler
Verfahren von 4476 Personen, davon für 3893 Personen mit negativem Ausgang, abgeschlossen worden. Die Beschwer- den von 314 Personen führten zu einer ganzen oder teilwei- sen Gutheissung im Beschwerdeverfahren, jene von 269 Personen sind zurückgezogen worden. Die Beschwerden von 5533 Personen waren Ende 1985 noch hängig.
Per Ende Dezember 1985 waren die Gesuche von 15 387 Asylbewerbern erstinstanzlich noch nicht entschieden. Zusammen mit den pendenten Beschwerden von 5533 Per- sonen waren somit gesamthaft die Gesuche von 20 920 Personen hängig.
Die Frage nach den im vergangenen Jahr erfolgten Ausrei- sen und Ausschaffungen kann nicht beantwortet werden. Eine systematische Erfassung aller Vollzugsmeldungen der Kantone wurde hingegen anlässlich der Realisierung eines grösseren EDV-Projektes im Bundesamt für Polizeiwesen jetzt eingeführt, so dass im Verlaufe dieses Jahres exakte zahlenmässige Angaben hinsichtlich des Vollzuges der Entscheide gemacht werden können. Im weiteren ist vorge- sehen, mit den Kantonen im Bereich der Vollzugskontrolle enger zusammenzuarbeiten.
Was die Zahl der freiwillig Ausgereisten betrifft, ist allerdings auch zukünftig mit Unsicherheiten zu rechnen. Da dem Verfügungsadressaten vorerst eine Frist zur Erfüllung seiner Pflicht gesetzt wird, ist in Kauf zu nehmen, dass viele Aus- länder unser Land ohne eigentliche Abmeldung und anschliessende Grenzkontrolle verlassen. Scheint in diesen Fällen eine tatsächlich erfolgte Ausreise aufgrund der Re- cherchen des Kantons (an der Wohnadresse, bei den Für- sorgebehörden usw.) sehr wahrscheinlich zu sein, wird der betreffende Ausländer als Ausgereister vermerkt. Liegen hingegen keine entsprechenden Hinweise vor, kann auch nichts Endgültiges über seinen Aufenthaltsort gesagt wer- den. Analoge Schwierigkeiten treten bekanntlich auch in anderen Bereichen, so etwa im Bereich Arbeitsmarkt (Zahl der illegal Arbeitenden), auf.
Ausländer, die im Jahre 1985 in der Schweiz ein Asylgesuch eingereicht haben, nach Staatsangehörigkeit
Gesamttotal
9703
EUROPA
4501
AFRIKA
1132
AMERIKA
360
ASIEN
3706
STAATENLOS
4
EUROPA
4501
Jugoslawien
138
Polen
199
Rumänien
103
Tschechoslowakei
96
Türkei
3844
Ungarn
93
Gaz d'échappement. Normes applicables
Uebrige
28
aux véhicules utilitaires lourds
AFRIKA
1132
Aethiopien
101
Angola
371
Ghana
103
Zaire
442
Zentralafrikanische Rep.
21
Uebrige
94
AMERIKA
360
Chile
El Salvador
Peru
Uebrige
ASIEN
Afghanistan
28
Texte de l'interpellation du 26 septembre 1985
Bangladesh
Indien
Irak
Iran
162
Kampuchea
9
Libanon
107
Pakistan Sri Lanka
2764
Syrien
29
Tibet
16
Vietnam
116
Uebrige
29
STAATENLOS
4
Ausländer, die im Jahre 1985 in der Schweiz ein Asylgesuch eingereicht haben, nach Kantonen
Schweiz
9703
Zürich
893
Bern
1340
Luzern
365
Uri
11
Schwyz
37
Obwalden
IN
Glarus
36
Zug
56
Freiburg
304
Solothurn
109
Basel-Stadt
1767
Basel-Landschaft
270
Schaffhausen
47
Appenzell A.Rh.
9
Appenzell I.Rh.
7
St. Gallen
337
Graubünden
301
Aargau
350
Thurgau
97
Tessin
583
Waadt
1517
Wallis
216
Neuenburg
127
Genf
583
Jura
339
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.
85.577
Interpellation Ziegler
Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1985
Kürzlich hat der Bundesrat beschlossen, für Personenwa- gen verschärfte Abgasgrenzwerte (US-Norm 83) auf den 1. Oktober 1987 einzuführen. Für leichte Nutzfahrzeuge (Gesamtgewicht bis 3500 kg) gilt die entsprechende US- Norm 83 ab dem 1. Oktober 1988.
322 5 In diesem Zusammenhang erbitte ich vom Bundesrat Aus- kunft auf folgende Frage:
16 Auf welchen Zeitpunkt gedenkt der Bundesrat, auch für 17 · schwere Nutzfahrzeuge entsprechende Abgasnormen und Partikelvorschriften einzuführen?
3706
34 Le Conseil fédéral a décidé récemment d'abaisser les .
114 valeurs limites des gaz d'échappement valables pour les
12 voitures de tourisme (prescriptions «US-Federal 83"); ces
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Nidwalden
286
Abgasnormen für schwere Nutzfahrzeuge
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Müller-Meilen Asylgesuche. Stand 1985 Interpellation Müller-Meilen Demandes d'asile. Etat à la fin 1985
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Dans
In
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Jahr
1986
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.107
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.03.1986 - 08:00
Date
Data
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468-469
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Pagina
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