Postulat Graf
962
N 20 juin 1986
vergangen, sondern hat sich auch vieles verändert. So war es bisher üblich, dass zwischen der EG und den Nichtmit- gliedern der Gemeinschaft einzelne Verträge abgeschlossen wurden. Die Zahl dieser Verträge ist bereits sehr gross. Die von Bundesrat Kurt Furgler eingegebene Idee, statt einzelne Verträge mit einem mühsamen und langwierigen Prozedere verfahrenseinfachere Rahmenabkommen abzuschliessen, soll in Brüssel auf fruchtbaren Boden gefallen sein. Ein erstes Rahmenabkommen mit der Schweiz ist denn auch vorgesehen.
Diese neuartige Entwicklung führt dazu, vom Bundesrat eine Auslegeordnung Schweiz-EG zu verlangen, eine Ausle- geordnung über den heutigen Stand der Beziehungen, Zukunftsperspektiven, Erfolge, Schwierigkeiten u. a. m. Für Aussenstehende, dazu gehören auch Parlamentarier, ist die Uebersicht verloren gegangen, die erwähnte Auslegeord- nung könnte sie uns wiederum ermöglichen.
Texte du postulat du 12 mars 1986
Depuis que la Suisse a conclu avec la Communauté euro- péenne un accord de libre-échange, les années ont passé et bien des choses ont changé. Il est ainsi devenu courant que les Etats non membres de la Communauté passent avec celle-ci des accords particuliers. Le nombre des accords passés est aujourd'hui très élevé. Or, il semble que l'on ait beaucoup apprécié à Bruxelles l'idée, lancée par le conseil- ler fédéral Kurt Furgler, de conclure des accords-cadres qui demandent une procédure moins longue et moins compli- quée que des accords particuliers. Il est d'ailleurs prévu qu'un premier accord de ce type sera passé avec la Suisse. Cette nouvelle façon de procéder m'incite à demander au Conseil fédéral d'élaborer un rapport systématique et détaillé sur les relations de la Suisse avec la Communauté européenne, sur les perspectives d'avenir, les réussites et les difficultés, notamment. Les personnes qui ne participent pas directement aux travaux, et parmi elles des parlemen- taires, ont perdu la vue d'ensemble et un tel rapport leur permettrait de faire le point de la situation.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Bircher, Braunschweig, Bundi, Chopard, Eggen- berg-Thun, Gloor, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Mauch, Ott, Reimann, Renschler, Robbiani, Rubi, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Wagner, Zehnder (26)
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Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Intensität der Beziehungen zwischen der Schweiz und den Europäischen Gemeinschaften ist bemerkenswert. 1984 machten die Importe aus EG-Ländern 67 Prozent und die Exporte in den EG-Raum 50 Prozent aus. Die Freihandelsbe- ziehungen haben sich ausgeweitet und verdichtet, beispiels- weise ist die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissen- schaftlichen und technischen Forschung bedeutsam gewor- den. Im Rahmen der COST (Coopération européenne dans le domaine de la recherche scientifique et technique) wur- den zahlreiche europäische Forschungsprogramme mit wechselnder Beteiligung entwickelt und auch durchgeführt. Die Schweiz ist dabei ein aktiver Partner und engagiert sich jährlich in der Grössenordnung von 2,5 Millionen Franken. Die EG formuliert aber zunehmend eigene Forschungspro- gramme, die auch für Drittstaaten offen sind. Im For- schungsbereich spielt natürlich die Zusammenarbeit Schweiz/Euratom, abgestützt auf einen bilateralen Vertrag zwischen Bern und Brüssel, eine grosse Rolle. Anfangs Januar hat die Schweiz mit der EG ein Rahmenabkommen über die Forschungskooperation abgeschlossen. Die von mir erwähnten Aktivitäten deuten den Umfang des Verhält- nisses Schweiz-EG insofern an, als daraus ersichtlich wird, wie sehr sich diese Zusammenarbeit entwickelt und verdich- tet hat. Aus diesen Gründen ersuche ich den Bundesrat, die gewünschte Auslegeordnung zu präsentieren, d. h. ein Inventar über den Umfang der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EG inklusive möglicher Perspektiven für die nächsten fünf Jahre aufzustellen. Für Aussenstehende
hat sich der Entwicklungsprozess zwischen der Schweiz und der EG praktisch verselbständigt, das Parlament zumin- dest sollte wieder einmal umfassend ins Bild versetzt werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 2. Juni 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 2 juin 1986 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
86.371
Postulat Graf PTT. Zeitungsverteilung PTT. Distribution des journaux
Wortlaut des Postulates vom 18. März 1986 Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen:
Wie die Bestimmungen über den Postzeitungsdienst in der Verordnung 1 (VI) zum Postverkehrsgesetz vom 2. Okto- ber 1924 im Sinne einer klar formulierten Leistungspflicht umschrieben werden können, wobei der Tages-, Regional- und Lokalpresse eine Vorzugsstellung einzuräumen ist.
Wie hoch die Wegfallkosten der Zeitungszustellung wären. 3. Wie die Zustellung gleichentags im Einzugsgebiet gewährleistet werden kann.
Texte du postulat du 18 mars 1986 Le Conseil fédéral est invité à examiner
Comment il serait possible de préciser les dispositions sur l'expédition des journaux, prévues par l'ordonnance 1 (VI) relative à la loi du 2 octobre 1924 sur le Service des postes, dans le sens d'une obligation de prestation, en accordant une position privilégiée à la presse quotidienne, régionale et locale.
Combien coûterait la suppression de la distribution des journaux.
Comment il serait possible d'assurer la distribution dans la région le jour même.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Feigenwinter, Hofmann, Loretan, Müller-Meilen, Oehler (5)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die vom Bundesrat vorgesehenen Massnahmen für die Presse sind vom Parlament nicht gutgeheissen worden. Eine vielfältige, wirtschaftlich gesunde Presse ist aber Vor- aussetzung für die freie Meinungsbildung und für das Funk- tionieren unserer Demokratie.
Bis jetzt bestehen die pressefreundlichen Massnahmen des Bundes praktisch ausschliesslich aus den für die PTT nicht voll kostendeckenden Zeitungstransporttaxen sowie günsti- gen Leitungsgebühren. Das bedeutet, dass Art und Umfang der erwähnten PTT-Leistungen weitgehend für die Presse- vielfalt in unserem Lande bestimmend sind. Im Hinblick auf die hohe staatspolitische Bedeutung dieser Leistungen besteht das Bedürfnis nach einer tragfähigen, langfristigen Regelung.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 2.Juni 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 2 juin 1986 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Graf PTT. Zeitungsverteilung Postulat Graf PTT. Distribution des journaux
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1986
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.371
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Datum 20.06.1986 - 08:00
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962-962
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