N 4 juin 1986
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Radio et télévision. Motions
sie uns auch zu Gemüte geführt. Was diskutiert werden musste, ist in der Kommission diskutiert worden.
Zu Herrn Renschler, der darauf hingewiesen hat - wenn ich ihn richtig verstanden habe -, die Rechtslage in der Schweiz widerspreche der Europäischen Sozialcharta: Da könnte ich einiges zitieren aus dem Bericht des eidgenössischen Per- sonalamtes. Vielleicht nur folgendes: «Der ständige Vertre- ter der Schweiz beim Europarat in Strassburg hat an der Sitzung der Ministerdelegierten vom 14. Juni 1979 den anderen Mitgliedstaaten des Europarates den Wortlaut die- ser Erklärung zur Kenntnis gebracht.» In dieser Erklärung sagt der Bundesrat, dass ein generelles Verbot des Beam- tenstreiks nach seiner Auslegung von Artikel 6 Absatz 4 der Europäischen Sozialcharta nicht gegen diese verstosse. Nachher heisst es in diesem Bericht: «Keiner der Delegier- ten hat dagegen einen Einwand ausgesprochen.»
Vous avez certes constaté que le deuxième siège à ma gauche n'est pas occupé. Cela est dû au fait que notre ancien collègue, M. Duboule, qui avait été désigné, il y a trois ans, comme rapporteur de langue française, est mal- heureusement décédé entre-temps. Les autres membres romands de la Commission des pétitions des années 82 et 83 se rallient à la proposition de la minorité. C'est pourquoi il n'y a pas de rapporteur de langue française qui soutiendrait la majorité.
C'est la raison pour laquelle je me permets, comme geste de bonne volonté, de parler français pour défendre brièvement le point de vue de la majorité qui vous propose de ne pas donner suite à l'initiative visant à modifier la constitution fédérale.
Contrairement à l'avis de l'auteur de l'initiative, la majorité de votre commission estime que la garantie du droit de grève, aussi pour les fonctionnaires des administrations publiques, n'est pas d'actualité. De plus, elle est d'avis que le Conseil fédéral, comme le Parlement, ne sont guère en mesure, à l'heure actuelle, d'accepter la revendication de l'initiative qui, comme on l'a entendu, va très loin.
Les conditions de travail des fonctionnaires relèvent du droit public. Elles sont fixées par le législateur, à savoir le Parle- ment, et dans notre démocratie en dernier lieu par le peuple. C'est contre ces instances que se dirigerait une grève de fonctionnaires quoi qu'on en dise.
Si les conditions de travail des fonctionnaires sont jugées insatisfaisantes, elles peuvent être modifiées par voie légis- lative.
Retenons pour terminer que la majorité de votre commis- sion ne met nullement en question le droit de grève des travailleurs de l'économie privée qui découle de l'article 56 de la constitution fédérale. Je tiens à souligner ce fait, mais la commission part de l'idée que la fonction publique n'est pas sans autre comparable à un emploi dans l'économie privée. Les rapports de service de droit public - dans le texte français du rapport, annexe 3, on parle par erreur de droit privé - sont unilatéraux. Le fonctionnaire d'un côté bénéfi- cie d'avantages certains et peut de l'autre supporter cette restriction car, et je le répète avec les mots de l'ancien directeur de l'Office fédéral du personnel, «la grève de fonctionnaires est de nature à suspendre la vie de l'Etat». C'est peut-être un peu fort comme formulation. N'oublions pas non plus que nul n'est forcé de devenir fonctionnaire et que les agents de l'Etat et des communes perdraient plus qu'ils ne gagneraient avec un droit de grève. J'en suis convaincu. Ceux qui sont devenus fonctionnaires savent de quels avantages ils profitent et quels désavantages ils ont à accepter.
In der LdU/EVP-Fraktion gehen die Ansichten über die ver- fassungsmässige Verankerung eines umfassenden Streik- rechtes auseinander. Das habe ich Ihnen im Auftrag der Fraktion noch mitzuteilen.
Im übrigen danke ich Ihnen für diese interessante und lebhafte Diskussion und freue mich, dass ich nun drei Jahre, nachdem ich nicht mehr Präsident der Petitionskommission bin, mein letztes Geschäft vor dem Rat vertreten konnte.
Präsident: Wir bereinigen die parlamentarische Initiative Streikrecht. Die Kommissionsmehrheit beantragt, der parla- mentarischen Initiative keine Folge zu geben und sie abzu- schreiben. Die Kommissionsminderheit beantragt, der parla- mentarischen Initiative Folge zu geben.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit Für den Antrag der Mehrheit
39 Stimmen 84 Stimmen
85.539
Motion Bremi Regionalfernsehen. Rechtsgrundlagen Télévision régionale. Bases juridiques
Wortlaut der Motion vom 16. September 1985
Nachdem der Bundesrat richtigerweise beabsichtigt, die Rechtsgrundlagen für den Satellitenrundfunk vorzuziehen und rasch zu verwirklichen, sollte auch die Regelung für das Regionalfernsehen vorgezogen werden. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, raschmöglichst Rechtsgrundlagen für die Einführung des Regionalfernsehens in der Schweiz zu schaffen.
Texte de la motion du 16 septembre 1985
Le Conseil fédéral a l'intention - et on ne peut que s'en féliciter - de créer dans les plus brefs délais et en priorité les bases légales concernant la radiodiffusion par satellite. Il y aurait toutefois lieu de traiter également en priorité la régle- mentation sur la télévision régionale. C'est pourquoi nous chargeons le Conseil fédéral d'établir aussitôt que possible les bases juridiques pour l'introduction de la télévision régionale en Suisse.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. November 1985
Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1985
Die bisher bekannten Vorhaben für die Veranstaltung von Regionalfernsehen lassen sich weder im Rahmen der Ver- ordnung über lokale Rundfunk-Versuche (RVO), noch gestützt auf die Konzession für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (Konzession SRG) verwirklichen. Die RVO sieht, mit Ausnahme dünnbesiedelter Gebiete, ein Verbreitungsgebiet von höchstens 20 Kilometern Ausdeh- nung vor und lässt keine Fernsehwerbung zu. Artikel 1 der Konzession SRG ermächtigt diese Gesellschaft, die techni- schen Einrichtungen der PTT-Betriebe zu nutzen. Das Recht, diese Nutzung zeitweise an einen regionalen Veran- stalter abzutreten, enthält die Konzession nicht.
Regionales Fernsehen könnte somit nur eingeführt wer- den, wenn die RVO revidiert, die Konzession SRG ergänzt oder gestützt auf Artikel 3 des Bundesgesetzes betreffend den Telegrafen- und Telefonverkehr (TVG) eine Konzession sui generis erteilt wird.
In seiner Antwort auf die Motion der sozialdemokratischen Fraktion vom 12. Juni 1985 und diejenige von Ständerat Piller vom 18. Juni 1985 hat der Bundesrat darauf hingewie- sen, dass die Entscheidungsfreiheit des Gesetzgebers in jedem Fall zu wahren ist. Es entspricht deshalb der Politik des Bundesrates, Veranstaltungen nur als Versuche zu bewilligen, mit dem Ziel, Erkenntnisse für die künftige
Radio und Fernsehen. Motionen
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Radio- und Fernsehgesetzgebung zu gewinnen. Dabei darf die künftige Rechtsordnung nicht unverhältnismässig präju- diziert werden.
Für die definitive Ausgestaltung der künftigen Ordnung sind Versuche mit regionalem Fernsehen indessen kaum sinnvoll und notwendig. Sie könnten voraussichtlich nicht vor 1987 beginnen. Bezogen auf das Gesetz wäre die Beobachtungs- zeit demnach zu kurz.
Die Befürworter für eine sofortige Einführung machen gel- tend, dass die immer stärker werdende ausländische Kon- kurrenz sowie die Abwanderung von «Werbemillionen ins Ausland» schweizerisches Regionalfernsehen dringlich machen. Somit stellt sich die Frage, ob ein Zuwarten bis zum Inkrafttreten des Radio- und Fernsehgesetzes die Ein- führung des Regionalfernsehens verunmöglicht oder zumindest stark gefährdet.
Sicher stellt die ausländische Konkurrenz einen nicht zu unterschätzenden Faktor dar. Diese ausländischen Statio- nen und insbesondere jene, welche ihre Sendungen über Satelliten anbieten, haben aber ein grosses, weite Teile Westeuropas erfassendes Verbreitungsgebiet, das es verun- möglicht, ein Programm spezifisch für jenen Raum anzubie- ten, den das Regionalfernsehen abdecken will. Das Produkt ist derart verschieden, dass von einer echten Konkurrenzie- rung nicht gesprochen werden kann, vorausgesetzt, dass man tatsächlich ein auf eine Region ausgerichtetes Fernse- hen machen will. Das Verbreitungsgebiet der ausländischen Stationen hat auch zur Folge, dass deren Programme für eine Werbung, die regional ausgerichtet ist, wenig attraktiv erscheinen. Die Streuverluste wären zu gross und die Wer- bung zu teuer. Die Kosten stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen, vor allem dann nicht, wenn man jene Werbemög- lichkeiten in Betracht zieht, welche bereits heute für regio- nale Werbung zur Verfügung stehen.
Ein Bundesbeschluss könnte Nachteile für die Erarbeitung des Radio- und Fernsehgesetzes haben, unabhängig davon, ob er dringlicher oder nicht dringlicher Natur ist. Ueber regionales Fernsehen kann kaum isoliert entschieden wer- den. Es kann, im Gegensatz zum Satellitenfernsehen, einen bestimmenden Einfluss auf die Veranstaltung von Fernse- hen auf der lokalen und sprachregional/nationalen Ebene haben. Angesichts der verfügbaren Frequenzen könnte die Einführung von drahtlos verbreitetem Regionalfernsehen zur Folge haben, dass in weiten Teilen der Schweiz kein zusätzliches lokales oder nationales Fernsehen veranstaltet werden könnte. Regionalfernsehen gehört deshalb in einen grösseren Zusammenhang, der zweckmässiger in einem umfassenden Gesetz geregelt werden kann.
Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort auf die erwähnten Motionen dargelegt hat, könnte bei einer sekto- riellen Regelung des Regionalfernsehens in Form eines Bundesbeschlusses der Wille, eine gesamtheitliche Lösung zu erarbeiten, erlahmen. Sodann könnten die Arbeiten am Radio- und Fernsehgesetz wegen der beschränkten perso- nellen Mittel verzögert werden. Die verfügbaren Kräfte und Mittel sollten auf die laufenden Gesetzgebungsarbeiten kon- zentriert werden, um das Gesetz möglichst rasch zu behan- deln und in Kraft zu setzen. Der Bundesrat hat die Absicht, dem Parlament möglichst bereits im Verlaufe 1987 den Entwurf für ein solches Gesetz zu unterbreiten.
Diese und weitere Fragen bedürfen einer sorgfältigen Prüfung im Gesamtzusammenhang. Der Bundesrat möchte deshalb nicht einen verbindlichen Auftrag, sondern einen solchen zur Prüfung des Anliegens entgegennehmen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
85.460
Motion der sozialdemokratischen Fraktion
Radio und Fernsehen. Dringlicher Bundesbeschluss Motion du groupe socialiste Radio et télévision. Arrêté fédéral urgent
Wortlaut der Motion vom 12. Juni 1985
Der Bundesrat wird beauftragt, innert dreier Monate einen dringlichen Bundesbeschluss über vorsorgliche Regelun- gen auf dem Gebiet von Radio und Fernsehen vorzulegen, der gestützt auf Artikel 55bis BV folgende Punkte enthält: 1. Die geordnete und rechtmässige Entwicklung des Radio- und Fernsehwesens sowie anderer öffentlicher fernmelde- technischer Verbreitungsformen unter Wahrung der Entscheidungsfreiheit des Gesetzgebers bei der künftigen Rechtssetzung muss sichergestellt werden.
Bis zum Inkrafttreten eines Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen sind lediglich provisorische und befristete Neuzulassungen und Aenderungen unter Ausschluss jegli- cher Entschädigungspflicht möglich. Dabei ist der Bestand und die Entwicklung einer nationalen Sendeanstalt mit repräsentativer und breit abgestützter Trägerschaft zu sichern. Wo neue Veranstalter zugelassen werden, ist für publizistischen Wettbewerb zu sorgen.
Zur Vorbereitung, Antragstellung, Ueberwachung und Planung der unter den dringlichen Bundesbeschluss fallen- den Entscheidungen wird ein repräsentativ zusammenge- setzter Medienrat eingesetzt, welcher dem Bundesrat zuhanden der Bundesverwaltung jährlich einen Bericht über die Mediensituation zur Kenntnisnahme vorlegt.
Texte de la motion du 12 juin 1985
Le Conseil fédéral est chargé de présenter, dans un délai de trois mois, un arrêté fédéral urgent réglementant, à titre préventif, le domaine de la radiodiffusion et de la télévision; cet arrêté, fondé sur l'article 55bis cst., devra contenir les points suivants:
Le développement bien ordonné et légal de la radio et de la télévision, ainsi que d'autres formes de diffusion publique par les techniques de télécommunication, doit être garanti, la liberté de décision du Parlement étant préservée en ce qui concerne l'élaboration future de la législation.
Seules des autorisations et des modifications provisoires, pour une durée déterminée, sont possibles jusqu'à l'entrée en vigueur d'une loi fédérale régissant la radio et la télévi- sion, toute espèce d'obligation de dédommagement étant exclue. En l'occurrence, l'existence et le développement d'un institut national d'émission, dont le «support» soit représentatif et largement étayé, doivent être garantis. Lors- que de nouveaux émetteurs seront autorisés on veillera à ce que la concurrence soit assurée, en matière journalistique. 3. Pour préparer, proposer, surveiller et planifier les déci- sions qu'implique l'arrêté fédéral urgent, un conseil des médias, composé de manière représentative, sera mis en place. Celui-ci soumettra chaque année au Conseil fédéral, pour son information mais à l'intention de l'Assemblée fédé- rale, un rapport sur la situation des médias.
Sprecher - Porte-parole: Stappung
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Motion Bremi Regionalfernsehen. Rechtsgrundlagen Motion Bremi Télévision régionale. Bases juridiques
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1986
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Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.539
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Datum 04.06.1986 - 16:00
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